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Thema: Rücklagen?

  1. Avatar von Antje3
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    AW: Rücklagen?

    Meine Erfahrung ist einfach - es gibt Leute, die können offensichtlich nicht sparen. Da wird IMMER alles ausgegeben und - wenn man kann - der Dispo auch noch ausgereizt bis zum letzten. Selbst wenn die wirklich gute Einkommen haben. Das einzige, was die diszipliniert ist tatsächlich ein Kredit.

    Meine Schwägerin war ja jahrzehntelang in einer Bank beschäftigt - da gab es nicht wenige Leute, die mit der Zahlung der letzten Darlehensrate einen neuen Kredit aufnahmen. Und wenn (an anderer Stelle) der Vorschlag gemacht wurde, doch nach Abzahlung des Kredits die entsprechende Rate anzusparen (weil man doch nun gewöhnt war, ohne eben diesen Betrag auszukommen) dann wurde man angeguckt, als ob man von Ufos gesprochen hätte. Die Leute kommen gar nicht auf die Idee, erst zu sparen und dann zu kaufen. Da wird alles mit Konsumkrediten gekauft. Und so lange das Einkommen stetig kommt oder auch steigt, geht auch alles gut.
    Und wenn es dann eine unvorhergesehene Änderung gibt wie ungeplante Schwangerschaft oder Arbeitslosigkeit oder längere Krankheit mit Krankengeld - dann bricht halt das Konstrukt zusammen.

    Bei mir persönlich sieht es im Grunde so aus, daß ich in etwa den Betrag, den ich als Arbeitslosengeld bekäme, derzeit verbrauche (und davon sehr ordentlich lebe). Alles darüber hinaus spare ich. Gibt mir persönlich die Sicherheit, daß ich mit ALG 1 auf jeden Fall sehr gut hinkäme, bevor ich meinen Lebensstil auch nur justieren müßte.

    Und sorgt natürlich nach einiger Zeit auch für einen soliden Puffer.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Rücklagen?

    Ich habe schon als Teenager Rücklagen mit meinem Taschengeld gebildet.

    Seitdem war ich niemals out of money. Liegt einfach nicht in meinen Genen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”

  3. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    aber oberhalb der Mitte sollte das doch eigentlich kein Problem sein.
    Das widerspricht meinen persönlichen Erfahrungen und denen in meinem persönlichen Umfeld. Je mehr Geld monatlich reinkommt, umso lockerer gehst Du damit um, umso unnötiger erscheinen Dir Rücklagen.

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Wie seht Ihr das? Habt Ihr Rücklagen für drei Monate?
    Habe ich als Berufstätiger nie geschafft, jetzt als Rentner habe ich sogar 6 Monate. Alles vielleicht eine Sache der absoluten Zahlen.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).

  4. Moderation
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Lscp Beitrag anzeigen
    In meiner Firma gab es vor einiger Zeit den Fall, dass aus technischen Gründen die Gehälter ein paar Tage später überwiesen wurden. Das hat einige wenige in eine kleine Existenzkrise gestürzt.
    Bei mir sind die Abbuchungen am 1. Werktag des Monats etwa die Hälfte von dem, was in einem langweiligen Monat insgesamt vom Konto abgeht. Deswegen muß mindestens 1/2 Monatseinkommen als Rücklage auf dem Konto sein, sonst bin ich auf einmal im Dispo, falls irgendwo ein Bit quer in der Leitung hängt... Früher hat mein AG drei (Werk-)Tage vor dem Ersten gezahlt, aber für den Cash flow auf seiner Seite ist "just in time" natürlich schöner.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    AW: Rücklagen?

    Man darf eben nie die Relation zum Geld verlieren.
    Schon mit Mitte 20, auch wenn es schwer fällt, sollte man Geld zurücklegen bzw sich mit dem Gedanken auseinander setzen das Geld in naher Zukunft anzulegen

  6. Avatar von Lscp
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    AW: Rücklagen?

    Mir fällt übrigens gerade ein, das mein Bruder (als wir beide noch sehr klein waren) zumindest in den Ferien mein Taschengeld verwaltet hat . Sonst wäre am ersten Tag schon alles für Süßkram draufgegangen.

    Aber z.B. die Stereoanlage, die ich mir mit 18 Jahren gekauft habe, habe ich mir komplett zusammengespart. Und die Anlage habe ich sogar noch - nach 30 Jahren.
    Alles zu seiner Zeit.

  7. Moderation
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Gibt mir persönlich die Sicherheit, daß ich mit ALG 1 auf jeden Fall sehr gut hinkäme, bevor ich meinen Lebensstil auch nur justieren müßte.
    2/3 Regelung. Wenn man mit 2/3 vom Netto hinkommt, kann man die 40% Bruttoverlust, mit denen viele Ärgernisse einhergehen, locker wegstecken. Und dann hat man eben eine Sparrate von 1/3 des Netto und spart pro Jahr 4 Monate an.

    Die Luft dafür muß nur erst mal im Einkommen sein, bevor sie im Budget ist.
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    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Avatar von Antje3
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    AW: Rücklagen?

    Und man muß sich durchaus bei den Ausgaben klar machen, was man braucht und was nicht.

    Ich habe z.B. in meinem ganzen Leben noch kein Auto gekauft - ich habe mit Mitte 20 das uralte Auto meiner Eltern "geerbt" und bis zu dessen Totalschaden ein paar Jahre gefahren. Dann hatte ich lange kein Auto - bis ich mit 40 beim Tod meines Vaters dessen (auch damals schon 12 Jahre altes) Auto geerbt habe - und das fahre ich bis heute. Wenig. Im Jahr 1000 km. Ich fahre eher ÖPVN oder radel. Aber ich hab halt auch die Infrastruktur dafür.

    Ich geh wenig bis nie weg - wir treffen uns eher privat. Aber dazu braucht man natürlich auch die Möglichkeit.

    Ich spar viel beim Essen - weil ich selbst koche und das gern und auch auf Vorrat. Und auch in die Arbeit mitnehme, statt schnell was "Beim Bäcker" zu besorgen. Coffee to go ist für mich ein "ungenutzes Konzept".

    Das sind halt viele Stellschrauben - und an denen mag nicht jeder drehen.

    Ich dreh dafür nicht an der Stellschraube "Urlaub" - dafür geht bei mir durchaus etliches an Geld weg (was separat gespart wird - nicht von der normalen Sparrate). Wenn man die Kriterien mancher Anhänger der FIRE-Bewegung anlegt, wäre ich damit ein Totalausfall ;-)

    Ich betrachte mein Leben als komfortabel im Alltag und gönne mir durchaus etliches. Jemand anders würde es als sehr sehr sparsam betrachten.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  9. Moderation
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    AW: Rücklagen?

    .
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    Geändert von wildwusel (14.06.2019 um 13:25 Uhr) Grund: zu viele Fenster

  10. Moderation
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    AW: Rücklagen?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Ich fahre eher ÖPVN oder radel. Aber ich hab halt auch die Infrastruktur dafür.
    Ich geh wenig bis nie weg - wir treffen uns eher privat. Aber dazu braucht man natürlich auch die Möglichkeit.
    Ich spar viel beim Essen - weil ich selbst koche und das gern und auch auf Vorrat. Und auch in die Arbeit mitnehme, statt schnell was "Beim Bäcker" zu besorgen. Coffee to go ist für mich ein "ungenutzes Konzept".
    Ich habe, als ich zuerst merkte, "ich geb zu viel Geld aus" bei den Sachen: Transport, Klamotten, Essen, ... .unheimlich gespart, und dann hatte ich das Gefühl, "ich spare ja, man gönnt sich ja sonst nichts" und habe dann ein vielfaches für Medien, Whiskey, Urlaub oder Parties auf den Kopf gehauen. Deswegen war ein Haushaltsbuch/Ausgabenplan für mich ein must-have.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
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