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  1. Registriert seit
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    Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Wieso seid ihr alle so reich???


  2. Registriert seit
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Gut 500T€, ca. in 10 Jahren. Wenn ich weiter so arbeite und verdiene wie aktuell.

    @ barbax, ich fühle mich gar nicht so reich.
    Ich arbeite schon seit der Schulzeit, immer mindestens 20 Stunden / Woche. Habe zu Studienzeiten für 150€ Miete in einer Wohnung ohne Heizung mit Bad auf dem Flur gewohnt. Da ich etwas Technisches studiert habe, habe ich einen guten Einstieg in den Job erwischt und seither immer Vollzeit gearbeitet. Und Vollzeit heißt aktuell 50-60 Stunden, es gab aber auch Phasen mit >70 Stunden.
    Würde ich nicht so viel arbeiten, käme ich auch mit deutlich weniger Geld aus, ich rechne mit ca. 1500€ inkl. der teuren Krankenversicherung.

    Die Sparsumme ist übrigens auf 2000€ monatliche Ausgaben angelegt.

  3. Avatar von Carolly
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von Paziols Beitrag anzeigen
    Gut 500T€, ca. in 10 Jahren. Wenn ich weiter so arbeite und verdiene wie aktuell.

    @ barbax, ich fühle mich gar nicht so reich.
    Ich arbeite schon seit der Schulzeit, immer mindestens 20 Stunden / Woche. Habe zu Studienzeiten für 150€ Miete in einer Wohnung ohne Heizung mit Bad auf dem Flur gewohnt. Da ich etwas Technisches studiert habe, habe ich einen guten Einstieg in den Job erwischt und seither immer Vollzeit gearbeitet. Und Vollzeit heißt aktuell 50-60 Stunden, es gab aber auch Phasen mit >70 Stunden.
    Würde ich nicht so viel arbeiten, käme ich auch mit deutlich weniger Geld aus, ich rechne mit ca. 1500€ inkl. der teuren Krankenversicherung.

    Die Sparsumme ist übrigens auf 2000€ monatliche Ausgaben angelegt.
    Joar, so wuerde ich das auch gerne machen, allerdings: a) mag ich meinen Job und b) gibt es im meiner Branche immer wieder Perioden wo es einfach keine Arbeit gibt.

    Aber mit der richtigen Anlage sollte das schon klappen. Wobei ich selber ebenfalls nicht sicher bin welche das ist. Ich muss mich hier in NL mal umschauen. Scheinbar kriegt man (teilweise?) die Lohnsteuern auf in bestimmte Aktienpernsionsfonds angelegtes Geld zurueck. Sogar auf Eigentum gibt es Steuerrueckzahlungen. Hmm..


  4. Registriert seit
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    @Paziols: waeren dann also 4.8% jaehrliche Mindestausschuettung nach Steuern, die Du braeuchtest. Klingt realistisch :) Und Du waerst also mit Mitte 40 'durch' :) Super!

    @Carolly: ob man dann ueberhaupt mit arbeiten aufhoert, steht ja noch auf einem anderen Blatt. Und wenn Dein Sektor eh so volatil ist, dann lohnt es sich ja eh auf so ein Ziel hinzuarbeiten um Flauten zu ueberbruecken :)

    Ich muss sagen, bei mir geht es gedanklich auch in die Richtung: einfach die Moeglichkeit haben zu entscheiden ob, was oder wieviel man dann tut, bzw. die Freiheit zu haben Projekte anzugehen, die nicht so lukrativ sind, das ist ein tolles Ziel :) Vor allem da mein Arbeitsaufwand aehnlich dem von Paziol ist, mit vielen Auslandsreisen. Noch mach ich das gerne und kann das stemmen, aber wie lange noch, steht auf einem anderen Blatt (sehe einige Kollegen an die 50, die komplett umsatteln da Burnout).

    Muss mich jetzt auch mal ans Ausrechnen der "Traumsumme" machen, inspiriert von Paziols :)

    Schoenen Abend allerseits!

    SarahMiller
    "Warum soll ich nicht beim Gehen" -
    sprach er "in die Ferne sehen?
    Schön ist es auch anderswo,
    und hier bin ich sowieso."

    Wilhelm Busch


  5. Registriert seit
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Steuern zurück bekommen ist ja immer gut. :D
    In den NL kenne ich mich leider gar nicht aus und kann nichts raten.

    Ich mag meinen Job auch, aber ich würde gerne mal im Sommer nur Teilzeit arbeiten, oder ein paar Monaten reisen. Und das geht mit meinem Job nicht. Umgekehrt will ich damit aber eben nicht bis zur Rente warten, sondern das machen, so lange ich körperlich fit bin. Hinzu kommt, dass mein Partner ein paar Jahre älter ist als ich und zudem deutlich vor offiziellem Rentenalter nicht mehr arbeiten will. Da könnte man schön zu zweit was unternehmen, da der Junior bald "groß" ist. :)

    Anlegen tue ich gemischt in Fonds, ETFs, Festgeld, Crowd-Invest auf Immobilienprojekte. Ich versuche das derzeit zu optimieren. So wie meine Finanzen insgesamt. Das Sparen ist mir leichter gefallen, als ich noch aufs Geld achten musste. Inzwischen muss ich ja nichts mehr ansparen und kann alles einfach so anschaffen / bezahlen. Für mich ist das gefährlich, weil ich dann insgesamt nicht so viel drauf schaue.

    @ SarahMiller, genau! Freiheit ist wahrscheinlich das Stichwort. :)


  6. Registriert seit
    09.02.2004
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Hallo barbax,

    Ich denke, da muss man ehrlich sein und sagen dass wir, wie alle anderen auch a) viel arbeiten und aber auch, und das ist ganz ganz wichtig, b) einfach dann auch mal Glueck hatten :)

    Komme aus einer Arbeiterfamilie; erste die an der Uni war, sprich musste mich komplett auf mich selbst verlassen da kein familiaeres Vorwissen; SoWis & Sprachen studiert und komplettes Studium in UK selbst bezahlt durch Nebenjobs und Stipendien; dann erst knapp 6 Jahre befristete Vertraege gehabt mit durchschnittlichem Einkommen, bevor es mit 'dem' Job dann geklappt hat, wo ich jetzt noch bin und der mir dann nach einigen Jahren Homeoffice ermoeglicht hat. Somit hatte ich das Glueck in ein Land umziehen zu koennen, wo die Immobilienpreise noch niedrig sind. Und das war dann der entscheidende Faktor: auf einmal bleibt mehr uebrig, da sehr geringe Wohnkosten (gut ich investiere noch weiter in Umbauten, aber keine grossen monatlichen Verpflichtungen wie Miete und Council Tax in UK damals).

    So den Anfang zu machen ist wirklich kein Zuckerschlecken... ich sehe das immer bei Kollegen/Arbeitskontakten, die aus Mittel- und Oberschichtsfamilien kommen, wo Mamas und Papas Netzwerk sie an ihre Spitzenuni und in die Jobposition platziert haben, wo ein Haus gekauft wurde in der Unistadt und Soehnchen Geld von den Mitbewohnern kassiert und dadurch schon mal ein finanzielles Polster aufgebaut hat, usw usw . In deren Liga werde ich nie mitspielen koennen, trotz meines mittlerweile guten Einkommens.

    Die sind sich ihrer priviligierten Position seltenst bewusst. Vielleicht ist es mir deswegen wichtig zu unterstreichen, dass da bei mir eben auch eine grosse Portion Glueck dabei war: wenn ich nicht zufaellig zu genau dem Zeitpunkt einen neuen Job gesucht haette damals als meine Firma 'ernsthaft' rekrutiert hat (sprich mit ehrlicher Ausschreibung der Stelle), dann waere ich heute nicht da wo ich bin.

    LG

    SarahMiller
    "Warum soll ich nicht beim Gehen" -
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    und hier bin ich sowieso."

    Wilhelm Busch

  7. Moderation
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von barbax Beitrag anzeigen
    Wieso seid ihr alle so reich???
    Glück im Leben: Keine Vorbelastung, gute Ausbildung, gutes Umfeld, gute Gesundheit, gut monetarisierbare Begabungen, und von größeren Katastrophen verschont.

    Glück allgemein: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, die richtigen Leute kennen.

    Und der Wunsch, reich zu werden. Es ist völlig angemessen, andere Ziele zu verfolgen, nur erreicht man eher die Ziele, die man verfolgt, als die, bei denen man es nicht tut.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Avatar von Carolly
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Glück im Leben: Keine Vorbelastung, gute Ausbildung, gutes Umfeld, gute Gesundheit, gut monetarisierbare Begabungen, und von größeren Katastrophen verschont.

    Glück allgemein: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, die richtigen Leute kennen.

    Und der Wunsch, reich zu werden. Es ist völlig angemessen, andere Ziele zu verfolgen, nur erreicht man eher die Ziele, die man verfolgt, als die, bei denen man es nicht tut.
    Bei mir Glueck: zufaellig reingerollt und festgestellt dass es spass macht und man gut verdienen kann. Aber wenn barbax hier weiterliesst wird sie auch sehen dass ich fast 2 Jahre lang von weniger als £1200 im Monat (sehr gut) gelebt habe. Ich denke es kommt auch immer auf die eigenen Ansprueche an: muss es unbedingt das Fahrrad fuer 1500 Euro sein, und noch ein paar davon wenn auch eines eventuell reicht? Ich kenne jedenfalls viele Leute die ebenso gut verdienen aber nie Geld uebrig haben. Und die finanziell total abstuerzen wenn sie ihren Job verlieren.

  9. Avatar von Galah
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Zitat Zitat von barbax Beitrag anzeigen
    Wieso seid ihr alle so reich???
    Das erwähnte Glück und gute Voraussetzungen sind das Eine.
    Dazu kommt eine mentale Haltung. Diese ist der Hebel, an dem der Einzelne ansetzen kann, im Gegensatz zu Glück und Startbedingungen.

    Bei mir kam der Umschwung spät, erst mit Ende 30, ausgelöst u.a. durch das Buch "The Science of Getting Rich" von Wallace Wattles (als kostenloses pdf erhältlich). Das hat einen Schalter bei mir umgelegt.
    Wegen schlechter Startbedingungen hatte ich zunächst die falsche Haltung (Glaubenssatz "Ich bin und bleibe arm."), und als junge Erwachsene habe ich es nicht von alleine geschafft, diese Haltung zu ändern
    Z.B. hatte ich falsch gespart und falsch Geld ausgegeben.
    Falsch gespart = so, dass ich mir Investitionen in mich selbst vorenthielt und dass es sich unangenehm anfühlte
    Falsch Geld ausgegeben = teils Unnötiges gekauft, aus den falschen Gründen, mit zu wenig Bewusstheit
    Z.B. hatte ich keinen Blick dafür, wo das Geld war. (In meiner Generation war sehr verbreitet, keine Ahnung darüber zu haben, welche Weichen in jungen Jahren zu stellen sind für ein lebenslang gutes Gehalt; damals dachte man, Hauptsache eine Berufsausbildung, die Unterschiede werden nicht so groß sein.)
    Usw.

    Jedenfalls entstand durch eine Haltungsänderung die Wende hin zur Überzeugung "Ich bin und bleibe reich.", und so kam es dann sehr schnell.

    Diese andere Haltung manifestiert sich durch etliche Verhaltensänderungen.
    Z.B. spare ich heute richtig und gebe richtig Geld aus.
    Richtig gespart = lustvoll, so dass es sich befreiend anfühlt und meine Wertschätzung des Konsums steigert
    Richtig Geld ausgegeben = Bewusst, als Investition in mein Wohlbefinden und meine Entwicklung

    Dieses Beispiel vom Spar- und Ausgabeverhalten ist nur eines von ganz vielen mentalen Konzepten.
    Weitere: Geld ist Energie, die fließen muss, damit sie sich ausbreiten kann. Gesetz der Anziehung. Fülle ist der natürliche Zustand. Dankbarkeit. Etc...

    Mein Fazit: Das Mindset macht für die Frage arm/reich mindestens so viel aus wie Glück und Startbedingungen.
    "When nothing is sure, everything is possible." (Margaret Atwood)

    "There is a crack in everything, that's how the light gets in." (Leonard Cohen)

    "He just rather liked being at Shangri-La. Its atmosphere soothed while its mystery stimulated, and the total sensation was agreeable." (James Hilton, "Lost Horizon")

  10. Avatar von Bisamratte
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    AW: Wieviel Geld habt Ihr zur Verfügung/gebt Ihr wofür aus?

    Ich denke auch: Glück, gute Voraussetzungen und der Wille zum finanziellen Wohlstand sind entscheidend. Da ich letzteres erst in den letzten 10 Jahren entwickelt habe, und das Glück in Sachen „Partner zur Familiengründung finden“ etwas auf sich warten ließ, dieser ein paar Jahre jünger und weniger gut verdienend ist als ich, werden wir sicherlich trotz gutem Einkommen auch nicht zu jenen gehören, die mit Mitte 50 in der abbezahlten Immobilie sitzen und rechnen, ob sie schon aufhören können zu arbeiten :)

    ABER: wir machen es einfach anders. Wir arbeiten beide langfristig Teilzeit (30-35h), leisten uns (mangels vernünftigen, will sagen: für uns attraktiven Eigentumangebots) eine große (=teure) Mietwohnung und fahren 2-3mal jährlich in den Urlaub. Das klingt erstmal mondän, findet aber in Gestalt von FeWo/Zeltplatz und ohne Flug statt. Und ist natürlich unter Investitionsgesichtspunkten kompletter Irrsinn. Ziel ist es aber eben weniger, finanziell „reich“ zu sein, als vielmehr eine gute Balance zwischen akuten materiellen Bedürfnissen (wir brauchen den Platz JETZT, wo die Kinder klein sind; wir brauchen auch kurze Wege, weil wir nicht nur noch Dienstleister sein wollen, wir brauchen/wollen auch unsere Urlaube mit Meer/Bergen) und langfristiger finanzieller Planung (Vorsorge, Ausbildung der Kinder) und Lebensgenuss (letztes Jahr waren wir mit K1 im gemieteten Bulli unter anderem in Venedig..,) hinzubekommen.

    Wahlspruch momentan: reich werden wir nicht, aber wir haben wenigstens Platz und ein bisschen Spaß dabei.

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