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  1. Registriert seit
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    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Das war bei uns ähnlich. Deshalb hat es auch nicht geklappt mit dem Instrumentalunterricht. Es ist halt schwer, ein Kind zum Üben klassischer Stücke zu motivieren, wenn es noch nie ein solchen Stück gehört hat und vom Elternhaus auch keine Freude daran vermittelt bekommt. Es reicht nicht, den Lehrer und das Instrument zu bezahlen.
    Bei uns in der Familie ist einfach niemand besonders musikalisch. Ich will nicht sagen, dass meine Zeit in der Musikschule verschwendet war, aber der Funke zur Freude an der Musik ist bei mir nie übergesprungen. Bei meinem Bruder auch nicht, bei dem haben sie es dann auch bei der musikalischen Früherziehung belassen.

    Meine Mutter hatte dann in ihren späten 40ern so einen "Jetzt tue ich mal was für mich"-Anfall und hat Klavierunterricht genommen ("...weil ICH früher die Möglichkeit ja NICHT hatte"). Das war aber auch nichts.


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    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Interessierte Frage, Pia:

    Warum schleift Ihr Eure Kinder in den Unterricht?
    Ich entnehme der Wortwahl, dass da wenig freiwillige Motivation seitens der Kinder dabei ist?
    Ungeeignete Wortwahl meinerseits. Den Kinder macht es bisher großen Spaß. Ich bin selbst überrascht, wie viel Freude so ein kleines Kind an eher klassischen Dingen entwickeln kann. Es spielt aber in der Familie auch eine ganz andere Rolle als das bei uns zu Hause der Fall war.


  3. Registriert seit
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    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Na dann - alles gut!


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    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Ich hinke bei den Beiträgen etwas hinterher, der Thread hat sich jetzt schon in andere Richtungen entwickelt. Zwei Anmerkungen habe ich aber noch zu früheren Themen.

    Mir scheint, dass die Schreiber/innen, die das Sparen in der Regel für gut machbar halten und hier auch Rechnungen aufgemacht haben, welche Beträge möglich sind, überwiegend von ganz gradlinigen, ungebrochenen Erwerbsbiografien ausgehen. Also Schule/Ausbildung im üblichen Lebensalter beendet, in den Job gegangen und immer gearbeitet oder entsprechend Studium beendet und dann ging es los mit dem Arbeitsleben und Aufstiegen. Bei vielen Menschen gibt es da aber Brüche, die es eben nicht möglich machten, kontinuierlich zu verdienen, an einem Ort (günstig) zu wohnen. Pendeleien können ins Geld gehen, Umzüge und der Erwerb von Zusatzqualifikationen können kosten und Zeiten ohne Verdienst (und bei ungünstigen Konstellationen auch ohne Ansprüche auf Arbeitslosengeld) können Sparpläne gründlich durchkreuzen.
    Nach meinem Erleben sind soche Lebensläufe nicht so selten und keineswegs immer selbst "verschuldet".

    Das zweite, was mir etwas aufgestoßen ist, ist das Schreiben über das finanzielle Downgraden von Studentenunterhalt. Ich persönlich gönne meinem letzten studierenden Kind alles, was ich möglich machen kann. Ich käme nicht auf die Idee, den Unterhalt künstlich niedrig zu halten, damit ich mehr Spargroschen beiseite legen kann. Das Kind arbeitet seit der Oberstufe verdammt hart, um den NC für das ausgewählte Studienfach zu knacken, und hat sehr gut Studienergebnisse. Ich orientiere mich bei der Unterhaltszahlung an dem Regelsatz nach der Düsseldorfer Tabelle. Ich käme nicht auf die Idee, das weitere Einkommen des Kindes aus einem Stipendium auf Grund eines dauerhaften gemeinnützigen Einsatzes und das Einkommen aus einem Studentenjob dagegen aufzurechnen, soll es dieses zusätzliche Geld für Reisen und ggf. eine Waschmaschine nutzen. Und auch die Verlängerung der Ausbildungszeit über den Bezugszeitraum des Kindergeldes hinaus auf Grund der Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres, eines Studiengangs mit längerer Regelstudienzeit und Auslandssemestern (bei denen die Studiengebühren auch wieder über Leistungsstipendien finanziert wurden) ist für mich völlig akzeptabel. Ich will meinem Kind den bestmöglichen Start in ein erfülltes Leben ermöglichen und dafür tue ich, was ich kann.
    Warum sollte ich ihr irgendwie das Leben schwerer machen als es sein muss? Das macht keinen besseren Menschen nach meiner Überzeugung.

    Das nicht immer alles finanziell machbar ist, ist klar. Als es noch drei Kinder durch Schule und Ausbildung zu bringen galt, war die finanzielle Unterstützung der Einzelnen notgedrungen geringer. Und ich hatte auch Zeiten, wo es für mich dann mal ziemlich knapp war und Extras so gut wie gar nicht drin waren. Aber es wurde den Kindern - bildungsmäßig - immer alles ermöglicht, was irgendwie ging. Dafür ist man doch Mutter oder Vater. Ja, und vielleicht Bildungsbürger.
    Geändert von Lea1958 (10.12.2018 um 19:02 Uhr) Grund: Tippsel beseitigt und kleine Ergänzung

  5. Avatar von Carolly
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    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Lea,

    ich glaube hier hat niemand von immerwaehrenden gradlinigem Lebenslauf geschrieben. Man spart wenn man gut verdient, und versucht sich einzuschraenken und spart weniger wenn es weniger gut aussieht. Wenn man das Sparen gewoehnt ist ist man meiner Meinung nach auch auf Perioden von Arbeitslosigkeit gut vorbeiretet.

    Mich wirst du jedenfalls nicht sagen hoeren dass studierende Kinder gefaelligst ganz arm zu leben haben. Allerdings finde ich es gut wenn ihnen bewusst ist das Geld nicht auf Baeumen waechst und dass die Eltern nicht immer einspringen wenn noetig. Wenn nicht im Studium, wann dann?

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