+ Antworten
Seite 21 von 63 ErsteErste ... 11192021222331 ... LetzteLetzte
Ergebnis 201 bis 210 von 626
  1. Avatar von drafty
    Registriert seit
    05.07.2018
    Beiträge
    667

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ...beantworte die frage mal, in welchen bereich du dich mit welchem bruttojahreseinkommen einordnest, denn das ist die frage und der grund warum dieser strang ausgelagert wurde
    Kann ich nicht sagen. Dafür fehlen mir Gefühl und Sinn - insbesondere wenn ich mit einer Zahl wesentlich mehr aussagen kann. Zudem bin ich selbstständig, Umsatz und Gewinn sind vorhanden, schwanken aber. Zur Unterschicht würde man mich vermutlich nicht zählen, aber ich ordne auch anderen Leuten keine solchen Klassen zu. Auch nicht in Fragen des Einkommens. Weniger weil ich es "böse" oder stigmatisierend finde, sondern weil ich es einfach zu willkürlich finde.
    " To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.' "
    Ayn Rand (admired and stolen by drafty)


  2. Registriert seit
    06.03.2005
    Beiträge
    2.171

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von 2001 Beitrag anzeigen
    Pia, es gibt Ausbildungen, die kosten, Auslandssemester kosten auch. Studien außer Reichweite des Zuhauses sind sehr teuer.
    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Das wirst du alles auch mal erfahren...
    Das ist mir schon bewusst. Aber das, was Ihr beschreibt, sind keine Studienkosten. Das sind größtenteils Lebenshaltungskosten des Studenten. Wir haben in Deutschland den Luxus, dass eben keine nennenswerten Studiengebühren erhoben werden, so dass der Zugang zum Studium in Vergleich zu vielen anderen Ländern, auch Dank Bafög, relativ leicht ist. Wir reden von Bafögschulden von 10.000€ und nicht von study loans im 6-stelligen Bereich. Ja, auch diese Lebenshaltungskosten sind hoch, eigener Haushalt des Studenten kostet halt, aber wir sind weit, weit weg von dem, was es woanders kostet.

    Dass es kostenpflichtige Ausbildungen gibt, weiß ich, finde ich ein Unding, müsste man ändern.

    Aber gerade deshalb plädiere ich fürs Zurücklegen und lasse das Argument "ich weiß ja nicht, ob mein Kind mal studiert" nicht gelten. Wenn es Physiotherapeut werden will, möchte ich, dass das möglich ist und muss dafür gespart haben. Da hat mein Kind dann die Vorteile der Mittelschichtseltern auf seiner Seite.

  3. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    7.850

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Wie soll ich denn über Jahre für eine Physiotherapieausbildung sparen? Wir leben von unserem Geld, zahlen eine Immobilie ab.
    Selbst wenn er lügt, lügt er. Irgendwo bei Tucholsky

  4. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    7.850

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Und nochmal: es gibt kein Bafög für die Mittelschicht!
    Selbst wenn er lügt, lügt er. Irgendwo bei Tucholsky


  5. Registriert seit
    06.03.2005
    Beiträge
    2.171

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Wie soll ich denn über Jahre für eine Physiotherapieausbildung sparen? Wir leben von unserem Geld, zahlen eine Immobilie ab.
    Ich habe nicht geschrieben, dass Du das sollst, sondern dass man das mit einem Mittelschichtseinkommen prinzipiell kann. Das sind bei spärlich angenommenen 2% Zinsen 18 Jahre lang ca. 100,- im Monat, die man weglegen muss. Das ist viel Geld, insbesondere bei mehreren Kindern, aber ich kenne etliche Familien die das schaffen und auch tun. Andere eben nicht, aus Mangel an Geld oder wegen anderer Prioritätensetzung.

    Tante Edith: Die Leute, denen ich vorwarf, das nicht zu tun, sind einkommensmäßig in der oberen Mittelschicht unterwegs. Da geht das auf jeden Fall.
    Geändert von Pia1976 (06.12.2018 um 20:23 Uhr) Grund: Ergänzung

  6. Avatar von ereS
    Registriert seit
    28.08.2012
    Beiträge
    12.012

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Da gehe ich nicht mit. Die Kinder bekommt man freiwillig am Ende sind sie Privatvergnügen. Die Gesellschaft kann das aus diversen Gründen (Rentenkassen, Honorierung von Familienarbeit, usw) unterstützen, was sie in D auch großzügig durch kostenlose Schulen und Universitäten, Steuervergünstigungen bzw. Kindergeld, Elterngeld usw. tut. Aber niemand hat ein Anrecht auf Unterstützung einer privat getroffenen Entscheidung.



    Hast Du meinen Post gelesen?

    Ich schrieb, dass die Eltern vorher in Saus und Braus lebten. Es ging nicht um die Leute, die sich das tatsächlich nicht leisten können (ich habe selbst mit vollem Bafögsatz studiert und weiß das sehr zu schätzen. Meine Eltern hätten das zu keinem Zeitpunkt leisten können.).
    man merkt das du nicht hier lebst

    auch der schulbesuch ist nicht ueberall in deutschland vollstaendig kostenlos
    Schulbucher ausleihen
    studieren in deutschland kostenlos ???
    Studiengebuhr – Wikipedia
    , semesterbeitraege von 400- 600 euro im semester sind voellig normal
    da hast du noch keine lehrmittel und lernmittel dabei
    und von irgendwas leben muß ein student ja auch
    krankenversicherung muessen auch einige studenten auch noch bezahlen

    und selbst wenn ich vorher in saus und braus lebe, wenn mein kind ein anrecht darauf hat etwas zu beantragn dann kann es das auch tun, wenn der sozialstaat es moeglich macht
    warum sollte ich verpflichtet sein auch noch fuer die ausbildung meiner kinder zu sparen ?


  7. Registriert seit
    06.03.2005
    Beiträge
    2.171

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    man merkt das du nicht hier lebst
    Das ist mir neu



    Und ich habe in Deutschland studiert, an verschiedenen Universitäten, habe berufsbedingt sogar heute noch damit zu tun. Ich bleibe dabei: In Deutschland sind wir im internationalen Vergleich billig dabei.

  8. Moderation Avatar von Analuisa
    Registriert seit
    30.01.2004
    Beiträge
    14.030

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Interessantes Thema

    Was ihr anfangs zum Thema "Glück, gute Voraussetzungen und der Wille zum finanziellen Wohlstand" (ich leihe mir mal Bisamrattes Formulierung aus Beitrag #10) geschrieben habt, habe ich mit Interesse gelesen. Irgendwie gab es das so bei mir, obwohl mein Vater Akademiker und relativ gut verdienend war, so überhaupt nicht. Ich meine, die Frage "wieviel werde ich da wohl verdienen" hat bei meiner Berufswahl nie eine Rolle gespielt, und meine Eltern haben mich auch nie in diese Richtung geschubst. Auf die Idee von Carolly:
    Zitat Zitat von Carolly Beitrag anzeigen
    Mir faellt gerade etwas ein: als ich mich entschied mein Abi nachzuholen um studieren zu koennen fand ich am selben Tag in der Tageszeitung eine Grafik mit der Verdienstverteilung in Deutschland. Diese Grafik hing waehrend der 3 Jahre ueber meinem Schreibtisch, als Erinnerung dass ich nicht als unterbezahlte Kraft dadrauf warten moechte jemanden mit besserem Verdienst zu heiraten sondern im oberen Teil enden moechte.
    wäre ich nie gekommen ..die Prioritäten waren irgendwie andere.

    Ich denke aber, mit einer Herkunftsfamilie im Rücken, die es durch gutes Einkommen/sparsames Leben geschafft hat, etwas Vermögen aufzubauen, lebt es sich auch sorgloser, als wenn man aus armem Hause kommt und weiß, man kann sich im Notfall nur auf sich selbst verlassen. Dann geht man vermutlich an das Thema Ausbildung auch anders ran.

    Ich habe nur zweimal in meinem Leben kurzfristig ein bisschen Panik in Bezug auf das liebe Geld bekommen, das erste Mal war mit Ende 20, als mir bewusst wurde, dass meine bisherige Studiererei nicht zum Geldverdienen taugte (aus unterschiedlichen Gründen) und ich unbedingt einen Beruf brauchte, der mich und meine zukünftigen Kinder ernähren konnte. Und das zweite Mal ca. 25 Jahre später, nach der Trennung vom Ehemann und Kindsvater, mit Schulden und drei Kindern, die gerade in das Alter kamen, wo sie anfangen, richtig Geld zu kosten.

    Aber ich hab's hinbekommen, zwei der Kids verdienen inzwischen ihr eigenes Geld, nur die Dritte ist noch in Ausbildung und seit drei Jahre kann ich zum ersten Mal in meinem Leben regelmäßig eine bestimmte Summe im Monat zurücklegen, was ein sehr gutes Gefühl ist. (Lea, in deiner Schilderung habe ich mich fast exakt wiedergefunden, nur das Eigenheim fehlt, aber das macht nichts )

    Ich bin absolut zufrieden, mein finanzielles Pölsterchen entspricht etwa sechs Vollzeit-Monatsgehältern - Peanuts für manche Leute, aber mit etwas Glück kommt bis zur Rente noch ein bisschen was dazu, obwohl ich inzwischen auf 30 Std. reduziert habe, weil ich für Eltern und Enkel mehr Zeit haben möchte. Erben werde ich vermutlich auch noch was, passt also.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.

  9. Moderation Avatar von Analuisa
    Registriert seit
    30.01.2004
    Beiträge
    14.030

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich kann schon verstehen, wie der Merz auf seine Ideen kommt - Oberschicht hätte ich eben bei superreich angesetzt, also so ab 10 Millionen im Jahr frühestens, oder eben mindestens 10 Millionen Vermögen.

    Also: Die Queen ist reich, Bill Gates auch. Die Gebrüder Albrecht sind/waren es.
    Naja, wenn du Oberschicht so definierst, dann wären das ein paar Hansels, aber keine "Schicht", also keine relevante Gruppe Menschen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    In dem Fall gehört Angela Merkel vermutlich nicht zur "Oberschicht", da ihr Einkommen als Bundeskanzlerin zwar anständig ist (ca 300'000 Euro pro Jahr), aber nicht Millionen und Millionen übrig bleiben.
    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Ich habe den Strang nicht genau verfolgt, daher weiß ich nicht, ob es hier schon Links zu mittleren Einkommen o. ä. gab. Ich stelle hier mal einen des IW Köln ein:
    Arm und Reich: Mittelschicht
    Danke für den Link. Ich habe gestern auch bein bisschen rumgesucht und diesen Welt-Artikel gefunden, der sich auf die gleichen Zahlen bezieht wie die von dir verlinkte Seite. Dort wird ausgeführt, dass es unterschiedliche Definitionen dafür gibt, was "Mittelschicht" ist. Die engere Definition rechnet dazu die Personen, die zwischen 80% und 150% des Medianeinkommens zur Verfügung haben, das waren 2014 48% der Bevölkerung, dann gibt es noch großzügigere Definitionen, die entsprechend mehr Personen in der Mittelschicht verorten.

    Frau Merkel allerdings gehört zur Oberschicht, egal wie man diese abgrenzt. Die genannten 300.000 € sind ihr geschätztes Bruttogehalt, ein gewöhnlicher Brutto-Netto-Rechner macht daraus 157.000 € netto. Ich rechne mal vorsichtig mit 160.000 (reicht vermutlich nicht, Frau Merkel wird sicher einiges von der Steuer abzusetzen haben), aber schon bei der Summe hätte sie gute 750% des Medianeinkommens. (Milchmädchenrechnung, ich habe sie jetzt als Alleinstehende gerechnet, weil ich das Einkommen des Gatten nicht kenne, aber es ging ums Prinzip.)
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
    Alle nicht mit "Moderation" gekennzeichneten Beiträge geben meine private Meinung als Userin wieder.


  10. Registriert seit
    06.03.2005
    Beiträge
    2.171

    AW: Outtake: (Relativer) Reichtum, soziale Schicht

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    und selbst wenn ich vorher in saus und braus lebe, wenn mein kind ein anrecht darauf hat etwas zu beantragn dann kann es das auch tun, wenn der sozialstaat es moeglich macht
    warum sollte ich verpflichtet sein auch noch fuer die ausbildung meiner kinder zu sparen ?
    Dein Kind hat erst einmal einen Rechtsanspruch gegen Dich, falls Du leistungsfähig bist, in Höhe der Bafögsätze. Wenn Du nicht leistungsfähig bist, zahlt der Staat.

    Wie Paraplumeau richtig schrieb gilt

    Zitat Zitat von Paraplumeau
    Und nochmal: es gibt kein Bafög für die Mittelschicht!
    D.h. Du musst schon arg wenig verdienen, damit Dein Kind Bafög bekommt.

    Daraus folgt das, was ich oben schon einmal schrieb: Die finanzielle Unter- und die Oberschicht müssen sich keine Gedanken um die Finanzierung der Ausbildung ihrer Kinder machen, die Mitte eben schon.

+ Antworten
Seite 21 von 63 ErsteErste ... 11192021222331 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •