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    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf der Mikroebene, also im direkten persönlichen Umfeld, fällt mir das Argumentieren schwerer. Ich habe durchaus schon das Argument gehört, es gehöre sich nicht, dass ich für die Kinder bei Ebay-Kleinanzeigen ein Schnäppchen mache, ich könne mir das ja auch neu leisten und ein anderer hätte es vielleicht nötig, das Spielzeug gebraucht zu kaufen. Völlig entziehen kann ich mich der Argumentation nicht, kaufe aber trotzdem weiter dort, da mir die Neuware zu teuer ist und ich es gewohnt bin, preisbewusst zu kaufen.
    Ich gestehe, diesen Gedanken hatte ich auch schon. Allerdings sehe ich regelmäßig, dass viele Artikel lange bei ebay oder Mamikreisel drin sind (auch Sachen, die ich selber schon eingestellt habe) und auch beim Kinderflohmarkt ist das Angebot an Klamotten immer überreichlich und es bleibt viel liegen - es scheint genug Gebrauchtes da zu sein, um die Nachfrage zu befriedigen, da nehme ich glaube ich niemandem was weg.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ich habe solche Argumente auch schon gehört, von wegen Bashing gegen "Leute die mit dem dicken Mercedes bei Aldi vorfahren".
    Das hat aber vermutlich noch mal einen anderen Aspekt - ich finde tatsächlich, dass wenn man die finanziellen Ressourcen hat, seinen Konsum bewusst zu steuern und nicht darauf angewiesen ist, das Billigste zu nehmen, hat man auch eine gewisse Verantwortung. Ich gebe mir Mühe, wenn ich konsumiere vorrangig Produkte von Firmen/Geschäften mit (halbwegs) fairen Arbeitsbedingungen auszuwählen.

    Klappt nicht immer und niemand ist perfekt , aber Leute, die trotz guter finanzieller Ausstattung immer gezielt nur das Billigste kaufen sind mir unsympathisch.

  2. User Info Menu

    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Tja.. jeder wie er mag, doch?

    Ich habe auch schon enorm gut verdient und sehr wenig Geld ausgegeben. Gleichzeitig habe ich gesehen wie Kollegen sich noch ein zweites Spassauto, und noch ein Motorrad, und vielleicht noch einen Duenenbuggy zugelegt haben weil es ja alles moeglich war. Ich wurde auch oft schraeg angeguckt deswegen. Wir haben alle unseres Jobs verloren und ich hatte durch das sparsamer sein die Moeglichkeit in Ruhe nach Alternativen zu suchen. Abgesehen davon kosten meine Hobbies nicht viel und ich mache mir nicht echt was aus Statussymbolen; Kleidung die mir gefaellt finde ich vor allem in Second-Hand Laeden und Urlaub (mein grosses Hobby) in einem Luxusresort verschreckt mich eher. Was ich allerdings ganz wichtig finde: ich denke nicht dass ich mich einschraenke. Ich geniesse das Leben, und das ist etwas was Leute die viel Geld ausgeben oft nicht begreifen koennen. Und wenn man einen Gegenstand nur als Gebrauchsgegenstand sieht dann kann eine Billigversion absolut genug sein (das kommt natuerlich immer drauf an).

  3. Inaktiver User

    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Das hat aber vermutlich noch mal einen anderen Aspekt - ich finde tatsächlich, dass wenn man die finanziellen Ressourcen hat, seinen Konsum bewusst zu steuern und nicht darauf angewiesen ist, das Billigste zu nehmen, hat man auch eine gewisse Verantwortung. Ich gebe mir Mühe, wenn ich konsumiere vorrangig Produkte von Firmen/Geschäften mit (halbwegs) fairen Arbeitsbedingungen auszuwählen.
    Das mache ich auch so. ICH fühle mich da verantwortlich. Aber ich würde im Leben nicht darauf kommen, das anderen Leuten vorzuschreiben.

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    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mache ich auch so. ICH fühle mich da verantwortlich. Aber ich würde im Leben nicht darauf kommen, das anderen Leuten vorzuschreiben.
    Also, ich laufe jetzt auch nicht rum und belehre andere Menschen über ihr Einkaufsverhalten. Aber es gibt in meinem Umfeld ein paar Menschen, bei denen die Kombination zwischen hohem Einkommen und Mangel an gesellschaftlicher Verantwortung beim Konsumverhalten so eklatant ist, dass es mir eben richtig unsympathisch ist und ich Abstand nehme.

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    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Das sehe ich wiederum auch so.

  6. Inaktiver User

    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Ich kann das auch nachvollziehen. Also das Abstand nehmen.
    Mir ist extremes Sparbrötchentum per se unsympathisch.

    Etwas OT: ich habe kürzlich den Film "Alles Geld der Welt" gesehen. Über den reichsten Menschen der damaligen Zeit (und den ersten Milliardär) Jean Paul Getty. DAS war mal n Geizknochen, da kriegt man Blutdruck beim Zuschauen.

  7. gesperrt

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    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Wenn du als Gutverdienender sparsam lebst, hast du nicht nur ein gefülltes Bankkonto, sondern kannst dir auch mal etwas Teures leisten. Du genießt das Essen im Restaurant Bissen für Bissen und gibst dem Kellner ein gutes Trinkgeld. Und das nächste Mal gehst du in zwei Monaten dort essen. Du freust dich sehr darauf und genießt ansonsten dein selbstgekochtes Essen zu Hause.

    Wenn du dein Geld komplett ausgibst, bist du irgendwann in einem Hamsterrad: Du brauchst den Job und lässt dir dort vieles bieten, weil du damit das Haus, die Urlaube, die Shoppingtouren, die Autos und die anderen Statussymbole jeden Monat bezahlen musst. Damit löst du einen inneren Stress aus, der den Menschen dünnhäutiger macht. Das Leben ist von Angst beherrscht und wirklich genießen kann er sein hohes Gehalt nicht mehr. Und es kann so leicht zusammenbrechen: Dann gehört das Haus der Bank, die Autos sind weg, der Kredit dafür läuft noch ein paar Jahre, der Kleiderschrank ist brechend voll, dafür die Speisekammer leer, Urlaub geht nicht.

  8. Inaktiver User

    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Ich glaube, es ist in diesem Zusammenhang wichtig, wo Sparsamkeit aufhört und der Geiz beginnt. Geizige Menschen sind mir zutiefst zuwider.

  9. Moderation

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    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Forscher hat sich darüber ziemlich aufgeregt a la "wenn das alle so machen", "irgendjemand muss die Wirtschaft am Laufen halten", "das ist doch kein gutes Leben"
    Was für eine Pfeife. Der soll für sich selber sprechen.

    Wenn der Pfarrer seiner Gemeinde Markus 10:17-22 um die Ohren haut, ("Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben,") ist das sein Job.

    Wenn der Forscher verlangt, daß sein Gegenüber alles kauft, was er zahlen kann und es den Chefs und Aktionären der Firmen gibt, die unnützen Kram verkaufen, so daß er einen Schatz im -- ja wo eigentlich, Mammon und Dis wohnen doch eher himmelsfern? -- hat, dann will ich schon wissen, inwiefern das sein Job ist, und ob er ein verkappter Marketingfritze ist, und wie (und ob) er den Grundkurs Interviewtechnik bestanden hat.

    Außer Linsemos sehr passendem "Ich kann mit meinem Geld machen was ich will" fällt mir noch ein, "Ist das Ihr Forschungsthema?" oder "Wäre Ihr Leben besser, wenn ich einen Porsche fahren würde?" Oder: "Ich investiere mein Geld". Da hilft ihm dann auch Art. 14 GG nicht mehr.

    Manche Leute. :fassungslos:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber der Herr war ob seines Jobs sehr vertraut mit dem deutschen Konsumverhalten und wir fühlten uns plötzlich als Exoten...
    Und wenn alle anderen das Geld raushauen als käm's außer Mode, wieso macht er sich dann Sorgen um die Wirtschaft?
    Geändert von wildwusel (28.08.2018 um 13:34 Uhr)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Inaktiver User

    AW: Darf man als Gutverdiener nicht sparsam sein?

    Tja - das sind die unterschiedlichen Denkansätze....

    Nach "Gutverdiener-Begrifflichkeit" bin ich eher bestenfalls im Mittelverdiener-Bereich - lebe aber auch im Alltag ziemlich sparsam - nicht weil ich mich einschränke - aber weil ich keinen Sinn darin sehe, mein Geld für Zeug rauszuschmeißen, was ich nicht brauche. Ein sehr solider Prozentsatz wird gespart (erheblich mehr, als die deutsche Durchschnittsparquote)

    Für Urlaub geht was drauf.

    Und weil ich nicht alles "konsumiere" und mein Einkommen nicht bis zum letzten ausreize, weiß ich, daß ich auch mit meiner Rente auskommen werden, zudem definitiv keine "Rentenlücke" haben werde (weil ich eben einerseits mit dem auskomme, was meine Rente mal ausmachen wird - andererseits aber vorsorge für die Zeit der Rente, um die gesetzliche Rente aufzustocken).

    Der Finanzforscher kann das ja gerne so halten, wie er möchte - soll er mal forschen. Ich halte es da lieber mit schwäbischer Sparsamkeit - oder um es mit meinem Vater zu sagen "bloß weil alle vom Hochhaus springen, braucht man das ja nicht auch zu machen"...

    Einerseits sollen wir vorsorgen, sparen, Rentenlücke auffüllen - und andererseits sollen wir konsumieren konsumieren konsumieren - am besten noch auf Pump....

    Nicht mit mir. Ich lasse mir keine Bedürfnisse aufschwatzen, die ich nicht habe.

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