Das Halbierungsprinzip ist eine Sparidee aus Hanneke van Veens und Rob van Eedens Geizhalsbüchern.
Es funktioniert so:
- Nimm halb so viel davon wie bisher. (Zahncreme, Shampoo, Spülmittel usw.)
- Damit funktioniert es noch? Halbiere die halbe Portion erneut.
- Immer weiter halbieren, bis die Menge der Substanz zu klein geworden ist, um damit das zu erreichen, was man will. (Saubere Zähne, sauberes Haar, sauberes Geschirr.)
- Dann nimm wieder ein bisschen mehr davon. Voilà: Das ist genau die Menge, die du wirklich brauchst. Nicht zu viel, nicht zu wenig.
Inspiriert vom Halbierungsprinzip habe ich zusätzlich das Verdoppelungsprinzip erfunden. Grüner Tee beispielsweise schmeckt erst beim zweiten oder dritten Aufguss richtig gut. In China (oder war es Japan?) gilt (galt?) es als unhöflich, Gästen den etwas bitteren, ersten Aufguss anzubieten. Sie wurden mit dem zweiten und dritten Aufguss bewirtet.
Seit ich das weiß, gieße ich einen Beutel Grüntee statt nur einmal bis zu fünfmal auf. Da ich dünnen Tee sehr gerne mag, bedeutet das kein Opfer und senkt meinen Grüntee-Verbrauch erheblich.
Verdoppeln lässt sich oft die Tragzeit von Oberbekleidung und Bettwäsche, ohne unhygienisch zu werden. Das reduziert die Schmutzwäschemengen merkbar.
Doch das nur nebenbei.
Die Anwendungsmöglichkeiten des Halbierungsprinzips gehen über die Halbierung der Zahncreme hinaus:
- FdH ist eine wirksame Diät und nichts anderes als das Halbierungsprinzip in Aktion.
- Warum zweimal wöchentlich abends ausgehen/zum Essen gehen, wenn einmal weniger stressig ist, emotional ausreicht und die Ausgehkosten halbiert?
Selbst die ganz großen Räder lassen sich drehen oder zumindest andenken: Würde eine halb so große Wohnung ausreichen? Was passiert, wenn ich mein Haushaltsgeld halbiere?
Ich möchte das Halbierungsprinzip öfter anwenden, werde beschreiben, wo es mir gelingt, und würde mich freuen, wenn mitlesende Sparfüchse auch halbieren und hier davon erzählen.
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Thema: Das Halbierungsprinzip
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12.08.2017, 19:31Inaktiver User
Das Halbierungsprinzip
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12.08.2017, 19:39
AW: Das Halbierungsprinzip
Ich habe dieses Prinzip nicht unbedingt aus Spargründen, sondern wegen Unverträglichkeiten von Waschpulver praktiziert.
Inzwischen nutze ich (und seitdem sich das in meinem Bekanntenkreis herumgesprochen hat, auch etliche andere) nur noch eine Mini-Menge an Waschpulver. In Etwa die Menge eines (gehäuften) Esslöffels.
Die Wäsche wird damit genauso sauber wie mit mehr Pulver, nur die Haut wird dadurch nicht mehr belastet.
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12.08.2017, 20:19Inaktiver User
AW: Das Halbierungsprinzip
Es gibt eine kleine Sache, bei der ich das Halbierungsprinzip bereits anwende: Ich desinfiziere meine Knirschschiene mit Gebissreinigungstabletten. Eine ganze Sprudeltablette in der kleinen Reinigungsschale ist ein Overkill. Nach einer halben Tablette habe ich eine viertel Tablette ausprobiert: deren Reinigungswirkung reicht gerade noch aus.
So brauche ich statt einer ganzen Röhre nur eine Viertelröhre Reinigungstabletten pro Monat. Spart neun Tablettenröhren und damit knapp neun Euro im Jahr.
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12.08.2017, 20:23Inaktiver User
AW: Das Halbierungsprinzip
Hm, dann muss es an zu niedrigen Waschtemperaturen liegen, dass die Kleidung eines meiner Freunde ranzig riecht. Er spart beim Wäschewaschen beim Waschmittel und am warmen Wasser.
Mit seinem schlechten Beispiel vor Augen habe ich mich nie getraut, die Waschmittelmenge zu reduzieren. Doch da du sagst, es geht, probiere ich es. Ich werde berichten.
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12.08.2017, 20:25
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12.08.2017, 20:33Inaktiver User
AW: Das Halbierungsprinzip
Oh je. Ich bin großer Fan von Flüssigwaschmitteln. Mit der vorgegebenen Menge und Waschtemperaturen um die 50-60 Grad ranzt bis jetzt nichts. Ich frage einmal den anrüchigen Freund, ob er Pulver oder Flüssigwaschmittel verwendet.
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12.08.2017, 20:38
AW: Das Halbierungsprinzip
Also ich wasche kalt und absolut nichts riecht ranzig.
Waschmittel benutze ich immer noch zu viel, wie ich am Schaum sehe
also jetzt nicht Riesenmengen Schaum, aber etwas am Bullauge halt doch. Wurde neulich im TV auch noch mal von einem Waschmittelhersteller selbst gesagt: zu viel Waschmittel verringert die Waschleistung, weil dann die mechanischen Kräfte nicht mehr richtig wirken.
Meine Schmelz-Schon-Zahnpasta halbiere ich nicht, wegen der Reinigungswirkung und Remineralisierung. Allerdings behalte ich nach dem Putzen den Schaum noch etwas im Mund, soll der gleiche Effekt wie eine Zahnspülung sein, die ich mir somit spare
Handseifen, Shampoo, Spüli verdünne ich mindestens 1:1.
Duschgel kaufe ich nach Duft, da will ich die volle Packung, aber was das im Drogeriemarkt kostet, macht den Kohl wirklich nicht fett.
Die Küchentücher mit halber Blattgröße finde ich super.
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12.08.2017, 20:56Inaktiver User
AW: Das Halbierungsprinzip
Wäschst du alles kalt? Du meinst 30 Grad mit kalt, oder? Mit Pulver oder Flüssigwaschmittel?
Ich frage so genau, weil ich echte Panik vor dem Ranzeffekt habe, aber trotzdem gerne mit Waschmittel-/Temperatur-Halbierung experimentieren würde.
Gutes Beispiel. An die Halbtücher habe ich gar nicht mehr gedacht. Meine Mutter nimmt sie.
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12.08.2017, 21:17Inaktiver User
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12.08.2017, 21:21
AW: Das Halbierungsprinzip
Kalt. Auf meinen Waschmitteln (flüssig und Perlen) steht halt ab 20°. Meine neue Waschmaschine hat aber keine 20°-Taste...Ich hatte also die Wahl zwischen 30° oder kalt. Im Winter kommt das Wasser aber schon mal etwas kühler als 20° aus der Leitung, deshalb habe ich mir echt mal den Gag gemacht und die Waschmittelherstellerservicehotline kontaktiert
Mir wurde gesagt, dass kalt waschen in Deutschland nicht üblich wäre und daher die Temperaturangabe ab 20° lautet, was "ungefähr" der Leitungswassertemperatur entspricht.
Ich wasche in der Regel helle Wäsche, Handtücher und Unterwäsche kalt im Eco-Baumwoll-Programm mit Pulver, da wird halt lange gewalkt, Bakterien sterben in der Lauge ab, die letzten dann spätestens im Trockengang.
Alle farbige Wäsche nur noch im Kurzprogramm mit Flüssigwaschmittel, ebenfalls Trockenprogramm.
Weiß und farbig so ziemlich abwechselnd. Einmal im Jahr ein Reinigungswaschgang. Allerdings lasse ich zwischen den Waschladungen immer die Waschmittellade und das Bullauge einen Spalt geöffnet, damit die Luft zirkulieren kann.


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