Das mag sein. Allerdings sind nach meinen Erfahrungen die 10 % in den USA selbst eher die Untergrenze, jedenfalls in den großen Städten. In NYC wird man mit 10% Trinkgeld definitiv schief angesehen oder man ist jedenfalls nicht gerade ein beliebter Gast, die Kellner verdienen aber dort auch nur Mindestlohn und das sind, wenn ich mich recht erinnere, etwas über 5 USD die Stunde.

Und dass hier alle 10 % geben würden, davon sind wir weit entfernt, denke ich. Ich sehe bei uns im Büro so einige Essensquittungen und da ist von garnichts bis 10% alles dabei, aber 10% oder knapp darunter ist eher die Ausnahme.

Mir macht es nichts aus, Trinkgeld zu geben. Die Alternative wäre ja wohl, dass alles im Preis inbegriffen ist und es genauso viel kostet wie mit Trinkgeld. Käme also aufs Gleiche raus. Aber da wir Deutschen ja mit der Dienstleistungsmentalität ein Problem haben, möchte ich die Variante lieber nicht ausprobieren. Bei den Japanern ist das ja anders. Da gibts kein Trinkgeld, aber die Kellner sind trotzdem ausnehmend höflich und freundlich.