Hallo, Ihr Lieben,
eigentlich sollte 2016 mein Buy-Nothing-Year werden. Keine Klamotten, kein Ramsch, nur das nötigste ersetzen … Und dann kam alles anders, denn ich werde heiraten!
Dennnoch fällt es mir wahnsinnig schwer, mich von meinem Vorhaben, keinen unnötigen Kram zu kaufen und sinnlos Geld zu verpulvern, zu verabschieden. Also muss ich beides nun irgendwie zusammenkriegen.
Der größte Sparfaktor vorweg: Da wir noch in diesem Jahr heiraten werden, wird es für 2016 eine tolle Steuererstattung geben.
Wir hatten kurzzeitig überlegt, nur heimlich zum Standesamt und danach nett essen zu gehen, haben uns aber aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden.
Nun sind die Rahmenbedingungen:
– Winterhochzeit im Dezember
– nur standesamtlich, allerdings besonderer Trauort, da ins Standesamt nicht einmal die engste Familie passt
– Feier mit engstem Familien- und Freundeskreis (das sind dann aber schon +-45 Personen)
– wirklich gutes Essen und Getränke (nicht verhandelbar)
– tolle Ringe
– bei allem "Firlefanz" (Kleidung, Auto, Blumen, Deko …) möglichst nachhaltig und sparsam bleiben
Bislang haben wir ausgegeben:
Gebühr Standesamt, Zuschlag Samstagstrauung & besonderen Trauort, Stammbuch – 262 Euro
Safe the Date-Karten, aus Beständen selbst gemacht, nur Stanzstempel dazu gekauft – 4,95 Euro
Porto (noch was für die Einladungen übrig) – 21 Euro
Kleid und Mantel für mich – 209 Euro
Mein bisheriges Zwischenfazit:
An Gebühren können wir nichts drehen. Vielleicht hätten wir uns das Stammbuch sparen können, wir gründen keinen Stamm mehr, aber das war uns in dem Moment irgendwie wichtig.
Samstagstrauung und alternativer Trauort waren unumgänglich, weil sonst Teile des wirklich engsten Familienkreises draußen bleiben müssten. Was die Gästezahl angeht, orientieren wir uns nun daran, dass 45 Leute in den Trauort passen. Alle Gäste sollen bei der Trauung dabei sein können. Erste Gästelisten zeigen, dass das ziemlich genau unsere engsten Familien plus die engsten Freunde sowie deren Kinder sind.
Karten: Sicher hätte ich noch den Stempel einsparen können, aber der wird auch für Einladungen, Menükarten, Deko, Dankeskarten etc. genutzt, das finde ich verkraftbar und nachhaltig.
Porto: Da haben wir insofern gespart, dass ein Großteil die Karten persönlich überbracht bekommen hat. Es sind also noch Briefmarken für Einladungen und Dankeskarten da.
Kleid und Mantel: Meine größte Panik war der Dezembertermin! Da brauche ich einen Mantel. Das war das erste, was ich gemeinsam mit einer Freundin gekauft habe. Nachzulesen hier. Reduziert auf 59 Euro von 159.
Der Kleidkauf war dann ein Event, denn es wird wohl die einzige Gelegenheit sein, dass ich sowas mal mache: Mit diversen Freundinnen in einem riesigen Braut- und Abendmodengeschäft, Gläschen Prosecco und einmal durch Berge von Tüll und Spitze gewühlt … Gefühlt hatte ich 50 an, zwei kamen in die engere Auswahl, waren aber mit 500 und 1100 Euro eigentlich indiskutabel für mich.
Fündig geworden bin ich dann aber nicht in der Braut- sondern in der Abendgarderoben-Abteilung (das als Tipp, denn da kosten durchaus vergleichbare Kleider nur die Hälfte!). Ein schönes, elfenbeinfarbenes Spitzenkleid. Kurz, eng und schon beim Anziehen hatte ich das Gefühl, das ist es. Es passt, muss also nicht geändert werden, und fühlte sich einfach gut an. Das tolle ist: Ich werde entsprechend "aufgemotzt" zwar eindeutig als Braut identifizierbar sein, aber es eignet sich auch danach noch als Kleid für besondere Anlässe. Ich könnte es sogar einfärben. Der Preis tat sein übriges: 155 Euro, bei direkter Bezahlung noch 3 Prozent Skonto: 150 Euro für mein Kleid!
So weit der Stand der Dinge. Ich freue mich über Eure Anregungen, Ideen, Erfahrungen, wie man bei seiner Hochzeit sinnvoll sparen kann, woran man nicht oder was man sich wirklich sparen sollte – also auch gerne Hinweise, was Ihr vielleicht im Nachhinein als rausgeschmissenes Geld empfunden habt …
Ich freue mich!![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 108
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15.09.2016, 10:59
Hochzeit – was kann man (sich) sparen?
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15.09.2016, 15:20
AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?
Eine tolle Liste!
Wir wollen auch im nächsten Jahr heiraten und es so klein und gemütlich wie möglich machen.
Ich werde mir auch ein Abendkleid kaufen, da ich weder weiß besonders mag, noch dieses ganze Theater drum herum leiden kann.Ein gesparter Penny ist ein verdienter Penny. Bejamin Franklin
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15.09.2016, 15:51
AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?
Herzlichen Glückwunsch. So ein Ereignis darf groß gefeiert werden.
Ein paar Ideen meinerseits:
- An der Bewirtung solltet ihr nicht sparen. Denn das trübt später die Erinnerung.
Also wählt gute Gerichte und guten Wein aus. Vielleicht könnt ihr im Voraus schon erfahren, wer z.B. lieber Fisch ist. Dann könnt ihr "zielgerichtet" bestellen.
Vielleicht sind die Kinder ja "billiger" beim Essen.
Wer von den Gästen unsicher ist, was euch Freude macht, darf in einen Umschlag Geld stecken und in das große Sparschwein stecken.
- Ringe überlässt du bitte dem Herzallerliebsten.
Weißt du, was du gerne hättest? Soll er schlicht sein? Oder möchtest du fünf Brillanten und einen Granat? Je präziser du mit deinen Wünschen bist, desto eher habt ihr die passenden Ringe.
Was auch möglich ist: alte Eheringe wiederverwenden, z.B. die der Großeltern. Geht nur, wenn sie euch gefallen.
-Auto könnte von einem Gast als "Geschenk" gemietet und gefahren werden.
- Blumenschmuck darf auch gern von Freundinnen oder Müttern kommen. Wenn jemand ein Händchen für Floristik hat, wird euch nicht nur für die Kirche schöne Gestecke machen, sondern auch passenden Tischschmuck.
Eine nette Idee ist, kleine Sträußchen zu binden und in Vasen zu stecken und diese dann den Gästen als Dankeschön mitzugeben.
- Hast du einen Fotografen unter den Gästen?
Dann soll er wie bei einem roten Teppich alle Feierwütigen fotografieren und daraus ein nettes Album basteln, das jeder bekommt. Oder nur ein, zwei Bilder.
- Delegieren
Oft möchten die Gäste bei der Feier helfen, dass alles gut läuft. Z.B. ist einer Ansprechpartner für die Garderobe oder schenkt den Sekt aus.
- Sitzordnung als Tafel aufstellen, damit jeder weiß, wo er sitzt.
- Mach eine Liste, was ihr euch zur Hochzeit wünscht.
Dann weiß jeder, womit er euch eine große Freude macht. Und wenn es "nur" bedeutet, die gebrechliche Großtante zum Tisch zu führen.
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15.09.2016, 17:01
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15.09.2016, 17:18
AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?
wieso habt ihr bereits einladungen verschickt, wenn es noch keine location gibt ?
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15.09.2016, 17:24
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15.09.2016, 17:29
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15.09.2016, 17:33
AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?
Super, vielen Dank für die guten Ideen, einiges hab ich schon angedacht …
Ja, unsere Mütter hätte es wahrscheinlich vorzeitig ins Grab gebracht, wenn wir die heimliche durchgezogen und sie es herausgefunden hätten. Außerdem lieben wir unsere Nächsten und feiern gern, also natürlich auch diesen Anlass.
Daran wird definitiv nicht gespart! Ich bin eine sehr gute Köchin und wir legen schon immer Wert auf wirklich gutes Essen und gute Weine. Es wäre absolut hirnrissig, bei unserer Hochzeit schlechter zu essen als wir es von Zuhause gewöhnt sind.
Aber es wird winterlich-saisonal werden. Nichts mit Erdbeeren oder so ein Kram.
Ich werde mit der Antwortkarte zur Einladung noch einmal entsprechende Essensvorlieben abfragen. Allerdings kenne ich alle meine Pappenheimer, ich erwarte eigentlich keine Überraschungen. Nur bei den Kindern bin ich mir nicht so sicher.
Wir leben schon fast 18 Jahre zusammen und haben einfach alles – ganz im Gegenteil bin ich seit Jahren am Minimalisieren und Ausmisten. Deshalb darf uns wirklich NICHTS ins Haus kommen! Wir wollen nur noch Erfahrungen und Erinnerungen horten, keinen Kram mehr!!
Wir haben uns schon geeinigt und werden uns für unsere Flitterwochen im nächsten Jahr Reisegutscheine bzw. Geld wünschen – eventuell auch einen entsprechenden Sprachkurs o.ä.. Wir planen ein sehr ungewöhnliches und teures Reiseziel. Eine Freundin arbeitet in einem Reisebüro, die wird das wohl delegieren.
Nein, das machen wir zusammen. Wir waren auch schon beim Goldschmied unseres Vertrauens zu einer ersten Sichtung. Unser Geschmack passt: Weissgold, relativ schlicht, kein Blingbling, gut verarbeitet – innen abgerundet ist uns wichtig, denn wir wollen die Ringe beide wirklich immer tragen.
Wird wohl unser eigenes, weil rot. Aber der LG meiner Mutter hat sich und seins auch schon angeboten.
Meine Mutter wird meinen Liebsten bei der Brautstrauß-Wahl beraten. Ob ich ihr auch die Blumendeko übertrage, weiß ich noch nicht. Dann wird es eher pompös (und teuer).
Momentan habe ich so einen kleinen Nachhaltigkeits-Traum: Alle Gäste bekommen, bevor es ins Trauzimmer geht, einen Strauß oder vielleicht auch nur eine einzelne Blume in die Hand gedrückt. Vor uns und nach uns sind nämlcih noch mehr Trauungen, deshalb können wir nicht groß schmücken (wobei der Raum schon schmuck genug ist). Später auf den Tischen stehen dann leere Vasen, in die die Blumen gestellt werden können und am Ende nehmen wir alle mit und haben einen riesigen Strauß … Ich weiß aber noch nicht, ob das nicht vielleicht zu kompliziert wird.
Wahrscheinlich ja.
Eine Freundin hatte mir schon geraten, für die Feier und eventuelle Spielchen etc. einen Ansprechpartner zu benennen. Wird wohl mein Bruder.
Es wird wahrscheinlich einen Champanger-Empfang direkt nach der Trauung geben, den meine Mutter übernimmt (inkl. entsprechendes Personal). Das haben wir uns von ihr als Geschenk gewünscht.
Gute Idee! Danke dir!
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15.09.2016, 17:34
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15.09.2016, 17:36



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