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  1. Inaktiver User

    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Geh nochmal mit ganz spitzem Bleistift durch die Gästeliste.

    Wir hatten nicht sehr viel mehr Gäste als ihr, eigentlich mit einer Ausnahme auch nur der allerengste, langjährigste Kreis - 7 Jahre nach der Hochzeit haben wir weder zu unseren Eltern, Schwestern mit Familie noch zum größten Teil des Freundeskreises noch Kontakt....

    Hätte uns das vorher jemand gesagt, hätten wir ihn nur ausgelacht.

    Du wirst anhand der Vorbereitungen Seiten an den einzelnen Personen Deines Umfelds kennenlernen, die Dir vorher völlig unbekannt waren.
    Nimm das als Warnzeichen und siebe nochmal kräftig aus.

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    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Ich hatte vorhin hier noch im Forum gestöbert und das Hochzeits-Forum entdeckt. Da hab ich dann auch noch was gepostet, was hier eigentlich auch passt. Ich versuche ja nicht nur Ressourcen, sondern auch Stress und Nerven zu sparen …

    "Mein kleiner 4-Punkte-Plan, um mich von den Vorbereitungen nicht wahnsinnig machen zu lassen:

    1. Generelle Prioritäten: Was sind die drei Dinge, die dir und deinem Zukünftigen besonders wichtig sind?

    Bei uns sind das: allerengster Familienkreis soll auf jeden Fall dabei sein (schon über 20 Leute), keine Schulden dafür machen, richtig gutes Essen/Getränke. Daran richten wir alles andere kompromisslos aus.

    2. Möglichkeiten bewusst reduzieren: Bei jeder Entscheidung, die ansteht, treffen wir bzw. ich vorab eine fundamentale Entscheidung, die uns/mir einfach entspricht.

    Ein Beispiel: Ich trage sehr oft rote Schuhe, das ist inzwischen fast mein Markenzeichen. Daher ist klar, auch bei meiner Hochzeit werde ich rote Schuhe tragen! An dieser Entscheidung kann ich mein gesamtes Outfit – und wir darüber hinaus eben auch das gesamte Farbschema vom Einstecktuch meines Liebsten bis zur Farbe des Hochzeitsautos (unser Auto ist zufälligerweise rot ) – ausrichten. So werden gefühlte 1.000 Möglichkeiten mit einer einzigen, aus vollstem Herzen getroffenen Entscheidung schon auf ein Minimum reduziert. Man muss sich dann nur ein bisschen disziplinieren: Ich google z.B. nicht prinzipiell nach "Hochzeitsdeko", sondern nur noch speziell nach "Hochzeitsdeko rot" – alles andere wird ausgeblendet.

    3. Mut zur Lücke: Das, was dem Brautpaar nicht wichtig ist, ist auch nicht wichtig!

    Sommer, Sonnenschein, Gartenparty? Ist nicht unsers, also auch kein Thema. Hochzeitstorte? Wir hassen Süßes; unsere Gäste bekommen Nachtisch, das muss reichen. Nun ist allerdings eine Freundin eine begnadete Bäckerin und möchte uns die Hochzeitstorte schenken. Dafür fällt nun der Nachtisch aus! Kirchliche Trauung? Nicht mit uns, dafür lassen wir uns in einer Schlosskapelle standesamtlich trauen, in der alle Gäste Platz finden (daraus ergibt sich – siehe Punkt 2 Möglichkeiten bewusst reduziert – dass nur so viele Gäste eingeladen werden, wie in die Kapelle passen.). Und so weiter, natürlich jeder nach seinem Gusto.

    4. Nicht zu viel Zeit haben: Meiner Meinung braucht keine Sache im Leben länger als drei Monate Vorbereitungszeit.

    Gut, ein ganz klein bisschen mehr Zeit, alles erstmal sacken zu lassen, hatten wir schon, aber die echte Vorbereitung hat gerade erst begonnen. Was man am Ende ggf. nicht schafft, war einfach nicht wichtig, siehe Punkt 3."
    Geändert von ReduceToMaximum (15.09.2016 um 17:46 Uhr)

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    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Geh nochmal mit ganz spitzem Bleistift durch die Gästeliste.


    Du wirst anhand der Vorbereitungen Seiten an den einzelnen Personen Deines Umfelds kennenlernen, die Dir vorher völlig unbekannt waren.
    Nimm das als Warnzeichen und siebe nochmal kräftig aus.
    Soooo schlimm? Puh. Wir kennen diejenigen, die wir einladen, fast alle schon fast 18 Jahre – mit vielen Ausnahmen, die zumindest einer von uns schon viel länger kennt, und ein paar Leuten, die uns aber auch schon mindestens 10 Jahre eng begleiten. Ich glaube eigentlich nicht, dass da noch irgendwelche Überraschungen auf uns zukommen könnten … (Außer meine Mutter, aber da rechne ich eh mit dem Schlimmsten!)

    Aber ich behalte es im Hinterkopf, Danke!

  4. Moderation

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    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Ich denke, das wichtigste ist, dieses "Es ist *die* Gelegenheit, die größte Sause aller Zeiten zu machen!" aus dem Kopf zu verbannen. Mit "man heiratetet ja nicht alle Tage" hat man am Ende 200 Leute, ein Schloß, eine Big Band, ein Feuerwerk und eine Show mit dressierten Seelöwen.

    Bei mir im Umfeld wird das Modell, "Cocktailkleid, Futter, DJ, Tanzboden" derzeit favorisiert. Als gute Investition hat sich meist ein kompetenter Fotograf und eine realistische Einschätzung, wie viele Fotos sinnvoll sind (man ist kein A-Promi wo jeder Moment für die Nachwelt dokumentiert werden muß, und der Preis dafür, sich einen Tag so vorzukommen, ist zu hoch).

    Man sollte sich Gedanken darüber machen, ob man die erwarteten Hochzeitsgeschenke in sinnvolle Bahnen lenken kann. Besser 1000 Euro in kleinen Scheinen für eine Hochzeitsreise als 5000 in Stehrümchen.

    Ein Ring wird nicht durch Brillis toll. (Auch zur Altersvorsorge gibt es bessere Freunde als Diamanten.) Essen wird nicht durch plattschaufelweise Hummer und Kaviar und Eimer von fünfzigjährigen Single Malts toll. Selbst wenn man einen ganz einfachen Geschmack hat und einem nur das beste gut genug ist, ist eine hervorragende Marzipantorte besser als irgendetwas mit drei Kilo gefärbtem Fondant -- jedenfalls, wenn man es essen will.

    Das ist eine ganz lange Liste kleiner Entscheidungen, die man trifft, bei denen man sich jedesmal dem Protz verweigert und sich daran erinnert, daß man eine tolle Feier haben will, und nicht Geld, das man nicht hat, für Sachen ausgeben, die man nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Moderation

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    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Zitat Zitat von ReduceToMaximum Beitrag anzeigen
    Soooo schlimm? Puh.
    Es gibt immer ein paar Leute, die zu spinnen anfangen, wenn es um Hochzeiten geht und glauben, es ginge vor allem um sie. Da ist es sinnvoll, selber entspannt zu sein (wer nicht kommen will oder kann, muß nicht, und wer nur kommen will, wenn es dressierte Seelöwen und drei Kilo Fondant gibt, muß auch nicht) und generell freundlich und heiter sein, und nichts auf die Goldwaage legen, was nicht direkt vom Juwelier kommt.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Inaktiver User

    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Ganz herzlichen Glückwunsch zur bevorstehenden Hochzeit.

    Darf ich dir eine neugierige Frage stellen? Ist dein zukünftiger Mann ähnlich sparsam wie du, oder hält er deine frugale Einstellung für eine liebenswerte Eigenart? (Ignoriere meine Frage, wenn sie zu persönlich ist.)

    Zum Thema selbst - ich brainstorme einfach mal los, ungetrübt vom Realitätssinn:

    Ginge es um mich, würde ich eine "Abenteuerhochzeit" in einer preiswert zu mietenden Scheune mit Gulaschkanone und Dixi-Klos organisieren.

    Ich war einmal auf einer riesigen Geburtstagsfeier in einem alten Flugzeughangar. Es war ein tief beeindruckendes, unvergessliches Erlebnis.

    Das nur als Inspiration, dass es keine klassische, gastronomische Location sein muss. Allerdings ist es bei einer Winterhochzeit schwierig wegen der Beheizung. Ich weiß nicht, wie viel es kosten würde, ausreichend Heizkanonen zu mieten und zu betreiben. :)

    Mein Fest wäre die klassische Nudelsalat- und Bottleparty: Jeder Gast bringt etwas Leckeres mit. Wahlweise selbst gekocht oder vom Feinkostladen angerichtet.

    Ich würde die gesamte Organisation an ein Triumvirat aus dem Freundes- und Verwandtenkreis abgeben und mich überraschen lassen, was sie auf die Beine stellen. Das Triumvirat würde sich auch um die Finanzierung kümmern, indem es mit der Losung "Bares statt Sachgeschenke" um Spenden bei den Gästen in spe bäte. Na ja, das grenzt an Nötigung. Ich brainstorme nur.^^

    Eine Ausschreibung: Ihr gebt ein Budget und eure Wünsche vor und lasst euch von verschiedenen Gastronomiebetreibern sagen, was sie euch für dieses Geld servieren würden.

    Jetzt habe ich plötzlich Lust zu heiraten. Scheint ansteckend zu sein. :)

  7. Inaktiver User

    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Mein/unser Credo war, alles, was bei einer Hochzeit üblich ist, daraufhin zu überprüfen, ob es für uns wirklich von Bedeutung ist, und alles, worauf das nicht zutrifft, konsequent wegzulassen.Der größte Kostenfaktor war dann am Ende auch das wirklich gute Essen (rund 100 Euro/Person). Die restlichen Ausgaben waren keine "verlorenen" Kosten, Kleidung ist alltagstauglich, Tischdeko (Küchenkräuter) wurden/werden von uns und den Gästen verbraucht. Anschaffungen, wie Tischwäsche, ein bisschen Geschirr hat den Bestand etwas ergänzt.

    Ansonsten wurde wirklich konsequent weggelassen. An- und Abfahrt zum Standesamt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.Ringe tragen wir beide nie, wieso sollten wir nach der Eheschließung damit anfangen (in meiner ersten Ehe gab es auch keine Ringe).Schnittblumen kann ich nicht leiden, warum sollte ich mich also über einen Brautstrauß ärgern. Wer von den Gästen wollte, durfte uns fotografieren - wir selbst brauchen keine Bilder von dem Ereignis (wir können uns nicht daran erinnern, die Bilder unserer ersten Hochzeiten mal angeschaut zu haben). Urlaub haben wir anschließend zusammen gemacht, aber nicht anders als sonst auch, eben so, wie wir es gern haben.

    Es ist mir klar, dass unser Vorgehen nicht jedermanns Sache ist. Aber ich denke, das scheinbar Übliche und Notwendige kritisch zu betrachten, ist kein Fehler. Finanziell, aber auch um es individuell passend zu gestalten.

  8. gesperrt

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    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Zitat Zitat von ReduceToMaximum Beitrag anzeigen
    Nur "Safe the Date"-Karten, einige kommen aus dem Ausland, da mussten wir frühzeitig den Termin bekanntgeben. Die echten Einladungen sind noch nicht raus.
    Es heißt "Save the Date" - aber die Karten sind ja schon raus ...

    Finde ich toll, dass du das Kleid so günstig erworben hast, damit ist ja schon echt ein Brocken gespart.
    Anfahrt mit Öffentlichen zur Location finde ich auch eine gute Idee, kommt aber natürlich darauf an, wo man wohnt. Diese Autokorsos wären auch nix für mich.

    Beim Essen würde ich allerdings auch nicht sparen, allerdings auch bei Deko und Fotografen.

  9. Inaktiver User

    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Thema Transport: Das kann aber auch ein unvergessliches highlight sein.
    Wir hatten zum Standesamt "nur" die Familie (mit uns 27 Personen) dabei und haben die alle in insgesamt 3 Pferdekutschen vom Hotel eben zum Standesamt gekarrt.
    Eine halbe Stunde bei strahlendem Sonnenschein mitten durch die Alpen - nie im Leben hätte ich darauf verzichten wollen....

    Ich glaube, es ist auch ein bißle davon abhängig, wie insgesamt die Atmosphäre auf der Hochzeit ist: Je weniger Streß für alle Beteiligten und je satter die Gäste, desto weniger stören sie sich an fehlenden Deko- oder sonstigen Details.

    Wir haben insgesamt 5 Tage lang gefeiert, aber das lag unter anderem daran, daß unser jüngster Gast gerade mal 12 Tage alt war und wir auch deshalb immer nur für einen halben Tag Programm hatten.
    Dazu alle Gäste im selben Hotel, wo wir auch gefeiert haben - so war das Ganze eine extrem entspannte Angelegenheit.

    Und wo natürlich jede Menge Einsparpotential ist: Kein Mensch braucht irgendwelche doofen Spielchen und Gastgeschenke, die, so sie nicht eßbar sind, dann bei den ehemaligen Gästen einstauben oder gleich "zufällig" in der Location vergessen werden, damit ein Anderer sie entsorgt.

    Als ich damals rumgefragt habe, was den Einzelnen an Hochzeiten wichtig war, hat mir ein Orgaprofi gesagt, es gäbe zwei Dinge, an denen man bei Hochzeiten auf keinen Fall sparen sollte: Essen (sehr gut und sehr reichlich) und Musik .

    Ich persönlich würde das noch ergänzen um üppige Trinkgelder für alle fleißigen Helferlein, denn so ein Fest ist auch für die Gastronomie eine anstrengende Sache und wenn man sich die Profis bei Laune hält, trägt das auch wieder zur entspannten Gesamtatmosphäre bei, die dann eben ein gelungenes Fest auch ohne all den kleinen Schnickschnack, der so ins Geld geht, ausmacht.


    P.S.: Nochmal Thema Gäste: Mein Mann war bei unserer Hochzeit Mitte 40, ich Ende 30 - mit drei Ausnahmen (und zwei dieser Ausnahmen kannte ich auch schon 15 Jahre lang, also, dachte ich, auch sturmerprobte Freundschaften) waren alle Nicht-Familienmitglieder Freunde aus unseren (Grund-)Schulzeiten, also auf beiden Seiten über 30 Jahre.
    Hat exakt nix genutzt, ist nach der Hochzeit trotzdem alles weggebrochen.
    So schön und unvergesslich unser Fest war : Heute würden wir vermutlich mit nicht mehr als 14 Gästen feiern...
    Geändert von Inaktiver User (16.09.2016 um 07:37 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Hochzeit – was kann man (sich) sparen?

    Guten Morgen!

    Vielen Dank für eure tollen Hinweise! Ich gehe nachher noch mal genauer drauf ein.

    Das finde ich einen schönen Leitsatz:

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das ist eine ganz lange Liste kleiner Entscheidungen, die man trifft, bei denen man sich jedesmal dem Protz verweigert und sich daran erinnert, daß man eine tolle Feier haben will, und nicht Geld, das man nicht hat, für Sachen ausgeben, die man nicht braucht, um Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.

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