Wir benötigen zu zweit auch zwischen 500 und 600 Euro - ohne alkoholische Getränke und ohne Restaurantbesuche. Und wie ich sehe, sind wir damit weniger exotisch unterwegs, als das Eröffnungspost vermuten lässt.![]()
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11.08.2015, 14:02Inaktiver User
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
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11.08.2015, 14:53Inaktiver User
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
Gerade das "billigste vom billigen" sind aber doch eher frische Sachen... Es schrieb hier schon mal jemand, kaufe ich für fünf Personen TK-Pizza ist das teurer als wenn ich für fünf die Pizza selber backe oder einen Nudel- oder Gemüseauflauf zubereite. Nudeln aus dem Discounter und Gemüse vom Türken ist doch genauso gut wie das aus dem Bioladen, wenn ich aufs Geld achten muss.
Ich kaufe nur Gemüse oder auch andere Dinge, die es im Supermarkt / Discounter / beim Türken nicht gibt, im Bioladen. Wobei das immer weniger wird, beim Aldi gibt es jetzt sogar regelmäßig Süßkartoffeln, die ich früher immer im Biomarkt geholt hab. Mir ist jetzt das Prädikat "Bio" auch nicht so wichtig und ich bin wie gesagt nur im Bioladen, um dort Dinge außer der Reihe zu kaufen. Ich habe auch keinen Hofladen oder sowas in vernünftiger Nähe.
Das "Sparen" an Lebensmitteln habe ich jetzt eher bezogen auf "unnötige" Ausgaben verstanden: Fertigwaren, Süßigkeiten, Chips, "To-go"-Waren, Nebenbei-Schnickschnack zum Snacken wie Bifis oder sowas. Das geht doch unnötig ins Geld. Weiterhin gut Essen könnte ich wahrscheinlich für die Hälfte meines vermuteten Budgets von 200 Euro. Aber ich esse auch gern Süßes und Chips und trinke gern mal einen Wein oder ein Bierchen. Müsste ich mich jetzt total einschränken, würde ich das minimieren.
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11.08.2015, 14:58
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
May you be surrounded by friends and family,
and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.
Leonard Cohen
Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
Erich Kästner
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11.08.2015, 15:14
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
Und das gilt auch nicht oder nur bedingt für Single-Haushalte. Denn eine Pizza für einen allein zu machen, ist in der Regel genauso aufwendig, wie für mehrere Personen und wenn sie halbwegs nett belegt sein soll, bleiben viele Reste.
Ich hatte mal einen Freund, der kulinarisch sagen wir mal wenig anspruchsvoll war.
Er hat sich ausschließlich von Kantine, Broten und Lieferservice ernährt und mir auch vorgerechnet dass das auch auf Dauer billiger wäre, als alle Küchenutensilien, Gewürze, Lebensmittel etc. zu kaufen - vom Aufwand ganz abgesehen.
Und ja, für einen Singlehaushalt hatte er tatsächlich recht.
Nur geschmeckt hätte mir das eben auf Dauer nicht.
Deswegen gehe ich als Single relativ viel Geld für Lebensmittel aus - ich schätze mal 400 Euro im Monat, wobei ich auch sehr regelmäßig Gäste habe und oft mittags essen gehe.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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11.08.2015, 15:19
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
Ich musste gerade über die Pellkartoffeln mit Quark und "etwas Räucherfisch" grinsen.
Also- Fisch, der nicht Seelachs ist, den man als TK Ware bei jedem Discounter bekommt, auch nicht die eingelegten Heringe und Co, sondern "frischer Fisch"- der ist teuer. Sogar hier, an der "Quelle".
Gehen wir davon aus, dass sich die zwei Eltern eine geräucherte Makrele teilen, dann die Kinder 1,5 essen- das war so unsere Menge, als die Mädchen noch klein waren- dann ist man ganz schnell bei 7-8 Euro nur für den Fisch. Kartoffeln dazu, kosten pro Netz ( das ging bei 5 Personen jedes Mal drauf) derzeit um die 2 Euro, Zutaten wie Schmand oder Quark oder frische bzw. TK Kräuter für den Dipp- sind wir bei etwa 10 Euro für eine Hauptmahlzeit.
Das war, als ich noch Hausfrau war, ein verhältnismäßig teures, also mussten alle anderen Speisen entsprechend günstiger sein, um das Wochenbudget zu halten.
Nach Abzug aller Kosten hatten wir damals ca. 500 Euro "freies Einkommen". Für alles, also auch für Dinge wie Kleidung, Schulbedarf, Rücklagen für Klassenfahrten und Co. Da musste man schon ziemlich knobeln, um mit dem Geld auszukommen. Ich hatte den Vorteil, dass ich Fleisch, Milch und Eier nie kaufen musste.
Und was die Lebensmitteln vom Hof angeht- hier gibts genügend Bauern, ich wohne ja auf dem Dorf. Es gibt aber keine Hofläden oder ähnliches. Hier leben überwiegend Milchviehhalter, keine Obst und Gemüsebauern.
Der nächste Hofladen ist in etwa....65 km Entfernung. Der nächste Biomarkt ist ein inhabergeführter Laden, sehr nett, aber eben auch sehr hochpreisig. Bei knapper Kasse kann man sich da das eine oder andere Mal einen persönlichen Luxus gönnen, aber täglich dort einkaufen bzw. den Grundbedarf an Obst und Gemüse- geht gar nicht.
Sparen an Lebensmitteln kann man tatsächlich an den Nebensächlichkeiten wie Süßigkeiten, Chips, Fertigkrams, auch teure Softdrinks.....die gabs hier auch immer nur in ganz begrenzter Menge. Aber ganz ohne- bei drei Kindern? Bringt man auch nicht übers Herz.
Ich kenne übrigens eine ganze Menge Familien mit gleichen Eckdaten- Vater Alleinverdiener, drei Kinder, Mutter Hausfrau. Einkommen gerade so, dass man über der Grenze für alle möglichen staatlichen Zuschüsse liegt.
Da finde ich es teilweise schon etwas..naja, frech zu sagen, die Leute sind geizig und fressen sich lieber mit billigem Zeug krank und dick ( was auch nicht immer stimmt. Ich war nie dick, esse relativ ausgewogenen, bewege mich viel und habe trotzdem schon lange- seit frühester Erwachsenenzeit- Cholesterinwerte zum Davonrennen. Ist mit 18 mal zufällig bei einer Blutuntersuchung aufgefallen, Ernährungsumstellungen wie der völlige Verzicht auf tierische Produkte und andere "Faxen" haben meine Cholesterinwerte in keinster Weise beeindruckt, sie sind nach wie vor sehr hoch. Mein Blutdruck bewegt sich allerdings im Bereich von 90 zu 60, auch habe sonst keinerlei "Beschwerden", deshalb ist es halt, wie es ist...)
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11.08.2015, 15:40Inaktiver User
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11.08.2015, 15:46
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
Noch mal, es geht nicht um Menschen mit niedrigem Einkommen, die sich nichts Teures leisten können. Und sicher wird nicht jeder fett oder krank, der sich schlecht ernährt, auch wenn es ein Risikofaktor ist.
Ich finde es nur einfach schade, wenn man sich so gar keine Gedanken über das macht, was auf den Teller kommt, und selbst wenn Geld dafür da wäre, lieber den billigen Mist aus dem Tiefkühler kauft, weil täglich Fleisch auf den Tisch muss, statt einmal die Woche was Anständiges. Da spielen ja auch andere Aspekte mit hinein wie Herstellungs-/Haltungsbedingungen etc.May you be surrounded by friends and family,
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Erich Kästner
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11.08.2015, 15:49Inaktiver User
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
@sasapi
Fisch ist bei uns preiswert, zumindest dann, wenn es Fisch aus dem See ist und man direkt beim Fischer kauft. Für drei frische Renken haben wir letztens z.B. knapp unter 5 Euro bezahlt.
Geräuchert sind sie nur unwesentlich teurer.
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11.08.2015, 16:30
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
Ich denke auch, dass es 300-400 Euro bei mir mindestens sind.
Ich esse für um die 80 bis 100 Euro Käse im Monat.
Brot von der Hofpfisterei, Obst und Gemüse nach Möglichkeit auf einem kleinen Markt in der Nähe von nahe gelegenen Erzeugern bzw. derzeit Nektarinen, Pfirsiche, Aprikosen vom Bodensee.
Wenn ich Fleisch (selten) oder Fisch (öfter) kaufe, dann Bio.
Getrunken wird Tee, Leitungswasser und Rotweine, die meinen Vorlieben entsprechen.
Ab und zu gehe ich essen, in Restaurants, die sehr kreativ mit Bio-Zutaten bzw. tierische Produkte aus anständiger Haltung kochen. Da schau ich auch nicht aufs Geld.
Mir ist gutes und gut/anständig erzeugtes Essen sehr wichtig, deshalb gebe ich auch viel dafür aus.
Anderes ist mir nicht (mehr) so wichtig, das spare ich ne Menge.Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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11.08.2015, 17:01
AW: Am Essen sparen!? Wieviel gebt ihr für Essen aus?
Darüber müssen wir nicht diskutieren, denke ich.
Nur liest man eben in diesem Thread einen sehr hohen Anspruch an das, was als "gutes Essen" angesehen wird, diesen Anspruch definiert ja jeder selbst, das ist auch ok so.
Aber bei solchen Debatten - nicht nur hier, auch im "Real Life" - wird halt oft vergessen, dass nicht jeder frei entscheiden kann, ob er am Essen spart oder nicht.
In vielen Fällen kommt ja knappe Kasse und geringe Kochkenntnisse zusammen. Ich kenne Leute, die können mit "Kartoffeln im Netz" und "Erbsen in Schote" gar nichts anfangen. Sind selbst mit Tüten und Dosenkost aufgewachsen....und woher sollen sie es dann können?
Ich plädiere ja immer für angepassten Unterricht im Bereich "Ernährung", in allen Schulen und Klassen. Muß ja nicht der grottenlangweilige Hauswirtschaftsunterricht sein, den ich in den 80gern genossen habe.



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