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  1. User Info Menu

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Meine Ausführungen setzen allerdings eine Küchenwaage voraus.

    Und man kann das Eingekaufte, z. Bsp. den Brotbelag, auch nicht alles nach dem Einkauf auf dem Esstisch "ausbreiten" und anbieten.

    Wer immer auch für die Zuteilung der Lebensmittel im Haushalt zuständig ist, muß dies den verschiedenen Personen anpassen und macht zu diesem Zweck am besten für jeden einen "Extra-Lebensmittel-Teller", wo eben nach Vorlieben die entsprechenden Portionen dargereicht werden.

    Bei MäcDoof bekäme man ja auch seine Portion auf seinen Teller - und wenn die auf ist, ist Schluß.

    Würde man bei 3 Kindern ein Glas Nutella auf den Tisch stellen, würden sich alle großzügig bedienen, das Glas wäre im Nu leer.

    Das geht bei knappem Budget eben nicht. Nutella aber geht. Ich kann jedem Kind 20 g auf seinen "Extra-Lebensmittel-Teller" geben.Zusammen mit den anderen zugedachten, ebenso eingeteilten Sachen.

    Das Kind hat dann die Freiheit, diese Portion Nutella auf eine ganze Scheibe zu verteilen oder nicht, ganz nach Belieben kann es dies auch reinlöffeln, muß dann sehen, wie der Rest des Brotes eben mit den anderen angebotenen Dingen belegt wird.

    Aber das Kind hat eben "sein" Nutella. Kein Problem....

    Und so reicht ein Glas Nutella mit 500 g , mit jeweils 20 g portioniert, eben für 25 Portionen aus....

    Und wenn man jedem "seinen" Teller hübsch arrangiert, hat das überhaupt nicht den Eindruck von Mangel.
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    .... das wird schon.....


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  2. User Info Menu

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    belonya, bei dem, was Du schreibst, bricht mir das Herz.

    Versteht das nicht falsch: ich plane auch mit jedem Fitzelchen und habe schon Mahlzeiten "um eine schrumplige Tomate herum aufgebaut" - einfach weil ich nichts, nichts wegwerfen möchte.
    Und ich würde auch immer zum Vorausplanen und Nachdenken raten;
    aber .. aber ...

    So soll doch keiner leben müssen! (Jetzt hab' ichs draußen ...)
    Auch wenn Du es kannst und ich habe wirklich Hochachtung dafür.

    Es ist so schwer auszudrücken, aber es geht mir schon seit Anfang des Strangs durch den Kopf:
    Wenn mich eine Freundin fragen würde, "wie kann ich das schaffen?" - ich würde alles tun, mit ihr überlegen, sagen, was ich darüber weiß etc.
    Aber ich finde es irgendwie ... schwierig, in einem Strang zu schreiben: so kann man von 50 Euro pro Monat leben.
    Vielleicht habe ich Angst davor, dass das "in die falschen Hälse gerät", dass sich einer hinstellt und sagt "wenn es sein muss, geht es doch!"

    Ich finde es schade, wenn so viel gute Energie für die Grammberechnungen gebündelt wird, ab einem gewissen Punkt finde ich das, nicht vom ersten vernünftigen Ansatz an!
    Und wenn die Berechnung mal nicht aufgeht - was bleibt denn dann?
    Da muss doch Angst sein, ständig.
    Und, man kann nichts mehr schenken, ich könnte nicht mal in einem Anfall von "gut gemeint" meinem Kind die Wurst doppelt aufs Schulbrot legen.

    Ich sehe aber, dass es hier ja teilweise so ein Freunde-helfen-sich mit Rat - Strang geworden ist.
    Schwierig finde ich es als Thema trotzdem.
    T.
    "Eine Treppe: Sprechen - Schreiben - Schweigen"mmmmmmmmmmKurt Tucholsky

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    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Zitat Zitat von _tarasjugina_ Beitrag anzeigen
    belonya, bei dem, was Du schreibst, bricht mir das Herz.

    ...

    So soll doch keiner leben müssen! (Jetzt hab' ichs draußen ...)
    Auch wenn Du es kannst und ich habe wirklich Hochachtung dafür.
    Ich glaube, daß viele Leute es als eine Art "Hobby" oder "Lebensart" ansehen, nicht das schlechteste.

    ...

    zu schreiben: so kann man von 50 Euro pro Monat leben.
    Vielleicht habe ich Angst davor, dass das "in die falschen Hälse gerät", dass sich einer hinstellt und sagt "wenn es sein muss, geht es doch!"
    Den Gedanken hatte ich noch nie, aber jetzt wo du das schreibst. Leute, die von Hartz 4 leben müssen sind da sicher "gefährdet", sollte sich das Ganze als größere Bewegung ausweiten. Da wären bestimmt einige Politiker ganz vorne beim Kürzen.

    Erinnert mich ein bischen an die Finanzpraxis im öffentlichen Dienst/bei der Stadt. Z.B. jetzt dort, wo ich arbeite: Da wird das Geld, das eingespart bzw. nicht ausgegeben wurde jetzt mit vollen Händen rausgeworfen, damit am Jahresende nichts mehr da ist und das Budget für das nächste Jahr nicht gekürzt wird. Übel das.

    Da muss doch Angst sein, ständig.
    Und, man kann nichts mehr schenken, ich könnte nicht mal in einem Anfall von "gut gemeint" meinem Kind die Wurst doppelt aufs Schulbrot legen.
    Diesen Effekt gibt es ja bei vielem. Wer für sich etwas entdeckt, läuft immer leicht Gefahr, das irgendwie suchtmäßig leben zu müssen, sei es Sport, gesunde Ernährung etc. Diese Grenze verläuft wahrscheinlich fließend.
    Wenn man einen Fehler gemacht hat, kommt manchmal etwas ganz Wunderbares dabei heraus.

  4. User Info Menu

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    belonya, bei dem, was Du schreibst, bricht mir das Herz.
    Nö. Laß Dein Herz mal ganz. Ich theoretisiere hier ja sehr stark. Und ich habe hier nur aufgezeigt, wie man es machen könnte.

    Ich selbst kalkuliere zwar mit etwas mehr Geld als den 50 €, kaufe aber in der Regel nur meine Lieblingssachen.

    Darunter ist sogar Parmaschinken. 4 Scheiben hauchfein sind mal gerade 40 g und wenn die dann eben 1 € kosten ist mir das schnuppe. 2 x im Monat leiste ich mir das eben. Reicht für jeweils 4 Scheiben Brot und der Rest auf Brot ist eben etwas, was 100 g 79 Cent kostet.

    Ich verzichte auf gar nichts.

    Und ich zeige einfach nur Wege auf, wie man es machen kann...



    Und da kann man sogar sehr vielfältig sein.
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  5. User Info Menu

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Ich glaube, daß viele Leute es als eine Art "Hobby" oder "Lebensart" ansehen, nicht das schlechteste.
    Nein, ein Hobby ist es nicht. Bei vielen Menschen ist es einfach eine Notwendigkeit, mit einem bestimmten Betrag auskommen zu müssen.
    Bei mir ist es die Rente, die leider um 3 Euro zu hoch ist, um irgendwo Ansprüche auf Zusatzleistungen erheben zu können.

    Und je besser ich da organisiert bin, um so mehr kann ich mir dann auch einmal Parmaschinken leisten....

    Was bei mir im Argen liegt, sind eben Sachen wie Elektrogeräte, Kleidung, neue Brille etc. Da verzichte ich eben auf jeden Luxus, kaufe bei ebay oder sogar im Rote-Kreuz-Laden. Hier in der Großstadt ist das kein Problem, auf dem platten Land sieht das sicher anders aus, an solche Sachen ranzukommen.

    Miete, Strom, Wasser, Lebensmittel - das sind stehende Beträge, da weiche ich nicht von ab. Die müssen immer bezahlt werden, das Geld habe ich immer. Meine goldene Regel.

    Wenn es für den Rest nicht reicht, muß das eben warten und irgendwie und irgendwann organisiert werden.
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  6. Inaktiver User

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Am einfachsten ist es für mich mit Posten, die ich nicht habe.
    Ich gebe null Geld aus für mich für:
    CD's, Bücher, Friseur, Veranstaltungen, Gastronomie, Urlaub, Auto.
    Das macht mir nichts aus.
    Dann hab ich eine klare Linie.
    Ich gehe nur zu Veranstaltungen, die nichts kosten.
    Lebe mitten in der Stadt.
    Den Kaffee to go mach ich mir selbst.

    Was mir hier auffällt:
    Ihr schreibt von Preisen (große Mengen),
    die ich nicht vor Ort habe.
    Weil ich keine Karotten bei Aldi kaufe.
    Sondern auf dem Wochenmarkt.
    Hier ist kein Aldi. Weite Wege will ich nicht.
    Da ist Zeit wieder Geld.

    Ich kaufe also meine 2 Karotten, 5 Zwiebeln,
    1 mini Bllumenkohl, 1 Hand voll Pflaumen um die Ecke.
    Ich kauf also schon so kleine Mengen, dass ich für 1,5 Personen
    (Tochter lebt die halbe Woche bei mir) nichts wegwerfen muss.

    Ihr schreibt hier aber von 10 kg Kartoffeln im Angebot.
    Meine 2,5 Kilo kann ich tragen. Die sind dafür teurer.

    Und Obst einkochen?
    Hat das noch Nährwert?
    45 Cent kosten 710 g Apfelmus.
    Da kann ich drei mal von essen.
    Einkochen?
    Die Arbeit und die Zeit sind mir zu schade.
    Ich brauche nicht 5 mal die gleiche Sorte Marmelade.
    Lieber 5 verschiedene.
    Auch, weil ich keine großen Mengen esse.

    Ich hätte 2 mal Lust auf Salami.
    Dann nicht mehr.
    Mir wird der Frischkäse schlecht im Kühlschrank.
    Die Butter auch. Also kaufe ich ersteres nicht mehr.
    Und Lättä. Was außer Fender auch keiner versteht.

    Männer machen doch auch keine Wochenpläne
    und Lebensmittellager.
    Mir kommt das so als
    Frauchen-Beschäftigungsprogramm vor.

    Aufgetautes schmeckt mir nicht.

  7. Inaktiver User

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Ich lese Belonyas Beiträge mit großem Interesse,
    bei manchen zucke ich etwas, manches finde ich gut und manche Dinge mache ich schon immer so.
    Als ich vor der Arbeitslosigkeit meinen Unfall hatte und nach den 6 Wochen monatelang vom Krankengeld leben musste, hatte ich mir angewöhnt, wenn ich nicht zum Einkaufen unterwegs war, nur 30 Cent in der Tasche zu haben. Toilettengeld.
    Einkaufen war richtig abgezählt, Vorteil, ich konnte ja auch nur mit einem Arm tragen, also passte nicht viel in den Beutel, aber es war schon komisch im Kühlschrank nur noch 2 Fächer zu belegen.
    Zu heftigen Geldausgaben kommt es bei mir persönlich, wenn ich mit dem Auto in den Großmarkt fahre.
    Also wird das derzeit drastisch reduziert.

  8. Inaktiver User

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Ich finde alle Beiträge interessant.
    Kann mich nur nicht so wiederfinden.

    Ich merke, dass viele Leute nur noch autofahren.
    Und keinen Meter mehr laufen.
    Immer dicker werden.
    Keine Einkäufe nach Hause tragen.
    Dann aber ins Fitnessstudio gehen.
    Und zur Sonnenbank

  9. User Info Menu

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    @ Roxana36

    So geht es mir auch. Ich kaufe keine großen Mengen, allein schon deshalb nicht, weil ich sie nicht lagern kann.

    Und letztendlich bin ich ein genügsamer Mensch, der im Grunde genommen mit insgesamt 30 verschiedenen Lebensmitteln auskommt - eben meine Lieblingssachen, die ich immer wieder neu kombiniere oder der Saison anpasse.

    Der Rest der Waren, die man in Discountern oder Lebensmittellädem so bekommt, bestaune ich immer - besonders die vorgefertigten Waren. Allein ein Blick auf die Deklaration - und mir wird in der Regel übel ....

    Ich verarbeite Grundnahrungsmittel. Die kaufe ich meinen Plänen entsprechend frisch, so fällt auch ganz selten Abfall an.


    Fleisch kaufe ich einmal im Monat , oftmals Pute. Das Fleisch, meist 2 Kilo, schnetzele ich und brate das dann nacheinander weg. Ist immer eine blöde Arbeit, meine Bude riecht wie 'ne Dönerbude, dafür ist aber der Rest des Monats ohne Bratenduft.

    Diese Schnetzel friere ich ein - wieder portioniert zu 100 g in Beuteln. Macht 20 Portionen....

    Und wenn ich zu meinen geliebten Gemüsepfannen Fleisch brauche, streue ich die Schnetzel nur darüber. Sie sind in 3 Minuten in der Panne im Gemüse aufgetaut.

    Heute hatte ich zum Beispiel eine Gemüsepfanne aus 2 Stangen Sellerie, 1 Tomate, 1 Möhre und 2 Frühlingszwiebeln und 1 Knobi. Das waren zusammen 340 g. Gebraten in 10 g Olivenöl, mit italienischen Kräutern gewürzt, dazu eine Portion meiner Putenstreifen mit 100g Fleisch. Dazu 60 g Wildreis (roh gewogen). Und obendrauf 10 g frisch gerösteten Sesam.

    Frisch dazu gab es noch einen kl. Salat aus 3 großen Radieschen, angemacht mit Öl und Balsamico-

    Ich habe meinen Teller 2 x mit der Gemüspfanne befüllen können.

    Überschlägige Kosten:

    Fleisch: 40 Cent (bei Kilopreis von 4 € ) , Öl, Essig, Gewürze, Sesam: 30 Cent

    Gemüse: sagen wir mal 50 cent.

    Ich komme auf 1, 20 € . Und ich würde schon sagen, dass das Ganze sehr ausgewogen war.

    Strom klammere ich mal aus, weil ich den in einem anderen Etat habe.

    Überhaupt war das superlecker.
    Geändert von belonya (03.10.2009 um 14:39 Uhr)
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  10. Inaktiver User

    AW: Von 50 € im Monat leben?

    Nochmal zum Ursprungsthema - meint diese Frau 50 Euro für Essen und Körperpflege oder noch mehr?

    Es gibt ja noch andere Kostenposten

    - Miete
    - Energie
    - Kleidung
    - Verkehr - also ÖPNV oder Fahrrad o.a.
    - Internet
    - Telefon
    - Fernsehen
    - Medizin
    - Bildung
    - Versicherung
    - Bewerbungsunterlagen
    - Wäsche waschen (Waschmaschine)
    - Kühlschrank

    Das sind ja auch Bedürfnisse (natürlich mehr oder weniger wie z.B: Fernsehen).

    Ich vermute, dass diese Frau nicht von 50 Euro lebt, sondern vielleicht bestimmte Kostenfaktoren nicht wahrnimmt, weil sie diese nicht in bar selbst ausgibt, sondern beispielsweise als sozial bedürftiger Mensch, Kostenübernahmen hat etc. die andere nicht haben.

    Oder/und sie hat z.B. noch Gegenstände (Wohnung, Haushaltsgeräte) aus einer früheren Zeit.
    Geändert von Inaktiver User (03.10.2009 um 14:52 Uhr)

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