Ich habe vor der Arbeitslosigkeit recht gut verdient, aber schon immer aufs Geld geachtet, weil ein Verdiener und zwei Kinder eben doch nicht ganz so üppig ist.
Ohne Auto geht nicht, das ist die erste Frage, die hier von der Arbeitsagentur und von eventuellen Arbeitgebern gestellt wird. Es ist auch nicht unüblich, das dich der Arbeitgeber mit deinem eigenen PKW ohne sich an den Kosten zu beteiligen irgendwohin schickt. Ist so.
Das wir mit 100 € reines Essen über den Monat kommen, hat auch was damit zu tun, das überlegt gekauft wird.
Dekorative Kosmetika kauf ich gar nicht, nur den Friseur leiste ich mir alle 8 Wochen, ich seh sonst aus wie ein Bobtail. Außerdem habe ich starke Augenprobleme und brauche alle 2 Jahre neue Brille. Gestell wird zB bei der Sonnenbrille nicht gewechselt, freut den Optiker.
Klamotten, wann habe ich das letzte Mal etwas gekauft, das nicht herabgesetzt war? Strümpfe im Kik.
Secondhandläden gibt es bei uns nicht, da müsste ich 45 km in die nächstgrößere Stadt fahren und dann wäre es u.U. rausgeschmissenes Geld.
Da ich nix wertvolles besitze, was für ander von Interesse sein könnte, fällt ebay flach.
Nebenbei jobben, tja da müsste ich die hundert anderen vor mir, die das seit Jahren machen, irgendwie wegekeln oder ich müsste wieder 45 km hin und 45 km zurück fahren. Sprich, ich schmeiß mit dem Schinken nach der Wurst.
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Thema: Von 50 € im Monat leben?
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01.10.2009, 17:06Inaktiver User
AW: Von 50 € im Monat leben?
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01.10.2009, 18:21
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01.10.2009, 18:28
AW: Von 50 € im Monat leben?
Bei caritativen Institutionen kann man seine gut erhaltene Kleidung abgeben (Kleidung, Möbel, Haushaltsgeräte, Bücher, Musik,...) und diese wird dann weitergegeben. In manchen bekommt man einfachso kostenlos Kleidung, in manchen gibt es glaube ich ausgestellte Scheine vom Amt mit denen man das darf, in manchen zahlt man ein paar Euros. Der Erlös kommt verschiedenen Dingen, je nach Initiative zu Gute (z.B. Wiedereingliederung von Bedürftigen).
Mittlerweile gibt es diese Einrichtungen auch in kleineren Städten, meist Kirchengemeinden. In größeren Städten, wie hier in Köln oder Hamburg und Berlin, gibt sehr viele unterschiedliche Träger (Humana, Emmaus,...).
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02.10.2009, 07:59Inaktiver User
AW: Von 50 € im Monat leben?
Stimmt, Möbel gibts bei uns in so einem Geschäft.
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02.10.2009, 14:32
AW: Von 50 € im Monat leben?
Na, ich hoffe doch, dass da nicht jeder reinspazieren kann und es an die gerät, die wirklich so etwas gebrauchen können. Es ist sicher nicht der Sinn, dass sich Knausrigpeter oder .lisa an so Einrichtungen erfreut.
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02.10.2009, 14:55Inaktiver User
AW: Von 50 € im Monat leben?
das weiß ich gar nicht genau, wie es funktioniert
Werde mich mal erkundigen. Ich weiß aber, dass Freundinnen von mir da einkauft haben, also ist es wohl für jedermann.
Die beiden berichten nämlich des öfteren von Schnäppchen, fällt mir jetzt so dazu ein. es gibt aber auch Kleidung, Spielzeug, Wäsche.
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02.10.2009, 14:58Inaktiver User
AW: Von 50 € im Monat leben?
Möbel nimmt da keiner einem anderen weg - da sind die froh, wenn die jemand möchte.
Bei uns zumindest nehmen die Möbel oft gar nicht an, weil das Lager überquillt - oder nur sehr "schnäckig".
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02.10.2009, 15:01
AW: Von 50 € im Monat leben?
Ich frage mich, ob z.B. Sozialämter solche Hinweise weitergeben?! Ich habe den Eindruck, viele wissen leider gar nicht welche Möglichkeiten es gibt und verzweifeln an ihrer Mangelsituation. Zudem ist es auch für den ein oder anderen mit einem gewissen Schamgefühl besetzt diese Einrichtungen aufzusuchen.
Dass den Bedürftigen dort nichts mehr bleibt, wenn sich finanziell besser gestellte Personen ebenso dort umschauen, bezweifle ich. Teilweise wurde ich meine Sachen dort nicht los, weil sie saisonbedingt gerade nicht gefragt waren, weil sie wegen Platzmangels mit dem Lagern und Verkaufen nicht nachkommen. Eine Bekannte wollte ihren 1 Jahr alten Kühlschrank abgeben und er konnte wegen Platzmangel nicht angenommen werden. Wir fanden eine andere Einrichtung. Aber meine Erfahrung hier (Köln) ist die, dass genug für alle da ist!
Zudem sind die Zielgruppen diverser Einrichtungen gar nicht (mehr) nur die, die nichts haben, sondern es geht um einen scheints lukrativen Umsatz/Gewinn der mit gebrauchten Waren zu erreichen ist. Und wie ich es kenne, oftmals basierend auf m.E. unterstützenswerten sozialen Konzepten!
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02.10.2009, 15:03Inaktiver User
AW: Von 50 € im Monat leben?
Ja, ist hier wohl auch so ähnlich, es wird zwar damit geworben, dass man guterhaltene Dinge statt Sperrmüll dort abgeben kann. Abe rich hab mal erlebt, wie eine Freundin ein tolles teil dort hingeben wollte und dann die Besichtiger kamen. es wurde abgelehnt.
Bei der Tafel, wo es ja abe rnur Lebensmittel gibt, muß man seine Bedürftigkeit nachweisen.
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02.10.2009, 15:13
AW: Von 50 € im Monat leben?
Ja, manchmal ist es erstaunlich, was denen als nicht verkaufswürdig erscheint. Aber andererseits, die kennen ihre Produkte die für sie verkaufbar sind und können es sich in der Tat nicht leisten Lagerungen oder gar Müllentsorgung im großen Stil zu betreiben. Und es gibt sicher nicht zu knapp Leute, die auf die Art und Weise versuchen, ihren Müll mit möglichst geringem Aufwand zu entsorgen (defekte Elektro-Geräte, verranzte Teppiche, vergammelte Kleidung,...) und sind erbost, wenn ihnen diese großzügige "gute Tat" nicht mit Kusshand gedankt wird. (Überspitzt formuliert, weil so ähnlich miterlebt, grrrr!
)


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