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    Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Moin,

    im Thread von RollingStone "Fehlender Sex ist das Ende der Beziehung" aeusserten mehrere weibliche Poster, das es normal ist, wenn der Sex mit der Zeit nachlaesst. (ich hatte den Eindruck, das er nachlassen muss und nicht kann...)
    Eine Posterin hat es versucht damit zu begruenden, das man das im Alltag nicht so "leben" koennte, weil der Alltag interferriert.
    Manche Posterinnen waren sogar sehr verwundert und erstaunt, das maennliche Poster damit nicht konform gehen, eher im Gegenteil, sie vertraten die Ansicht, das er nicht nachlassen darf oder soll; manche schrieben auch, das sie sich verarscht vorkaemmen, wenn er, einfach so weil normal, nachliesse.

    Warum ist das Nachlassen des Sex "normal"?

    Woher kommt das ueberhaupt (urban legend?) und warum wird es immer wieder hochgehalten obwohl es (in meinen Augen) Humbug ist?

    Hat das irgendeinen Nutzen fuer Frauen? (fuer Maenner hat es mW. keinen ausser das es Beziehungsstress erzeugt...)

    Wenn man den "Einwand" der einen Posterin hernimmt und ihn gelten laesst, dann muesste es doch auch normal sein, wenn die Liebe in der Beziehung mit der Zeit nachlaesst, oder?

    Edit:Das Posting auf das ich mich bezog war dieses hier.
    Dieses Posting loeste meine Fragen aus.

    Gruss
    Caramon
    Geändert von Caramon (14.07.2008 um 02:22 Uhr)

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    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Zitat Zitat von Caramon
    Wenn man den "Einwand" der einen Posterin hernimmt und ihn gelten laesst, dann muesste es doch auch normal sein, wenn die Liebe in der Beziehung mit der Zeit nachlaesst, oder?
    Das ist ja das Problem: Wenn der Sex "normal" nachlässt, dann lässt vielleicht auch die Liebe "normal" nach (und die Freude daran, das Leben zu teilen) - und schon haben wir den Scherbenhaufen.

  3. Inaktiver User

    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    hmmm, also ich bin eine frau. und kann nur sagen, ich habe schon so oft von diesem "phänomen" gehört, dass es wohl wirklich schon normal zu sein scheint.

    trotzdem kann ich es nicht nachvollziehen. kann einfach nicht verstehen, dass partner tage/wochen/monatelang neben einander einschlafen und aufwachen, ohne nur im geringsten lust zu verspüren...?! ich brauche sex wie die luft zum atmen. meine persönliche sicht der dinge....

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    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Ich halte es überhaupt nicht für normal.

    Für normal halte ich hingegen, dass es Phasen gibt. Phasen mit großer Lust, Phasen mit gar keiner Lust und Phasen mit wenig Lust.

    Meine Lust ist, nach nun knapp 20 Jahren Beziehung, ungefähr gleich hoch, wie am Anfang.

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

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    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Zitat Zitat von Caramon
    Moin,

    im Thread von RollingStone "Fehlender Sex ist das Ende der Beziehung" aeusserten mehrere weibliche Poster, das es normal ist, wenn der Sex mit der Zeit nachlaesst. (ich hatte den Eindruck, das er nachlassen muss und nicht kann...)
    Ich finde das für mich weder normal noch erstrebenswert, im Gegenteil, und habe es auch in meiner langjährigen Beziehung nicht erlebt.

    Kürzlich stattgefunden im Bekanntenkreis: Frau (verheiratet) und Mann (viele Jahre verheiratet, Kinder) fangen eine Affäre an. Das Ganze fliegt auf, beide verlassen ihre Partner. Höchst interessant waren die Kommentare der anderen weiblichen Bekannten zu diesem Geschehen. Da hieß es, der Familienvater sei schon so lange mit seiner Frau zusammen, und sie hätten ja auch die Kinder - im Bett würde da bestimmt nichts mehr laufen. Ja, warum denn eigentlich? Ist das ein Automatismus? Oder wird von sich selber auf andere geschlossen?

    Eine Posterin hat es versucht damit zu begruenden, das man das im Alltag nicht so "leben" koennte, weil der Alltag interferriert.
    Bei kinderlosen Paaren verstehe ich das überhaupt nicht. Ist nach Dienstschluss die Freizeit so verplant, dass sie abends völlig erschöpft ins Bett fallen? Wenn ja: Warum wird der Sex zurückgestellt, und nicht etwas anderes? Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Bei Paaren mit Kindern verstehe ich es nur dann, wenn die Eltern den Anspruch haben, dass die Kinder von den sexuellen Aktivitäten nichts mitbekommen sollen. Da stellt sich die Frage, warum man diesen Anspruch überhaupt hat.

    Woher kommt das ueberhaupt (urban legend?) und warum wird es immer wieder hochgehalten obwohl es (in meinen Augen) Humbug ist?
    Hier in der BriCom ist des öfteren zu lesen, dass es offenbar reichlich Literatur, auch von Sexualtherapeuten, zu dem Thema gibt. Das mag für den einen oder anderen sicherlich eine Bestätigung sein.

    Hat das irgendeinen Nutzen fuer Frauen?
    Das würde mich auch interessieren ...

    Wenn man den "Einwand" der einen Posterin hernimmt und ihn gelten laesst, dann muesste es doch auch normal sein, wenn die Liebe in der Beziehung mit der Zeit nachlaesst, oder?
    Liebe ist ein Gefühl und Sex eine Aktivität, daher würde ich Deine Frage folgendermaßen umformulieren:

    Wenn man den "Einwand" der einen Posterin hernimmt und ihn gelten laesst, dann muesste es doch auch normal sein, wenn die nicht-sexuelle körperliche Zuwendung *) in der Beziehung mit der Zeit nachlaesst, oder?

    *) Schmusen, Umarmungen etc.

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    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Zitat Zitat von Brittany
    Liebe ist ein Gefühl und Sex eine Aktivität,
    IMHO ist LUST aber auch ein Gefühl...

    Grüße von der Gänseblume

  7. User Info Menu

    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Ich (weiblich) kenne etliche Frauen, die den Sex instrumentalisieren, sprich: Sex gegen "Leistung", wie z.B. Spülmaschine ausräumen, Müll runterbringen...etc.. Damit halten sie ihre Männer oft jahrelang an der kurzen Leine und wundern sich dann, wenn der Mann irgendwann "ausbricht", weil er sich ein Leben ohne Sex nicht vorstellen kann (wofür ich absolut Verständnis habe!). Leider sind immer noch viele (?) Frauen darauf aus, einen Mann zu heiraten, um ihn als Statussymbol und Versorger vorzeigen zu können. Spätestens nach dem ersten Kind wird er dann im Bett kurzgehalten, das weibliche Machtgefühl wird ausgelebt. Mit dem tollen Gefühl, Sex selbst nicht zu brauchen, wird der "geile" Mann verachtet und alles, was VOR der Hochzeit SCHEINABR Spaß gemacht hat, wird jetzt abgewertet. Das habe ich im Freundes- und Bekanntenkreis mehr als einmal erlebt. Leider tappen immer noch viele Männer in diese Falle, weil sie (zu Recht) denken, die Frau hätte auch Spaß am Sex. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass der Sex in langjährigen Beziehungen überhaupt nicht abnehmen muß -im Gegenteil, er kann immer versauter werden- wenn beide WIRKLICH Spaß daran haben und er nicht nur als Mittel zum Zweck (der Versorgung) dient. Bei Huren geht es da ehrlicher zu....

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    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Zitat Zitat von schtetel
    Ich (weiblich) kenne etliche Frauen, die den Sex instrumentalisieren, sprich: Sex gegen "Leistung", wie z.B. Spülmaschine ausräumen,
    Das glaube ich nicht.
    Nein, das glaube ich einfach nicht.

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

  9. Inaktiver User

    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Zitat von Brittany
    Liebe ist ein Gefühl und Sex eine Aktivität,
    Zitat Zitat von Gaenseblume
    IMHO ist LUST aber auch ein Gefühl...

    Grüße von der Gänseblume
    Männer sind körperbetont. Sie verdrängen das Seelische.

    Somit findet die Sexualität nur an der „Oberfläche“ statt, weil Sex natürlich ein körperlicher Vorgang und körperlicher Ausdruck ist. Sexualität kann also auch ausgeführt werden, wenn kein Gefühl mit einfließt. Männer z.B. gehen ins Bordell und leben dort ihre Sexualität aus, die frei von Liebesgefühlen ist.

    Solch eine Sexualität ist nur Triebbefriedigung.

    Da Männer vorwiegend auf ihre körperliche Triebhaftigkeit und Befriedigung des Triebes achten, verhalten sich eher eindimensional und nicht ganzheitlich. Das Seelische ist vom Körperlichen abgetrennt, und der Geschlechtsverkehr wird zu einem reinen Körpervorgang der Potenz, Erektion und Ejakulation. Nicht umsonst ist „Mann“ oft stolz auf seinen Johannes. Oder auch nicht, dann hat er nicht selten Minderwertigkeitskomplexe.

    Bei Frauen sieht das oft ganz anders aus. Die Frau ist emotionaler, sie wird nicht in gleichem Maße wie der Mann von ihrer Triebhaftigkeit gesteuert. Tja, und das kann Frau dann auch als Macht gegenüber ihren Mann mißbrauchen (augenzwink zu @schtetel)

    Sex als reine Triebbefriedigung macht letztlich melancholisch und traurig.

  10. User Info Menu

    AW: Normal, das Sex in Beziehungen mit der Zeit nachlaesst?

    Eine Therapeutin meinte mal zu mir, daß es "normal" wäre (was auch immer das genau bedeutet). Mir ist bisher die Lust noch nie vergangen in langjährigen Beziehungen.

    Ein Mal hatte ich allerdings einen lustlosen Partner. Dieser hatte aber auch von Anfang an viel weniger Lust als ich. Im Bekanntenkreis wird unter vorgehaltener Hand von einigen Paaren berichtet, die selten bis nie Sex haben. Da kommt die Unlust jeweils vom Mann. Allerdings höre ich ja auch nur, daß sich die Frauen beschweren. Die Frauen, die von sich aus weniger Lust haben, erzählen das vielleicht gar nicht.

    Also bei mir wird die Lust weniger, wenn meine sexuellen Bedürfnisse nicht erfüllt bzw. ignoriert werden oder wenn mir der Partner zu sehr klammert. Und diese beiden Punkte sollte man in langjährigen Beziehungen geregelt bekommen (ansonsten hält die Beziehung wahrscheinlich auch nicht mehr lange).

    Ich glaube, daß sich viele einfach damit abfinden, wenn die stürmische Anfangszeit vorbei ist. Manchmal sind die Partner vielleicht auch einfach sexuell nicht so kompatibel.

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