Was mich hier beim Durchlesen wirklich wundert (und interessant finde), ist die Tatsache, dass jemand mit relativ "hoher" Sexualfrequenz in eine Ecke geschoben und mit Worten "bedacht" wird, die m.E. unter die Gürtellinie gehen.
Die SchreiberInnen machen zumindest auf mich den Eindruck, dass (zu?) viel Sex(verlangen) igitt, abnorm und eigentlich schon fast eklig zu nennen ist?
Hhm .... und 2 x die Woche ist es dann nicht oder wie? Oder auch "a bisserl mehr", geht auch noch in Ordnung?
Letztlich zeigt sich auch im vorliegenden Fall, dass sich die Beteiligten finden müssen und wir nicht wissen, aus welchen Gründen die Partnerin des TE auf 8+ auf 4+ runtergeschraubt hat. Das sollte er mal klären.
Und ja, auch ich hatte mal einen Herrn, wo die Sexfrequenzen völlig unterschiedlich waren.Mein Tipp seinerzeit (und wirklich ehrlich gemeint): Such Dir möglichst eine Nymphomanin. Denn auch diese Menschen müssen ja irgendwo hin mit ihren Bedürfnissen/Gefühlen.
Will heißen: Die Beziehung ist letztlich daran gescheitert, wie auch Beziehungen scheitern, wo es eben aus anderen Gründen extrem unterschiedlich ist.
Denn es gibt die Leidenschaft, die Leiden schafft und zwar auf beiden Seiten!
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Thema: Sex im Alter (55+/60+)
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02.06.2021, 15:56
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Geändert von Chambord (02.06.2021 um 16:03 Uhr)
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02.06.2021, 16:18Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Man wohnt bewusst getrennt und sieht sich 4x die Woche....
Und 4x die Woche gibt es Sex und wie te geschrieben hat keinen 08/15 Sex rein raus...
Hat man da eigentlich noch für was anderes Zeit? Oder dreht sich alles ständig nur um Sex?
Du @ te bist unglücklich weil es nur 4x die Woche ist...... Das ist dein empfinden und ok.
Genauso wie es ok ist wenn deine Freundin nur noch 4x mag und nicht mehr 8x.
Entweder kannst du das akzeptieren oder wenn nicht bleibt die Trennung.
Dann hast halt 0x
Deine Entscheidung
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02.06.2021, 17:04
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Wieso ist das notwendigerweise kränkend? Viele Menschen kämpfen irgendwie gegen das Altern an, mit mehr oder weniger geeigneten Maßnahmen. Wenn sich der TE bewusst wird, dass er mit dieser Dauergeilheit etwas zu kompensieren und zu verarbeiten versucht, kann er vielleicht einen etwas normaleren Umgang mit dem Thema finden.
Ich finde es kränkender, sich über die angeblich wechseljahrbedingte "Unlust" der Partnerin zu beklagen, nur weil sie nicht achtmal pro Woche, also zweimal pro Treffen, vögeln will.
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02.06.2021, 17:13
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02.06.2021, 20:55
AW: Sex im Alter (55+/60+
Ähm, ganz ehrlich?
Hör Dir mal zu, lies Dich mal selbst, Du klingst alles andere als erwachsen und gar nicht leidenschaftlich, was bedeutet es denn für Dich, eine B e z i e h u n g zu führen?
Also eine erwachsene Liebesbeziehung auf vielzitierter Augenhöhe, wo man sich umeinander sorgt und guckt, dass es einander gut und wohl geht.
Sich unterstützt und - tja, halt liebt!
Also den Menschen meine ich.
Der, der in dem Körper wohnt, der Dich so anmacht.
Sex ist für mich wirklich, wirklich wichtig und ich erlebe ihn äußerst gerne und intensiv mit meinem wunderbaren Mann.
Aber, ganz wichtige Voraussetzung: ich muss in Stimmung sein.
Und er auch.
Wir lassen uns sehr aufeinander ein und lieben es beide, miteinander zu schlafen.
Aber: darauf besteht doch kein Anspruch, gar gar gar nie, das klingt so fürchterlich vorhersehbar und überhaupt nicht nach tiefer Leidenschaft, die Du anderen hier im Thread ja absprichst.
Wo ist denn euer Raum, sich zu überraschen, beim andern anzukommen, getragen zu werden?
Übrigens klingt es auch nicht nach gutem Sex, tut mir leid!
Es klingt: sehr nach Programm.
Quantität statt Qualität.
Ich schweife ab.
Wir haben jedenfalls beide ein ausgefülltes Leben mit Job, Freunden, Familie, Kindern, Hobbies, Haushalt, Kranken- und Todesfällen, whatever, manchmal bin ich/ist er so voller anderem Kram, der erst mal verarbeitet werden will, da geht dann halt mal nix.
Da geht manchmal auch eine Woche nix, und nun?
Mein Mann findet mich sexy, er ist für mich der schönste Mann der Welt, wir sind gerne nackt zu Hause und trotzdem gelingt es uns, nicht ständig übereinander herzufallen - weil andere Sachen a u c h wichtig sind.
Mal alleine sein zum Beispiel,
oder zusammen im Gärtchen sitzen und reden.
Nähe genießen.
Zuhören.
Anteil nehmen.
Ein Buch lesen.
Diskutieren.
Streiten.
Tanzen.
Coole alte CDs hören.
Sich in den Arm nehmen ohne dass es in Sex übergeht.
Irgendeine schlaue Brigittin hatte weiter vorne viel knapper gefragt, ob Du/ihr nichts anderes zu tun habt.
Dieser Frage möchte ich mich gerne anschließen.
Deine Ansprüche klingen egoistisch, pubertär und ungesund.
Gerade weil Deine Frau nicht in dem von Dir angestrebten Maß mitziehen möchte.
Krass ist das, was Du hier schreibst.
Last but not least: selten habe ich einen nick als so „daneben“ empfunden, wie Deinen; ich habe viele Frauenliebhaber kennengelernt in meinem Leben, jemand wie Du (zumindest wie Deine Äußerungen hier) war nicht dabei, nie.
*kopfschüttlend ab*Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind.
Wir sehen sie so, wie wir sind.
(A. Nin)
Keep Kissing
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02.06.2021, 22:21Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+
Selbst in meinen aktiven Jahren wäre ein Mann, mit dem ich bei jedem Treffen Sex haben MUSS, eine Belastung gewesen. Das schöne an Sex war ja das Unvorhersehbare...dass es nicht immer dazu kommen muss...oder eben doch...und wenn dann auf sehr unterschiedliche Art....nicht immer in Penetration gipfelnd.
Bist du denn nicht manchmal erschöpft, müde, krank? Oder möchtest einfach nur reden oder kuscheln? Oder hast das dringende Bedürfnis ein spannendes Buch zu ende lesen zu wollen oder lieber mit einem Freund, dem es nicht gut geht, zu telefonieren?
Es kann doch nicht immer der selbe Ablauf sein? Oder bist du einer von denen, die das Zubettgehen automatisch mit Sex in Verbindung bringen? Die im Bett liegend routiniert neben sich greifen und dann das Programm abspulen?
Ach ja, und dann noch die Wechseljahre. Das scheint sich ja sehr unterschiedlich auszuwirken. Ich gehöre zu den Frauen, bei denen trotz Hormonsubstitution die Lust abhanden gekommen ist. Weil ich meinen letzten Partner nicht verlieren wollte, hatte ich trotzdem Sex. Männer merken das nicht, wenn ihnen ein Orgasmus vorgespielt wird.
In meinen letzten aktiven Jahren (ist noch gar nicht so lange her) hatte ich zudem nach jeder Penetration eine Nierenbeckenentzündung (wenn ich nicht gerade Antibiotika nahm). Wenn du mein Partner gewesen wärst, dann hättest du trotzdem weiter gemacht und mich mit hohem Fieber ins Krankenhaus gebracht? Oder hättest du mich verlassen - egal wie gut wir sonst zueinander gepasst hätten?
Es gibt natürlich für dich die Möglichkeit eine Frau zu finden, die die gleiche Sexfrequenz haben möchte wie du.
Aber erstens müsste sie auch noch von den restlichen Eigenschaften zu dir passen.
Zweitens ist die dauerhafte Lust auf Sex nicht einschätzbar, da am Anfang einer Beziehung fast alle Menschen sehr viel Sex haben.
Und drittens: angenommen du findest so eine Frau, die auch nach langer Beziehung noch quasi täglich Sex mit dir haben möchte: was ist denn, wenn dir aufgrund des Alters oder wegen einer Erkrankung die Lust abhanden kommt? Es ist doch unwahrscheinlich, dass es bei euch beiden zeitgleich zu einer verminderten Libido kommen wird. Auch wenn das praktisch wäre. Aber so läuft das doch nie, wenn man zusammen alt werden möchte.
Wie würdest du dich fühlen, wenn du dann trotzdem bedrängt oder gar verlassen wirst?
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02.06.2021, 23:15Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+
Wow, flirtingwithdisaster, so wunderbar geschrieben, großes Kompliment.
Dir, TE, möchte ich gerne eine Geschichte meines Lebens erzählen. Seit langer, langer Zeit bin ich verheiratet, aber vor geraumer Zeit hatten wir eine Ehepause, wir lebten getrennt, jedoch weiterhin freundschaftlich verbunden.
Mein Mann hatte eine neue Partnerin und auch ich lernte einen anderen Mann kennen, der großen Eindruck auf mich machte. Er war so schön, seine Bewegungen so erotisch, großes Allgemeinwissen, führte ein unkonventionelles Leben. Kurzum, zwischen uns brannte die Luft. Wir haben gemeinsam Dinge erlebt, atemberaubend und berauschend. Zwei Jahre auf der Überholspur, dann bin ich auf die Bremse getreten.
Denn, ihm war genug nie genug. Er war sexuell nie satt und ich war tatsächlich übersättigt. Ich verlor den Spaß am Sex, wollte nicht mehr aus dem Schlaf geweckt werden für eine neue Runde und wusste, ich muss mich trennen, wenn ich nicht auf Dauer lustlos leben wollte. Trotz seiner Intelligenz hat er nicht verstanden, dass er mir mit seinem übergroßem Anspruch jede Chance genommen hat, dass ich selbst Appetit entwickeln kann, dass ich von mir aus die Initiative ergreifen möchte. Er begriff es einfach nicht. Für ihn war es nicht vorstellbar, dass dieses ständige übereinanderherfallen kein Dauerzustand bleiben kann. Mich hat er verloren. Es gibt ein Zuviel.
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03.06.2021, 09:33Inaktiver User
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03.06.2021, 11:12Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+
Ja, bereits seit vielen Jahren wieder. Für uns war hilfreich, dass wir nie den Respekt voreinander verloren haben, dass trotz der Verletzungen, die stattgefunden haben, immer ein Band des Vertrauens und der Verantwortung zueinander bestand.
Wir waren so jung, als wir zusammen kamen, beide noch im Teeniealter. Beide waren wir freiheitsliebend und eigenwillig, und wir liebten und lieben uns.
Heute ist unser Leben ruhiger geworden, wir sind dankbar, dass wir einander haben.
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03.06.2021, 12:35Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+
Hört sich wirklich gut an, vielen Dank für die Antwort.
Wie seid ihr denn mit euren gegenseitigen Verletzungen umgegangen, wie konntet ihr dennoch wieder zusammen finden, obwohl ihr doch schon ein Stück weit auseinander ward?
Lag das am stets vorhandenen Respekt oder waren eure Verletzungen nicht so stark und tief, sodass sie auch ohne eine Trennung heilen konnten?
Ich glaube ja inzwischen, dass wir oftmals viel zu leichtsinnig und unachtsam mit dem/der Partner/in umgehen und dabei Verletzungen in Kauf nehmen, die sich im Laufe der Zeit so kumulieren, dass die Beziehung in eine gefährliche Schieflage gerät ohne dass wir das in der vollen Auswirkung überhaupt wahrnehmen.
Schön, dass ihr wieder zueinander gefunden habt und auch erkennt, was ihr aneinander habt.
lg jaws


), ist die Tatsache, dass jemand mit relativ "hoher" Sexualfrequenz in eine Ecke geschoben und mit Worten "bedacht" wird, die m.E. unter die Gürtellinie gehen.
Mein Tipp seinerzeit (und wirklich ehrlich gemeint): Such Dir möglichst eine Nymphomanin. Denn auch diese Menschen müssen ja irgendwo hin mit ihren Bedürfnissen/Gefühlen.
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