Beziehung ist nun mal Veränderung. Es gibt unterschiedliche Lebensphasen, ganz nebenbei altert man auch, es gibt unterschiedliche Interessen und Tiefen/Facetten der Liebe die im Vordergrund stehen.
Ohne eine Schuld genauer zu hinterfragen, würde ich immer sagen, dass eine Beziehung vorbei ist, wenn einer die Klärung der Situation verweigert und nicht an einer Lösung mitarbeitet. Dazu muss man nicht erst 50 oder 60 werden, um das zu begreifen.
Ich habe den Sex mit meinem Ex in der Beziehung sofort eingestellt als ich dahinter kam, wie umtriebig er ist. Da war aus reinem Selbstschutz und gesundheitlichen Gründen sofort Schluss und auch innerlich war es vorbei. Es kann also auch große Gründe geben, weshalb der andere nicht mehr will genauso wie viele kleine. Die können mit einem zusammenhängen oder mit der Vergangenheit, die viele erst in dem Alter bereit sind anzuschauen. Mein Ex hat ebenfalls nicht geredet, obwohl es nach Einstellung von sexuellen Gründen einen Grund gegeben hätte, dazu war ich kaum noch anwesend wenn er zu Hause war.
Sich selbst aber nur als Opfer zu sehen, wird kaum zu einer Lösung führen. Was ist, wenn das Gegenüber echte Gründe hat, die gegen Sex sprechen und sich im Gespräch nur mit dem Verlangen des Gegenübers auseinandersetzen darf? Manche angeblichen Klärungen sind für mich nebenbei bemerkt keine wirklichen Gespräche. Meinen Ex würde ich heute in seinem ganzen Gesprächsverhalten gar nicht mehr ernst nehmen.
Und mit Sicherheit passiert es anderen Paaren genauso, dass das sexuelle Verlangen nachlässt. Jedes Paar geht anders damit um, auch mit Trennungen. Das kann eben passieren. Wie gesagt, das Alter zwischen 50 und 60 ist nicht zu unterschätzen. Da verändert sich viel im Leben, es findet Neuausrichtung statt und die muss nicht immer in Richtung einer total nahen Partnerschaft gehen. Ich kann mir ebenfalls vorstellen, dass sehr bedürftige Partner es zunehmend schwer haben, da der Anteil an möglichen Partnern, der sich um solche kümmern möchte mit Sicherheit in dem Alter abnimmt. Aber man weiß es nie. Der Mann meiner verstorbenen Freundin, sehr gut aussehend übrigens ist mit über 70 nochmals aber sowas von glücklich geworden und die trinken mit Sicherheit nicht nur Kaffee und essen Kuchen.
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Thema: Sex im Alter (55+/60+)
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19.07.2021, 06:19Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Geändert von Inaktiver User (19.07.2021 um 06:24 Uhr)
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19.07.2021, 07:53
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Zunächst einmal eine wechselseitige "Leihgabe" auf ..... Zeit.

Welche "Tiefen" sich zwischen den Beteiligten einstellen, dürfte individuell sein, wobei diese allerdings zeigen werden, wie gut oder auch schlecht mit Umwuchtungen umgegangen und sie zu einem für beide tragfähigen Ergebnis geführt werden.
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19.07.2021, 08:07Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Manchmal liegt es aber nicht mehr am Bemühen, manches passt einfach nicht. Das ist das Risiko einer nahen Beziehung, dass man sich doch klarer sieht. In Fernbeziehungen oder mit getrennten Wohnungen fällt manches doch viel weniger auf und damit ins Gewicht. Da freut man sich vielleicht auch eher den anderen zu sehen, weil Sehnsucht entstehen kann.
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19.07.2021, 08:14
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Da müsste man die Paare befragen, die es ohne großes "Bemühen" geschafft haben und vermutlich den Kopp schütteln über die "Probleme", die manches Paar so umtreibt.

Ich denke, es spielen eine Menge Faktoren eine Rolle, Beziehung - ob nun nah oder fern - leben zu wollen. Ob die Faktoren dann stets kompatibel sind, zeigt der Echtbetrieb.
Und ja, natürlich, werden auch nur für eine/n ihm/ihr wichtige Faktoren missachtet, muss der geordnete Rückzug angetreten werden.
Man ist sich wechselseitig kein Eigentum und muss ausharren, wenn's nun wirklich an die Substanz geht.
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19.07.2021, 08:18Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Ich denke nicht, dass darüber jemand den Kopf schütteln braucht, da ja nicht mal gesagt ist, dass sie ihre eigenen Probleme erkennen und sich weiterentwickeln geschweige denn die der anderen richtig erfassen können. Vielleicht würden ja auch manche echt nicht, wie solch ein beispielhaftes Paar zusammenleben wollen?
Es kann auch so einfach passieren, dass Liebe und erotische Anziehung verschwinden, selbst unter eigentlich guten Bedingungen. Es bringt gar nichts, sich dann als sexloses Opfer zu sehen, dass vom anderen ignoriert wird. Meist ist das eine sehr oberflächliche Problemwahrnehmung.
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19.07.2021, 08:26
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19.07.2021, 09:28Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Meine Güte,
er hat doch keine tödliche Krankheit.
Ich finde, Ellas Beitrag ist der Einzige der mal auf was Wichtiges eingeht.
Nämlich auf Erotik.
Mir ist trotz Liebe damals die Lust auf meinen Partner vergangen.
Mir hatte auch die Liebe seinerseits gefehlt.
Ein Mensch wird in meinen Augen nicht per se langweilig.
Also ne grundsätzliche Entwicklung muss das nicht sein.
Sex ohne Liebe und Erotik in einer Partnerschaft finde ich einfach nur traurig.
Da fehlt mir das innerliche Berühren.
Sex im Alter ist für mich grundsätzlich möglich, und auch erstrebenswert.
Aber, eben nicht immer möglich.
Was machen denn Paare denen das nicht möglich ist weil einer der Beiden es aus körperlichen Gründen nicht mehr ausüben kann?
Für mich müsste sich der Sex mit zunehmendem Alter vertiefen, eine andere Dimension annehmen.
Genau so wie es ja bei Langzeitpaaren zutrifft die noch glücklich miteinander sind.
Erotik wäre bei mir : Begehren - das ändert sich ganz bestimmt mit der Zeit.
Wenn es denn aber weg ist - oder nur die G...ist - hätte ich keine Lust mehr.
Eigentlich ist dann alles noch besser als in jungen Jahren. Viel intensiver und vor allem lustvoller.
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19.07.2021, 09:53Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Zitat gekürzt
Genau, eine Trennung mit 60 würde ich auch nicht als so dramatisch ansehen. Klar hat man sich vieles anders vorgestellt, aber es ist auch genügend Lebenserfahrung vorhanden, dass man selbst weiß, wann es eben nicht mehr passt miteinander und dass dann besser jeder seiner Wege geht.
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19.07.2021, 10:30Inaktiver User
AW: Sex im Alter (55+/60+)
Wir sind fast 10 Jahre zusammen und wenn eine Trennung stattfinden sollte, würde ich mich danach nicht mehr auf die Suche begeben. sondern ein Singledasein frönen, ähnlich dem von @luciernago.
Das Gespräch mit meiner Schwester (weibliche Sicht) hat mir jedenfalls weiter geholfen, ich werde keine vorschnellen Entscheidungen treffen, sondern abwarten, was sich da in mir selbst so entwickelt, auch wenn ich augenblicklich da noch keinen roten Faden sehe.
Zwei Stunden Radfahren gestern nachmittag mit den Genuss einiger schöner Blicke in unser Mittelgebirge taten mir sehr gut, ich werde das intensivieren und mich auch an kleinen "Naturerlebnissen" erfreuen (der prächtige Rotmilan und drei Graureiher waren ein toller Anblick).
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19.07.2021, 10:43
AW: Sex im Alter (55+/60+)
10 Jahre ist schon mal ne Hausnummer und ich denke, Dir gehen diese Jahre jetzt so durch den Kopf. Dauert ein Weilchen, bis die Gedanken geordnet sind.
Ein Singleleben muss nicht per se das schlechtere Leben sein, sondern eröffnet wiederum neue Perspektiven.
Ich finde es jedenfalls gut, dass Du ein doch sehr abwägender Mensch zu sein scheinst und nicht gleich alles in die Tonne trittst.
Parallelen scheint es zu Deinem 1. Versuch anscheinend nicht zu geben, sonst wüsstest Du ja, was zu tun ist und zwar pronto. Mir ist nämlich so, Dich sinngemäß einmal gelesen zu haben, dass Du beim nächsten Mal nicht soooo lange ausharren, sondern viel eher handeln würdest?
Interessieren würde mich, ob Eure Gespräche vernünftig verlaufen sind. Auch hier denke ich an ein Post von Dir, wie es einem (er-)geht, als ...... bezeichnet zu werden (also sehr negativ). War das bei der 1. Ehe oder jetzt?
Dir weiterhin alles Gute.



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