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  1. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Daraus jedoch abzuleiten, eine Opferaussage würde ausreichen, halte ich für fatal. Das wird es definitiv nicht.
    Natürlich tut es das. Ich war als Schoeffin an mehreren Vergewaltigungsprozessen beteiligt, und es gab durchaus Verurteilungen ohne Zeugen und Sachbeweise, allein aufgrund der Aussage der Opfer.


  2. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Es gibt Indizienprozesse und Prozesse, wo die Fakten eine eindeutige Sachlage aufzeigen. Auf hoher See und vor Gericht ist jeder in Gottes Hand - entweder ist man als Opfer glaubwürdig - oder nicht. Dementsprechend wird dann das Urteil gefällt, um Gerechtigkeit walten zu lassen....

    Je mehr Beweise und Indizien für eine Vergewaltigung sprechen, umso eher wird der Täter dafür auch verurteilt. Eine Garantie für eine Anklage samt Verurteilung gibt es nicht. Wie bereits erwähnt könnte das Gericht auch zur Auffassung kommen, dass der Vorwurf der Vergewaltigung ein Racheakt wäre. Dann könnte der Ruf der TE erheblichen Schaden nehmen. Denn jemanden zu Unrecht einer Straftat zu bezichtigen, zieht eine Strafe nach sich...

    Für die innere Heilung dagegen braucht es mehr als eine Verurteilung. Deswegen kann eine Beratung von Fachleuten helfen, ich hier als Laie im Forum nicht.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
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  3. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Warum sollte sie das auch wieder stoppen wollen?
    Sie erzählt nicht, sie sei vergewaltigt worden, sie wurde es.
    Sie hat also jedes Recht, das anzuzeigen egal, wann.
    Ob es zur Anklage kommt, bleibt dahin gestellt - ich glaube nicht, höchstwahrscheinlich wird die Sache bereits vorher eingestellt, da keine wirklichen Beweise mehr vorgelegt werden können und daher Aussage gegen Aussage stünde.
    Beratungsstelle ist sicher ein guter Rat, dort kann man der TE sicher mehr dazu sagen.
    Hier irrst du dich. Aus strafrechtlicher Sicht, und das ist bei einer Anzeige die einzig maßgebliche, ist das eine Aussage. Ob sie wahr ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

    Was bringt es einem Opfer, wenn es sich langen Befragungen stellen muss und die Sache am Ende mit einer Einstellung des Verfahrens endet?

    Womöglich noch mit einer Klage des mutmaßlichen Vergewaltigers, der sie wegen der Beschädigung seines Rufes belangt?

    In Bezug auf die Beratungsstelle bin ich absolut deiner Meinung. Das ist ein guter Vorschlag.


  4. Registriert seit
    28.03.2018
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen

    Für die TE kann das eine zusätzliche starke Belastung sein, der sie u. U. nicht gewachsen ist.

    Daher gilt es im Vorfeld abzuwägen ob die Strafverfolgung für sie persönlich sinnvoll ist oder nicht.
    Das sehe ich auch so.


  5. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Ihr Lieben, gesammelt möchte ich mich erst einmal von Herzen für all die Kommentare bedanken – für die Umarmungen, den Trost, das Mutmachen, die Hinweise, sich von der Polizei direkt beraten zu lassen (wusste gar nicht, dass das geht; ich kannte nur die Beratungsstellen für Frauen) das hilft und bedeutet mir mehr als ich vermutet hätte. Das rührt mich buchstäblich zu Tränen. DANKE!

    Und auch ein großes Danke für die kritischen Worte, auch die sind verständlich und legitim und zeigen mir auf, dass ich in mancherlei Hinsicht etwas naiv war. Zwar war mir klar, dass eine Beweisführung ohne den Nachweis entsprechender körperlicher Zeichnung, was nun mal nur unmittelbar danach möglich ist, (euphemistisch ausgedrückt) schwierig ist und es nur in einem Bruchteil der Fälle zu einer Verurteilung kommt. Aber mir war nicht bewusst, wie wenig Bedeutung den vorhandenen Textnachrichten offenbar zukommt. Hier hätte ich ganz naiv gedacht, dass die Polizei schon Mittel und Wege hat, die Echtheit solcher Nachrichten zweifelsfrei festzustellen – und es somit nicht „nur“ eine Aussage-gegen-Aussage-Situation wäre.
    Und auch wie problematisch (oder auch: unglaubwürdig) die gesamte Problemkonstellation für einige ist, hat mich überrascht. Da ich es erlebt habe, sind für mich die Glaubwürdigkeit nicht in Frage gestellt und das eigene Erleben völlig natürlich und „folgerichtig“. Eure Kommentare haben mir gezeigt, dass für Außenstehende offenbar manches Fragen aufwirft. Also auch hierfür DANKE.

    Ich versuche nun noch, auf eure spezifischen Fragen einzugehen…
    Zitat Zitat von Beachnoodle Beitrag anzeigen
    Kleiner Donnerstag,
    Nein, Ich finde es nicht „normal“ wenn einer zuviel trinkt. Egal wann und warum.
    DU hast ihn von der Brücke geholt, heißt er hat einen ernstzunehmenden Suizidversuch unternommen? War er danach auch in einer Therapie?
    Ob der Versuch ernst gemeint war, ist immer schwer zu beurteilen. Meiner subjektiven Einschätzung nach schon. Eine Behandlung hat er jedoch immer abgelehnt. Ihn gegen seinen Willen zum psychiatrischen Notdienst zu bringen, habe ich nach dem „Brückenszenario“ für wenig sinnvoll erachtet.

    Zitat Zitat von Beachnoodle Beitrag anzeigen
    D.h. Im Ende es doch muss ihre Version Überzeugender sein.
    Er könnte es schliesslich genauso plausibel darstellen. Gerade dass sich „Durchringen“ und „Über sich Ergehen lassen“, was Sie ihm zuliebe ja getan hat, sogar nach der Tat wieder. Obwohl Sie sich getrennt hatte.
    Nach der Tat hat nur noch einmal der Versuch des GVs bestanden – was ich abgebrochen habe, weil es einfach nicht ging. Er hat das aus Schuldgefühlen akzeptiert. Es gab danach nie wieder Intimität in dieser Hinsicht.

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Vor Gericht müsstest du jemanden wie mich davon überzeugen, dass du vergewaltigt worden bist.
    Nach allem, was du geschrieben hast, wäre ich davon nicht überzeugt. Zu viele deiner Ausführungen widersprechen sich - z.B. bist du in der Beziehung geblieben, obwohl du dich von ihm massiv verletzt gefühlt hast. Auch dein Hintergrund, dass du Psychologin bist und gleichzeitig deine innere Zerrissenheit zeigst, wirft Frage auf. Wie kannst du anderen Menschen helfen, wenn du dir selbst nicht helfen kannst oder helfen lassen kannst? Das würdest du anders herum nämlich auch fragen.
    Ich bin Psychologin, keine Psychotherapeutin. Heißt, ich habe Psychologie studiert, hatte auch u. a. den Schwerpunkt in klinischer Psychologie, sodass ich mit Störungsbildern und Therapieformen vertraut bin, aber habe keine Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin gemacht und behandle keine Patienten. Ich habe in meinem Beruf nichts mit psychischen Erkrankungen zu tun.

    Was die vermeintliche Widersprüchlichkeit angeht, so kann ich hierauf nicht viel sagen. Wie schon Cara123 geantwortet, habe ich versucht, manche Dinge zu akzeptieren, um ihn nicht zu verlieren. Das Gleiche habe ich auch bei der Vergewaltigung versucht. Dass das wenig verständlich ist, kann ich absolut nachvollziehen. Eine rationale Erklärung kann ich dafür auch nicht geben. Wie gesagt, ich habe früher die Frauen belächelt, die sich von ihren Männern verprügeln und missbrauchen lassen, aber diese dennoch lieben, verteidigen, sich alles schönreden à la „Der meint das gar nicht so, der liebt mich wirklich“. Bis ich selbst so war. Ich habe diesen Mann trotz allem geliebt, trotz Lug, Betrug und eben jener einer Nacht. Tue es auch immer noch und denke oft, dass ich ihn doch beschützen muss. Mir ist objektiv klar, dass das völlig irre ist, kann aber dennoch nicht aufhören, so zu fühlen. Wäre nicht ich die Betroffene, sondern würde die Geschichte nur hören, würde ich sicher denken „Sag mal, wie dämlich ist diese Tussi eigentlich?! Wie kann man so jemanden lieben, wenn man nicht völlig grenzdebil ist?!“. Traurigerweise funktioniert das dysfunktionale menschliche Gehirn anders und Logik und Rationalität werden offenbar bei der Verarbeitung persönlicher Erlebnisse am Eingang abgegeben. Ich kann ihnen aus der Ferne zuwinken, aber sie nicht mehr anziehen.

    Ich werde mir alles noch einmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, sowohl Frauenberatung als auch polizeiliche Beratung in Anspruch nehmen.

    Noch einmal DANKE an alle. Ich hätte nicht gedacht, dass gerade an Weihnachten, wenn jeder mit sich selbst oder auch einfach der Familie zu tun hat, so viele Rückmeldungen kommen. Ich danke euch von Herzen.


  6. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von _vorbei Beitrag anzeigen
    Natürlich tut es das. Ich war als Schoeffin an mehreren Vergewaltigungsprozessen beteiligt, und es gab durchaus Verurteilungen ohne Zeugen und Sachbeweise, allein aufgrund der Aussage der Opfer.
    Das halte ich für ein Gerücht.

    Das reicht definitiv nicht. Dazu braucht es mehr.

    Die Opferaussage ist natürlich ein Beweis. Aber für eine Verurteilung sind weitere Tatsachen nötig, die diese Aussage stützen.


  7. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Kleiner_Donnerstag Beitrag anzeigen
    Mir ist objektiv klar, dass das völlig irre ist, kann aber dennoch nicht aufhören, so zu fühlen... Traurigerweise funktioniert das dysfunktionale menschliche Gehirn anders und Logik und Rationalität werden offenbar bei der Verarbeitung persönlicher Erlebnisse am Eingang abgegeben. Ich kann ihnen aus der Ferne zuwinken, aber sie nicht mehr anziehen..
    Das habe ich nachvollziehen können. Es ist schwer, ein irrationales Verhalten "normalen Menschen" näher bringen zu wollen, weil diese das meistens nicht verstehen können.
    Aber - du kannst aus diesem irrationalen Verhalten aussteigen und zurück zu normalen Sichtweisen finden. Die Programmierung geht nicht nur in eine Richtung (gestört), sondern auch andersherum (normal bzw. nicht gestört). Das kostet Zeit und Kraft und geht leichter, wenn du dir Hilfe holst. Du muss das aber auch wollen. Sonst geht das nicht.

    Schlaf nochmals drüber und such die Beratungsstelle auf. Dann siehst du klarer für dich.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
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  8. Avatar von fritzi72
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Das halte ich für ein Gerücht.

    Das reicht definitiv nicht. Dazu braucht es mehr.

    Die Opferaussage ist natürlich ein Beweis. Aber für eine Verurteilung sind weitere Tatsachen nötig, die diese Aussage stützen.
    Das ist kein Gerücht und eine Aussage allein kann zur Verurteilung reichen, bei Vergewaltigungen sind in der Regel nicht mehr als zwei Personen anwesend.

    Kleiner Donnerstag, es gibt Gründe für und Gründe gegen eine Anzeige und die Entscheidung ist sehr individuell.
    Ich will Dir keinen Ratschlag in die eine oder andere Richtung geben, aber Dir aufzeigen, wie das Verfahren nach der Anzeigeerstattung abläuft, so dass Du das in Deine Entscheidung einbeziehen kannst:

    Nach der Anzeigeerstattung wirst Du zunächst von der Polizei ausführlich vernommen, dann werden wahrscheinlich weitere Ermittlungen geführt (Auswertung des SMS-Verkehr, Anhörung der Zeugen vom Hörensagen, also hier Deiner Familie und möglicher weiterer Personen, denen Du von der Tat berichtet hast).
    Am Schluss wird der Beschuldigte, also Dein Ex zur Sache gehört, wobei er keine Angaben machen muss. Es kann sein, dass er Angaben macht, die Tat bestreitet oder möglicherweise auch einräumt (ist unwahrscheinlich, aber auch das passiert) oder nichts sagt.

    Dann werden die Akten der Staatsanwaltschaft vorgelegt, die entscheidet, ob sie aufgrund der Beweislage (und Deine Aussage ist ein Beweismittel, Du selbst musst nichts beweisen!) davon ausgeht, ob eine Verurteilung überwiegend wahrscheinlich ist und sie dann Anklage erhebt oder ob das Verfahren eingestellt wird.
    Eine Prognose ist schwer zu treffen, es kommt hier darauf an, was der Ex möglicherweise genau sagt, wie plausibel der Staatsanwalt Deine Aussage bewertet und ob er sie durch objektive Umstände (die Sms, die Angaben der sonstigen Zeugen) bestätigt sieht. Möglicherweise wird er auch Deine nochmalige Vernehmung anordnen, weil es für die Bewertung der Glaubhaftigkeit Deiner Angaben auch auf die Konstanz der Schilderung ankommt oder sich aufgrund der sonstigen Ermittlungsergebnisse Rückfragen ergeben.

    Hält der Staatsanwalt eine Verurteilung nicht für überwiegend wahrscheinlich, stellt er das Verfahren ein. Dagegen könntest Du Dich beschweren, dann wird diese Entscheidung überpfrüft.
    Entscheidet er sich, Anklage zu erheben, geht das Verfahren zu Gericht und wenn das Gericht nach Aktenlage die Einschätzung der Staatsanwaltschaft teilt, wird es die Anklage zulassen und es kommt in der Folge zur Hauptverhandlung.
    In der muss der Angeklagte anwesend sein und Du wirst, es sei denn er gesteht die Tat, als Zeugin gehört. Dann bildet sich das Gericht eine Meinung, ob es ohne „vernünftige Zweifel“ von der Schuld des Angeklagten überzeugt ist.
    Ambivalentes Opferverhalten dürfte den meisten Richtern wie Staatsanwälten bekannt sein, so dass dies einer Verurteilung nicht entgegensteht, genauso wie Anzeigeerstattung mit zeitlichem Abstand zur Tat. Letztlich sind das alles Puzzle-Stücke, die jeder Richter und Staatsanwalt zu einem Gesamtbild zusammensetzt und im Voraus zu prognostizieren, wie der jeweilige Entscheidende das tut, ist unmöglich.

    Was weiter für Dich wichtig ist: Dir kann bereits zu Beginn des Ermittlungsverfahrens ein Anwalt beigeordnet (auf Staatskosten) werden, der Dich im Verlauf des gesamten Verfahrens, egal, wie es an den einzelnen Knackpunkten weitergeht, unterstüzten kann und für die Wahrung Deiner Rechte sorgen kann.
    Deshalb kann ich Dir zumindest den einen Rat geben bzw den schon gegebenen Rat unterschreiben: wende Dich an eine Opferschutzorganisation, die Dir einen solchen Anwalt vermitteln kann oder suche Dir selbst einen Anwalt und lass Dich beraten.

    Alles Gute für Dich, egal, wie Du Dich entscheidest und lass Dich durch die landläufigen Sichtweisen („aber warum hast Du....?? „wenn mir sowas passiert wäre, würde ich doch nicht....“, „Du kannst nichts beweisen...“ „Aussage steht gegen Aussage...“) nicht ins Bockshorn jagen!.
    Wenn mich die weltpolitische Lage deprimiert, denke ich an die Ankunftshalle in Heathrow. Es wird immer behauptet, wir leben in einer Welt von Hass und Habgier, aber das stimmt nicht. Mir scheint wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie weder besonders glanzvoll noch spektakulär, aber sie ist da. Väter&Söhne, Mütter&Töchter, Ehepaare, Verliebte, alte Freunde.
    Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist

    Intro "Tatsächlich Liebe"

  9. Avatar von Mambi
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Hier irrst du dich. Aus strafrechtlicher Sicht, und das ist bei einer Anzeige die einzig maßgebliche, ist das eine Aussage.
    Habe ich nicht bestritten.
    Aber zur Anklage vor dem Richter gelang eine Sache nur, wenn eine "für eine Verurteilung hinreichende Sicherheit" an seiner Schuld besteht.
    Und das wird im Vorwege von den Ermittlungsbehörden geprüft.
    Ist das nicht der Fall, wird das Verfahren bereits durch diese von Amts wegen eingestellt.
    Ob ihre Aussage und die Beweise, die sie hat, möglicherweise ausreichend wären, kann eine Beratungsstelle oder ein Fachanwalt für sie bewerten, und damit auch sagen, ob ihre Anzeige sinnvoll wäre oder eher nicht.

    Und, btw, @Wolfgang... Von der Arbeit einer Ermittlungsbehörden habe ich mit ziemlicher Sicherheit mehr Ahnung als Du...


  10. Registriert seit
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    AW: Vergewaltigung durch den (Ex-)Partner: Anzeigen oder nicht?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Habe ich nicht bestritten.
    Aber zur Anklage vor dem Richter gelang eine Sache nur, wenn eine "für eine Verurteilung hinreichende Sicherheit" an seiner Schuld besteht.
    Und das wird im Vorwege von den Ermittlungsbehörden geprüft.
    Ist das nicht der Fall, wird das Verfahren bereits durch diese von Amts wegen eingestellt.
    Ob ihre Aussage und die Beweise, die sie hat, möglicherweise ausreichend wären, kann eine Beratungsstelle oder ein Fachanwalt für sie bewerten, und damit auch sagen, ob ihre Anzeige sinnvoll wäre oder eher nicht.

    Und, btw, @Wolfgang... Von der Arbeit einer Ermittlungsbehörden habe ich mit ziemlicher Sicherheit mehr Ahnung als Du...
    Dann weisst du auch, dass Vergewaltigung ein Offizialdelikt und damit die Polizei zur Beratung eine schlechte Idee ist.

    Geht sie zur Polizei und berichtet, sie sei vergewaltigt worden, wird damit die ganze Ermittlungsmaschinerie in Ganz gesetzt, die sie nicht mehr stoppen kann.

    Dein Verweis auf Beratungsstelle und einen Fachanwalt, halte ich ebenfalls für eine sehr gute Herangehensweise.

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