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  1. Registriert seit
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    Sexuell gehemmt

    Ich bin sicher, ich habe mich durch sämtliche Threads der letzten 15 Jahre, verschiedener Foren gewühlt, aber jede Geschichte ist individuell und so habe ich mich durchgerungen meine persönliche Situation zu schildern, in der Hoffnung, dass ich mir aus euren Antworten neue Denkanstöße oder gar Tipps herausziehen kann. Allerdings könnte es etwas länger werden.


    Ich, weiblich bin Mitte 40 und war bis 2015 in einer 16 Jahre dauernden Beziehung, lange auch verheiratet. Vor der Beziehung zu meinem Mann, war ich 2 Jahre lang in einem On/Off Ding gefangen, welches er schließlich beendete, ganz vergessen habe ich ihn nie. Es ging damals hauptsächlich um Sex, den ich zwar genoss, in dem ich aber keine wirkliche Befriedigung fand. Meinen ersten Orgasmus hatte ich mit meinem Mann. Von Beginn an und auch schon vor mir hatte dieser jedoch eine sehr schwach ausgeprägte Libido. Viel Sex hatten wir nie und vor der Trennung lief 2,5 Jahre gar nichts mehr. Der Sex den wir hatten war nicht außergewöhnlich, aber ich hatte keine Hemmungen, insbesondere auch was Oralverkehr anging. Ich machte mir keinen Kopf, sondern machte einfach.


    Grund für die Trennung war unser Auseinanderleben. Wir waren wie Bruder und Schwester, was natürlich durch das nicht vorhandene Sexleben begünstigt wurde. Endgültiger Auslöser für die Trennung war dann sein Vorgänger, mit dem ich seitdem eine Beziehung führe, wenn auch in einer sehr eigenwilligen Form. Im Gegensatz zu damals haben wir viele Gemeinsamkeiten,wie Humor, Musik und Filmgeschmack. Auch anders als damals, wiege ich heute 20 KG mehr und war absolut erstaunt, dass ihm das nichts auszumachen schien. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er mich begehrenswert und hübsch findet. Ich möchte jedoch auch nichts beschönigen. 2015/2016 bis März waren es nur gelegentliche Treffen. Dann 4 Monate Funkstille, dann 3 Monate sehr seltene Treffen. Ab da kamen auch bei ihm Gefühle ins Spiel, so dass wir uns seit November 2016 regelmäßig jedes Wochenende sehen. Seit Sommer 2017 mit dem gegenseitigen Anspruch, dass wir monogam leben. Inzwuschen auch mit verbalen Zuneigungsbekundungen. Er braucht viel Freiraum und hat Bindungsprobleme, dennoch machen wir Minischritte nach vorn. Ein, zweimal im Jahr bricht er jedoch auch komplett aus und trennt sich, für ein, zwei Wochen, aber auch diese Phasen werden immer seltener. Es gibt gemeinsame Unternehmungen, Kurztrips, auch überlegen wir einen gemeinsamen Urlaub. Die meiste Zeit verbringen wir jedoch zu zweit. Neben unserem Beziehungsstatus, der immer weniger problematisch ist, haben wir eine zweite Baustelle, den Sex.


    Unser Sexleben ist grundsätzlich sehr gut, wir haben Lust auf und aneinander. Es könnte jedoch wahrlich grandios sein, wenn ich nicht so gehemmt wäre. Zwar kann ich mich fallen lassen, das ist kein Problem.Ich mache mir auch keine Gedanken, ob er mich wirklich so leiden mag, wie ich bin, obwohl er mich in schlank kennen gelernt hat und er deutlich attraktiver ist als ich. Es geht vielmehr um Mut initiativ zu sein.

    Das beste Beispiel ist, dass ich nicht in der Lage bin die Initiative zum Fellatio zu übernehmen. Er hat 3 Jahre gewartet, bis er mich das erste Mal darum bat und ich hatte das Gefühl ich stelle mich an wie der erste Mensch. Ich hatte und habe Angst alles verkehrt zu bachen, was total bekloppt ist, weil mein Mann mich nie daran zweifeln ließ meine Blowjobs zu genießen und auffordern musste er mich auch nicht. Ich hätte es demnach durchaus mit einem gesunden Selbstbewusstsein angehen können.* Dem ist aber nicht so.

    Vor kurzem bat er mich erneut liebevoll darum es mit dem Mund zu machen und er sagte sogar, dass es ihm gefiel (er ist eher die leise Fraktion), dennoch befürchte ich, dass ich mich beim nächsten Mal erneut nicht unaufgefordert traue...

    Auch ansonsten bin ich eher der mitmachende Part, ich habe kein Problem den Sex zu initiieren, lasse mich aber gern führen, was nicht heißt, dass ich mich nicht gern bewege oder mich gegen Neues wehre.


    Was soll denn der Mist? Wo kommt das her und wie werde ich das wieder los? Ich bin ratlos...

  2. Avatar von Pola
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    AW: Sexuell gehemmt

    Zitat Zitat von Fine75 Beitrag anzeigen
    . Er hat 3 Jahre gewartet, bis er mich das erste Mal darum bat und ich hatte das Gefühl ich stelle mich an wie der erste Mensch.
    Kann es nicht sein, dass er eigentlich der Verklemmte ist (wenn man das so nennen will)? Wieso hat er drei Jahre gewartet, wieso hat er Dir nicht vorher gesagt oder gezeigt, was er will?

    Ich kenne das tatsächlich auch als eine Art Wechselwirkung - ist der Partner offen, bin ich es auch , ist er verklemmt, trau ich mich auch viel weniger.

    Wer hier allerdings sprichwörtlich die Henne und wer das Ei ist, lässt sich nicht so genau sagen. Da es bei Deinem Mann anders war, liegt aber doch der Verdacht nahe, dass der neue Mann zumindest einen hohen Anteil an der Situation hat.

    Hattest du denn nie das Verlangen, ihn überall zu küssen? Es fällt mir ein bisschen schwer, mir vorzustellen, dass es da zu keinem Automatismus kommt, wenn vorher ja eine gewisse Gewöhnung an die „Tätigkeit“ ;-) da war.


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    AW: Sexuell gehemmt

    Naja, dazwischen hatte ich ja 2,5 Jahre gar kein Sexleben und als wir noch aktiv waren, war eher immer ich die treibendere Kraft. Mein Mann hat nie irgendein Bedürfnis geäußert, der war immer mit dem zufrieden was war.

    Ich habe durchaus das Bedürfnis ihn überall zu küssen, aber da beginnt schon das Kopfproblem...ich traue mich schlichtweg nicht.
    Verklemmt ist mein Partner nicht. Wenn wir neue Sachen ausprobieren geht es von ihm aus. Er hat glaube ich nur sehr geduldig darauf gewartet, dass ich hinsichtlich Overkehr von allein tätig werde...

  4. Avatar von Pola
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    AW: Sexuell gehemmt

    Kannst du denn umschreiben, wovor Du Angst hast, wenn Du Dich nicht traust? Dass Du es nicht gut machst? Nicht gut genug? Oder ist es etwas anderes?

    Nachdem er ja Angst vor Bindungen hat und trotzdem regelmäßig mit Dir Sex ha(te), kannst du doch eigentlich davon ausgehen, dass er es toll findet, oder?

    Ich glaube, abgesehen davon, dass man manches einfach TUN muss (wenn es nur eine Art Angst ist und nicht etwa Widerwillen). Den Blowjob hätten wir ja jetzt schon im Repertoire - dann könntest du dir als nächstes ein neues Ziel überlegen? Und vergiss einfach das Adjektiv verklemmt - du bist vielleicht ein wenig aus der Übung, musst dich noch anpassen an die neue Situation, aber die Voraussetzungen klingen doch alle nicht so schlecht!


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    AW: Sexuell gehemmt

    Naja, nach 3,5 Jahren denke ich schon an meinen Sexpartner gewöhnt zu sein und ich bin sicher, dass er Spaß mit mir hat. Wir verbringen ganze Sonntage bis zum frühen Nachmittag im Bett, um unseren Clinch im Zweifel auf dem Sofa fortzusetzen. Deswegen sind diese Hemmungen ja so überflüssig. Allerdings ist das auch so ein Punkt. Statt mich über seine Ausdauer zu freuen, will ein kleiner Teufel mir einreden, dass er nur deshalb immer wieder zu einer weiteren Rinde ansetzt, weil er nicht zufrieden war.
    Widerwillen ist es definitiv nicht es geht tatsächlich in die Richtung es nicht gut (genug) zu machen, komisch oder unbeholfen auszusehen. Und ich glaube auch, dass es ein kleines Problem mit dem Timing gibt. Immer wenn ich denke JETZT machst du es einfach, setzt er zum eigentlichen GV an. Sprich nicht müsste ihn aktiv umdenken und das auf die Gefahr hin, dass es scheiße für ihn wird. Ich weiß, dass ich ganz bald, an besten bereits an diesem Wochenende den Kreis durchbrechen sollte und der Drops wäre gelutscht, je näher das Wuedersehen rückt, desto nervöser werde ich...
    Geändert von Fine75 (06.06.2019 um 23:16 Uhr)

  6. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Sexuell gehemmt

    Zitat Zitat von Fine75 Beitrag anzeigen
    ....... will ein kleiner Teufel mir einreden, dass er nur deshalb immer wieder zu einer weiteren Runde ansetzt, weil er nicht zufrieden war.
    So ein Quatsch. Wenn man etwas nicht mag, will man auch keine zweite Runde, so einfach ist das.

    "Weil ER nicht zufrieden war" ..... bist du denn zufrieden, so ganz ehrlich? Ist er ein toller Lover, der sich wunderbar um dich kümmert?

    Zitat Zitat von Fine75 Beitrag anzeigen
    es geht tatsächlich in die Richtung es nicht gut (genug) zu machen, komisch oder unbeholfen auszusehen.
    Schnucki, beim Sex sehen wir ALLE komisch aus! wir machen sogar komische Geräusche manchmal!

    Vielleicht WILLST du ihm im Grunde keinen blasen? Weil du es nicht wirklich MAGST?
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    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
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    AW: Sexuell gehemmt

    @Rotweinliebhaberin.
    Ja, ich bin wirklich, wirklich zufrieden. Er ist sehr gut in dem was er macht. Vielleicht spielt auch das eine Rolle in meinem verqueren Kopf, dass ich denke er stellt sich geschickter an als ich
    Und nein, ich habe keine grundsätzliche Abneigung gegen das Blasen, nur damit es zu initiieren.

  8. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Sexuell gehemmt

    Zitat Zitat von Fine75 Beitrag anzeigen
    Vielleicht spielt auch das eine Rolle in meinem verqueren Kopf, dass ich denke er stellt sich geschickter an als ich
    Aber wenn ihr euch doch so gut kennt und so viel Spaß habt ... könnt ihr auch über euch lachen? Lachen übers Blödanstellen? Übers Sichblödvorkommen? Man kann die Unsicherheiten doch mit einbauen! (also ich kann das jetzt. Früher hätte ich da auch vielleicht Probleme gehabt .... oder in Beziehungen, die gerade erst starten ...)
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  9. Registriert seit
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    AW: Sexuell gehemmt

    Wir können sogar gemeinsam darüber lachen, wenn seine Erektion flöten geht, weil wir uns beim zusammenfügen zu dumm anstellen.
    Es geht durchaus nicht sterbensernst bei uns zu.
    Deswegen passen meine Hemmungen so gar nicht zu unserem Umgang...

  10. Avatar von Simpleness2
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    AW: Sexuell gehemmt

    Zitat Zitat von Fine75 Beitrag anzeigen
    Endgültiger Auslöser für die Trennung war dann sein Vorgänger, mit dem ich seitdem eine Beziehung führe, wenn auch in einer sehr eigenwilligen Form. Im Gegensatz zu damals haben wir viele Gemeinsamkeiten,wie Humor, Musik und Filmgeschmack. Auch anders als damals, wiege ich heute 20 KG mehr und war absolut erstaunt, dass ihm das nichts auszumachen schien. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er mich begehrenswert und hübsch findet. Ich möchte jedoch auch nichts beschönigen. 2015/2016 bis März waren es nur gelegentliche Treffen. Dann 4 Monate Funkstille, dann 3 Monate sehr seltene Treffen. Ab da kamen auch bei ihm Gefühle ins Spiel, so dass wir uns seit November 2016 regelmäßig jedes Wochenende sehen. Seit Sommer 2017 mit dem gegenseitigen Anspruch, dass wir monogam leben. Inzwuschen auch mit verbalen Zuneigungsbekundungen. Er braucht viel Freiraum und hat Bindungsprobleme, dennoch machen wir Minischritte nach vorn. Ein, zweimal im Jahr bricht er jedoch auch komplett aus und trennt sich, für ein, zwei Wochen, aber auch diese Phasen werden immer seltener. Es gibt gemeinsame Unternehmungen, Kurztrips, auch überlegen wir einen gemeinsamen Urlaub. Die meiste Zeit verbringen wir jedoch zu zweit. Neben unserem Beziehungsstatus, der immer weniger problematisch ist, haben wir eine zweite Baustelle, den Sex.
    Die Baustelle Sex scheint mir nur ein Symptom zu sein. Hauptsächlich geht es um den unklaren Beziehungsstatus, sein Bindungsproblem welches Dich grundsätzlich verunsichert und die Frage aufwirft - bin ich gut genug für ihn? Bleibt er bei mir? Das wirkt sich auch auf den Sex aus.

    Vielleicht solltest Du für Dich klären, ob Du das wirklich so willst und Dich fragen, was Du tatsächlich brauchst.
    Mich würde dieses Hin und Her über Jahre nerven. Warum hälst Du an ihm fest? Und warum machst Du Dich so "klein".?
    Geändert von Simpleness2 (07.06.2019 um 08:47 Uhr)

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