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  1. Registriert seit
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    AW: Sexuelle Frustration

    tun im Sinne "versuchen, zu verbessern" : ja. auf jeden Fall
    Im Sinne von Wunderheilung : Chance geringer.


    Ich würde bei einem "a) Problem" auf mehr Distanz setzen.
    Raus aus dem komfortablen Paar-Modus.
    Ich weiß, dass ich mit der Kur gegen den Strom schwimme, aber meiner Ansicht nach wird Begehren - gerade in guten und langjährigen Beziehungen, die so bissl zwischen Baumarkt und Kreuzfahrt dahin dümpeln - besonders durch Fremdheit und Distanz geweckt.

    Also nicht: mehr vom Gewohnten a la "Wellness-Wochenende mit Schmuse-Wanne und Champagner" (oder was die Pärchen-Industrie halt so an Mustern und Methoden vorschlägt)
    Nicht: Romantikerin und "mehr Zeit füreinander"

    Nee!
    lieber mal testen, ob "sie: Gorilla-Trekking in Uganda" und "er: allein daheim in Berlin bei lauen langen Sommernächten"
    nicht im Endeffekt ergiebiger für die gegenseitige Scharfheit wäre.

    These: Distanz, Fremdheit schafft wieder Interesse und Sehnsucht (so Glut unter Asche)
    Es wirkt fürs viehische Rückenmark einfach anregender, wenn Mann sich auch mal wieder denkt "was treibt die da jetzt grad in Afrika?"
    Und sie dann mal whatsappt und Begeisterung und Selbstständigkeit und Lebensfreude rüber schickt.
    und umgekehrt, sie unter dem einen Himmel denkt "was macht der jetzt in Mitte? und mit wem?"

    NICHT aus Eifersucht! Sondern weil man halt mal nicht daneben hockt und nach 20 Jahren eh schon immer 5 min vorher weiß, welche Pointe jetzt dann wieder kommt....

    Alaska, du hast Dr. Lector zitiert. Prägender Film!
    Der Hanni hat Recht. Man begehrt was man dauernd vor der Nase hat. Solange bis man es "hat".
    Dann ist es besser ab und zu wieder eigene Leben zu leben. Sonst wird das so symbiotisch, dass man sich selber nicht mehr so gut vom anderen auseinander fühlen kann. Und DAS ist der Tod des Sex. Sex lebt vom Unterschied.


  2. Registriert seit
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Für b) bräuchte man noch nicht mal die Fee.
    Achtung! Irrtum....
    Du kannst ohne Fee nicht wissen, was in der Hose deiner Holden Sache ist. Das weißt du nur in deiner.
    Daher die Fee.

  3. Avatar von Alaska
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Achtung! Irrtum....
    Du kannst ohne Fee nicht wissen, was in der Hose deiner Holden Sache ist. Das weißt du nur in deiner.
    Daher die Fee.
    Da hast Du natürlich recht.

    Und für Schnippschnapp wäre sie vielleicht verzichtbar, aber für den zweiten Teil "... und ihr lebt glücklich zusammen auch for e.a." hätte ich die Fee dann spätestens doch wieder gern an Bord.

    Spaß beiseite, aber auf b) wird es in den kommenden Jahren nach und nach doch eh hinauslaufen (mit ein wenig Glück, was den Teil 2 betrifft).
    "And it won't wait for me."
    (The Rolling Stones, Time Waits for No One)
    Geändert von Alaska (27.06.2019 um 19:48 Uhr)

  4. Avatar von Alaska
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    ... These: Distanz, Fremdheit schafft wieder Interesse und Sehnsucht (so Glut unter Asche)
    Es wirkt fürs viehische Rückenmark einfach anregender, wenn Mann sich auch mal wieder denkt "was treibt die da jetzt grad in Afrika?"
    Da bin ich ganz bei Dir.

    Sie könnte ruhig öfters mal ihre Freundin in Süddeutschland besuchen, oder so.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Alaska, du hast Dr. Lector zitiert. Prägender Film!
    Der Hanni hat Recht. Man begehrt was man dauernd vor der Nase hat. Solange bis man es "hat".
    Der Hanni war vor allem Kannibale und was immer er "hatte", er brauchte dann bald wieder Frischfleisch.
    "And it won't wait for me."
    (The Rolling Stones, Time Waits for No One)

  5. Avatar von Alaska
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    AW: Sexuelle Frustration

    Dazu noch:
    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich denke aber - mal von ganz außen betrachtet - du bist nicht "asexuell" oder sowas
    Das glaube ich übrigens auch nicht.

    Die Lust auf Sex ist ja im Grunde noch da, aber ich kann bzw. konnte es einfach nicht mehr zulassen:

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Es ist die körperliche Berührung, die mir unangenehm bis unerträglich geworden ist, und die zum Sex nun mal dazugehört.
    Und da glaube ich noch nicht so recht an das Credo hier, es müsste einfach nur "die Richtige" kommen oder das Begehren nach meiner Frau wieder entfacht werden, und dann sei das wie weggeblasen.
    "And it won't wait for me."
    (The Rolling Stones, Time Waits for No One)


  6. Registriert seit
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit "rantasten"?

    Sich von der Sexarbeiterin verwöhnen lassen?
    Sexualität hat viel mit Phantasie und deren Erfüllung zu tun, denke ich. Wenn nur die Phantasie gelebt wird, kommt früher oder später der Frust und es geht weiter abwärts mit dem Selbstbewusstsein.

    Also vielleicht mal eine interessante Frau daten und in den Arm nehmen oder auf einer Veranstaltung mit fremden Mädels flirten. So, dass Du erstmal Feedback bekommst und wieder sicher wirst im Umgang. So kannst Du gefahrlos nebenher abchecken, ob was geht und wenn sich was Ernstes ergibt, immer noch über Konsequenzen nachdenken.

    Betrügen wäre natürlich unfair und negativ. So weit würde ich nicht gehen. Vielleicht aktiviert Dich das ja auch in Bezug auf Deine Frau und Du wirst wieder scharf auf sie, wäre natürlich die beste Variante.

    Sexarbeiterin kann ich nicht empfehlen, ist für mich nichts. Vielleicht allenfalls als Impuls tauglich aber nicht meine Welt.

  7. Avatar von Alaska
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von whatson Beitrag anzeigen
    Also vielleicht mal eine interessante Frau daten und in den Arm nehmen ... Betrügen wäre natürlich unfair und negativ.
    Wenn ich von mir aus die Initiative ergreifen würde, eine Frau zu treffen und ihr dann möglichst auch körperlich nahe zu kommen, dann wäre das für mich eigentlich schon fremdgehen. Auch wenn ich nicht mit ihr ins Bett gehen wollte. Das wäre also nicht so mein Ding.

    Mal abgesehen davon, dass so eine Frau höchstwahrscheinlich Single auf der Suche nach einem Mann wäre, und ich mit so einem Plan garantiert sehenden Auges tief ins Schlamassel geraten würde.

    Nein, ich müsste mich erst von meiner Frau trennen und dann schauen, was sich ergibt oder auch nicht.
    "And it won't wait for me."
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  8. Avatar von Alaska
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    AW: Sexuelle Frustration

    Rokeby: Der Sex ist in dir. Aber es erscheint dir derzeit besser ihn nicht zu spüren. Das ist auch kein Problem. Was ich mir an deiner Stelle mal anschauen würde ist, warum das so ist. Du hast glaube ich recht lapidar beschrieben, "dann war mir das auf einmal total unangenehm"
    Ja, so in etwa. Siehe #503.

    Rokeby: Hat dich da nicht umgetrieben, was los ist, was die Ursache ist?
    Doch. Ich hatte auch ein paar Ideen und den Eindruck, dass die Ursachen "menschengemacht" sind und sehr sehr weit zurückliegen und vielleicht mehr mit Ahnungslosigkeit oder maximal Fahrlässigkeit, aber nicht wirklich mit Gier oder Boshaftigkeit zu tun haben.

    Rokeby: Du hast es einfach? hingenommen (?) Wieso?
    Ich hatte damals schon eine längere Geschichte mit ein paar mehrmonatige Epsioden verteilt über einen Zeitraum von zehn Jahren hinter mir, wo es ohne Haloperidol (1988 und 1993), Nipolept (1995), Risperdal (1997), Mirtazapin (1999) und noch ein paar anderen Mittelchen drumherum gar nicht mehr ging...

    Da überraschte mich dann vor ungefähr dreizehn Jahren diese recht plötzliche Aversion gegen Sex gar nicht so sehr und machte mir auch vergleichsweise wenig zu schaffen. Ich habe gedacht: Aha, mal sehen, was jetzt passiert, vielleicht gibt es sich ja wieder von allein. Hauptsache es wird nicht wieder so schlimm, wie früher.

    Es wurde nicht wieder so schlimm wie früher. Ich brauche schon seit 20 Jahren keine Psychopharmaka mehr, ich rauche nicht mehr und trinke kaum noch Alkohol - aber der Sex ist auch futsch. Man kann halt nicht alles haben.
    "And it won't wait for me."
    (The Rolling Stones, Time Waits for No One)


  9. Registriert seit
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Ich hatte damals schon eine längere Geschichte mit ein paar mehrmonatige Epsioden verteilt über einen Zeitraum von zehn Jahren hinter mir, wo es ohne Haloperidol (1988 und 1993), Nipolept (1995), Risperdal (1997), Mirtazapin (1999) und noch ein paar anderen Mittelchen drumherum gar nicht mehr ging...
    Ich kenne die Mittel nicht, Alaska, und hab das ein oder andere jetzt mal gegoogelt.
    Das klingt ja alles ganz schön heftig.

    Ich weiss natürlich nicht, warum Du das eingenommen hast (Ich denke mal Dein Sexleben war nicht die Ursache?), aber das ist natürlich eine andere Ebene und da kann ich als Nicht-Fachfrau wenig zu sagen.

    Da erscheint es mir erstmal doch wichtiger, dass Du wieder Stabilität in Dein Leben bekommen hast.


    Vielleicht ist dann Deine aktuelle Schwärmerei doch "einfach" ein positives Zeichen, dass die Stabilität wieder ganz da ist und sich auch erste Liebessehnsüchte wieder einstellen.

    Was man dann draus macht ist nochmal ne andere Frage.

  10. Avatar von Alaska
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    AW: Sexuelle Frustration

    Zitat Zitat von Saily_ Beitrag anzeigen
    (Ich denke mal Dein Sexleben war nicht die Ursache?
    Nein, das denke ich auch nicht.

    In den Phasen, wo es mir schlecht ging und ich die Medikamente nahm, hatte ich keinen Sex. Aber in der Zeit dazwischen durchaus. Und rückblickend erscheint es mir nun nicht so, dass ausgerechnet der Sex in den guten Zeiten die Ursache für die jeweils nächstfolgende schlechte Phase gewesen ist.

    Vor dreizehn oder eher vierzehn Jahren kam mir dann aber wie schon beschrieben die Freude am Sex völlig abhanden und ich befürchtete, dass sich damit wieder eine schlechte Phase ankündigte. Die blieb aber glücklicherweise aus.
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    (The Rolling Stones, Time Waits for No One)

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