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  1. Avatar von Karamelltiger
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    Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Hey Ihr lieben und liebenden Brigitteleser!

    (Diese Einleitung wollte ich schon lange mal schreiben :-)

    Wir haben jetzt seit einem halben Jahr unser drittes Kind und fühlen uns als Familie jetzt komplett und glücklich. Wir sind jetzt eine Autoladung voll, sozusagen, jipie. Unsere beiden älteren Kinder sind auch noch sehr jung, die Schwangerschaften liefen glatt und zügig. Ich muss kurz rechnen: 3 Schwangerschaften mit je 6 Monaten Stillzeit in 5 Jahren. Dazu Hausbau, Existenzgründung, und zwei verstorbene Eltern. Ich brauche Euch nicht viel zu sagen, ihr versteht es auch so wie intensiv diese Lebensphase ist und wie kraftraubend aber auch sinnstiftend sie ist.

    Meine Frau und ich hatten jetzt ein Jahr keinen Sex, eigentlich etwas länger. Beim letzten Mal muss unsere jüngste Tochter entstanden sein ;-) Nun wollen wir langsam wieder zu Erotik und einem entspannten Sexleben zurück finden und werden uns dafür noch Zeit gönnen. Meine Frau findet es schwierig, zu ihrem veränderten, gebrauchten und belagerten Körper zurück zu finden. Es ist ein Gefühl, sagt sie, dass sie erst wieder gewinnen muss, sich wieder zu Hause in der eigenen Haut zu fühlen. Es sei, als käme man Hause und zwischendurch hätte eine wilde Party das Haus verwüstet. Bis alles wieder aufgeräumt und das dreckige Geschirr gespült ist, dauert es :-) Ich aber finde meine Frau mehr denn je bildhübsch, attraktiv und sehr begehrenswert. Meine Komplimente und Wertschätzung tun ihr gut, aber den Weg zu sich selbst, den muss sie allein gehen.

    Wir fragen uns, wie das bei anderen Paaren läuft, was dort für Erfahrungen gemacht werden? Wie finden andere Mütter in ihren Körper als begehrten, sexy und Lust genießenden Heimathafen zurück?

    Mich interessiert wie Ihr nach Schwangerschaften, z.T. auch mit Dammschnitt, mit Eurem Körper klar gekommen seid? Er verändert sich, er wird von Babies belagert... Wie habt ihr Euch gefühlt, sexy, fremd im eigenen Körper, oder ganz anders? Ob und wie seid Ihr mit Eurem Partner in das Sexleben zurück gekehrt?

    Ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion.

    Wir werden die kommenden Tage einen Kurzurlaub in der Schweiz unternehmen, ich bitte Euch um Verständnis wenn ich erst ab Montag wieder online sein sollte! Aber dann antworte ich Euch!

    Liebe Grüße,
    Euer Karamelltiger.
    Lieber grundlos fröhlich als gründlich traurig.

  2. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Wie lange ist die letzte Geburt denn her?
    Sind denn da die 6 Monate Stillzeit schon um? (wenn vor gut einem Jahr eure jüngste Tochter entstanden ist )
    Und hattet ihr in den Schwangerschaften keinen Sex?

    edit: sorry, steht da ja, dass das Baby ein halbes Jahr alt ist.
    Ich hatte versucht, aus den anderen Angaben zu rechnen.

  3. Avatar von Mambi
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Ihr erlebt das doch nun schon zum dritten Mal, wie war es denn nach den ersten beiden?
    Inwiefern ist es jetzt anders, hat Deine Frau dazu etwas gesagt?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


  4. Registriert seit
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Ich habe drei Kinder innerhalb von 4 Jahren bekommen, jeweils ca. 5-6 Monate voll gestillt, insgesamt 9-10 Monate. Abgesehen von den ca. 6 Wochen jeweils nach der Geburt hatte ich so regelmässig Sex wie vorher. Das heisst, keine Pause. Meine Kinder haben aber auch nicht bei uns im Zimmer (ausser das Neugeborene) geschlafen. Dammriss/Schnitt hatte ich auch aber gesamt körperlich musste ich nicht zurückfinden.Heilungsprozesse gibt es ja auch bei anderen Dingen.

    Wie habt ihr Euch gefühlt, sexy, fremd im eigenen Körper, oder ganz anders?
    während der Stillzeit hatte ich doppelte Körbchengrösse, das fand ich manchmal hinderlich. Besonders sexy habe ich mich während der Stillzeit nicht gefühlt, sondern war eher auf das Kind fokussiert. Auf der anderen Seite habe ich mich auch nie fremd oder anders in meinem Körper gefühlt. Die Schwangerschaft selbst ist ja schon eine riesige Veränderung. Ich muss mich nicht sexy fühlen um Sex zu haben, sondern Liebe und Begehren fühlen.


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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Mir hat der Belagerungszustand zu schaffen gemacht.
    Gerade wenn alle drei mal krank waren oder ich den ganzen Tag irgendein Kind " am Bein" hatte, konnte ich es abends nicht ertragen, wenn mir noch jemand " auf die Pelle rückte".
    Ich brauchte in solchen Zeiten immer erst Abstand...da hat dann aber ein langer Spaziergang alleine schon geholfen.

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Ich habe mich in meinem Körper nicht fremd gefühlt, und belagert fühlte ich mich auch nicht.
    Und "mich sexy fühlen" ist für mich keine Kategorie.
    Aber ein Jahr lang nach der Geburt waren Lust und Begehren bei mir völlig ausgeschaltet - da hätte ich auch nichts machen können. Der Gedanke an Sex wäre mir völlig abwegig vorgekommen.

    Und dann hat sich das wieder eingeschaltet. Ziemlich plötzlich und "von alleine". Ob das tatsächlich (hormonell) damit zusammenhing, dass ich da endgültig abgestillt habe, oder ob das mehr Zufall war, dass das gleichzeitig war, weiß ich nicht.

    Körperliche Nähe in Form von Kuscheln hatten wir die ganze Zeit.

  7. Inaktiver User

    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Ich habe zwei Kinder, die ich recht jung bekommen habe.
    Großartige sexuelle Erfahrung hatte ich vorher nicht und auch mit meinem damaligen Mann war es nie großes Experimentieren oder Ausprobieren.
    Obwohl wir nach den Entbindungen beide Male nach einigen Wochen wieder Sex hatten, war es sehr bald mehr voraussehbares Pflichtprogramm als aufregende Erotik, halt üblicher _wir haben mittwochs und samstags Sex im Ehebett_
    Körperliche Veränderungen wurden weder von mir noch von ihm thematisiert, ich habe auch, trotz Kaiserschnittnarbe vom zweiten Kind, nichts an mir als Mangel oder negativ wahrgenommen.
    Nur halt auch nicht als toll.
    Jetzt, wo ich das schreibe, klingt es sehr lieblos. Und das war es wohl auch, nicht umsonst ist die Ehe ja dann irgendwann auch gescheitert. Nicht deswegen, aber vielleicht - auch?
    Ich hätte mir aus heutiger Sicht mehr Wahrgenommenwerden, mehr Zuspruch und mehr Zeigen meines Mannes gewünscht, dass ich nicht nur da bin, sondern begehrenswert.
    Man hat als junge Mutter eh schon das Gefühl, nur noch als solche von allen gesehen zu werden, da tut es gut, wenn der Mann zuhause einem sagt und zeigt, dass man auch noch jemand eigenes ist.
    Nicht, um sich sexy zu fühlen, sondern um sich überhaupt zu bemerken. Selber.

    Später habe ich erfahren, dass mein Mann wohl während unserer Ehe auch immer wieder zu Prostituierten gegangen ist, wahrscheinlich hat er sich da geholt, was er meinte, zuhause nicht finden zu können.
    Statt es mir zu sagen oder zu zeigen.

    Ich rate also dazu, wirklich offen zu sein Deiner Frau gegenüber und das auch von ihr zu wünschen, damit ihr Euch nicht verliert und nicht auseinander treibt in dieser Zeit, die doch eigentlich so schön ist, als junge Familie.
    Geändert von Inaktiver User (25.07.2018 um 09:38 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Hallo Karamelltiger,
    auch wir haben innerhalb einer recht kurzen Zeit 3 Kinder bekommen (heute 6, 4 und 3 Jahre alt). Den von dir beschriebenen Zustand haben wir allerdings nie gehabt. Wenn ich es recht verstehe, habt ihr ja zumindest während der letzten Schwangerschaft keinerlei Sex gehabt?! Wie war es denn in und nach den anderen beiden Schwangerschaften? Von mir (und auch Freundinnen haben es so erlebt) kann ich sagen, dass ich in den Schwangerschaften schon fast sexsüchtig war…….es ist ja alles sehr viel besser durchblutet und somit auch noch empfindsamer, ich glaube, wenn der Gyn uns ein Verbot erteilt hätte :( :( :(   
    Worauf wir immer geachtet haben, sind mehr oder weniger regelmäßige „Elternabende“ (so nennen wir unsere freien Pärchenabende immer liebevoll). Also ganz egoistisch die Kinder wegorganisieren – nicht zwangsläufig um sofort übereinander herzufallen, sondern je nach Lust und Laune ins Kino gehen, Restaurantbesuch, Paar-Massage buchen oder auch einfach im Jogginganzug auf´m Sofa sitzen und quatschen (ohne dass ein kleines Schlafanzugmonster in der Tür steht, oder jemand nach Mama und/oder Papa ruft) – was sich dann im Laufe des Abends draus ergibt ……… ;)
    Und gaaaanz wichtig: In dieser Zeit Handy aus!!!! (wir haben für diese Zeit ein Extra Notfall-Handy, die Nummer haben nur Oma + Opa bzw. derjenige der gerade auf die Kinder aufpasst, damit wir natürlich erreichbar sind, wenn mit einem der Kinder etwas ist).
    Ich denke, ihr solltet anfangen wie zwei frisch verliebte Teenager – reden, küssen, knutschen und schauen wie lange es dauert bis ihr es nicht mehr abwarten könnt miteinander zu schlafen (zu lange sollte das allerdings nicht dauern, dann liegt das Problem wohl eher woanders).

  9. Avatar von Karamelltiger
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Hi! Sorry für die späte Antwort. Ich hatte den Thread nach unserem Urlaub einfach vergessen :-( Danke für eure tollen Antworten!

    @mambi: "Ihr erlebt das doch nun schon zum dritten Mal, wie war es denn nach den ersten beiden?
    Inwiefern ist es jetzt anders, hat Deine Frau dazu etwas gesagt?"

    Während jeder Schwangerschaft gab es praktisch keinen Sex, danach in den 6 Monaten Stillzeit praktisch auch keinen Sex. Danach wieder schönen, aber nicht sehr häufigen Sex. Immerhin wusste und weiß ich, dass meiner Frau der Sex Spaß macht, und dass es bei ihr jetzt eine Phase ist, die wieder verschwinden wird. Sie ist eine der Frauen, die eine perfekte Mutter sein will, alles sehr genau nimmt, schnell gestresst reagiert. Entspannen, Dinge auch mal locker mit einem Lächeln nehmen, Kritik souverän nehmen, Geduld, das sind nicht ihre Stärken. Sie arbeitet daran, mehr ihren eigenen Körper zu spüren, Geduld und Entspannung zu üben, was ihr sicher auch den Weg zu mehr Erotik wieder öffnen wird. Aber im Moment ist sie einfach sehr angespannt.

    Den Haushalt, die Arbeit und das Spielen mit den Kindern, teilen wir uns. Jeder bringt oder holt die Kinder von der Kita ab, sie ist in Elternzeit während ich das Glück habe, sehr familienverträgliche Arbeitszeiten zu haben und viel daheim arbeiten zu können. Viel Arbeit haben wir beide. In einem Punkt sind wir aber grundverschieden:
    - Sie muss entspannt sein, um Sex zu haben
    - ich habe Sex, um mich zu entspannen

    Diesen Knoten konnten wir noch nicht lösen, arbeiten freilich daran :)

    @ eclipse218
    "Ich habe drei Kinder innerhalb von 4 Jahren bekommen, jeweils ca. 5-6 Monate voll gestillt, insgesamt 9-10 Monate. Abgesehen von den ca. 6 Wochen jeweils nach der Geburt hatte ich so regelmässig Sex wie vorher. Das heisst, keine Pause. Meine Kinder haben aber auch nicht bei uns im Zimmer (ausser das Neugeborene) geschlafen. Dammriss/Schnitt hatte ich auch aber gesamt körperlich musste ich nicht zurückfinden.Heilungsprozesse gibt es ja auch bei anderen Dingen."


    Unsere Kinder haben alle eigene Kinderzimmer, in denen sie nach der 6-monatigen Stillzeit problemlos sich eingewöhnt haben. Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten haben meine Frau und ich also genug. Und da unsere Kinnings ab 20 Uhr schlafen, bis auf gelegentliches nächtliches Wachwerden, gehören uns auch die Abendstunden ab der Tagesschau. Hausarbeiten stehen auch dann manchmal an, klaro.

    @ Sasapi "Mir hat der Belagerungszustand zu schaffen gemacht.
    Gerade wenn alle drei mal krank waren oder ich den ganzen Tag irgendein Kind " am Bein" hatte, konnte ich es abends nicht ertragen, wenn mir noch jemand " auf die Pelle rückte".
    Ich brauchte in solchen Zeiten immer erst Abstand...da hat dann aber ein langer Spaziergang alleine schon geholfen."


    Ja, diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Mein Spatzl wird freilich von den Kindern belagert, diese Tage gibt es. Aber sich dann davon frei machen, Spazieren gehen, sich eine Auszeit gönnen, das widerstrebt ihr völlig. Ich muss es ihr regelmäßig aufzwingen, sich mal mit Freundinnen zu treffen, einfach mal einen halben Tag abhauen, sich zu erholen ohne Angabe, wo sie hin geht. So wie ich ihre Eltern kenne, hat sie immer gelernt viel zu arbeiten, sich nicht zu beklagen, alles weg zu stecken. Erotik war bei ihren Eltern garantiert nie ein Thema, das die Kinder mitbekommen hätten - darüber wurde nicht geredet. Auch nicht in der Jugend oder geschweige denn später. Eigene Wünsche werden zurück gestellt, Arbeiten werden sofort und perfekt erledigt, das ist ihre Prägung. Dagegen kommt sie auch nur schwer an. Sie bewundert meine Kreativität, Vielseitigkeit, auch die Geduld wie ich den Widrigkeiten des Lebens begegne, das sagt sie immer wieder. Das liebt sie an mir. Sie hat sich schon große Scheiben davon abgeschnitten, aber es ist noch viel ungeschnittene Salami da ;-) Ich liebe dafür ihre Strukturiertheit und an Gnadenlosigkeit grenzende Effizienz beim Erledigen von Büroarbeit, Post erledigen, Buchhaltung pflegen. Naja, so lieben wir uns beide ;-)

    @ Marta-Agata
    "...Aber ein Jahr lang nach der Geburt waren Lust und Begehren bei mir völlig ausgeschaltet - da hätte ich auch nichts machen können. Der Gedanke an Sex wäre mir völlig abwegig vorgekommen.

    Und dann hat sich das wieder eingeschaltet. Ziemlich plötzlich und "von alleine". Ob das tatsächlich (hormonell) damit zusammenhing, dass ich da endgültig abgestillt habe, oder ob das mehr Zufall war, dass das gleichzeitig war, weiß ich nicht.

    Körperliche Nähe in Form von Kuscheln hatten wir die ganze Zeit."


    -> Ja, so ist das. Als guter Papa und Ehemann kann man die Libido der Mami und Ehefrau nur mit Geduld akzeptieren, und man sollte suchen, wo man ihr wirklich eine Hilfe ist. Wo liegen die Gründe für Lustlosigkeit? In jeder Beziehung ist das eine eigene Suche. Mit Geduld und Verständnis tun sich am ehesten die Türen wieder auf. Ich gebe zu, dass ich nach der ersten Schwangerschaft sehr ungeduldig war. Ich war zeitweise frustriert. Aber mit der Zeit habe ich gelernt, dass die Welt nicht untergeht, wenn mein Spatzl mal ein Jahr kaum Sex mag. Es kam ja dann wieder. Aber um ehrlich zu sein, natürlich suche ich immer wieder nach Möglichkeiten, sie anzufütter, Ihr Lust zu machen, schöne Momente zu schaffen, den Alltag und Stress zu bewältigen. Und das bringt auf Dauer auch mehr. Wie kann sie den Druck, den sie sich alleine durch eigene Ansprüche und Perfektion aufbaut, mindern? Wie kann sie Entspannen, einfach mal nur an sich denken? Sich bewusst spüren? Das sind ganz große Baustellen, in denen ich sie unterstütze.

    Gekuschelt haben wir auch die ganzen Zeiten über. Aber das ist kein Ersatz ;-)
    Lieber grundlos fröhlich als gründlich traurig.
    Geändert von Karamelltiger (02.04.2019 um 19:24 Uhr)

  10. Avatar von Karamelltiger
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    AW: Ins Sexleben zurückkehren - nach der Schwangerschaft

    Lange Antworten ;-)

    KielSprotte
    "auch wir haben innerhalb einer recht kurzen Zeit 3 Kinder bekommen (heute 6, 4 und 3 Jahre alt). Den von dir beschriebenen Zustand haben wir allerdings nie gehabt. Wenn ich es recht verstehe, habt ihr ja zumindest während der letzten Schwangerschaft keinerlei Sex gehabt?! Wie war es denn in und nach den anderen beiden Schwangerschaften? Von mir (und auch Freundinnen haben es so erlebt) kann ich sagen, dass ich in den Schwangerschaften schon fast sexsüchtig war…….es ist ja alles sehr viel besser durchblutet und somit auch noch empfindsamer, ich glaube, wenn der Gyn uns ein Verbot erteilt hätte :( :( :(   
    Worauf wir immer geachtet haben, sind mehr oder weniger regelmäßige „Elternabende“ (so nennen wir unsere freien Pärchenabende immer liebevoll). .....

    Ich denke, ihr solltet anfangen wie zwei frisch verliebte Teenager – reden, küssen, knutschen und schauen wie lange es dauert bis ihr es nicht mehr abwarten könnt miteinander zu schlafen (zu lange sollte das allerdings nicht dauern, dann liegt das Problem wohl eher woanders)."


    Bewundernswert :) Nein, sie war trotz der guten Durchblutung und weniger Schwangerschaftsbeschwerden nicht in Stimmung. Schwanger und lustlos, das ist sie halt. Ähnlich wie bei Euch war es aber auch bei uns nie ein Problem, dass wir uns Zeit füreinander nahmen. Die Abende gehören immer uns, spätestens ab 20 Uhr ist Ruhe bei den Kindern. Diese Struktur ist ein Segen :) Wir haben dann genug Freiraum um fast jeden Abend Sex zu haben, die Möglichkeit wäre da.

    @Raisa
    "Ich habe zwei Kinder, die ich recht jung bekommen habe.
    Großartige sexuelle Erfahrung hatte ich vorher nicht und auch mit meinem damaligen Mann war es nie großes Experimentieren oder Ausprobieren.
    Obwohl wir nach den Entbindungen beide Male nach einigen Wochen wieder Sex hatten, war es sehr bald mehr voraussehbares Pflichtprogramm als aufregende Erotik, halt üblicher _wir haben mittwochs und samstags Sex im Ehebett_
    Körperliche Veränderungen wurden weder von mir noch von ihm thematisiert, ich habe auch, trotz Kaiserschnittnarbe vom zweiten Kind, nichts an mir als Mangel oder negativ wahrgenommen.
    Nur halt auch nicht als toll.
    Jetzt, wo ich das schreibe, klingt es sehr lieblos. Und das war es wohl auch, nicht umsonst ist die Ehe ja dann irgendwann auch gescheitert. Nicht deswegen, aber vielleicht - auch?
    Ich hätte mir aus heutiger Sicht mehr Wahrgenommenwerden, mehr Zuspruch und mehr Zeigen meines Mannes gewünscht, dass ich nicht nur da bin, sondern begehrenswert.
    Man hat als junge Mutter eh schon das Gefühl, nur noch als solche von allen gesehen zu werden, da tut es gut, wenn der Mann zuhause einem sagt und zeigt, dass man auch noch jemand eigenes ist.
    Nicht, um sich sexy zu fühlen, sondern um sich überhaupt zu bemerken. Selber.

    Später habe ich erfahren, dass mein Mann wohl während unserer Ehe auch immer wieder zu Prostituierten gegangen ist, wahrscheinlich hat er sich da geholt, was er meinte, zuhause nicht finden zu können.
    Statt es mir zu sagen oder zu zeigen.

    Ich rate also dazu, wirklich offen zu sein Deiner Frau gegenüber und das auch von ihr zu wünschen, damit ihr Euch nicht verliert und nicht auseinander treibt in dieser Zeit, die doch eigentlich so schön ist, als junge Familie."


    Puh, also fremdgehen oder käuflichen Sex zu genießen, das war zum Glück nicht mein Weg. Ich bin aber auch froh, dass ich in meiner ersten Beziehung diese Lektion gelernt habe. Da war der Sex langweilig, irgendwann gar nicht, und ich schlidderte in eine schöne Affäre zu einer anderen Freundin, ohne mich zu trennen. Das war scheiße. Daher mache ich sowas nicht mehr. Außerdem ist meine Frau jetzt die beste, die es gibt. Ich will mit ihr glücklich bleiben, also werden wir das mit dem Sex nach den Schwangerschaften auch wieder hin bekommen.

    Mittlerweile ist ja auch wieder etwas Zeit vergangen. Wir hatten ein paar mal schönen Sex, befriedigende Erotik ;-) Allerdings, wenig. Es ist schleppend. Ich muss aufpassen, dass sie nicht wieder in Lustlosigkeit zurück rutscht. Klingt doof, dass ich aufpassen muss, aber sie selbst merkt das nicht, wenn ich es ihr nicht sage. Und dann ist da immer noch ihre Großbaustelle: Entspannung, Ansprüche abbauen, locker lassen, genießen.... ich kann nicht anders als ihr immer und immer wieder das aufzuzeigen. Liebevoll, aber bestimmt.
    Lieber grundlos fröhlich als gründlich traurig.

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