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    Viel zu passiv beim Sex

    Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier, falls ich also irgendwas falsch mache oder so sagt mir bitte Bescheid!
    Zum Einstieg möchte ich noch sagen, dass ich mich für dieses Forum entschieden habe weil ihr mir hier alle sehr nett und vor allem nicht ironisch vorkommt.
    Ich bin seit drei Jahren mit meinem Freund zusammen und bisher hat sexuell ( und auch alles andere!!) wirklich alles super funktioniert. Worüber ich ehrlich gesagt sehr erleichtert war, weil mir von Anfang an klar war, dass ich definitiv viel zu passiv bin. Jetzt ist aber das passiert, wovor ich riesige Angst hatte: er hat es angesprochen und ich bin sehr enttäuscht, weil ich dachte, dass ich jemanden gefunden hätte, mit dem meine sexuelle Art sozusagen harmoniert. Ich mache ihm absolut keinen Vorwurf, finde es eher bewundernswert dass er so lange mit gemacht und mir vor allem das Gefühl gegeben hat, dass der Sex mit mir sehr gut ist und er ihn genießt.
    Es fing damit an, dass er mich öfter um bestimmte Sachen gebeten hat (und jetzt wirklich nichts krasses oder das Erfüllen von einem bestimmten Fetisch) sondern einfach um Dinge, bei denen es unausweichlich ist, dass Frauen diese übernehmen. Ich weiß, dass alle Frauen die ich kenne das machen und auch genießen. Aber ich kann es einfach nicht. Das meine ich auf zwei Arten: zum einen glaube ich einfach, dass ich durch meine jahrelange Passivität, die seit meinem ersten mal durchgehend herrscht, bestimmte Sachen einfach technisch nicht gut ausführen kann, ich also kurz gesagt schlecht bin und mich lächerlich mache. Die andere Art ist jedoch, dass ich es auch nicht kann, es auch nur ansatzweise zu versuchen oder mir vorzustellen. Mir wird unfassbar schlecht, wenn ich nur daran denke (kein Ekelgefühl) und alles in mir sträubt sich und ich würde sogar lieber Schluss machen, als es auch nur zu versuchen. Ich muss aber noch einmal betonen, dass es nicht an ihm persönlich liegt, ich hatte wirklich bei allen Männern dieses Problem und ihm vertraue ich sogar mit Abstand am meisten.
    Überall wird ja gesagt, dass man durch „reden alles hinbekommt“... das hat bei mir nun zu einer absoluten Katastrophe geführt. Ich musste die ganze Zeit weinen und habe davon gefaselt, dass ich einfach Angst bekomme bei diesem Thema und ich mir in meinem ganzen Leben nicht vorstellen kann, mein Sexualverhalten zu ändern (was ich auch zu 100% glaube). Jedenfalls ist das Ergebnis, dass wir nun wohl erstmal keinen Sex haben werden. Er wollte natürlich die ganze Zeit Gründe hören und ich habe nur wiederholt, dass ich beim Sex absolut kein Selbstvertrauen haben. Er hat mir das natürlich nicht geglaubt, was verständlich ist, wenn ich nach drei Jahren mit so etwas ankomme und davor unser Sexleben auch ganz offensichtlich genossen habe, weil es ja immer nach meinen Vorstellungen lief.
    Ich habe mich informiert und es waren immer die gleichen Vorschläge: reden, sexuelle Vorlieben austauschen, mit kleinen Schritten anfangen... aber ich kann und will einfach NICHTS davon. Außerdem mag ich mein Sexleben, ich habe auch eigentlich nicht das Verlangen danach, mich anders zu benehmen, weswegen es im Grunde genommen auch etwas sinnlos ist, euch jetzt diesen langen Text zuzumuten, weil ihr mir vermutlich die gleichen (vernünftigen!) Ratschläge geben werdet.
    Aber war vielleicht schon mal jemand in der gleichen Situation?

    Und falls mein Freund das jetzt liest: ich habe diesen Text geschrieben, weil ich dieses Thema sehr ernst nehme und dich verstehe 😊

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    reden, sexuelle Vorlieben austauschen, mit kleinen Schritten anfangen... aber ich kann und will einfach NICHTS davon. Außerdem mag ich mein Sexleben, ich habe auch eigentlich nicht das Verlangen danach, mich anders zu benehmen, weswegen es im Grunde genommen auch etwas sinnlos ist, euch jetzt diesen langen Text zuzumuten, weil ihr mir vermutlich die gleichen (vernünftigen!) Ratschläge geben werdet.
    Willkommen hier!

    Und ja: wenn du nicht ums Verrecken willst, dann ist es eben so! Dann seid ihr letztendlich sexuell nicht kompatibel .... ihm ist vielleicht über die Jahre ein wenig langweilig geworden, wenn du wirklich immer nur so rumliegst ....

    Schade, dass ihr nicht wirklich REDEN könnt ... und stattdessen schmollend euren Sex einstellt ...

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass alle Frauen die ich kenne das machen und auch genießen.
    Nein, nicht alle Frauen blasen gerne.

    Ich kann dir nicht wirklich was raten, ausser das, was du partout nicht willst: darüber reden.

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    Und falls mein Freund das jetzt liest: ich habe diesen Text geschrieben, weil ich dieses Thema sehr ernst nehme und dich verstehe ��
    und wie passt das zum Nicht-reden-wollen?
    see you on be friends online!

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Ich weiß noch nicht, wie ich die Zitate kopiere, deswegen nummeriere ich es erstmal 😊 und vielen Dank für die schnelle Antwort!!

    1. also „rumliegen“ ist das falsche Wort, ich mache quasi schon mit, also küssen, kratzen und die ganzen Sachen und gebe auch deutlich zu verstehen, dass es mir gerade sehr gefällt.

    2. ER kann durchaus darüber reden und hat es auch sehr geduldig ausprobiert und mich nicht bedrängt, aber bei mir entsteht irgendwie eine Blockade, ich fühle mich wie eine sechsjährige die gerade aufgeklärt wird.

    3. ich meine nicht nur blasen, da kenne ich auch sehr viele, die es nicht machen (wollen). Es geht um andere Stellungen, bei denen ich zum Beispiel zwangsläufig den aktiven Part übernehmen müsste.

    4. ob ich mein Problem anonym in ein Forum schreibe und da alles schildere hat ja nichts über die Problematik, mit ihm darüber nicht reden können, zu tun.

    Und ich weiß, dass man mir keine Ratschläge geben kann, hab es eigentlich von Anfang an gewusst, aber weil ihr mir alle so nett vorkommt fand ich den Gedanken irgendwie tröstlich, hier alles zu erläutern.

  4. Inaktiver User

    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    Und ich weiß, dass man mir keine Ratschläge geben kann, hab es eigentlich von Anfang an gewusst, aber weil ihr mir alle so nett vorkommt fand ich den Gedanken irgendwie tröstlich, hier alles zu erläutern.
    Wir haben hier aber nicht den Charakter einer Parkuhr!

    Wichtig dürfte sein, ob Dir Dein Partner wirklich wichtig ist. Wenn er nichts Unmögliches von Dir verlangt, kommst Du wohl nicht umhin, Deine Einstellung zu überdenken und gelingt dies nicht, wird es unweigerlich auf eine Trennung hinauslaufen oder er holt sich eben das, was er möchte, von einer anderen. Ist auch ne Möglichkeit.

    Dennoch alles Gute .

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    ich fühle mich wie eine sechsjährige die gerade aufgeklärt wird.
    Du fühlst dich deinem Freund unterlegen, weil er mehr "weiß"?

    Du hast nicht so wirklich Spaß daran, mit deinem Freund zusammen "Neues" zu entdecken, scheint's ..... ja dann .... auf Dauer wohl leider nicht sexuell kompatibel ....
    see you on be friends online!

  6. Inaktiver User

    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    Das meine ich auf zwei Arten: zum einen glaube ich einfach, dass ich durch meine jahrelange Passivität, die seit meinem ersten mal durchgehend herrscht, bestimmte Sachen einfach technisch nicht gut ausführen kann, ich also kurz gesagt schlecht bin und mich lächerlich mache.
    Woher kommt da der Leistungsdruck bei Dir? Wieso nicht experimentieren und wenns wirklich gar nicht klappt wieder aufhören?
    War Dein erstes mal so traumatisch?

    Die andere Art ist jedoch, dass ich es auch nicht kann, es auch nur ansatzweise zu versuchen oder mir vorzustellen. Mir wird unfassbar schlecht, wenn ich nur daran denke (kein Ekelgefühl) und alles in mir sträubt sich und ich würde sogar lieber Schluss machen, als es auch nur zu versuchen.
    Hm findest Du das das eine angemessene Reaktion von Dir ist? Ich meine gibt es sonst noch Sachen im Leben wo Du dieses Gefühl bekommst oder ist es nur beim Sex so?

    Weil das was Du dann schreibst für mich so klingt als hättest Du extrem schlechte Erfahrung gemacht im Zusammenhang mit Sexualität. Nochdazu weil Du da eine völlige Überzeugung mit Dir rumträgst, die wie ich finde viel zu absolut ist. Das geht über das normale Empfinden etwas machen zu wollen oder nicht zu wollen deutlich hinaus.

    Überall wird ja gesagt, dass man durch „reden alles hinbekommt“... das hat bei mir nun zu einer absoluten Katastrophe geführt. Ich musste die ganze Zeit weinen und habe davon gefaselt, dass ich einfach Angst bekomme bei diesem Thema und ich mir in meinem ganzen Leben nicht vorstellen kann, mein Sexualverhalten zu ändern (was ich auch zu 100% glaube).
    Deine Geschichte klingt nicht nach "reden" da stimme ich Dir zu, Deine Geschichte klingt eher so wie eine ständige Retraumatisierung und das einzige was Dir hilft ist eine passive Rolle beim Sex einzunehmen.
    Wäre es denkbar, daß Du dem mit Hilfe mal nachspürst?

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Wie viel habt ihr denn gemacht, bevor ihr Sex im engeren Sinne hattet?

    Magst du Abwechslung, wenn dein Freund etwas anderes macht - wo er der aktive bleibt?

    Wenn eine gute Fee käme und du einen Wunsch frei hättest - was würdest du dir wünschen?
    Und bei drei Wünschen?

    Wieso kannst du dir denn so gar keine Entwicklung bei dir vorstellen - immer das gleiche trägt doch sowieso nicht durch die Jahrzehnte.

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Zitat Zitat von Anonymxxx Beitrag anzeigen
    Jedenfalls ist das Ergebnis, dass wir nun wohl erstmal keinen Sex haben werden. Er wollte natürlich die ganze Zeit Gründe hören und ich habe nur wiederholt, dass ich beim Sex absolut kein Selbstvertrauen haben. Er hat mir das natürlich nicht geglaubt, was verständlich ist, wenn ich nach drei Jahren mit so etwas ankomme und davor unser Sexleben auch ganz offensichtlich genossen habe, weil es ja immer nach meinen Vorstellungen lief.
    Ich habe mich informiert und es waren immer die gleichen Vorschläge: reden, sexuelle Vorlieben austauschen, mit kleinen Schritten anfangen... aber ich kann und will einfach NICHTS davon. Außerdem mag ich mein Sexleben, ich habe auch eigentlich nicht das Verlangen danach, mich anders zu benehmen, weswegen es im Grunde genommen auch etwas sinnlos ist, euch jetzt diesen langen Text zuzumuten, weil ihr mir vermutlich die gleichen (vernünftigen!) Ratschläge geben werdet.
    Aber war vielleicht schon mal jemand in der gleichen Situation?
    Zu Beginn meiner Ehe (die dauert inzwischen über 33 Jahre) hatte ich auch das Bedürfnis, dass meine Frau "mehr macht" und ich habe es auch versucht, irgendwie zu erreichen. Heute weiß ich, dass es ein Naturgesetz ist, dass die Frau zu bestimmen hat, was beim Sex gemacht wird.
    Warum? Wir können uns dies schwer in unserer Porno-verseuchten Denkweise vorstellen, wo es scheinbar nur darum geht, den ganzen Mist so perfekt wie möglich nachzuäffen, nachzumachen.
    Aber guter Sex (ich nenne es - im Gegensatz zu allem anderen - Echt-Sex), den auch der Mann als besonders gut empfindet, hat man nur, wenn die Frau einen Orgasmus hat - einen echten, keinen gespielten. Und eine Frau kann nur einen Orgasmus bekommen, wenn es in der Beziehung, besonders aber beim Sex nach ihren Willen geht. Dies mag für viele eine nicht bewiesene Behauptung sein, es ist aber genetisch in uns angelegt und hat den evolutionären Vorteil, dass die Frau - als der wichtigere Teil bei der Aufzucht der Nachkommen - damit einen Mann als Zeuger auswählt, der sich in entscheidenden Situationen der Frau und damit der Mutter und ihren Nachkommen unterordnet. Und es ist im Mann genetisch festgelegt, dass er Sex als unbefriedigend empfindet, wenn er es nicht schafft, der Frau einen Orgasmus zu bereiten.

    Also ganz einfach:
    Du bestimmst, was gemacht wird.
    Du bringst ihm bei, wie er Dir einen Orgasmus bereiten kann.
    Erst nach Deinem Orgasmus kümmert ihr beide Euch um seinen Orgasmus.

    Und alle Phantasien der Pornoindustrie einfach in die Tonne treten! Dort gehören sie hin!

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Also ich weiß nicht..ich wäre mit einem Mann der im Bett nur auf Anweisungen wartet und nach meiner Pfeife tanzt nicht wirklich zufrieden. Ich möchte einen Mann, keinen Lieferjungen. Der soll schon wissen und machen was er will. Wieso denn auch nicht, es geht ja um beide. Wenn ich nicht das bekomme, was ich will dann melde ich mich schon.

    Und zum ursprünglichen Problem: Also wenn du wirklich anfängst zu weinen wenn du über Sex sprechen sollst, dann würde ich mir Hilfe suchen. Es gibt "das ist mir irgendwie unangenehm" (was bei einer Partnerschaft nach 3 Jahren eigentlich auch nicht der Fall sein sollte) und es gibt "ich bekomme kein Wort raus, werde hysterisch und fange an zu heulen". Da ist offensichtlich ein Problem das tiefer liegt. Therapeuten zu sehen ist keine Schande, ruhig mal anrufen.

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    AW: Viel zu passiv beim Sex

    Was den Leistungsdruck und die schlechten Erfahrungen angeht gibt es schon ein paar Erinnerungen, aber ich dachte eigentlich, dass ich diese schon längst überwunden habe.

    Bei meinen ersten beiden Beziehungen, bei denen ich aber noch sehr jung und die Beziehungen entsprechend unernst waren, hat es beim Sex nicht richtig „geklappt“, wir mussten quasi immer wieder aufhören, weil sie nicht richtig drin waren.. ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, aber ihr wisst bestimmt was ich meine. Jedenfalls haben diese beiden Männer dann aus diesem Grund mit mir Schluss gemacht, vielleicht habe ich daher die Angst, zu „Versagen“? Aber das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen weil ich beim besten Willen nicht glaube, dass mein jetziger Freund mich verlassen würde, weil meine sexuellen Fähigkeiten nicht besonders gut sind. Ein anderes mal wurde ich von jemand halb-fremden (habe ihn zum ersten mal gesehen) praktisch zum Oralverkehr gezwungen, aber eigentlich glaube ich, dass ich auch das überwunden habe, jedenfalls habe ich keine schrecklichen Erinnerungen.

    Und der Punkt mit dem experimentieren und halt aufhören, wenn es wirklich nicht klappt, ist absolut logisch und sollte in der Beziehung mit meinem Freund auch kein Problem sein. Aber ich traue mich das nicht, weil ich es mir einfach nur peinlich vorstelle und ich mir ausmale, dass er nur so tut, als würde es ihm dann auch gefallen.

    Bevor wir Sex im richtigen Sinne hatten, haben wir eigentlich nichts besonderes gemacht, es ging recht schnell bei uns und war auch vom ersten Tag an sehr gut.

    Abwechslung mag ich auch nicht, wenn mein Freund dabei der aktive bleiben würde. Deswegen würden meine drei Wünsche eigentlich nur aus zweien bestehen, nämlich dass alles so bleibt wie es ist und er damit auch komplett zufrieden ist.

    Mir therapeutische Hilfe zu holen erscheint mir nach unserem letzten „Gespräch“ eigentlich auch zwingend notwendig. Ich war aber schon drei Jahre bei einem Therapeuten (aus einem anderen Grund) und auch er hat bemerkt, dass es mir schwer fällt darüber zu sprechen und gemeinsam haben wir beschlossen, dieses Thema dann sein zu lassen, weil es darum gar nicht ging.
    Denkt ihr, dass ein Sexualtherapeuth da besser wäre? Ich habe mich mal informiert aber immer nur Therapien für Paare und nicht für einzelne Personen gefunden. Es gab ein paar vereinzelte, die nur für Einzelpersonen bestimmt waren, aber die Kosten wurden nicht von der Krankenkasse übernommen, und ich habe leider nicht so viel Geld.
    Auf jeden Fall bin ich euch wirklich sehr sehr dankbar und wünsche allen eine gute Nacht 😊

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