Hallo!
Mein Freund hat Probleme mit Kondomen - für ihn offensichtlich schlimmste Lustkiller. Und wir haben schon ziemlich viele Sorten probiert - die sitzen, wackeln nicht und haben Luft.
Jetzt überlege ich, welche Alternativen es noch gibt und wollte in die Runde fragen, welche Erfahrungen ihr mit "Natural Family Planning" gemacht habt. Also, das mit Temperaturmessung und Schleimkonsistenz prüfen, wenn ich das bisher richtig verstanden habe.
Liebe Grüße
die knuspernudel
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19.11.2014, 15:11
Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
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19.11.2014, 21:44Inaktiver User
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Geht prima. Seit mehr als zwanzig Jahren pannenfrei.
Wichtig ist dafür, dass Du Deinen Körper gut kennst, und Dein Zyklus regelmäßig ist. Und der Freund mitspielt.
Denn: An den potentiell fruchtbaren Tagen bzw. denen davor, sind entweder Kondome oder Enthaltsamkeit gefragt. Ausnahmslos. Und das können je nach Organismus, gar nicht mal so wenig Tage sein. Kann Dein Männe das?
Ums Gummi kommt ihr nicht rum, so sehe ich das.
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20.11.2014, 11:38
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Ich komme auch sehr gut damit klar und würde alles, was Marauder gesagt hat unterstreichen nur den Begriff Enthaltsamkeit etwas enger fassen
. Gibt ja noch vieles, was durchaus erlaubt ist.
Ich habe Schwierigkeiten mit der Schleimbeobachtung und benutze deshalb zusätzlich Ovulationstests. Da gibt es preisgünstige Laborware und wenn man seinen Körper gut kennt und weiss, wann man die einsetzen muss, braucht man auch nur wenige davon.
Ich benutze den Cyclotest Computer, der zeichnet die Temperatur auf und zeigt die fruchtbaren bzw. unfruchtbaren Tage an. Zuerst habe ich dem nicht getraut und zusätzlich per Hand ausgewertet. Aber der Computer kommt immer zu den gleichen Ergebnissen wie meine Handauswertung. Ist zwar nicht ganz billig, aber machbar, weil es ja eine einmalige Anschaffung ist. Der Vorteil ist, dass er dich per Piepton an den Zeitpunkt der Messung erinnert und Du es auch im Halbschlaf machen kannst.
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29.11.2014, 11:57
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Schlechte Methode, wenn du hoffst, dadurch dauerhaft auf Kondome verzichten zu können.
NFP funktioniert gut, wenn du es genau machst, dich gut informierst, einen regelmäßigen Zyklus hast und mehrere Symptome täglich kontrollierst.
Aber ganz ohne Kondome ist das eine hervorragende Möglichkeit schwanger zu werden und ein Kind zu zeugen.
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02.12.2014, 00:31
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Vom Pearl Index ausgehend sind Kondome grad mal ein kleines bisschen sicherer als Coitus Interruptus, welcher nichtmal als Verhütungsmethode zählt. Ergo: Kondome sind so oder so eine sehr unsichere Angelegenheit. Im Pearl Index viel höher als NFP.
Wer mit regelmäßigem Zyklus rund 7 Tage im Monat auf Sex verzichten kann, braucht bei NFP keine Kondome.
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02.12.2014, 01:03
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Ich würde es jedem empfehlen.
Und was die Methode unsicher macht sind die Kondome. An den möglicherweise fruchtbaren Tagen kein GV ist natürlich viel sicherer als GV mit Kondom, und an den anderen Tagen braucht man keine.
knuspernudel,
wie alt seid ihr denn und wie ist eure Perspektive.
Wer ganz sicher sein will, wer jung ist, braucht Netz und doppelten Boden - also z.B. Pille und Kondom.
Aber dann wäre nur Kondom ja auch viel zu unsicher.
7 möglicherweise fruchtbare Tage im Monat, das ist aber eher wenig - dazu muss man schon einen ganz regelmäßigen Zyklus und Erfahrung mit der Methode haben - bei mir war es immer länger.
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02.12.2014, 10:38
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Wieviele "gefährliche" Tage waren es denn bei Dir?
Und zu den "sicheren" Tagen zählen ja dann auch die Regeltage, oder?
Bei mir sind das 5 Tage mit starker Blutung und nochmal ca. 2 mit schwächerer.
Wennn man mit Regel keinen Sex möchte, heißt das dann, daß man ca. die Hälfte des Monats nicht kann, wie man evtl. will?
Für mich wäre das ja nichts....
lg lenita
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02.12.2014, 12:04
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Wenn man am Anfang des Zyklus 5 Tage mit Blutung (oder sogar 7) auslässt, dann ist es mehr als die Hälfte der Tage - die lässt man ja aber freiwillig und nicht aufgrund der Methode aus.
Bei NFP kommen "normalerweise" (es sein denn, man hat eine verkürzte zweite Zyklusphase) 9-10 Tage sicher unfruchtbare Tage nach dem Eisprung heraus.
Mehr Variation und Ermessen ist in der ersten Hälfte des Zyklus - da sind die Schwankungen der Länge und da kann einem die Natur am ehesten einen Streich spielen, dass der Eisprung früher ist.
Ich habe von Anfang an nur mit NFP verhütet, und wollte da auf zunächst auf der ganz sicheren Seite sein - und habe "K-21" angewandt. Das heißt "kürzester Zyklus der letzten 12 Monate minus 21" - ich hatte Zyklen von 29-32 Tagen, das waren also 8 Tage am Anfang des Zyklus. Später dann "K-19", auch das ist noch sicher, hat aber natürlich weniger "Extra-Sicherheitstage". Im Netz habe ich gerade "K-20" als Regel gefunden.
Also - anfangs hatte ich 18 von 29-32 Tagen, später 20 von 29-32. Da sind die Tage mit Regelblutung aber natürlich mit drin, wir haben da aber nur die ersten ein oder zwei Tage ausgelassen.
Ich fand das sehr gut mit dem "alles hat seine Zeit".
Marauder hat gefragt "kann dein Männe das?". Mag sein, dass das eine relevante Frage ist - aber ich hätte einen, der das nicht kann (und mich stattdessen Hormone schlucken lässt) nicht gewollt.
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02.12.2014, 17:32
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02.12.2014, 17:50
AW: Erfahrungen über verhüten mit NFP und Kondomen?
Bin auch NFP-lerin seit langer Zeit, immer pannenfrei und jetzt ganz frisch damit geplant schwanger geworden. Was ich nur noch sagen wollte: klar, wer keine Kondome mag, der muss in der gefährlichen Zeit dann enthaltsam sein. Aber erfahrungsgemäß ist das auch genau die Zeit, in der man extrem rattig ist
, das hat die Natur schon so eingerichtet 
Und ich halte Kondome durchaus für sicher, vorausgesetzt, man nimmt sich die Zeit, und sucht das passende Modell. Die normalen Gummis aus der Drogerie passen ja nur den wenigsten Männern. Da hilft nur, das beste Stück zu vermessen (Länge und Umfang) und dann einen "Maßanzug" zu verwenden (z.B. MySize-Kondome). Mein Freund war zuerst auch Anti-Gummi, aber das lag daran, dass er immer zu kleine Kondome benutzt hat - weil es im Handel nix anderes gibt. Seit wir die richtige Größe haben, stört es ihn nicht mehr und es gab auch noch keine (wirklich keine!!) Panne!
Aber Fakt ist auch, dass der Mann mitmachen und sich auch für die Regeln interessieren muss. Es ist nicht die richtige Verhütungsmethode für die Partygirls, die regelmäßig ONS haben. Das macht auch das Vermessen schwierig


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