Liebe aibo,
ja, während des Schreibens sind mir immer mehr Dinge aufgefallen, so dass ich dann zu dem Schluss kam, dass es wirklich nicht hauptsächlich an seinen Erektionsstörungen liegen kann.
Also, im Grunde ist mein Selbstwertgefühl gar nicht so schlecht. Ich kann auch gut alleine sein, benötige also nicht unbedingt einen Partner (wäre natürlich schöner, aber nur, wenn es passt). Ich habe viele Jahre ohne Partner gelebt, das geht also auch.
Aber ich bin halt der Meinung, dass es doch nicht zuviel verlangt sein kann, von seinem Partner ab und zu mal ein Zeichen der Begierde oder ein Kompliment zu meinem Äußeren zu bekommen... Oder? Ich vertrockne hier seit einem Jahr... im ersten halben Jahr war noch alles rosa bei mir, da fiel mir das nicht auf.
Genau: Ihm reicht es, dass ich da bin, für ihn gibt es keine Notwendigkeit, irgendetwas zu verändern. Probleme werden einfach totgeschwiegen. Am Samstag hatte ich versucht mit ihm zu reden (wir hatten eine Meinungsverschiedenheit bezüglich der Urlaubsplanung). Ich fragte, ob wir darüber reden können. Er meinte "Nö, bringt doch eh nix." Und den restlichen Tag tut er einfach so, als ob NICHTS im Raum stehen würde. Ich glaube, er glaubt das wirklich. Er verdrängte es einfach! Keine Notwendigkeit zu reden. Wie immer.
Das hat mir am Samstag echt irgendwie den Rest gegeben und ich habe das restliche Wochenende alleine in meiner eigenen Wohnung verbracht. Kein Bedürfnis, ihn zu sehen!
Er zeigt es mir an den praktischen, täglichen Sachen, dass er mich mag. Stellt für mich die Gartenliege in seinem Garten auf, so dass ich mich nur noch hinlegen muss, er bringt mir ganz verständlich die Getränke etc...:-)
Aber da ist halt immer noch der Punkt, dass ich mich nicht als SEINE FREUNDIN fühle. Manchmal denke ich, es könnte genauso gut eine andere Frau auf dieser Sonnenliege liegen. Ob er das überhaupt merken würde? Ich hatte ihm auch schon ein paar Mal gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass ich nur eine Gesellschafterin für ihn bin. Sein üblicher Kommentar "och koooommm...".
Was kann ich denn tun, damit ich eine gescheite Antwort von ihm bekomme??? Selbst, wenn er meine Frage mit "Nein, du bist nicht nur eine Gesellschafterin" abtut, glaube ich das nicht.
Ja, es gibt sicherlich das eine oder andere Medikament, das er nehmen könnte. Aber dafür sollte er halt erstmal zu diesem Urologen gehen, und da weigert er sich ja! Es ist wirklich zwecklos, darüber ein Gespräch mit ihm anfangen zu wollen. Er blockt total ab. Ich sagte ihm auch mal, dass ich so nicht sehr viel lange weitermachen kann (ja, war blöd, aber es rutschte mir so raus. Ausserdem isses die Wahrheit...). Auch dazu hatte er nichts zu sagen. Thema beendet.
Was seine Erektionsstörungen betrifft: Das erste Mal, als wir zusammen waren, hat es sogar ohne die blaue Pille geklappt! Danach nicht mehr und trotz Viagra nur ein weiteres Mal. Dass es sogar mal OHNE geklappt hat, ist für mich ein Zeichen, dass es bei ihm eine totale Kopfsache ist. Selbst, wenn ich mal wieder gebettelt habe, ob er nicht mal wieder...eine... Viagra...nehmen...könnte??, kommt von ihm nur die ganze Zeit: "Ach, das klappt ja eh nicht. Ich kann einfach nicht!!". So klappt es also trotz Viagra nicht!
Hatte ich ja, glaube ich, schonmal erwähnt, dass selbst ein Therapeut an ihm verzweifelt ist und zu ihm gesagt hat "Ich komme einfach nicht durch zu Ihnen". (Das war vor meiner Zeit).
Aibo, ich wünschte, ich könnte dir auch (bei irgendwas.. schick mir doch deine Bügelwäsche rüber) helfen, so wie du mir hilfst...![]()
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Ergebnis 41 bis 48 von 48
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04.08.2013, 20:51
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
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04.08.2013, 22:19
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
Meine Güte, sei froh, das du eine eigene Wohnung hast und dich zurückziehen kannst!
Knackpunkt ist, das er sich nicht mit dir auseinandersetzen will, egal bei welchem Thema.
Wenn das bei mir so wäre, dann wär ich schon lange weg........
Wir haben alles hinter uns: Therapeuten, Viagra u.s.w und es ist und bleibt schwierig.
Das Gefühl, vielleicht nicht attraktiv genug zu sein kenne ich, das kommt von allein geschlichen, wenn die Probleme zu lang andauern. Als ich jünger war, habe ich das lange weggeschoben, drei Kinder kamen und er ist ein wunderbarer Mann und Vater. Ich liebe ihn seit über dreizig Jahren.
Trotzdem bin ich , mit guter Libido und Genußfähigkeit ausgestattet schon oft verzweifelt darüber gewesen.
Alle, die hier schreiben es würde doch keine so große Rolle spielen und das ginge doch auch anders haben nicht Jahrzehnte damit gelebt. Ob man mal "Spielzeug" benutzt oder es die scheinbar einzige Zukunftsperspektive ist, ist ein großer Unterschied. Der Sex wird verkrampft, beide stehen unter Druck und es ist schwer aus diesen Verhaltensmustern wieder herauszufinden. Ich habe zuvor kein Forum gefunden, indem auch die darunter leidenden Frauen zu Wort kommen. Hier lese ich es zum ersten Mal. Hätten wir nicht so oft darüber gesprochen, oft unter Tränen, Lösungen oder Wege gemeinsam überlegt, wäre ich schon lange nicht mehr bei meinem Mann.
Zur Zeit ist alles ganz gut :-)
L.G.
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04.08.2013, 23:15Inaktiver User
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
fapaju, die te lebt nicht seit jahrzehnten damit.
und der mann ist 61 jahre alt.
sich da dermaßen auf erektion und viagra zu fokussieren, scheint mir eine sackgasse zu sein.
ich denke schon, wenn man in dem alter den sex nicht ganz aufgeben will, muss man doch mal seinen spielraum erweitern.
dass der mann so mauert, ist natürlich fatal...
du hast vermutlich recht, die situation scheint bereits recht verkrampft und entsprechend schwer aufzulösen.
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05.08.2013, 20:14
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
Liebe Peaches,
Puh!
Das Unvermögen Deines Mannes geht also noch viel weiter.....
Ich denke, das Schwierige daran, das irgendwie aufgedröselt zu bekommen, liegt einfach daran, dass Dein Mann nicht bereit ist, irgendetwas aufzudröseln, entweder, weil für ihn nichts verdröselt ist oder weil er sich einfach damit nicht auseinander setzen will.
Schwierig!
So oder so wird es aus meiner Sicht es nahezu unmöglich sein, etwas an der bestehenden Situation zu ändern, weil er als Blockierer im Weg steht.
Was bleibt?
DU änderst die bestehende Situation, mit den Mitteln, die Du hast.
Da er nicht MIT Dir irgendetwas bewirken oder verändern möchte, musst Du das verändern, was Du beeinflussen bzw. in der Hand hast.
Dich.
Mach Dir Gedanken darüber, was Dich stört und überlege Lösungsansätze, wie es sich gemeinsam verändern kann. Als Beisspiel:
Dein Absatz, in dem Du beschreibst, dass Du Dich nicht wie seine Freundin fühlst, eher wie seine Gesellschafterin.
Gib Dich hier mit den "...ach koooommmm...." Und so nicht zufrieden sondern fordere ein Gespräch ein, in dem er Dir erklärt, warum er Dir so das Gefühl der Gleichgültigkeit vermittelt.
Ich hoffe, Du verstehst, worauf ich hinaus will!
Wenn er dazu nicht bereit ist ist, sagst Du ihm, dass Du dazu keine Lust und auch keine Zeit hast und ihr in der nächsten Zukunft lieber mehr separiert wohnt und lebt.
Wenn ihr euch sehen wollt, macht ihr eine Verabredung miteinander, plant das Treffen und Zusammensein, bspw. lass uns nächsten Samstag ins Theater und danach irgendwo etwas essen.
Danach geht aber jeder wieder in seine Wohnung.
Mach Dir Dein Leben in Deiner Wohnung wertvoll, so dass Du auch froh nach Hause gehen kannst, wenn er Dir zu langweilig ist :-)
Und nach einiger Zeit wirst Du merken, wie es läuft.
Sollte ihm dieses getrennte Miteinander auch reichen, dann bist Du wirklich nur seine Gesellschafterin!
Ich hoffe, er checkt diesen Wink mit dem Zaunpfahl, glaube es aber nicht, nach dem, was Du geschrieben hast, liebe Peaches.
So oder so scheint es auf jeden Fall ZU wenig für DICH zu sein, liebe Peaches.
Ich wünsch Dir trotzdem einen zauberhaften Sommertag!
aiboomnia mea mecum porto
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11.08.2013, 23:24
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
Aibo
s geht nicht bei Deinem Mann. Ist das reversibel oder nicht?
Wenn man was unternehmen kann, dann ist es seine Beziehungspflicht, das zu tun. Oder mit Dir zu besprechen, warum nicht. Diese Besprechung geht solange, bis für Dich ein plausibler, nachvollziehbarer Grund "gefunden" ist.
In der TV-Werbung läuft jetzt immer so ein pflanzliches Tropfenmittel, irgendwas mit De... Dev.....
Das soll auch helfen.
Das ist absolute Geldmacherei..kein Wunder bei der Zielgrupppe..ist ein homöopathisches Einzelmittel, 20 ml kosten 30 ganze Euronen, wenn ich das Mittel als Deseo kaufe, und enthält nichts anderes als Damiana D4...das ich auch für einen Bruchteil des Geldes von der DHU bekommen kann.....
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12.08.2013, 10:21
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
Hallo Peaches *wink*
jetzt hab ich das alles hier gelesen und glaube,
das sind nicht seine Erektionsstörungen, die die Beziehung zerstören
sondern die Erwartungen, die ihr beide habt.
Und dass ihr zuwenig darüber redet.
Er sperrt sich da anscheinend SO sehr gegen, da trau ich mich jetzt gar nicht,
euch eine Paarberatung vorzuschlagen. Das find ich echt schade.
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12.08.2013, 14:45
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
Hallo brish,
danke für die Info. Soweit hatte ich mich noch gar nicht informiert. Wir haben diese Möglichkeit gleich wieder verworfen, als die Werbung an die Stelle mit "... dreimal täglich einnehmen...." kam.
Kommt für uns nicht in Frage.
Wobei unser tägliches Einerlei allerdings auch deutlich zufriedener zu sein scheint als das von Peaches.
Auch wenn nicht immer alles rund läuft und der eine oder andere Genervt- oder Frust-Abend auch mal mit dabei ist.
Aber wer hat den nicht?!
Habt einen schönen Tag,
aiboomnia mea mecum porto
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12.08.2013, 22:04
AW: Zerstören seine Erektionsstörungen die Beziehung?
Liebe Peaches,
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du dich wieder melden würdest.
Ich wünsch euch eine wunderbare Perseidennacht,
aiboomnia mea mecum porto


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