Sweeheart, bei mir begann das, als ich noch überhaupt keine Medikamente einnahm. Keine Pille oder sonst irgendwelche Hormone.
Nach einer Weile (ca. 1 Jahr oder länger) ging ich deswegen zum Gynäkologen.
Der fragte mich aber bloss, ob das nicht andere (er meinte partnerschaftliche) Probleme sein könnten.
Das war und ist überhaupt nicht der Fall!
Heute glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr dran, dass die Lust so richtig zurück kommt.
Für mich ist es nicht so störend - irgendwie so ähnlich als hätte man keinen Hunger mehr- dann denkt man auch nicht an Essen oder ans Kochen :) und wenn man isst, schmeckt es einfach nicht so lecker wie wenn man richtig viel Appetit hat.
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Thema: Sex in den Wechseljahren
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10.12.2012, 23:15
AW: Sex in den Wechseljahren
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10.12.2012, 23:43
AW: Sex in den Wechseljahren
Ich habe auch erst ein Dreivierteljahr nach diesem Einbruch mit der HET angefangen.
Ich hatte ja keine Wechseljahresbeschwerden, die WJ habe ich nicht wirklich mitbekommen. Sowohl die Wallungen und anderen körperlichen Beschwerden als auch das Verschwinden der Lust kamen erst nach der Menopause.
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11.12.2012, 07:41
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11.12.2012, 07:45
AW: Sex in den Wechseljahren
Vertretung,
auch das würde ich einmal gründlich untersuchen lassen. Selbst wenn dabei nichts herauskommen sollte - was ich mir nicht vorstellen kann, dann liegt es am Arzt -, dann hast du wenigstens das Gefühl, etwas unternommen zu haben. Zusätzlich dazu kannst du dich durch's Netz klicken.
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11.12.2012, 07:59
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11.12.2012, 09:04
AW: Sex in den Wechseljahren
Für mich wäre Sexlosigkeit absolut inakzeptabel (auf dauer). Ich würde darin einen Mangel an Aufmerksamkeit, Liebe und Respekt mir gegenüber sehen. Für mich ist es sehr wichtig meiner Frau etwas zu geben und sie zu verwöhnen. Ich freue mich darüber, wenn sie sich wohlfühlt. Zum Verwöhnen gehören dann ab und zu ein Goodie und auf der körperlichen Seite auch Massagen, Zärtlichkeiten, usw. Ebenso erwarte ich ähnliches natürlich zurück.
Das geht so weit, dass z.B. beim Frühstück ich ihren Kaffee mache und sie meinen. Das ist rein technisch zwar genau so aufwändig wie wenn jeder sich den Kaffee selbst macht, aber für das Zusammenleben eben doch ein großer Unterschied.
Gegenseitige Freude am Geben gilt somit natürlich ebenso für Sex. Wobei Sex nicht jedes mal Vaginalverkehr bedeuten muss. Eine Ehe ohne Sex ... für mich nur denkbar, wenn beide es so wollen.
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11.12.2012, 13:30
AW: Sex in den Wechseljahren
Ein Mangel an Aufmerksamkeit, Liebe und Respekt. Aha.
Ich kenne keine Frau, die es gar nicht abwarten kann, in die Wechseljahre zu kommen. Das ist eine Phase im Leben, auf die man keinen Einfluss hat; sie kommt, ob man es will oder nicht, und man kann sie nicht verhindern.
Inwiefern hat das etwas mit einem Mangel an Aufmerksamkeit etc. zu tun?
Es war auch nicht Sinn des Strangs, nähere Einzelheiten über die Gestaltung des Liebeslebens der Leser zu erfahren.
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11.12.2012, 13:45
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11.12.2012, 13:46
AW: Sex in den Wechseljahren
Es hat Auf und Ab's gegeben, da das Ganze ja erstmal (wie man auch hier in den Postings merkt) sehr ungewohnt ist, eigentlich hab ich mein ganzes Leben lang (bin 50) Sex auch als wichtiges Beziehungsbarometer empfunden.
Das ist doch in unserer Gesellschaft auch ein bisschen so üblich, nach dem Motto: wenn der Sex nicht stimmt, ist auch irgendwas anderes im Argen.
Wenn es aber über Jahre gestimmt hat und sich eigentlich nichts geändert hat an den Gefühlen - was soll man denn da tun?
Den Menschen deswegen austauschen?
Mein Mann und ich hatten guten und auch häufigen Sex, auch nach Jahren noch.
Da fragt man sich dann schon woran es wohl liegen kann, horcht ständig in sich hinein und redet (mehr oder weniger oft) auch darüber.
Es ist leichter geworden inzwischen - man gewöhnt sich an vieles - und mein Mann hat auch so seine Probleme, die sexuelle Unlust auslösen...
@Sweetheart
Den Gynäkologen hab ich seitdem (das war in 2010) mehrfach gewechselt.
Ich bin jetzt nach längerem Suchen bei einer sehr sympathischen Ärztin, die mich mit bioidentischen Hormonen wegen WJ- Problematik behandelt.
Sie sagt, dass es mit der Unlust eben bei manchen Leuten leider so ist (hormonell bedingt)
Für mich passt diese Erklärung.
Es ist (für mich) klar, dass Lust oder Unlust in jedem Fall von Hormonen abhängt. Meistens bekommt man davon Gott sei Dank nichts mit. Nur wenn irgendetwas aus dem Gleichgewicht gerät (Pille, Medikamente, Hormonmangel z.B. auch Schilddrüse) merkt man den Unterschied.
Und bei vielen Menschen lässt eben in den WJ die Hormonproduktion stark nach und man spürt Veränderungen oder bekommt Probleme.
Dagegen kann man wohl nicht immer etwas tun, ich hab einiges versucht und akzeptiere es eben seit einiger Zeit.
Ich hoffe, dass mein Mann mich deswegen nicht austauscht
Manchmal frage ich ihn deswegen, bisher hat er signalisiert, dass er damit zurecht kommt.
@ Frank
Das mit dem Kaffee ist ja niedlich
aber ganz ehrlich, mein Mann macht mir sehr oft Kaffee oder kauft mir sogar hübschen Kuchen dazu! Und natürlich tue ich solche Dinge für ihn, es gibt auch viele Zärtlichkeiten (mal mit mehr, mal mit weniger sexuellem Hintergrund) wir lieben uns ja schliesslich.
Es gibt ja auch nicht gar keinen Sex.
Es ist halt nur sehr wenig geworden und man muß irgendwie damit zurecht kommen.
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11.12.2012, 14:05Inaktiver User
AW: Sex in den Wechseljahren
Echt eng wirds, wenn man aufgrund von Vorerkrankungen eine HET gar nicht in Frage kommt - wie bei mir.
Dann hast du keine Hoffnung auf schnelle Besserung und musst den Scheixx so durchstehen.
Das ist keine einfache Zeit - auch nicht für den Partner..
Für mich bleibt die Erkenntnis, dass die WJ einfach eine Zeit des Rückzugs sind - die man braucht, um sich dann wieder der Welt neu zuwenden zu können. Für mich gab es da keinen "Umweg" ...Man lebt eine Zeitlang wie in einem Kokon und will einfach nur seine Ruhe - bei mir war das so...
Der Körper muss sich erst mal an einen niedrigeren Hormonspiegel gewöhnen, danach geht es einem auch besser.
Ich habe damals wertvolle Tipps bei der Hormonselbsthilfe.de erhalten - nicht jede kann mit denen was anfangen, aber für mich war es genau richtig.
Bei einigen verringert sich mit zunehmendem Alter das sexuelle Interesse. Da steht dann Nähe, Zärtlichkeit, Schmusen im Vordergrund....ist für mich das Natürlichere, als mittels Viagra und Gleitcreme unbedingt "erotisch" bleiben zu wollen - auch wenn es nicht geht..
Dazu kommt, dass uns die Medien gerne und oft zeigen, wie eine sexy Frau auszusehen hat...in erster Linie nämlich jung.
Da ist es doch nicht verwunderlich, dass man seinen alten Körper nicht mehr nackt präsentieren möchte - ich finde das völlig in Ordnung, es hat seine Berechtigung. Das ist keine Ablehnung des Partners - man kommt einfach mit sich selbst gerade nicht klar und findet es ganz oft sogar traurig, dass dies so ist.
Die Wechseljahre führen einem "Altwerden" vor Augen, mit allem drum und dran, mit Falten, Figurveränderung, aber auch erhöhter Empfindsamkeit, erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten, gefühlsmässigem Chaos...selbst sonst unverwüstliche Frohnaturen kriegen da auf einmal Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl. Es ist wie Pubertät - nur umgekehrt...statt auf eine aktive Lebensmitte zuzugehen, geht man nach den Wechseljahren davon wieder weg.
Das muss man erst mal verdauen - aber das kann man und danach sieht die Welt wieder heller, freundlicher und netter aus.
Schlimm ist es, wenn unterschiedliche Bedürfnisse da sind...schwer, da einen Kompromiss zu finden, der beiden Partnern gerecht wird...



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