Unser Sexleben war schon ein wesentlicher Bestandteil und immer schön. Also auch in den 20 Jahren unserer Ehe gab es natürlich auch Phasen, wo wir durch Stress oder einfach durch Zeitmangel zwischendurch vielleicht mal ein paar Wochen Pausen hatten, aber ansonsten war es schon sehr erfüllt.
Ich bin mir auch nicht 100%ig sicher, ob es wirklich an den Wechseljahren liegt, da ich eigentlich keine gesundheitlichen Probleme ansonsten dadurch habe, vermute es aber, dass es damit zusammen hängt.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 75
Thema: Sex in den Wechseljahren
-
09.12.2012, 20:32
AW: Sex in den Wechseljahren
-
10.12.2012, 04:01
AW: Sex in den Wechseljahren
Ich denke auch, weil es so typisch fuer Frauen in dem Alter ist. Und, die Lust kommt manchmal wieder! Sie ist nur fuer ein paar Jahre abgeschaltet. Was man auch noch tun kann als Frau ist zu ueberlegen, was einen anturnt. Ganz unabhaengig vom Partner. Ich weiss, wenn ich mich mehr bewege und ein gutes Koerpergefuehl habe, dass ich mich dann auch sexy fuehle. Z.B. Zumba oder Bauchtanzen (kein Witz!). Eine ander Art die "Maschine" in Gang zu bringen ist erotische Lietratur zu lesen (Anais Ninn?), sich ueberlegen, wen man alles sexy findet (schau' Dir mal "Skyfall" an) etc.
Es ist ja nicht nur fuer den Partner sondern auch, dass man sich selber eine Energie wieder holt, die man verloren hat.
-
10.12.2012, 09:23
-
10.12.2012, 11:37Inaktiver User
AW: Sex in den Wechseljahren
Würde mich zumindest nicht wundern.
Die Wechseljahre können einem ganz schön aus dem Tritt bringen...mir bescherten sie Schlaflosigkeit, Dauermüdigkeit, miese Laune, Gelenkbeschwerden, Frust, doofes Rührungsgeflenne und noch mehr Sensibilität, eine völlig unberechenbare Periode und einige Nettigkeiten mehr :-((
Das Selbstwertgefühl bekommt da mächtig Schlagseite, wenn man nicht aufpasst. Rückmeldungen von Männern...bleiben aus, weil man sein Befinden auch ausstrahlt.
Dazu läuft man erst mal auf Sparflamme und hat kaum noch Energie für Sport und sonstige Unternehmungen. Man ist einfach froh, wenn man den Tag überstanden hat und wieder mal eine Nacht wach im Bett liegen ...und sich irgendwelche gräßlichen Weltuntergangsszenarien ausmalen darf...
Das Schöne: auch das geht rum.
Und einiges Tages sieht man - hachwieschön!! - Licht am Ende des Tunnels. Erst wenig - und dann immer mehr...und dann ist es viel besser, wenn auch noch nicht so wie vor dieser blöden Zeit.
Dann hat man wieder Lust am Leben :-)))
Alleine dieser Gegensatz: erst alles dunkelschwarz...und dann siehste wieder Licht - das ist phantastisch!!!
Ich geniesse jetzt alles viel intensiver, weil ich solange nicht wirklich geniessen konnte...
Also nur Mut!
Was ich geschafft habe, kriegt ihr auch hin - es braucht nur Geduld - und einen geduldigen Partner...(der einem in dieser Sch...zeit echt leid tun kann...)
-
10.12.2012, 13:04
AW: Sex in den Wechseljahren
Sweethaert hat ja auch bereits eine mögliche Begründung genannt und die von Donkey erwähnte Nachbehandlung bei Krebs legt das ebenfalls nahe, denn eine solche basiert teilweise auf einem reduzierenden Eingriff in den Hormonhaushalt.
Wir Menschen sind halt keine Maschinen, die bis zum Totalausfall immer einigermaßen gleich funktionieren - wir stellen sozusagen ein sehr dynamisches Gleichgewicht komplexer Zusammenspiele dar, das sich nicht nur durch äußere Einflüsse verschiebt. Und größere Veränderungen vollziehen sich leider oft besonders dynamisch - um nicht zu sagen: chaotisch - in mitunter heftigen Schwankungen.
Klar gibt es die Hormonersatztherapien, aber sie beinhalten doch so bemerkenswerte Risiken, dass eine Unlust kaum eine vernünftige Indikation sein dürfte. Ich würde auch eher auf eine mentale Verlagerung hoffen, auf eine bewusst(er) konstruierte Erotik, ihr Suchen in und ihr Verbinden mit Gefühlen, die beispielsweise durch Musik, Kunst, Literatur, Mode, "starke" Orte und andere Genüsse "provoziert" werden können.
_____
Daraus kann dann meines Erachtens durchaus etwas Neues entstehen, eine veränderte Art von Attraktion und möglicherweise auch (vielleicht langsam, vielleicht erst später) körperlicher Interaktion. Die Frage ist doch, ob Sex immer auf ein Verstöpseln und einen Orgasmus (bzw. zwei) hinauslaufen muss?
Wenn und während frau sich mit liebevoller Massage oder anderen Arten weniger gezielter körperlicher Zuwendungen wohl fühlt, können beide womöglich auch "vertragen", dass mann anders, quasi egoistischer, zu seinem Höhepunkt kommt (oder auch alleine). Das gilt natürlich auch für den umgekehrten Unlustfall.
Solche Phasen brauchen einfach viel Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse und Nicht-Bedürfnisse auf beiden Seiten und sie erfordern eventuell unkonventionelle, aber sicher höchst einvernehmliche Lösungen, da es offenbar wenig wirklich befriedigende konventionelle gibt. Reines Abwarten - auch höchst verständnisvolles - ist ja eher eine unsichere Methode und manches "Konventionelle" ist potenziell sehr verletzend (auch wenn man das nicht will oder glaubt, das "nicht-wollen" zu können).
_____
Vielleicht sind hier Menschen im Vorteil, die über vielseitige SB-Phantasien und -erfahrungen verfügen oder über ein Repertoire von Neosexualitäten (am besten wohl gemeinsam). Ich muss dabei gerade auch an Stränge denken, in denen Frauen hier über die (Wieder-) Entdeckung verdrängter "geheimer Wünsche" berichtet und um Meinungen dazu gebeten haben. Ob das irgendwie zusammenhängt?
Schwierig wird's natürlich, wenn Frau zu garnichts Lust, an garnichts Freude hat - da käme ich mir mit meinen Gelüsten plötzlich wieder "unziemlich" vor (ich finde kein passenderes Wort - rücksichtslos, schmutzig, egoistisch, "primitiv"...?). Das wird offenbar weiblicherseits manchmal auch durchaus so "kommuniziert".
Insgesamt finde ich für alle sexuell bewussten Lebensphasen, dass die erotische Selbstliebe und die "nackte" Liebe zur Erotik (nicht nur als Autoerotik, auch als partnerschaftliche) in der positiven Wahrnehmung wie auch in der Vielfalt irgendwie zu kurz kommt.
_____
Gerne wird immer gesagt: "Du musst Dich selbst lieben (können), um geliebt zu werden!" Ich wage zu bezweifeln, dass das immer auch sexuell gemeint ist. Dabei wäre es in so vielen Situationen möglicherweise von Vorteil und Nachteile kann ich keine ausmachen (wenn man nicht gerade den bekannten "erregenden" Hoheits- und Exklusivitätsanspruch pflegt).Geändert von Cygnus (10.12.2012 um 13:51 Uhr)
Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
-
10.12.2012, 18:02
AW: Sex in den Wechseljahren
Das war wieder ein kluger Kommentar von Dir, Cygnus, und man fragt sich zu Recht, ob die Lustlosigkeit eine Hormonersatztherapie rechtfertigt, die ja bekanntermassen auch unter Medizinern kontrovers diskutiert wird.
OB die Unlust allerdings auf Hormonschwankungen, die ja eigentlich "normal" sind, zurückzuführen ist, kann nur ein Hormonspiegel ergeben, der über einen längeren Zeitraum beobachtet werden muss. Danach kann dann entschieden werden - und ich hoffe, die TE findet einen guten Facharzt (am besten einen erfahrenen Endokrinologen) der ihr bei der Entscheidungsfindung hilft.
Andererseits darf nicht unerwähnt bleiben, dass mögliche Folgen einer Hormonersatztherapie (wie verschiedene Krebsarten, Herz- und Kreislaufprobleme uam) auch ohne sie vorkommen.
LG SweethAErt
-
10.12.2012, 19:44
AW: Sex in den Wechseljahren
My-Sun, genau mein Thema.
Ich habe alle Lust auf Sex verloren.
Meinen jetzigen Partner habe ich in den Wechseljahren kennengelernt. Im ersten Jahr hatten wir fast täglich Sex, aber direkt wenige Wochen nach der letzten Periode, da fingen die Wallungen an und das Herzrasen und die Lust war kurz darauf einfach weg.
Dabei hatte ich immer viel Interesse an Sex. Der Sex war spannend und ich habe viel ausprobiert und Phantasien ausgelebt. In meinen Beziehungen und auch als Singel, da war es dann Sex mit mir. Überhaupt war ich immer sehr körperlich.
Jetzt denke ich nicht mal mehr an Sex, außer, weil ich mich mies gegenüber meinem Partner fühle.
Ich habe keine sexuellen Träume oder Gedanken mehr, mein Interesse an SB ist auch weg, die Phantasien auch ... Ich mag auch keine Berührungen an bestimmten Stellen mehr, ich empfinde sie unangenehm, genauso wie ich nicht mehr nackt sein mag. Das kam alles innerhalb kurzer Zeit.
Es fehlt mir auch nichts, obwohl es ja vorher immer schön und aufregend war. Es macht mich auch traurig, dass mein Partner unter meiner Unlust leidet. Wenn ich gewusst hätte, was da passiert hätte ich in den Wechseljahren keine Beziehung mehr angefangen.
Die Hormonersatztherapie, die ich seit 1 Jahr wegen der Menopausen-Beschwerden bekomme hat nichts abn der Unlust geändert. Ich kenne mich so nicht. Nur ganz früher, als ich die Pille nahm, war die Lust auch ganz weg. Damals hat sich das geändert, als ich anders verhütet habe.
-
10.12.2012, 20:03
AW: Sex in den Wechseljahren
Ich unterschreibe mal - leider- fast 100% bei Vertretung.
Bei mir ist es sehr ähnlich, obwohl ich früher nie derlei Probleme hatte.
HET hat zwar die vordergründigen WJ-Probleme beseitigt, aber die Unlust bleibt (leider)
Die fing bei mir auch schon einige Zeit vor Hitzewallungen und ähnlichem Kram an.
Bei Freundinnen in meinem Alter höre ich aber selten etwas darüber. Da hat auch kaum eine Wechseljahresprobleme, das würde dafür sprechen, dass die doch nicht so häufig sind, wie man es manchmal beim Lesen in den entsprechenden Foren denkt.
-
10.12.2012, 20:25
AW: Sex in den Wechseljahren
Könnte es nicht sein, dass die Medikamente, die du jetzt nimmst, nicht richtig dosiert oder zusammengesetzt sind? Hast du mit deinem Gynäkologen darüber gesprochen? Wenn nicht, solltest du es tun; er kann dir vielleicht etwas anderes verschreiben.
Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass diese Schwierigkeiten mit der Hormongabe zu tun haben - kaum vorstellbar, dass das Verlangen von heute auf morgen aufhört!
Und eigentlich geht es ja nicht nur um den Verlust von Lebensqualität, denn schliesslich kann auch die Partnerschaft darunter leiden oder sogar zerbrechen.
Action ist angesagt!
-
10.12.2012, 20:25Inaktiver User
AW: Sex in den Wechseljahren
ich schleich auch schon eine Weile um den Thread rum....Vertretungs Posting hat es auch bei mir 100%ig auf den Punkt gebracht, leider .....und schön ist es nicht ..aber mal positiv zu sehen..mein Mann muss lebenswichtige Medikamente mit entsprechenden Nebenwirkungen nehmen ...Druck entsteht so in unserer Ehe wenigstens nicht
HET hat keine Besserung gebracht



Zitieren


