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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Die meisten leichten Nebenwirkungnen bei Anwenderinnen (die heißen bewusst nicht Patienten) werden durch die Masse zwischen den beiden Ohren verursacht.
    Schön, dass es Anwenderinnen gibt, die offenbar keine Probleme haben. Hier aber pauschal die These aufzustellen, die Nebenwirkungen wären psychisch verursacht, finde ich ehrlich gesagt einen Schlag ins Gesicht aller "Anwenderinnen" (wie mir), die mit massiven Problemen zu kämpfen haben.

    Ironisch von bösen Hormonen zu sprechen, zieht das Thema für mich ins Lächerliche und ist einfach nur ein Tribut an die liebe Pharmaindustrie, die nach dem Motto arbeitet "es ist nicht, was nicht sein darf".

    Schlimm genug, dass man schon gezwungen ist, zum mündigen Patienten zu werden, weil es Ärzte gibt, die nur noch die Abrechnungsbrille aufhaben.

    Ich fand es damals nicht lustig, als ich mit 27 zu therapeutischen Zwecken (Endo) die Dreimonatsspritze alle 4 Wochen gesetzt bekam, darauf mit vorzeitigen Wechseljahren, Zwischenblutungen, Kreislaufproblemen, Körpergeruch etc. reagierte und auf meine Frage, wie die Therapie denn weitergehen solle, zur Antwort bekam "ich verschreibe Ihnen jetzt Psychopharmaka, danach versuchen Sie mal Ihre Kinder zu bekommen, wenn es überhaupt noch geht. Und dann räumen wir Sie aus, denn die Hormone kann man sich ja auch oral zuführen".

    Dass meine oben beschriebenen Sympthome bei Nachlassen der Spritzen-Wirkung plötzlich weg waren, würde ich jetzt nicht wirklich meiner Einbildung zuschreiben.

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Ich habe bisher weder Frauenarzt noch Frauenärztin gefunden, bei dem/der ich nicht das Gefühl hatte, das die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel das A und O ist und alles andere quasi nicht existiert.

    Das extremste Beispiel waren monatelange Zwischenblutungen. Der Arzt meinte dazu immer nur, ich solle die Pille halt noch genauer nehmen (am Ende war ich wirklich Minutengenau, ohne das es geholfen hätte) und das mein Eisenspiegel dauernd im Keller ist hätte damit gar nichts zu tun. Nach einem Wechsel des Arztes und der Pille waren Zwischenblutungen und Eisenmangel zwar plötzlich weg, dafür wurde mir dann mit jedem Ansetzen der Pille stärker übel. Die Kotzerei war aber natürlich auch vollkommen unabhängig von der Pille. Weitere Versuche mit anderen Präparaten liefen zwar nicht so katastrophal, aber auch nicht wirklich erfolgreich ab.
    Später habe ich auch den Nuvaring versucht, davon bekam ich, neben anderem, vor allem starke Stimmungsschwankungen bis hin in die Depression. Da saß das Problem auf jeden Fall auch auf den Schultern

    Anfangs wurden mir die Mittel wegen starker Regelschmerzen verschrieben, nicht aus Verhütungsgründen. Über Alternativen wurde gar nicht gesprochen bzw. meine Fragen wurden abgewürgt und ich war zwischen 17 und Anfang 20 einfach nur dankbar für jede Hilfe, damit ich nicht tagelang flach lag. Irgendwann habe ich einfach alle Hormone abgesetzt und die Regelschmerzen sind gottseidank bisher von alleine im erträglichen Rahmen. Nach einem erneuten Hormonversuch (damals mit dem Nuvaring und Pflaster) als ich meinen Freund kennenlernte habe ich mir dann selbst und gegen den ausdrücklichen Rat meiner Frauenärztin eine Adresse herausgesucht, wo mir ein Diaphragma angepasst wurde. Sowohl die alte als auch meine (mal wieder) neue Frauenärztin fragen jedes Mal, ob ich nicht doch wieder die Pille haben will.
    Geändert von Nipa (24.07.2012 um 11:50 Uhr)

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Ich war letztens auch ziemlich entsetzt, als ich von meiner FÄ zu hören bekam, dass es besser wäre, ich würde die Pille nehmen (Ü 40 und Raucherin), als dass mein Mann mit Kondom verhütet. Die "Versagerquote" beim Kondom läge bei 12%! Dann wurde mir noch warnend vor Augen geführt, dass sie eine Patientin hat, die auch auf Kondom vertraut hat und jetzt mit Ü 40 schwanger ist und das "gar nicht lustig" findet!!!
    Nee, das hat mir schon wieder gereicht... Was bitte schön kann denn besser sein, als KEINE Medikamente zu nehmen?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  4. Moderation

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Die meisten leichten Nebenwirkungnen bei Anwenderinnen ...werden durch die Masse zwischen den beiden Ohren verursacht.
    Hast du für diese Aussage Belege?
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    ich hatte auch nebenwirkungen beim nuvaring, fast genauso stark wie bei diversen pillen. zwei gyns haben das nicht ernst genommen, meine jetzige hat die problematik sofort nachvollziehen können und gar nicht in frage gestellt. auch kleinste hormondosen greifen in einen komplizierten kreislauf ein, das muss man sich immer vor augen führen.

  6. gesperrt

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Zitat Zitat von apfelschnecke Beitrag anzeigen
    ich hatte auch nebenwirkungen beim nuvaring, fast genauso stark wie bei diversen pillen. zwei gyns haben das nicht ernst genommen, meine jetzige hat die problematik sofort nachvollziehen können und gar nicht in frage gestellt. auch kleinste hormondosen greifen in einen komplizierten kreislauf ein, das muss man sich immer vor augen führen.
    Das kann ich leider nur bestätigen.
    Ich hatte große Hoffnung, im Nuvaring eine für mich passende Verhütungsmethode zu finden, dem war aber nicht so.
    Eine sehr häufige Nebenwirkung sind auch Pilzinfektionen, was mein Freund dann auch nochmal durch seinen Urologen bestätigt bekam.
    Ich habe den Ring dann sofort wieder abgesetzt.

    LG Milk_

  7. Inaktiver User

    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Zitat Zitat von apfelschnecke Beitrag anzeigen
    auch kleinste hormondosen greifen in einen komplizierten kreislauf ein, das muss man sich immer vor augen führen.
    Eben. Denn man greift ohne Not (aus Sicht des Körpers) in ein kompliziertes Gefüge ein, das noch dazu bei jedem anders austariert ist. Ich glaube, das machen sich viele Leute schlicht nicht klar.

  8. Inaktiver User

    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Nö, bekommt sie nicht wirklich.
    Verhütung wird von der GKV nicht bezahlt, das kann sie nicht abrechnen.
    Sie bekommt eine Pauschale pro Patientin und prinzipiell ist ihre persönliche fachliche Meinung sehr wohl gestattet.
    Aber nicht wenn es im Beipackzettel unter den unerwünschten Wirkungen steht. Dann ist ihre fachliche Meinung zwar persönlich aber fachlich falsch.

    Such Dir doch einfach eine passende Gynäkologin, die Dir keine bösen Hormone verschreibt.
    Hormone sind per se nicht böse. Hormone bewirken etwas was die allermeisten nicht annähernd sich vorstellen können weil dafür kein Modell besteht. Diejenigen, die beispielsweise Hormonkrisen (Schilddrüse, hypertensive Krise, etc.) erlebt haben, die wissen sehr genau wie schon kleinste Störungen der Regelkreise im Hormonsystem Mensch massive Beeinträchtigungen nachsich ziehen können.
    Durch Deine flapsige Antwort zeigst Du nur, dass Dir in keinster Weise bewusst ist was Hormone für Auswirkungen haben können.
    Und leider bleibt es ja nicht dabei, dass es nur isoliert auf einen Menschen wirkt, die Medikamente gelangen ja über die Abwässer in den Kreislauf zurück und ins Grundwasser und wir alle nehmen sie mal mehr mal weniger auf. Das die Auswirkungen sich erst Jahrzehnte später zeigen können wird ja nicht mehr den Hormonen zugeschrieben, der Zeitraum ist für einen Menschen nicht überschaubar und schon gar nicht nachweisbar. Nur die Erfahrungen und die Auswirkungen sind sichtbar und einige davon werden eben auf die Hormone zurückgeführt.
    Und in der Tat sind unkontrolliert gegebene Hormone böse um bei Deinem Wortgebrauch zu bleiben, genauso wie man es nicht im Griff hatte und durch Hormongaben Brustkrebs ausgelöst wurde.
    Nichts gegen die Pille aber das negieren der negativen Auswirkungen und runterspielen von Tatsachen wie Du es hier betreibst ist schon bemerkenswert.

    Die meisten leichten Nebenwirkungnen bei Anwenderinnen (die heißen bewusst nicht Patienten) werden durch die Masse zwischen den beiden Ohren verursacht.
    Fakt ist, dass in Deutschland nur Ärzte die Mittel verschreiben dürfen. Das diese Hormone hier nicht für eine Krankheit einsetzt werden und damit Frauen als Anwenderinnen bezeichnet werden hat doch nur kosmetischen Charakter. Klar ist jemand kein Patient weil er verhütet, dennoch sollte man sich mal darüber Gedanken machen warum man sich freiwillig ein Medikament einschmeisst und was man damit im Körper anrichten kann.

    Ob jemand Probleme bekommt oder nicht hängt davon ab wie das eigene Hormonsystem diesen massiven Eingriff verkraftet und wie gut die Entgiftungskaskade im Körper arbeitet.

    Und noch ein Aspekt:
    Selbst wenn Deine These stimmt, also selbst wenn das Problem die Masse zwischen den Ohren ist, selbst dann ist das ernstzunehmen und nicht abzuwerten was leider viel zu oft noch geschieht. Das Gehirn schüttet ja Botenstoffe aus, die die Drüsen anregen Hormone zu bilden und dann negativ rückgekoppelt wieder gebremst wird. Was meinst Du passiert da im Gehirn wenn ich ihm ständig was vorgaukle?

    Du befindest Dich aber mit der Intention Deiner Aussage leider genau noch bei den Menschen, die auch meinen alles was körperliche Symptome sind ist statthaft zu behandeln alles andere ist psychischer Humbug und Einbildung.

    Ich empfehle Dir die neuesten neurowissenschaftlichen Ergebnisse zu lesen, da findest Du mitlerweile einige der Dinge wissenschaftlich widerlegt, die man immer noch so durch den Raum wabern sieht.
    Geändert von Inaktiver User (24.07.2012 um 15:38 Uhr)

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Ich denke, das Problem sind nicht die "bösen Hormone", sondern die Erwartungshaltung der Frauen an die Pharmaindustrie und die Verhütung im allgemeinen. Man möchte nur die Vorteile, aber leider nicht die Nebenwirkungen, die jede Methode mit sich führt. Man kann aber nicht alles haben, man muss bei jeder Methode Abstriche machen und sich überlegen, was einem wichtiger ist.

    Frauen wollen bei Verhütung
    -Sicherheit
    -Verträglichkeit
    -nicht zu viel Aufwand / sexuelle Spontanität

    inklusiver toller Begleiterscheinungen wie verbessertes Hautbild etc.

    Wenn man dann aber liest, dass hier explizit nach Pillen gefragt wird, von denen man NICHT zunimmt und bei 2 kg Gewichtszunahme die Packung in die Ecke geschmissen wird und der FA ja doof ist und keine Ahnung hat, dann frage ich mich schon, was die Damen denn erwarten. Aber ein größerer Busen darf es gerne sein (dies geht übrigens auch mit Gewichtseinnahme einher), mal ganz zu schweigen von verkürzten Blutungen.

    Hormone greifen in den Körper ein und das hat eben nicht nur Vorteile.

    Dann muss man sich fragen, was einem wichtiger ist. Will ich Sicherheit, oder bin ich bereit, auch auf andere, nicht hormonelle Methoden zu vertrauen. Dann habe ich aber mehr Aufwand, muss noch disziplinierter sein. Man kann die Verhüterei auch ganz bleiben lassen und verhütet per Koitus Interruptus, mit dem Risiko, vier mal pro Jahr in der Abtreibungsklinik zu landen und dann jedesmal knapp 500 Euro dort liegen zu lassen.

    Was bleibt dann noch? Kondome wollen viele nicht wegen dem Gefühl und der reduzierten Sicherheit.

    Die Spirale wollen viele auch nicht, weil es ja ein Fremdkörper ist, das Einlegen schmerzhaft sein kann und es zumindest bei der Kupferspirale zu verstärkten und verlängerten Blutungen kommen kann.

    Diaphragma ist vielen auch zu umständlich, NFP ebenso und nicht jeder hat die Disziplin, an den vermeintlich fruchtbaren Tagen zusätzlich zu verhüten oder zu verzichten. Womit wir wieder bei der Konsequenz wie bei Koitus Interruptus wären.

    Und Sterilisation ist vielen zu radikal, außerdem möchte man ja vielleicht doch nochmal Kinder und eine Vollnarkose und die Kosten (600 bis 1000 Euro) möchte man auch nicht auf sich nehmen.

    Ich kann die ganze Verhütungspalette hoch und runter testen, nur dann muss auch irgendwann das Gejammer aufhören. Irgendwann bleibt dann eben nichts mehr übrig.

    Wer eine Methode mit einem Pearl-Index von unter 1,3-2,0 will (hormonelle Methoden oder IUP), der muss eben damit rechnen, dass er neben einer angenehmeren Periode ein paar Pickelchen oder 3 kg mehr in Kauf nehmen muss.

    Und schuld daran sind nicht die bösen Pharmakonzerne oder die abzockenden FAs - man kann den Frauen nur das anbieten, was auf dem Markt verfügbar ist. Und wenn nichts gut genug ist und ich panisch täglich auf der Waage stehe, dann habe ich in der Tat ein persönliches Problem und daran ist niemand anders schuld.

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    AW: Frauenärztin leugnet Nebenwirkungen des Nuvarings :-S

    Zitat Zitat von parfum Beitrag anzeigen
    Wer eine Methode mit einem Pearl-Index von unter 1,3-2,0 will (hormonelle Methoden oder IUP), der muss eben damit rechnen, dass er neben einer angenehmeren Periode ein paar Pickelchen oder 3 kg mehr in Kauf nehmen muss.

    Und schuld daran sind nicht die bösen Pharmakonzerne oder die abzockenden FAs - man kann den Frauen nur das anbieten, was auf dem Markt verfügbar ist. Und wenn nichts gut genug ist und ich panisch täglich auf der Waage stehe, dann habe ich in der Tat ein persönliches Problem und daran ist niemand anders schuld.
    Parfum, ich stimme dir fast vollumfänglich zu. Viele Frauen machen sich zu wenige Gedanken, da hast du Recht. Ob die eine besser Rossnatur haben als andere, sei jetzt mal dahingestellt. Wenn es dann wirklich nur um Pickelchen oder 2kg mehr geht, sind das definitiv Luxusprobleme.

    2 Punkte möchte ich trotzdem noch relativieren: diese ganze Vorteile werden m. E. sehr wohl seitens der Pharmaindustrie an die Mediziner und von denen weiter an den Kunden kommuniziert. Im Versuch, alles zu vermeiden, was irgendwie einen negativen Nimbus haben könnte und den letzten kritischen Anwender überzeugen soll. Aus eigener Erfahrung könnte ich dir Aussagen wiedergeben von Ärzten, eben zum Thema Endo + richtige Hormontherapie oder - verursacht durch den Nuvaring - wiederholte Blasenentzündungen, die an Inkompetenz nicht zu überbieten waren. In beiden Fällen winkte man mir mit einem Präparat vor der Nase rum, das alle meine Probleme beheben würde. Tat es aber nicht. Seltsamerweise hatten beide Ärzte Hochglanz-Prospekte des entsprechenden Präparats im Wartezimmer liegen, und die USPs hatten sie wohl auswendig gelernt, so sehr glichen sie dem Text dort.

    Wer aber wirklich mal ein ECHTES Problem mit Nebenwirkungen hatte, dem reißt bei diesen flapsigen Aussagen à la "ist doch alles nur im Kopf" die Hutschnur. Ich z. B. würde den Nuvaring lieber heute als morgen absetzen. Kann ich aber nicht, eben aus medizinischen Gründen, und muss also mit den Nebenwirkungen leben.
    Die definitiv vorhanden sind. Denn trotz Nuvaring spüre ich meine Zyklusphasen, ich war da schon immer sehr sensibel, und ich kann dir auf den Tag genau sagen, welche NW in welcher Phase auftreten und wann sie wieder verschwinden. Nachdem ich da die Uhr danach stellen kann, heißt das, der Hormonspiegel schwankt auch mit Ring, und das spürt man eben.

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