Hallo ruhrpott79,
erst einmal auch von mir
berkel hat das sehr ausführlich geschrieben. Du musst halt wegen Fehlen von Freunden auch schauen, wer dir Kraft gibt. Hab da was gefunden:
http://www.krebshilfe.de/fileadmin/I...ngehoerige.pdf
Da steht ganz weit unten auch eine Adresse, wo du dich hinwenden kannst.
Ich wünsch euch beiden alles Gute und viel Kraft!
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06.02.2012, 14:40Inaktiver User
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
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06.02.2012, 14:41Inaktiver User
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
Liebe Dharma, nicht gleich so aggressiv....
ich denke, das kann er sehr wohl.
Er er tut alles mögliche für sie und sie beide... und so furchtbar wenig kommt zurück. Das ist schon durchaus völlig verständlich, das sie das momentan wohl auch gar nicht kann. Nichts desto trotz ist das auch eine ebenso gewaltige Belastung für ihn, schon allein durch den Zeitraum in dem das ganze sich nunmal leider abspielt.
Das es nicht um Sex an sich geht, das hat er auch schon erkannt, sondern einfach auch um ganz alltägliche Zeichen der Zuneigung und Zärtlichkeit, das er auch eine "Würdigung" für seinen Einsatz "fühlen"!!! kann. Das Bedürfnis geliebt zu werden... knallhart ausgedrückt... ist völlig normal und absolut wichtig - für ihn bzw. für ihre Ehe. Und ich denke genau das fehlt ihm einfach unheimlich und zieht ihn noch weiter runter, als das es die ganzen anderen Dinge schon allein tun.
Und da sucht er jetzt Hilfe... was ich wirklich sehr gut finde, das er es geschafft hat, das zu erkennen. Denn das ist verdammt schwierig sich dahingehend zu überwinden... wie Du vermutlich auch weist.
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06.02.2012, 15:30
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
@berkel
danke für den Link, ist schon hilfreich. Nachfolgendes ist auch für dein Post gedacht.
@tabea
Danke für deine Unterstützung und auch Anerkennung.
Ich denke zum Verständnis der Gesamtsituation (Patchworkfamily mit 4 Kindern je 2 und 2) muß ich doch ins nicht vollständige Detail gehen, den seit ca. 2003 gibt es jährlich "was auf die Fresse" (Dieter Nuhr).
Erst zog unsere erwachsene Tochter, die psychisch seit der Jugend instabil ist (Transgender) Hals über Kopf bei uns wieder ein und das führte uns schon an die Grenze auch vom Verständnis her.
Ein Jahr später starb die Schwiegermutter nach 12 jährigem Kampf gegen Krebs, was meine Frau natürlich schwer belastete, zumal es in der Familie zu unsäglichen Vorkommnissen im Zuge der Beerdigung/Nachlass kam. Zeitgleich machte die Firma meiner Frau bankrott, auf das Geld warten wir bis heute. Also Selbständigkeit für sie, da laut Arbeitsamt eigentlich zu alt.
Neues Jahr, neues Unglück: die Tochter beschloß nun mal wieder lesbisch zu sein und zog mit einer Freundin zusammen..auf unsere Kosten, da selbst nie gearbeitet. Der älteste Sohn kam von der Bundeswehr und damit kam das Drogenproblem..seit Jahren latent da, aber nun in all seiner "Schönheit". Arbeitsplatz futsch, diverse Krankenhausaufenthalte, orientierungslos auf BAB rumgelatscht, schließlich Zwangseinweisung, Entmündigung, Therapie.
Wieder neues Jahr und...genau: sich um den Sohn kümmern, Wohnung, Arbeitsplatz suchen, alles einrichten, da ja kein Geld da ist. Meine Frau übernahm ein Geschäft, was auch mit viel Arbeit verbunden war. Und das war dann für mich zuviel: Herzinfarkt und aus die Maus. Drei Monate Ruhe, aber keine vor Problemen. Frau natürlich an der Grenze der Belastbarkeit, Kinder, die machen was sie wollen, obwohl erwachsen. Ärztlicher Rat: wenn Sie so weitermachen beruflich (12 Stunden Tag mit täglich 200 km Fahrt zur Arbeit hin/zurück), steh ich in drei Jahren an ihrem Grab. Also leitende gut dotierte Position gekündigt und damit waren wir im nächsten Jahr
...und das Pech bleibt uns treu: Krebsdiagnose bei meiner Frau, kurzfristig mußte Geschäft geschlossen werden, da mit Angestellten nicht rentabel. Eigene Selbständigkeit aufbauen, OPs und und..das Jahr vergeht
und ein weiteres kommt: Umzug, da Wohnung nicht zu halten, die Kinder machen Probleme, Verwandte lassen tolle Sprüche ab wie: "dein Krebs ist nur, weil Du den falschen Mann hast!" und natürlich OPs, Ärzte, Krankenhäuser, natürlich Ärger mit der Krankenkasse (nur tote Kunden sind gute Kunden) etc etc.
und so geht es weiter und weiter...
wenn es nicht so traurig wäre, müßte man lachen!
Ist nicht vollständig, es gab noch mehr (kann noch streitsüchtige Exfrau, nicht gewollte Schwangerschaft einer Freundin eines Sohnes mit interkulturellen Auseinandersetzungen, ein und ausziehenden Sohn Nr.4, Studienabbruch Sohn3 etc. anbieten)
Vielleicht versteht ihr, warum ich sage:
ICH HABE FERTIG!
Optimistische Grüße
ruhrpott79
P.S: Ich habe mir das alles noch mal durchgelesen, ich glaub ich mach da ein Drehbuch draus. Fällt mir erst beim Schreiben auf, was so alles passiert ist.Geändert von ruhrpott79 (06.02.2012 um 15:34 Uhr) Grund: Galgenhumor...mit Tränen in den Augen!
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06.02.2012, 15:41
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
Eigentlich ein bisschen viel für ein Leben, oder?
Bis auf Weiteres a.D.
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06.02.2012, 15:42
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
Liebe Rosa_Roth
Danke für die Aufmunterung.
Die Adresse hatte ich schon, trotzdem DANKE!
In den Gesprächsgruppen ist es leider so, dass da zu 99% Krebskranke sitzen und keine Angehörigen.
Hauptgesprächsthema ist natürlich die Krankheit und wie man als Erkrankter damit umgeht.
Was ich jetzt sage ist nicht böse gemeint: das dauernde Gespräch über Krebs zieht mich runter und das kann ich nicht gebrauchen. Ich suche Austausch mit Angehörigen, die gleiche Probleme haben, da ich allein nicht weiterkomme.
Liebe Grüße
ruhrpott79
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06.02.2012, 15:44
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
@tabea
stimmt...aber ich nehme eben alles was kommt mit. Einfach war nie mein Ding
ich merk gerade: Galgenhumor tut gut..man kann mal wieder schmunzeln, vielleicht wird noch ein Lachen draus.
ruhrpott79
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06.02.2012, 15:47Inaktiver User
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?

Schön, das Du bei all dem, Deinen Humor noch nicht ganz verloren hast...
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06.02.2012, 15:53
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
das Leben ist doch ernst genug...siehe mein Leben
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06.02.2012, 15:54
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
So ein Post finde ich unmöglich!!
Kann man sich vielleicht vorstellen, dass es nicht nur den Patienten gibt? Das der Partner eigentlich gesund aber genauso betroffen ist? Sich sein Leben auch komplett ändert und eingeschränkt ist? Kann man das vielleicht auch mal nachvollziehen?????
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06.02.2012, 15:55Inaktiver User
AW: Kein Sex mehr nach Brustkrebserkrankung...erwarte ich zuviel ?
Bei den vielfältigen Problemen wirst du nicht eine Gruppe brauchen, sondern mehrere. Das geht natürlich nicht. Deshalb würde ich dir schon mal den Gang zu deinem Hausarzt empfehlen und ihn mal nach geeigneten Psychologen in deiner Nähe fragen.Ich suche Austausch mit Angehörigen, die gleiche Probleme haben, da ich allein nicht weiterkomme.
Das du das noch nicht gemacht hast, verstehe ich nicht.
An einem der vielen Punkte musst du ja ansetzen.


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