Hi
Durch meine Herzerkrankung und der dadurch notwendigen Medikation kam es bei mir im September diesen Jahres zur Fehlgeburt!
Geplant war die Schwangerschaft nicht aber da bei mir die meisten Verhütungsmittel wegfallen haben wir nur mit Kondom verhütet, 2 Jahre gings gut, nur ist es dieses eine Mal gerissen und war auch gleich erfolgreich.
Die Ärzte raten mir von einer Folgeschwangerschaft ab!
Durch meine Medikation sind Normale Pillen für mich nicht geeignet, die Minipille und die Hormonspirale habe ich nicht vertragen, Unterbinden würden sie nur sehr ungern wegen erhöhter Blutungsgefahr (bin blutverdünnt)!
Mein Partner will sich nun sterilisieren lassen.
Wer hat damit Erfahrungen?
Was sind die Risiken?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 16
Thema: Sterilisation beim Mann!
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25.12.2011, 16:00Inaktiver User
Sterilisation beim Mann!
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25.12.2011, 16:23
AW: Sterilisation beim Mann!
Dazu gibt es schon einige Stränge. Vielleicht findest du mit der Suchfunktion für dich Passendes.
Mein Mann hat sich vor ca. 12 Jahren sterilisieren lassen. Der Eingriff war vollkommen unkompliziert. Er ist morgens ins Krankenhaus gegangen, am Nachmittag habe ich ihn wieder geholt. Er hatte keine große Schmerzen, nach ca. 6 Wochen wurde eine Nachuntersuchung des Ejakulats gemacht, ob noch lebende Spermien vorhanden sind. War nicht so.
Unser Sexleben hat sich nicht verändert. Mein Mann hatte, als das Gespräch auf diese Form der Verhütung kam, etwas Sorge, dass sich die Vasektomie auf seine Potenz auswirken könnte. Diese Sorge hat ihm der Arzt sehr einfühlsam genommen.
Wenn kein Kinderwunsch (mehr) besteht, ist die Vasektiomie beim Mann die schonendere und einfachere Möglichkeit.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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25.12.2011, 16:36
AW: Sterilisation beim Mann!
Hallo Iche und willkommen hier bei uns
Zu deinem Thema habe ich hier einen Strang (bitte hier klicken)gefunden, der die männliche Sterilisation betrifft. Vielleicht liest du dich dort einmal ein und bekommst so schon einige Antworten auf deine Frage.
Es werden sich hier sicherlich noch einge zu Wort melden, die sich mit diesem Thema schon auseinandergesetzt haben.
R-osige Grüße
.
Öffne die Augen und knutsche das Leben 
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27.12.2011, 09:38Inaktiver User
AW: Sterilisation beim Mann!
habe es vor über 15 Jahren ambulant mit lokaler Anästhesie machen lassen, und die Sache - ausser ein paar Stunden nach der OP - nicht bereut. Keine Schmerzen, keine Potenzprobleme, kein Schwangerschaftsrisiko, ich würde es immer wieder machen. Und was die Stunden nach der OP angeht, kann ich nur den Tipp geben, eben keine weiten Hosen anziehen, sondern etwas enges, damit die Schwellung der Hoden und sonstiger Teile sich in Grenzen hält.
Im Netz findet man allerlei Horrorszenarien bezüglich der Risiken, im Vergleich zur Sterilisation bei Frauen sind diese aber deutlich geringer. Aus beruflichen Gründen vertraue ich da eher der Schulmedizin, wo das alles sehr gut erforscht wurde und für sicher gehalten wird. Hier findest Du Links zu aktuellen medizinischen Übersichtsarbeiten zum Thema, auch zu Risiken (leider nur auf Englisch):
Vasectomy: the other (better) form of steriliz... [Contraception. 2011] - PubMed - NCBI
Risks and complications of vasectomy. [Urol Clin North Am. 2009] - PubMed - NCBI
Viel Erfolg und Grüsse
Bernie
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08.02.2012, 09:55
AW: Sterilisation beim Mann!
Hm,
ja, ich weiß, man soll keinen alten Mist aufwärmen. Aber vielleicht kann ich mit einem Live-Bericht helfen?
Der Ghostwriter hat ja nun im Dezember eine neue Dame des Herzens kennen gelernt. Sie verträgt die Pille nicht und deswegen brauchte ich für die Vasektomie keine große Überredung... Ich denke, dass die Chance auf wilden Sex ohne Verhütung eher anregend wirken wird als dass die Sache mich in eine Depression fallen lassen wird.
Am Donnerstag, den 9.2. habe ich das Einführungsgespräch, am 16.2. die OP und am 17.2. eine Nachuntersuchung. Gemacht wird alles in einer urologischen Praxis in der Münchner City. Ich werde gerne nach jedem Termin berichten, wie es war. Wenn ich damit helfen kann...
Viele Grüße
Ghostwriter.Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, eines glücklichen alleinerziehenden Papas zweier bezaubernder Kinder.
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08.02.2012, 10:23
AW: Sterilisation beim Mann!
Das einzig Schlimme war das Brennen durch die Enthaarungscreme. Da habe ich es mit der OP-Vorbereitung (ambulant) wohl zu genau genommen.
Va', pensiero, sull'ali dorate... G. Verdi - Nabucco
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. T. Adorno - Minima Moralia
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09.02.2012, 13:48
AW: Sterilisation beim Mann!
So, Termin #1 liegt hinter mir.
Etwa 20 Minuten Gespräch mit dem Arzt, dann körperliche Untersuchung der entsprechenden Region. Er tastet alles ab (Hoden, Samenstränge) während ich zuerst mit runtergelassener Hose dastehe. Anschließend muss ich mich genauso auf die Untersuchungsbank legen und er macht ein Ultraschall meiner Hoden. Schaut aus wie bei der Schwangerschaftsuntersuchung, aber das Gerät ist kleiner.
Anschließend zwei Ampullen Blut abgenommen wg. Blutlabor (wg. Gerinnungsfähigkeit).
Bemerkenswertes:
a) Ich frage mich, wie die einen Druckverband am Hodensack machen...
b) Jetzt muss ich mich doch unten rum rasieren. Naja, alles lernt man irgendwann.
c) Es gibt nur eine lokale Betäubung, ich DARF also nicht nüchtern kommen.
d) Man darf anschließend nicht selbst mit dem Auto heimfahren. Aber es macht jeder.
e) Die Praxis macht 400 Vasektomien pro Jahr und ist damit nach eigenen Angaben Münchner Marktführer.
Bei Fragen einfach melden.
Ghostwriter.Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, eines glücklichen alleinerziehenden Papas zweier bezaubernder Kinder.
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09.02.2012, 14:11
AW: Sterilisation beim Mann!
Wie war denn das Gespräch?
Ging es dabei nur um den Eingriff im engeren Sinne, also das klassische ärztliche Aufklärungsgespräch oder auch um Dinge wie etwa die Ernsthaftigkeit deiner Entscheidung und die Vorurteile und Männerängste bzgl. der Sterilisation?
Ansonsten, coole Idee, den Ablauf hier sozusagen live darzustellen.
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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10.02.2012, 21:42
AW: Sterilisation beim Mann!
Hallo,
oh, Entschuldigung, schon was übersehen...
Also: Angefangen bei einer ganz normalen Anamnese (Alter, Familienstand, Zahl und Alter der Kinder, Zahl und Alter der Frauen :), Beruf und der üblichen OP-Anamnese (Blutverdünner, Allergien etc.etc.)) über den Ablauf der ganzen Sache gesprochen. Außerdem: Wo geschnippelt wird (in der Mitte des Hodensacks, da wo diese natürliche "Naht" läuft, nicht wie oft dargestellt seitlich links und rechts), dass das Stückchen Samenleiter weggeschickt und untersucht wird (damit nicht aus Versehen nur eine normale Ader rausgezupft wird).
Ganz offensiv von Seiten des Arztes: Der Eingriff kostet komplett 560 Euro + 40 Euro für die Pathologie, Krankenkassen oder PKV zahlen nichts davon. Es gibt einen Trick, die Krankenkasse oder die PKV teilweise zu beteiligen, aber den erzähle ich hier nicht.
Dann hat er auch angesprochen, dass man nicht sofort "sterilisiert" ist, sondern dass das aufgrund der Anatomie zwischen 8 und 12 Wochen dauert. Gegen Ende dieser Frist muss man zwei Spermaproben vorbeibringen, die untersucht werden. Erst wenn man dann das Okay bekommt, gilt's. Das nachträgliche unerwünschte Zusammenwachsen des Samenleiters, von dem manchmal berichtet wird, kann sich laut Arzt nur in den ersten sechs Monaten ereignen. Das Zusammenwachsen bzw. das Wachsen eines "Bypass" erfolge - wenn überhaupt - nur im Zug der "Heilung", und das ist halt zeitlich beschränkt.
Ein nicht unwesentlicher Teil bezog sich auf die möglichen Komplikationen. Die sind ja aber auch allgemein bekannt: Nachblutung, Schwellung der Nebenhoden (weil die Jungs nicht mehr rauskönnen und sich ansammeln, geht aber dann weg), etc.
Ich habe ein sehr gutes Gefühl.
Ach ja, er berichtete auch von einer möglichen sexuellen Depression wg. psychischer Probleme mit dem Eingriff. Ich sagte ihm ganz offen, dass ich mir das nicht vorstellen könne und dass es wahrscheinlich nach der OP erst richtig losgehen würde... :)
"Vorurteile und Männerängste" hat er vielleicht auch deswegen nicht angesprochen. Wenn jemand freiwillig wegen so was zum Arzt geht, ist das m.E. auch nicht nötig. Ach ja: Laut seiner Aussage ist der Vorgang fast immer auch reversibel. Das ist dann aber ein größerer Eingriff, der länger dauert, Vollnarkose und höhere Kosten bedingt.
Ghostwriter.Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, eines glücklichen alleinerziehenden Papas zweier bezaubernder Kinder.
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16.02.2012, 09:27
AW: Sterilisation beim Mann!
Vorbericht...
Exakt 140 Minuten vor dem "Schnitt". Keine Angst, insbesondere keine grundsätzlichen Bedenken bzgl. der Sache. Frage mich aber, wie lange ich "out of order" bin. Nach allem, was ich bisher weiß, ja gar nicht lange, aber ... Hm. Naja. Schauen wir mal.
Teufel auch, ist ja nur ein kleiner Schnitt...
Bin aber immer noch gespannt, wie die da unten einen Druckverband machen, der mir nicht schmerzhaft auf die Hoden drückt...Sie lasen soeben ein weiteres Premium-Posting des Ghostwriters, eines glücklichen alleinerziehenden Papas zweier bezaubernder Kinder.


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