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    Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Hallo,
    ich weiß, dass es hier zu Thema "sexuelle Unlust" schon zig Threads gibt. Ich lese seit 2 Jahren selber immer mal still mit, quasi aus der Ferne.

    Ich habe daher auch lange gezögert ob ich wirklich noch einen weiteren Strange starten soll, oder ob das den Unmut oder die Langeweile der Mitlesenden auf sich zieht. Ich riskiere es und schildere meine Situation, denn irgendwie ist ja doch jeder "Fall" individuell.

    Zur allgemeinen Vorgeschichte: Ich bin Ende 39 und seit 3,5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Für mich die bislang längste Beziehung. Vorher hatte ich entweder On-Off-Geschichten über Jahre oder aber Beziehungen, die zwischen 3 Monate bis 2,5 Jahre dauerten. Egal wie unwichtig ein Mann mir eigentlich war, es endete immer im Drama. Denn vor Trennungen habe ich Panik.

    Zusammengewohnt habe ich vorher noch nie mit einem Mann, mit meinem Partner bin ich nach 6 Monaten zusammengezogen. Das hatte sich damals einerseits aus praktischen Gründen so ergeben, weil wir zeitgleich neue Wohnungen brauchten. Gleichzeitig WOLLTE ich auch mit ihm zusammenziehen, da wir eh so viel Zeit wie möglich bei ihm oder mir verbrachten.

    Ich leide seit jeher in Liebesbeziehungen an akuten Verlust und Bindungsängsten. Entweder habe ich Angst davor, verlassen zu werden oder ich spüre keine Liebe und bekomme deswegen regelrecht Beklemmungen und Panik, da ich mir nicht gestatte mich zu trennen. Auch bei meinem jetzigen Freund ist das so. Ich hatte schon Phasen von schlimmer Beklemmung und dem Gefühl "Ich liebe ihn nicht". Diese Phasen können 2 Stunden oder 2 Monate andauern und sind für mich sehr quälend und für ihn natürlich auch belastend. Meine Zweifel/Gefühle kann u will ich vor meinem Partner nicht ganz verbergen, wenn sie aufkommen.

    Er geht sehr souverän damit um, seine Worte in solchen Phasen: "Ich weiß doch aus Erfahrung, dass deine Gefühle von Liebe wiederkommen werden". Das tut so gut und er hatte bislang immer Recht. Die Liebe kam immer zurück. Das schlimmste in diesen Phasen ist mein Kopf, der dann jede Gefühlsregung analysiert und mir RIIIESEN-Druck macht "Du liebst ihn nicht. Du musst ihn verlassen!" Und da ich ja auch gleichzeitig unter Verlustangst leide, ist der Gedanke an eine Trennung UNERTRÄGLICH ANGSTBESETZT.

    Ich war und bin seit ich 20 Jahre alt bin mit (längeren) Unterbrechung in Therapie, da meine Bindungsängste mein Leben beherrschen. Das hat natürlich seine Gründe in meiner Biographie, aus Platzgründen geh ich da jetzt nicht drauf ein.

    Nun bin ich also, wie gesagt, seit 3,5 Jahren mit meinem aktuellen Partner zusammen und habe - verglichen zu früher - schon deutlich kleinere Probleme mit Verlustangst und Bindung.

    Wir sind insgesamt SEHR glücklich miteinander, wenn das Sex-Thema nicht wäre:

    Von Anfang an hatte ich im Bett das Gefühl "Das ist nicht der geilste Sex meines Lebens, aber er könnte der Mann meines Lebens werden". In den ersten 5 Monaten, hatten wir regelmäßig Sex. Ganz zu Anfang bei jedem Treffen (etwa 3-5x die Woche), dann nach 2-4 Monaten etwa 2x die Woche. Nach dem 5 Monat, als der Himmel voller Geigen hing und wir beschlossen hatten, zusammenzuziehen, ging mir von einer Minute zu nächsten wieder mal das Gefühl für ihn abhanden. Typisch für mich: Gerade wenn alles besonders gut ist, rutschen mir die Emotionen weg. Da ich das ja kannte, und er so gelassen damit umging, schaffte ich es, bei ihm zu bleiben. Und tatsächlich, nach 6 quälenden Wochen kam das Gefühl der Liebe wieder. Ich fühlte plötzlich wieder ganz intensiv für ihn und war sehr sehr glücklich. Nur die Lust, die blieb weg.

    Weil aber Sex "dazu gehört" verdrängte ich das Problem und es gab trotz meiner Unlust Sexualität. Aber eben sehr selten, vielleicht alle 4-6 Wochen. Das ging etwa ein Jahr lang, dann thematisierten wir es offen als Problem und gingen in die Paarberatung.

    In meiner Einzeltherapie war meine Sexunlust ohnehin schon längst Thema Nummer Eins.

    Dass ich Sex mit ihm gehabt hatte, obwohl ich kein Begehren hatte, sehe ich inzwischen als Fehler. Es ist, als hätte ich mich ein Jahr lang selbst zu etwas gezwungen, was mir nicht entspricht.

    Mein Partner übt übrigens KEINEN Druck aus. Der einzige Druck den es gibt, den mache ich mir. Weil ich weiß, dass eine Beziehung ohne Sex auf Dauer keine große Chance hat. Und weil ich ihn so liebe und so an der Beziehung hänge, ist mein innerer Druck gewaltig.

    Hinzu kommt, dass ich einen Kinderwunsch habe und mit 39 diesbezüglich in die Startposition kommen müsste, damit es noch klappt. Er will aber nicht nur Sex machen um eine Baby zu zeugen. Das verstehe und respektiere ich. Wir haben dennoch die Abmachung, dass wir nicht verhüten und es darauf ankommen lassen. Doch das Risiko schwanger zu werden ist quasi nicht vorhanden: Letztes Jahr hatten wir 4 sexuelle Annäherungen, davon nur 1x "Verkehr". Ich schreibe Annäherungen, weil
    wir die 2 Versuche abbrechen mussten, da mich damals die Unlust und der Ekel überkamen. Es endete in Tränen. Dieses Jahr gab es bislang einmal Sex im Sinne von Geschechtsverkehr und ein "halbherziges Gefummel", das wieder mal in Verzweiflungstränen endete.

    Fakt ist: ich begehre ihn nicht. Rein objektiv sehe ich, dass er ein echt attraktiver Mann ist. Doch es regt sich bei mir nichts. Sein Geruch törnt mich nicht an, Gestik und Habitus finde ich mitunter abstoßend, ich finde ihn einfach nicht sexy.

    Das kenne ich von mir aus anderen, früheren Beziehungen auch. Dort, wo Liebe und Sicherheit war, dort schwanden für mich die Anziehungskraft und der Reiz. Männer, die ich im April noch sexy fand, waren im Mai nur noch abtörnend. Das ist mit ein Grund, weswegen ich Hoffnung habe. Ich denke mir: Es liegt an meiner persönlichen Urangst. Mein Gedanke: "Sex bedeutet Nähe und noch mehr Nähe als wir es ohnehin schon haben, das ist mir unheimlich".
    Große Lust hatte ich immer in Phasen der Eroberung, des Kennenlernens etc. Nähe gleich Unlust. So wars bisher bei mir.

    Bei meinem Partner und mir gab es diese kribbelnde Phase der Eroberung nie so richtig. Es war irgendwie sofort klar, dass wir zusammen sind und dass es was "wirklich ernstes" wird. Irgendwie war, wenn ich zurück blicke, unsere große Nähe wohl von Anfang an ein bisschen ein Abtörner für mich.

    Er hat 2 Kids (mit denen ich super klar komme, sie sind alle 14 Tage bei uns. Auch mit der Ex gibt es keine Probleme. Sie waren schon lange getrennt, bevor es mich gab). Manchmal habe ich das Gefühl, er geht mit mir um, als wäre ich eines seiner Kinder. Einerseits tut mir das gut, denn ich habe als Kind zu wenig Geborgenheit bekommen, und bin diesbezüglich bedürftig. Gleichzeitig ist es ein weiterer Giftpfeil für die Erotik. Er selbst merkt gar nicht, dass er mich so "be-vatert", das war schon öfter Therapie-Thema.

    Es ist nicht so, dass ich keinerlei Sexualität mehr in mir spüre. Lust ist vorhanden - aber nicht auf ihn. Die Vorstellung, dass wir Sex haben, ist geradezu eklig. Auf das Thema bezogen, dass er mich manchmal wie ein Vater oder eine Mutter umsorgt, ist das nur schlüssig: Mit den Eltern hat man ja auch keinen Sex.

    Wir sind nun gerade dabei, auf einem geerbten Grundstück einen Hausbau zu planen. Er steht also, obwohl ihn das Sexthema auch sehr belastet, hinter der Beziehung. Einerseits freu ich mich total, mit ihm eine Zukunft zu planen. Er ist der Meinung, dass wir das Sexthema in den Griff kriegen, weil es vor allem ein Nähe/Distanz-Problem ist, das ICH habe. Er hat da ja auch Recht, mit anderen Männern hatte ich das Thema auch schon. Und würde ich mich trennen, hätte ich es beim nächsten Partner womöglich wieder.

    Es gibt Zeiten, da denke ich auch, dass ich das Sexproblem überwindbar wäre, wenn:

    -ich mir selber den Druck bzgl. des Sexes nehmen kann
    - ich die sexfeindliche Erziehung meines Elternhauses hinter mir lasse
    -wir als Paar es schaffen, in der Interaktion andere Rollen einzunehmen (ich weniger Kind, er weniger der Fürsorgende)
    - ich ihm noch mehr sage, was ich mir sexuell wünsche

    Gleichzeitig bin ich gerade in einer Phase, in der die Vorstellung, mit ihm Sex haben GROSSEN Widerstand auslöst (Ekel, Angst, Abwehr). Und ich frage mich, ob ich mich trennen muss, mit der Erkenntnis: "Wir sind wie gute Freunde, wie Bruder & Schwester - es hat eben nicht gepasst"?!

    Denn vielleicht ist es ja nur meine Angst vor Trennung, die mich in dieser Beziehung hält? Vielleicht muss ich weggehen, bevor wir uns zermürben?

    Wenn irgendwer ähnliches erlebt oder erlebt hat: Ich bin offen für Gedanken dazu, denn die verschiedenen Gedanken die ich so habe, die verwirren mich!
    Geändert von penguinofwales (25.07.2010 um 00:56 Uhr) Grund: Tippfehler

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    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Zitat Zitat von penguinofwales Beitrag anzeigen
    Einerseits freu ich mich total, mit ihm eine Zukunft zu planen. Er ist der Meinung, dass wir das Sexthema in den Griff kriegen, weil es vor allem ein Nähe/Distanz-Problem ist, das ICH habe. Er hat da ja auch Recht, mit anderen Männern hatte ich das Thema auch schon. Und würde ich mich trennen, hätte ich es beim nächsten Partner womöglich wieder.
    Ich wage mal einen Einstieg.

    Hattest Du in allen Beziehungen diese Problematik?

    Worüber freust Du Dich bei der Zukunftsplanung?

    Es ist natürlich schön, dss er hinter der Beziehung steht.
    Was ist mit Dir?
    Stehst Du hinter der Beziehung?

    Liebe Grüße,

    Matratze
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

  3. Inaktiver User

    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Zitat Zitat von penguinofwales Beitrag anzeigen
    Denn vielleicht ist es ja nur meine Angst vor Trennung, die mich in dieser Beziehung hält? Vielleicht muss ich weggehen, bevor wir uns zermürben?
    Das sind genau die Fragen, die Du für Dich in der Therapie klären könntest bzw. solltest. Bzw. die Therapie soll Dir ermöglichen, genau diese Fragen für Dich zu sortieren und einzuordnen.

    Verstehe ich ehrlich gesagt nicht was Dir bisher die Therapie gebracht hat!

    Verlustängste aus der Kindheit sind ein Drama für spätere Beziehungen und ja je näher eine Beziehung wird, je mehr man sich einlassen muss/könnte umso mehr kann das Schreckgespenst Verlust auftauchen und das ist ein grausames Monster wer das erlebt hat.

    Du bist mit Sicherheit nicht allein mit diesen Gedanken und Gefühlen, die Du hast.
    Geändert von Inaktiver User (25.07.2010 um 01:39 Uhr)

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    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Zitat Zitat von penguinofwales
    Wenn irgendwer ähnliches erlebt oder erlebt hat: Ich bin offen für Gedanken dazu, denn die verschiedenen Gedanken die ich so habe, die verwirren mich!
    Hallo penguinofwales,

    Ich finde deine gedanken durchaus sehr übersichtlich geschildert, sehr klar und auch logisch und ich denke, du weißt ganz gut, was bei dir sache ist. Vielleicht liest Du dir dein schreiben noch einmal durch - jetzt so ein bißchen mit etwas abstand und von außen.

    Du bist jetzt fast 40 und für mich liest es sich auch wie (fast) 40 jahre umherirren. Jetzt hast Du einen mann gefunden, der das aushalten kann, so wie Du es schilderst - wird es nicht zeit, daß Du dich traust, zu finden - mit ihm als ankerpunkt?

    arabeske
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

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    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Wow! Über Nacht gleich drei Antworten. Ich danke euch!

    @Stecher: ich kann verstehen, dass Außenstehende denken "Die hat soooo lange Therapien gemacht und hat trotzdem solche Probleme? Da hat das therapieren wohl wenig gebracht".
    Ich selbst denke auch manchmal so. Und bin schwer gefrustet. Dann denke ich aber wieder, dass das Eichhörnchen sich eben mühsam nährt, und dass es auf die kleinen Schritte ankommt. Und ich sehe dann, wie gut ich es seit fast 4 Jahren schaffe, trotz allem in der Beziehung zu bleiben. Die Zweifel auszuhalten und die Liebesgefühle wieder kommen zu lassen, wenn sie abhanden gingen. Das ist für mich jahrelang nicht möglich gewesen. Das schaffe ich inzwischen mit diesem Partner sehr gut.

    @Matraze: Ja, in Variationen hatte ich diese Probleme in jeder Beziehung. Und was meine jetzige Partnerschaft betrifft: Mal stehe ich voll hinter der Beziehung und bin geflutet von Liebe zu ihm. Dann freue ich mich auf unsere Zukunft, sehe uns in unserem Holzhaus gemeinsam alt werden, vielleicht auch mit einem gemeinsamen Kind.

    Doch sobald ich daran denke, dass ich das Sexproblem habe, dominiert in mir sofort das Gefühl von Abwehr, Ekel und der Gedanke, dass er nicht der Richtige ist.

    Es gibt also sehr gegensätzliche Gefühle. Und ich weiß nicht, welchen Gefühlen zu trauen ist. Ich kann mir selbst manchmal nicht trauen. Und meine Hauptfrage ist: Hängt meine sexuelle Unlust mit meiner Distanz/Nähe/Bindungs-Problematik zusammen, oder finde ich diesen Mann schlicht und ergreifend sexuell nicht attraktiv!? Denn, wie gesagt: Berauschend fand ich den Sex auch am Anfang nicht, als es noch ohne Druck welchen gab.

    Ich habe diese Fragen allein, mit Freundin und in der Therapie natürlich schon tausendfach beleuchtet. Momentan mache ich seit Januar Therapiepause, da ich das Gefühl hatte, dass ich gedanklich nur noch mit dem Sexthema befasst bin, und da kein Raum für die Entwicklung der Lust bleibt. Die Lust ist bislang dennoch nicht gekommen. Und dass durch meinen Kinderwunsch die biologische Uhr tickt, macht den Druck natürlich nicht grade geringer.

    @Arabeske: Ja, ich stimme deinen Gedanken zu. Und deswegen bin ich ja noch in der Beziehung mit ihm. Weil es für mich an der Zeit ist, in einer Beziehung zu vertrauen (ihm und mir).
    Aber wenn wir im Oktober unser Vierjähriges "feiern" und ich das Resumee ziehe, dass es in den 4 Jahren nur 5 Monate mit halbwegs unbeschwertem Sex gab (den ich nicht einmal spitze fand), und es den Rest der Zeit entweder keinen Sex oder krampfigen "Ich muss es schaffen"-Sex gab, dann besteht die Frage, ob ich mir was vormache.
    Ob ich nicht sagen muss: Ich habe ihn lieb wie einen Bruder/Freund, aber ich begehre ihn nicht.

    Ich mache mir selber ungeheuren Druck denn ich weiß, dass der Zustand uns irgendwann killen wird. Einer von beiden wird seine Lust irgendwann irgendwo anders hin tragen und sich fremd-verknallen. Das ist zu befürchten. Oder wir werden nebeneinander liegend verdursten.

    Beides schreckliche Vorstellungen. Und ich schreibe hier, weil ich dachte, dass Außenstehende vielleicht eigene Erfahrungen oder Blickwinkel haben...

    Ich habe daher akut das Gefühl, es muss bald was passieren. Bevor unser geplantes Holzhaus steht und bezogen wird, bevor wir das Band noch enger knüpfen und die Trennung umso schmerzhafter wäre.

  6. Inaktiver User

    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Liebe Penguinofwales,

    ich kann hier nur spekulieren. Du kannst also Schönes/Liebes um Dich herum nicht dauerhaft akzeptieren, Dich zieht es immer wieder zurück zu einer Art Angstlust. Ist es so? Fehlt Dir das vielleicht jetzt? Auch so eine gewissen Leidenschaft?

    Mit der Liebe um Dich herum kannst Du nichts anfangen. Warum ist das so? Liebst Du Dich selbst? Bist Du in Dir selbst zu Hause? Kannst Du Dich selbst ertragen? Was wünschst Du Dir für Dich selbst?

    Ich drücke Dich ganz fest.

  7. User Info Menu

    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Hallo Ehrensenff,
    klar, die Frage mit der Selbstliebe ist eine zentrale in meiner Therapie gewesen. Und mit ihr es es wie mit der Liebe zum Partner: Mal bin ich mit mir im Reinen und mit Liebe verbunden, dann wieder voll Abwertung zu mir selbst.

    Und du haus auch recht, dass Lust bei mir eher dort auftrat, wo Leid am Horizont war. Ich hatte stets eher Lust auf solche Herren, die unverbindlich agierten und daher unerreichbarer schienen. Solche die mich mit Haut, Haaren und Hausbau wollten (es gab davon einige), die konnte ich nicht begehren und lieben.

    Auch den aktuellen Partner nicht. Ich liebe ihn (meistens), aber von Begierde keine Spur. Der Gedanke an Sex mit ihm ist mir, positiv formuliert, fremd.

  8. Inaktiver User

    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Zitat Zitat von penguinofwales Beitrag anzeigen

    Auch den aktuellen Partner nicht. Ich liebe ihn (meistens), aber von Begierde keine Spur. Der Gedanke an Sex mit ihm ist mir, positiv formuliert, fremd.
    Ich möchte nicht wissen was man Dir in der Kindheit angetan hat.

    Meistens kommt so ein Muster zutage wenn ein oder beide Elternteile nicht erreichbar waren. Dann festigt sich im Kopf das Muster, erst wenn ich (Kind) hinterherlaufe dann bekomme ich Liebe.
    Das Problem ist dann, dass sich das auch im Zentrum für Lust niederschlägt. Es kicken dann nicht die netten Männer sondern die, die einen links liegen lassen.

    Vor diesem vermuteten Hintergrund könnte ich Deine "Unlust" schon verstehen!

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    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Um es hier "öffentlich" festzuhalten, weil ich zu der Frage 2 persönliche Nachrichten bekam: Es gab in meiner Biographie glücklicherweise keine sexuellen Übergriffe. Ich wurde - abgesehen von den Situationen, in denen ICH SELSBT mich zum Sex "gezwungen" habe - kein Druck auf mich ausgeübt und keine Gewalt angewendet.

    Ich finde es übrigens SEHR lieb, wie viele Gedanken sich hier gemacht werden. Danke!

  10. Inaktiver User

    AW: Ist es mein Nähe-Problem? Oder find ich ihn einfach nur unsexy???!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meistens kommt so ein Muster zutage wenn ein oder beide Elternteile nicht erreichbar waren. Dann festigt sich im Kopf das Muster, erst wenn ich (Kind) hinterherlaufe dann bekomme ich Liebe.
    Das Problem ist dann, dass sich das auch im Zentrum für Lust niederschlägt. Es kicken dann nicht die netten Männer sondern die, die einen links liegen lassen.
    Und was macht man dann? Kann man sich mit so etwas aussöhnen und so vielleicht eine neue Basis schaffen?

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