Hallo an Alle!
Es gibt ja schon einige Beiträge, die das Thema Pornographie behandeln. Mich interessiert aber eine spezielle Frage.
Ausgangsituation:
Mann und Frau haben eine glückliche Beziehung, fühlen sich zueinander hingezogen, lieben sich und der Sex ist toll.
Der Mann schaut Pornos (sagen wir mal, nicht "ständig" aber auch nicht selten) und sieht dabei kein Problem. Es gibt auch keine höchstbrutalen Szenen oder Bilder, die er mag - es befindet sich alles im harmlosen Bereich. Das Sexleben ist durch den Pornokonsum nicht gestört (d.h. es gibt hier kein Problem zwischen "real" und "virtuell").
Die Frau aber hat ein Problem damit, dass ihr Freund Pornos konsumiert. Sie ist nicht verklemmt oder prüde und hat Spaß am Sex, allerdings wünscht sie sich einen Mann, der in erster Linie sie als schön und begehrenswert betrachtet und nicht so leicht durch andere Reize ablenkbar ist. Sie fühlt sich aufgrund des Pornokonsums ihres Partners zumindest als Sexualpartner austauschbar. Sie ist verletzt, wütend und/oder traurig. Auch wenn der Pornokonsum an sich keine Störungen des Sexlebens verursacht (siehe oben), ist das Sexleben der Frau nun dadurch beeinträchtigt, dass sie das Gefühlt hat, nicht mehr "die einzige" zu sein. In den meisten Fällen wird diese Frau Pornographie an sich auch als relativ niveaulos oder sogar frauenverachtend empfinden.
Es treffen unterschiedliche Ansichten aufeinander. Der Mann versucht zu begreifen, warum seine Liebste so ein großes Problem hat. Die Frau versucht sich zu sagen, dass es doch gar nicht so schlimm ist. Wer kann hier wen besser verstehen?
Wie macht man nun weiter, wenn die Pornographie ein ernstes Problem in einer Beziehung darstellt, aber nicht gleich ein Trennungsgrund sein sollte?
Ich würde gerne zur Diskussion stellen, ob
a) die Frau versuchen sollte, ihre Betrachtungsweise bezüglich Pornographie zu ändern oder ob
b) der Mann versuchen sollte, Pornos nicht mehr zu konsumieren (bzw. ob er das überhaupt kann)
c) ob ein „eigenes“ Sexleben innerhalb der Beziehung ein Grundrecht ist, dass man verteidigen muss oder ob
d) der „gemeinsame“ Sex erst mal wichtig ist und anderes uninteressant sein sollte
Ich würde mich über eine Diskussion freuen, die über Aussagen wie "Männer sind halt so" und "Nur weil ich Kochsendungen sehe, ist mein Mann trotzdem ein guter Koch" und "Alle Männer sind sooo unsensibel, gemein und schwanzgesteuert" hinausgeht.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 573
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19.05.2009, 12:57Inaktiver User
Können Männer auf Pornos verzichten?
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19.05.2009, 15:09
AW: Können Männer auf Pornos verzichten?
Können Männer auf Pornos verzichten?
Der, der es kann, der kann es - und der, der es nicht kann, kann es nicht!
So einfach ist das
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19.05.2009, 16:39Inaktiver User
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19.05.2009, 16:58
AW: Können Männer auf Pornos verzichten?
In einer beziehung sollte jeder auch seinen freiraum haben.
Also wenn es denn wirklich so ist wie hier beschrieben, daß beziehung und sex super sind und der gelegentliche pornokonsum keinerlei auswirkungen auf alles hat, dann fällt das unter freiraum und ich sehe keinen grund, warum die frau da ein problem mit haben sollte.
Das scheint mir hier aber sehr theoretisch...
arabeskeNur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
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19.05.2009, 16:58
AW: Können Männer auf Pornos verzichten?
Geändert von Diplomat (19.05.2009 um 17:09 Uhr)
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19.05.2009, 17:08
AW: Können Männer auf Pornos verzichten?
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19.05.2009, 17:15Inaktiver User
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19.05.2009, 19:20Inaktiver User
AW: Können Männer auf Pornos verzichten?
Aber man kann ja mal Meinungen einholen und schauen, ob man daraus allgemeine Prinzipien ableiten kann. Es klingt vielleicht etwas theoretisch, trotzdem denke ich, dass diese Situation so gar nicht mal selten vorkommt: Mann konsumiert Pornos, aber keinen wirklichen "Schund" und ist auch nicht von ständigen Pornosuchtgedanken gequält - er macht's halt einfach und findet es nicht schlimm - Frau aber schon. Was nun? Praktische Lösungsgedanken sind doch hier sinnvoll. Frau kann sich natürlich auch bis zum Ende aller Tage über die Männer ärgern und Mann kann einfach dichtmachen, aber damit ist ja eigentlich keinem geholfen. In diesem Sinne bin ich gespannt auf weitere Meinungen!
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19.05.2009, 20:06Inaktiver User
AW: Können Männer auf Pornos verzichten?
ich finde, jeder braucht seinen Freiraum - letzlich geht's doch nicht um Porno, sondern um eigenständiges, den Partner nicht einbindendes Ausleben der Sexualität.
Ob das nun im Lesen von erotischen Kurzgeschichten, im Gucken von Pornos (oder erotischen Filmen), im Sich-für-sich-selbst-Aufbrezeln-und-nen-dekadenten-Abend-Verbringen oder was auch immer besteht, ist IMHO nur Nebenkriegsschauplatz.
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19.05.2009, 20:37Inaktiver User


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