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    Nuvaring und Depressionen?!

    Hallo ihr Lieben,

    seit ca einem halben Jahr verhüte ich wieder hormonell mit dem Nuvaring. Vor 3 Jahren hatte ich gute Erfahrungen mit dem Ring gemacht, aber dieses Mal kommt es mir so vor, als ob ich extremer auf ihn reagiere, als damals.

    Ich habe sehr starke Stimmungsschwankungen welche teilweise sogar als Depressionen bezeichnet werden können.

    Von jetzt auf nachher bin ich sehr unglücklich, traurig und heule grundlos vor mich hin.
    Ich kann mich in Kleinigkeiten reinsteigern und setze gleich meine ganze Beziehung in Frage.
    Ich habe plötzlich Torschlusspanik (bin Mitte 30) und sehe alles schwarz.

    Habt ihr eventuell die gleichen Erfahrungen gemacht?

    Möchte ihn gerne wieder absetzen, denn die Nebenwirkungen belasten mich doch recht stark. Doch gibt es leider noch kein adäquates Verhütungsmittel und da ich mit meinem Freund erst ca ein 3/4 Jahr zusammen bin, möchte ich noch keine Schwangerschaft riskieren.

    Bin auf eure Erfahrungsberichte gespannt.

    Eure Luna

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Hallo Luna,

    ich kann Dein Problem voll und ganz nachvollziehen. War anfangs mit dem Nuva Ring supper happy, alles so praktisch sich 3 Jahre. Allerdings gingen in diesen drei Jahren nicht nur meine Stimmung sondern auch meine Libido flöten. Unter anderem hatte ich auch immer Schmerzen beim Sex. ( und nebenbei als junge Frau auch noch Wechseljahrssymtome) Versuch meiner Frauenärztin mir zu helfen scheiterten.
    Seit Januar bin ich ohne (da auch kein Partner mehr) und fühle mich wieder erheblich besser.

    Leider kann ich dir sonst nichts wirklich hilfreiches sagen.
    Liebe Grüße Hase

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Liebe Luna,

    da kann tatsächlich ein direkter Zusammenhang bestehen. Erkundige Dich doch mal über Nfp, insbesondere die symptothermale Methode. Sie hat den gleichen Pi wie die Pille und ist frei von Nebenwirkungen.
    Ich kenne viele Frauen, mich eingeschlossen, die seit Jahren erfolgreich damit verhüten.

    Bei Fragen kannst Du mir gerne auch eine pn schreiben.

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Liebe Luna,

    ich habe fast mein halbes Leben mit der Pille verhütet. Der Nuvaring ist von der Gestagen-Östrogen-Kombination im Grunde ja nicht viel anders, ausser dass die Hormone nicht geschluckt, sondern eingeführt werden. Dass dies in irgendeiner Form lokaler wirkt, als oral eingenommene Kontrazeptiva, ist ein Trugschluss. Jedenfalls hatte ich nie Probleme mit der Pille, allerbest vertragen, alles prima. Und dann ging es dafür zügig um so geballter los und ich konnte sie nur noch absetzen.

    Bin auch Mitte 30. Irgendwann meldet der Körper sich zu Wort. Mit Mitte zwanzig wird noch wunderbar alles abgepuffert, aber irgendwann läuft das alles nicht mehr so reibungslos.

    Ich habe morgen einen Termin zur Diaphragmaanpassung. Weiss auch noch nicht, wie das wird. Aber vielleicht wär das eine Variante für dich, wenn du dich mit NFP zu unsicher fühlst?

    gorgeous,
    ich habe mich schon viel über NFP schlaugemacht. Kannst du dich so richtig "fallenlassen" mit der Methode? Hast du nie Zweifel, das der Zervix mal falsch interpretiert wird (die S+ Phase ist ja leicht, aber die anderen??) Oder dass du aus einem anderen Grunde Temperaturanstieg hast (wie z.B. jetzt in der Erkältungszeit)? Nutzt du einen Minicomputer?

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Zitat Zitat von hase85 Beitrag anzeigen
    Unter anderem hatte ich auch immer Schmerzen beim Sex. ( und nebenbei als junge Frau auch noch Wechseljahrssymtome) Versuch meiner Frauenärztin mir zu helfen scheiterten.
    Seit Januar bin ich ohne (da auch kein Partner mehr) und fühle mich wieder erheblich besser.
    Wie hat denn deine Ärztin versucht dir zu helfen?

    Der Nuvaring ist sehr niedrig dosiert. So wie die niedrigstdosierten Pillen.
    Wenn die Menge z.B. an Östrogen (Ethinylestradiol), die durch Pille oder Nuvaring in deinen Körper kommt, zu gering für dich ist, hast du Nebenwirkungen wie unter Hormonmangel.
    Wie du sagst, wie in den Wechseljahren.

    Ich bin keine Ärztin, aber bei den Nebenwirkungen, die du beschreibst, ist der Ring eindeutig zu niedrig dosiert für dich.
    Scheidentrockenheit, Depression, Libidoverlust,... hat alles mit dem Östrogengehalt zu tun.

    Gruß

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    gorgeous,
    ich habe mich schon viel über NFP schlaugemacht. Kannst du dich so richtig "fallenlassen" mit der Methode? Hast du nie Zweifel, das der Zervix mal falsch interpretiert wird (die S+ Phase ist ja leicht, aber die anderen??) Oder dass du aus einem anderen Grunde Temperaturanstieg hast (wie z.B. jetzt in der Erkältungszeit)? Nutzt du einen Minicomputer?
    Ich habe mich sehr gut in die Methode eingelesen und habe nie Zweifel gehabt. Ich benutze keinen Minicomputer, das ist nur rausgeschmissenes Geld. Entweder messen die Hormongehalte im Urin (Persona) was super unsicher ist oder machen nix anderes, als die Temperatur zu messen und zu speichern. Auch unsicher, da keine anderen Zeichen mit einbezogen werden.
    Die Schleimqualität kann man nach einiger Zeit sehr gut unterscheiden und sein persönliches Muster erkennen.
    Über Muttermund ist das schon etwas schwieriger. Aber für besonders unsichere kann man ja beide Zeichen kontrollieren.
    Ich kann mich komplett fallen lassen mit der Methode und hatte nie Angst vor einer ungeplanten Schwangerschaft. Eher weniger als vorher, weil ich jetzt genau weiß, wann das Risiko wie hoch ist.
    Andere Gründe für einen Temperaturanstieg kann es natürlich geben, aber das ist dann meist nur ein einzelner Wert, der auch als gestört erkennbar ist. Das führt nicht zur nichtauswertbarkeit des Zyklus. Wenn es über längere Zeit ist wegen einer Erkältung (hatte ich so übrigens in der ganzen Zeit noch nie...) wäre das ja auch im schlimmsten Fall nur ein Zyklus. Dann muss man halt weiter verhüten und im nächsten Zyklus auf die freien Tage am Zyklusanfang verzichten. Das kommt aber echt total selten vor. Und man braucht ja auch nicht alle Werte zum sicheren Auswerten.
    Krankheit nach dem Es zum Beispiel ist total egal.
    Ich persönlich bin total glücklich mit der Methode und habe mich noch nie so wohl und endlich mal wieder ich selber gefühlt, seit ich das mache.

    Wenn noch mehr Fragen aufkommen sollten nur raus damit. Da helfe ich gerne weiter.

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Zitat Zitat von Karmella Beitrag anzeigen
    Wenn die Menge z.B. an Östrogen (Ethinylestradiol), die durch Pille oder Nuvaring in deinen Körper kommt, zu gering für dich ist, hast du Nebenwirkungen wie unter Hormonmangel.
    Wie du sagst, wie in den Wechseljahren.

    Ich bin keine Ärztin, aber bei den Nebenwirkungen, die du beschreibst, ist der Ring eindeutig zu niedrig dosiert für dich.
    Scheidentrockenheit, Depression, Libidoverlust,... hat alles mit dem Östrogengehalt zu tun.
    Zu niedrig dosiert??? Das heisst, wenn die TE gar nichts einnimmt, hat sie noch mehr Defizit an Hormonen, und braucht noch mehr davon??? Es handelt sich hier nicht um eine Frau in den Wechseljahren, sondern um eine Mitt-Dreissigerin! Und selbst bei einer Endfünfzigerin ist es umstritten, Hormonbehandlungen durchzuführen. Unfassbar, solche Aussagen. Überleg doch mal bitte, wie der natürliche Zustand ist - DAS ist der, mit dem es dem Körper einer Mitte dreissigjährigen Frau gutgeht!

    Die Wechseljahrserscheinungen einer Pillenschluckerin tauchen hauptsächlich während der Hormon-Abfall-Phase auf.

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Zitat Zitat von Divino Beitrag anzeigen
    Zu niedrig dosiert??? Das heisst, wenn die TE gar nichts einnimmt, hat sie noch mehr Defizit an Hormonen, und braucht noch mehr davon???
    Divino,
    mir ist nicht ganz klar, was du meinst! Was hat der "natürliche Zustand" mit der Pilleneinnahme zu tun?
    Ich habe NICHTS über ihren "natürlichen Zustand" gesagt, sondern mich nur auf die Wirkung des Rings oder der Pille bezogen.

    Hormonelle Verhütungsmittel bremsen die körpereigene Hormonproduktion ab.
    Wenn die Hormone, die per Ring oder Pille zugeführt werden zu hoch dosiert sind, gibts Nebenwirkungen, ebenso, wenn die Menge zu gering dosiert ist. Ist doch von Frau zu Frau verschieden, welche Dosierung am besten passt.

    Ich habe NICHT gesagt, dass die TE in ihrem "natürlichen Zustand" Hormonmangel hat, wie käme ich dazu???
    Ich meinte nur, dass - bezogen auf die Nebenwirkungen - es darauf hindeutet, dass der RING zu niedrig dosiert ist!
    Die Wechseljahrserscheinungen einer Pillenschluckerin tauchen hauptsächlich während der Hormon-Abfall-Phase auf.
    Meinst du den Hormonabfall in der 7-Tages-Pause?
    Das stimmt schon, aber wenn die Pille oder der Ring für eine bestimmte Frau zu niedrig dosiert ist, treten diese Erscheinungen ständig auf.

    Gruß

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Viele dieser Erscheinungen sind aber nicht auf die Dosierung zurück zu führen sonder Nebenwirkungen der künstlichen Hormone.
    Man greift halt doch in ein sehr empfindliches System ein. Es gibt inzwischen diverse Studien über die NWs von Pille und Co, die leider viel zu wenig verbreitet sind.
    Das, was die Frauen direkt bemerken wird fast komplett als harmlos von den Herstellern eingestuft.
    Ich glaube auch in diesem Fall hat das nichts mit der Dosierung zu tun. Sie hat ja diverse Präperate getestet und immer mit den gleichen Problemen zu kämpfen gehabt.

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    AW: Nuvaring und Depressionen?!

    Zitat Zitat von Karmella Beitrag anzeigen
    Wenn die Hormone, die per Ring oder Pille zugeführt werden zu hoch dosiert sind, gibts Nebenwirkungen, ebenso, wenn die Menge zu gering dosiert ist. Ist doch von Frau zu Frau verschieden, welche Dosierung am besten passt.
    Da künstlich zugeführte Hormone in der Leber gespalten werden, sind bereits die niedrigsten Dosierungen hoch genug gehalten, um immer noch ausreichend in den Kreislauf zu bringen, bevor die Leber alles abgebaut hat. Die Leber ist sozusagen in einem ständigen Verzweiflungszustand, weil sie es nicht fertigbringt, alle dieser fehlerhaft auftretenden Hormone komplett abzubauen.

    Zwar ist es richtig, dass die Pille die Leber höher belastet, als der Nuvaring, aber der Nuvaring schafft nur eine geringere Leberbelastung, NICHT gar keine!!!

    Herzlichen Glückwunsch zu der Aussage, man müsse nur noch mehr Hormone in sich hineinschütten, dann geht´s einem eventuell wieder besser. Du hast offenbar noch keine Leberprobleme durch Hormone gehabt, denn wenn das eines Tages der Fall ist, wirst du niemals wieder solche Aussagen treffen - das verspreche ich dir.

    Ich finde es gefährlich für andere Frauen, die solche Aussagen lesen. Wer hat dir erzählt, es wäre von Frau zu Frau verschieden, welche Hormonmenge am besten zu ihr passt? Dein Frauenarzt, der wirtschaftlich denkt?

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