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    verwirrt Wer hat das gesehen: "ich bin doch keine Mörderin" auf WDR am 16.4.

    hallo zusammen,

    ich habe mir den o.g. beitrag aufgenommen und gestern abend geschaut.
    gruselig ist noch geschmeichelt!
    es ging um das ehepaar die ihren sohn dennis in ihrer wohnung verhungern und verwahrlosen ließen. gleichzeitig wurde das kind von der mutter misshandelt, d.h. wenn er nachts keine ruhe gab und durch die wohnung geisterte wurde er einfach am bett mit einem gürtel vom bademantel angebunden.
    irgendwann ist der kleine einfach umgekippt und war tot - vorher monate und jahre in denen sich um dieses kind keiner richtig gekümmert hat.
    ich denke den fall wird der ein oder andere hier auch kennen - war ja auch gross in den medien.
    der hammer war aber diese gleichgültigkeit - die vor allem aus dem vater sprach. die ganze zeit nur ein super leerer blick, ich hatte den eindruck, dass er gar nicht begreift was geschehen ist.
    auch die mutter - ich glaube auch sie hat es nicht verstanden...
    beide elternteile waren oder sind psychisch krank.
    als das kind gestorben ist hat die mutter es zuerst in den bettkasten, danach in die kühltruhe gelegt, der familie (es gab auch noch geschwister) hat sie erzählt dennis sei krank und im krankenhaus in obhut der ärzte in berlin.
    die familie hat das mehr als 2 jahre einfach so hingenommen, auf die idee dennis einmal besuchen zu gehen oder anzurufen ist keiner von denen gekommen..... mir fehlen für so was die worte
    und gleichzeitig wird mir klar, in was für einer privilegierten welt ich lebe, über was ich mir alles gedanken mache(n) kann, welche möglichkeiten sich mir eröffnen.
    für solche leute wie die familie von dennis bleibt sowas hinter einem dunklen vorhang verborgen.
    ganz ganz schlimm! sorry musste mal meine gedanken dazu aufschreiben....

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    AW: Wer hat das gesehen: "ich bin doch keine Mörderin" auf WDR am 16.4.

    Hallo,

    ich habe diesen Film zwar nicht gesehen, aber einen sehr ähnlichen mit dem Titel "Die Kinder sind tot", bei dem es um einen Fall in Frankfurt/Oder ging, wo eine Mutter 1999 ihre beiden Kleinkinder 14 Tage allein ließ und sie verdursteten. Der Film zeigte, dass sich jeder auf den anderen verlassen hat, die Mutter völlig überfordert war und im Kern der Geschichte eine völlig gestörte Beziehung der Mutter zur ihrer eigenen Mutter bestand. Ein sehr eindringlicher und gut gemachter Film.

    LG Susi

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    AW: Wer hat das gesehen: "ich bin doch keine Mörderin" auf WDR am 16.4.

    Hallo,

    haben die beiden genannten Filme nicht gesehen. Aber auch einen ähnlichen vor ein paar Tagen. Da ging´s um eine Familie, 3 eigene und 3 angenommene Kinder. Die eigenen bekamen alles, die drei anderen eine Scheibe Brot und ein Glas Wasser pro Tag, von den sonstign Misshandlungen mal ganz abgesehen. Ein Junge ist daran gestorben. Das Ganze fiel angeblich niemanden auf, der Vater Waldorflehrer, die Mutter Erzieherin.
    Berichtet hat der älteste Junge,15 Jahre...mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen hat...Ticks, Ängste, enorme Schulschwierigkeiten. Zwischendurch hatte er Kontakt mit seiner leiblichen Mutter aufgenommen, die aber auch nicht in der Lage war sich um ihn zu kümmern.
    Die Eltern wurden hier nicht gezeigt. Habe den Anfang des Filmes nicht gesehen, aber wenn ich es richtig verstanden habe, hat der Psychiater des Jungen erwirkt, dass beide lebenslänglich bekommen haben.
    Einfach furchtbar, diese Fälle. Das Leben der Kinder ist doch verwuscht...fraglich , ob der geschilderte Junge überhaupt eine Ausbildung schaffen kann....
    Das musste ich nun auch noch dazuschreiben, wo ich eure beiden Berichte gelesen habe. Auch eine sehr gute Dokumentation...

    LG Aster

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    Stirnrunzeln AW: Wer hat das gesehen: "ich bin doch keine Mörderin" auf WDR am 16.4.

    Seitdem ich den Beitrag gesehen habe, geht er mir nicht so ganz aus dem Kopf - in diesem Zusammenhang dann auch die Frage: ist diese Frau, sind die Eltern Mörder?
    Zuerst sind die beiden von einem Gericht wegen Mordes, im späteren Revisionsverfahren wegen Totschlags veurteilt worden.
    Das Strafmaß wird noch diesen Sommer festgelegt.

    Kann die Tatsache, dass die beiden aufgrund ihres beschränkten Horizontes und vor allem wegen ihrer psychischen Krankheiten, nicht in der Lage sind zu begreifen was sie getan haben ein Grund für ein geringeres Strafmaß sein?

    Ich bin hin- und hergerissen! Und ich gehöre nicht zu den Konsumenten dieser Bild-Express-Explosiv Magazine dieser Welt, bei denen dann einfach platt angeklagt wird.

    Aber ich verstehe einfach nicht welches Bild vom Leben diese Eltern haben - man möchte sie wenn man den Beitrag sieht einfach nehmen und schütteln.....

    hier noch ein link zum film:
    http://www.lernzeit.de/sendung.phtml...tipp;TerminVon

    LG
    Andrea

  5. Inaktiver User

    AW: Wer hat das gesehen: "ich bin doch keine Mörderin" auf WDR am 16.4.

    Ich habe die Dokumentation gesehen, allerdings habe ich es nicht bis zum Schluß ausgehalten aus den von dir schon beschriebenen Gründen. Diese Gefühllosigkeit, dieses fehlende Unrechtsbewusstsein hat mich so wütend gemacht und traurig gleichzeitig, dass ich abschalten musste.
    Ja, in meinen Augen sind die Eltern Mörder, ganz grausame Mörder sogar, lebenslang gehören sie hinter Gitter!

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