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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Danke für euere Antworten. Ich schreibe mal einfach weiter, jetzt geht es mal um das was ich tat.

    Mein Nochehemann und ich lernten uns 1996 kennen, da war er schon länger von seiner Ex getrennt und ich auch. Zu der Zeit arbeitete ich freiberuflich. 1 Jahr später, seine Ex hatte einen anderen, da lies sie ihr gemeinsames Kind im Stich. Mein Mann wollte das Kind selbstverständlich zu sich nehmen, wußte aber nicht wie er das alles bewerkstelligen sollte. Er hatte ein kleines Appartement und Wechselschicht. So kam es das er mit dem Kind zu mir zog. Etwas das wir beide ursprünglich so nicht wollten, wir mochten uns zwar sehr aber es war nicht die große Liebe, außerdem wollten wir beide unsere Unabhängigkeit behalten.

    Es kam anders, wie man lesen konnte und von da an schauten wir, wie wir es als Patchworkfamilie schaffen könnten. Einfach war es nicht. Dann hatte ich glücklicherweise einen Kunden für den ich 10 Tage im Monat arbeitete, die 10 Tage an Einkommen reichten um gut über die Runden zu kommen. Wir hatten für das Kind recht schnell einen Hortplatz gefunden, wo er nach der Schule bleiben konnte. Schwierig wurde es an den Tagen, an denen ich arbeiten mußte und mein Mann Mittagsschicht hatte. Denn in den 10 Tagen arbeitete ich oft open End. Es war immer in der heißen Phase einer monatlichen Zeitungsproduktion, für deren gesamtes Layout bis zur Druckphase ich verantwortlich war. Deadline ist Deadline, da kann man nicht mal eben Feierabend machen. Mein Mann versuchte dann oft seine Schicht zu tauschen, damit es irgendwie ging.

    Irgendwann zogen wir um, und da war nichts mehr mit Hortplatz. Wir hatten niemanden für das Kind, und es gab auch viel Stress mit dem Sorgerecht. Denn zwischenzeitlich wollte die wieder aufgetauchte Mutter das alleinige Sorgerecht. So kamen auch hier noch viele Unanehmlichkeiten auf uns zu. Ich grübelte und überlegte was wir machen könnten, besonders ich mit der Arbeit. Mit viel Glück bekam ich einige gute Produktionen, die ich von zuhause aus machen konnte. So hatte ich Zeit für das Kind, das Haus, den Haushalt und den Garten. Etwas Dauerhaftes mit den Aufträgen war das natürlich auch nicht. So überlegte ich weiter wie es denn am Besten gehen könnte.

    Es kam das Jahr in dem wir heirateten, 3 Jahre lagen jetzt hinter uns, 3 harte Jahre auch im Kampf um das Sorgerecht. Das Kind wollte beim Vater und mir bleiben. Wir heirateten, wir konnten stabile Verhältnisse nachweisen und so bekam mein Mann das alleinige Sorgerecht. Um das Kind hat er sich allerdings kaum gekümmert, ich tat es aber sehr gern. Ich liebte es irgendwann wie ein eigenes Kind. Wir waren also eine ganz normale, kleine Familie so sah es jedenfalls nach außen hin aus. Den meisten Stress habe ich immer auf meine Schultern geladen, mein Mann wollte weder mit Haus, Haushalt, Kindererziehung etc. etwas zutun haben. Nach unserer Eheschliessung wurde er mit allem immer nachlässiger. Das aber ist ein Kapitel für sich und würde bestimmt in ein anderes Forum gehören. Darüber hinaus konnte er schlecht mit Geld umgehen, so kam es immer wieder zu Engpässen.

    Ich suchte den Weg daraus. Arbeiten außer Haus hätte bedeutet das Kind wäre allein, das ging aber nicht. Eines Tages machte es Klick bei mir, und mir kam eine Geschäftsidee. Eine von der auch andere Muttis die arbeiten wollten, und dabei zuhause bleiben mußten, hätten profitieren können. Ich fing an die Idee in die Tat umzusetzen und es gelang mir. Mein Mann der mich erst meinte auslachen zu müssen, war erstaunt was ich da produzierte und umgesetzt bekam. Nun fehlten mir für eine Dinge ein paar Mark. Mein Mann und meine Freundin meinten ich sollte doch vielleicht mal die Bank anfragen. Das tat ich, damals war ich noch ein Schaf was den Umgang mit Banken anbelangte.

    Bei meiner langjährigen Hausbank frage ich eines Tages an, ob es eine Förderung für Frauen geben würde. Ich erklärte um was es ging und der Banker lachte mich aus. Dafür würde ich nirgendewo Unterstützung bzw. eine Förderung erwarten können. Trotzdem stellte ich per Fax einen Antrag auf eine Frauenförderung. Das war im rechtlichen Sinne, wie mir später auch die Anwälte sagten, Tag der Antragstellung auf ein Förderdarlehn. Es war nicht viel was ich brauchte, aber es war für mich wichtig um weiter produzieren zu können. Von der Bank kam erst mal nichts, und meine Freundin als auch mein Mann meinten dann sollte ich eben einfach so weiter machen. Gut, so führte ich meine Produkte am Markt ein. Mein Mann begann nebenbei die Dinge zu verkaufen und es begann ein kleiner, erster Boom. So verkehrt lag ich dann ja wohl nicht mit meiner Geschäftsidee. Gutes Arbeitsmaterial war allerdings das, was mir am meisten fehlte. Egal, es ging auch so wenn auch bedeutend schwieriger.

    Von dem Geld das wir einnahmen kamen wir gut über die Runden, doch mein Mann wurde mit er Zeit immer gieriger. Wollte immer mehr verkaufen, mehr als ich alleine schaffen konnte zu produzieren und vor allem nicht mit meinen Gerätschaften. Außerdem benötigte ich ja auch die Zeit für Kind, Haushalt usw.. Schließlich war das Kind ja der Grund weshalb ich einen neuen Berufsweg beschritten hatte.

    Zwischenzeitlich wurde die Presse auf mich aufmerksam, eine Journalstin fragte mich: Wie ich das alles realisiert hätte, wer es mir beigebracht habe und mit wieviel Leuten ich arbeiten würde in der Produktion. Ich erzählte es ihr so wie es ist. Erzählte ihr auch von meiner Idee freiberufliche Heimarbeitsplätze für Frauen in gleicher Situation wie ich, also Mütter die sich um Kinder und Heim zu kümmern haben, schaffen zu wollen. Sie fand das Ganze hochinteressant, war allerdings verblüfft wieso Frau dafür keine Gelder bekommt. Sie bat mich mit meiner Bank sprechen zu dürfen, ich willigte ein. Warum auch nicht dachte ich. Zwischenzeitlich kam auch schon ein Übernahmeangebot für meine Produkte von einem großen Unternehmen. Das Angebot hätte beinhaltetet das ich meine Vorhaben sofort einstelle und für dieses Unternehmen, mit einem Stundensatz von 38,00 DM tätig werden sollte. Also zahlen wollten die mir für die geleisteten Dinge natürlich nichts, eine Beteiligung, davon wollten sie auch nichts wissen.

    Mit meinem Produkt war ich Vorreiter am deutschen Markt. Ja, so kann es auch bei Frauen gehen. Zwischenzeitlich hatte die Journalistin eines sehr bekannten Fachmagazins bei der Bank angerufen, sie hatte dort mit dem Pressesprecher der Bank telefoniert. Sie machte ihn auf das bisher realisierte aufmerksam und fragte: Wieso bekommt eine Frau für solche Dinge keine öffentlichen Kredite? Er meinte, das ich da einem Irrtum unterlegen wäre und es selbstverständlich jetzt alles in die Wege leiten würde, damit ich eine Frauenförderung erhalte.

    Es rief dann auch ein Mensch von der Bank an und sprach recht lange mit mir. Er wollte die üblichen Unterlagen, die hatte ich ja schon im Vorjahr an die Bank geschickt. Die Summe die ich benötigte sei einfach zu gering meinte der Banker, und Betriebsmittel würde ich auch keine bekommen. Er schlug mir ein Darlehen für 4 Arbeitsplätze vor. Das aber hatte ich gar nicht so vor, das gab mein Konzept so nicht her, das gaben die Räumlichkeiten nicht her und ich wollte in kleinen Schritten mit einem Team von guten Freiberuflern wachsen. Also erst einmal ein ganz gesundes und solides Fundament bauen.

    Übrigens heute weiß ich das es diese Frauenförderung schon damals gab. Damals fand man das nur noch nicht über das Internet heraus. Es gab auch noch kein Google. Und so kundig wie ich heute bin, war ich damals auch noch nicht. Warum hätte ich mich aus so intensiv mit den Banken beschäftigen sollen. Für mich gab es meine langjährige Hausbank, der vertraute ich und das war es. Gut die Geschichte geht weiter, aber ich mach erstmal eine Pause. Ich hoffe ich langweile hier niemanden mit meinen Bericht? Falls ja, ich kann es auch einstellen.

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Übrigens seit damals weiß ich ganz sicher: Im Umgang mit Banken bzw. mit Bankern sollte man immer ganz vorsichtig sein. Niemals Gespräche alleine führen, bei Telefonaten darauf hinweisen, das jemand mit hört. Wenn ich hier weiter schreibe, dann komme ich irgendwann auch noch zu einer zweiten, wahren Bankengeschichte. Wer Zweifeln sollte an dem was ich schreibe, ich kann es alles belegen und ausdokumentieren. Heute in einer wieder ziemlich schlaflosen Nacht, den mich plagen die Gedanken, da habe ich mir gedacht: "Warum nicht, schreibe es doch hier noch einmal von der Seele". Vielleicht hilft es anderen, und vielleicht hilft es ja auch mir, wenn es raus ist. Das ist keine Sache für einen Therapeuten, das bestätigen diese auch. Einige meinten die Sache muss einfach raus an die Öffentlichkeit. Ab und zu hatte ich es schon einmal versucht, doch es ist so eine seltsame Lebensgeschichte von damals bis heute, das viele sie für nicht wahr ansehen. Das macht es für mich natürlich noch komplizierter, denn es ist wahr, ich musste und muss dadurch und ich weiß heute ganz genau: Das Leben schreibt die seltsamsten Geschichten. Eine befreundete Buchautorin, die so ziemlich meinen gesamten Lebensweg kennt meinte einmal: Ich weiß ja das es so stimmt, doch würde ich ein Buch darüber schreiben es würde mir niemand glauben wollen. Es würde mir niemand glauben wollen, das eine einzige Frau so kämpfte wie Du und so viel erlebte. Nun, es ist aber mein Leben, soll ich mich dafür in die Ecke stellen und schämen? Soll ich mich verkriechen und auf das Ende meiner Tage warten? Nein, genau das möchte ich nicht. Und deshalb möchte ich jetzt auch weiter schreiben, auch wenn es mich ganz schön anstrengt. Wer es nicht glauben möchte, oder kann der könnte es ja netterweise undokumentiert ignorieren.

    Der Banker riet mir damals das Konzept umzugestalten damit ich eben diese 4 geförderten Arbeitsplätze erhalte, auch sollte ich alle Investitionen die ich machen möchte etwas mehr aufbauschen. Das wollte ich so nicht und so sagte er mir: "Dann haben sie eben Pech mit ihren schönen Plänen. Wie wollen sie denn ohne neues Equipment weiter machen?" Darüber sprach ich auch mit meinem Mann und meiner Freundin, und sie rieten mir das so zu machen wie es der Mann von der Bank vorschlug.

    Mein Mann schwelgte schon in einem tollen, großen Büro mit Mitarbeitern die er deligieren könnte. Erstens gab es dieses tolle große Büro nicht, zweitens wollte ich auch nicht aushäusig arbeiten, denn ich wollte ja für das Kind da sein. Sonst hätte ich ja gleich in meinem alten Job bleiben können. Das sagte ich so auch aber ich stieß bei meinem Mann nur auf taube Ohren. Er sah nur noch Zahlen, er wollte ganz schnell, ganz reich werden. Niemand konnte ihn davon abbringen wie unrealistisch seine Gedanken seien. Er sah nur das sich meine Produkte immer besser verkaufen liessen. Das ich sie produzieren mußte, das ich oft bis spät in der Nacht daran arbeitete, das ich dabei war mich kräftmässig zu übernehmen, das interessierte ihn nicht die Bohne. Dem Kind setzte er die Flausen vom Reich werden in den Kopf und das die Mama, so nannte er mich zwischenzeitlich, das alles so nicht wollte. Er benutzte tatsächlich das Kind für seine Ziele. Das Kind sprach mich nun auch jeden Tag an, warum ich etwas dagegen hätte das wir reich werden. Ein Kind von 9 Jahren, dem kann man das doch alles noch gar nicht erklären. Der Kleine fing damals an zu weinen, machte mir Vorwürfe das ich nicht wolle das es uns allen noch besser geht.

    Mein Mann redete sogar im Beisein des Kindes auf mich ein. Meine Freundin meinte ich sollte die Chance ergreifen, schließlich wären sie doch alle da und würden mich mit unterstützen. Das ging so einige Wochen bis ich komplett mürbe wurde. Mann und Freundin wiesen ja auch auf die guten Verkaufszahlen hin, und was bis dahin schon geschaffen worden sei. Das alles wäre doch ein Klacks und binnen eines Jahres erledigt. Ich sah das ganz anders, rechnete ihnen immer wieder vor, zeigte auf wo ich die Schwachstellen sah. Nichts kam bei ihnen an, sie wollten die Welt so ganz rosig sehen. Ich hatte ja schon Jahre der Selbständigkeit hinter mir, und auch schon die eine oder andere Talfahrt. Mir war klar das ich mir so etwas nie wieder antun wollte. Ein Jammerlappen war ich nie, aber warum sich unnötig in Drucksituationen bringen, es lag schon mehr als genug hinter mir.

    Das Kind warf mir auch mal vor, dass ich ihn und unsere Familie so nicht mehr wolle. Es drohte tatsächlich alles zu zerbrechen. Ich hing sehr an dem Kind und an der Symbiose der Familie. Gut, ich änderte unter Weisung des Bankers die Unterlagen ab. Heute weiß ich natürlich ich bin alles selber Schuld, wie oft habe ich das schon gehört. Bis heute haben mir schon viele gesagt: Ach, Du arme stelle Dich doch nicht immer als Opfer dar. Bitte, ich kann das nicht mehr hören. Es bringt mich auch keinen Schritt weiter, es ist einfach unfair so etwas zu jemanden, der um sein Leben ums eine Existenz kämpft zu sagen.

    Es kam der Tag als der Kreditantrag unterschrieben wurde, im Vorfeld frage ich immer und immer wieder ob es nicht doch eine Frauenförderung geben würde. Nein, gäbe es nicht Ende aus. Nun war ich gezwungen Räumlichkeiten zu suchen, Mitarbeiter einzustellen und mehr. Der Banker machte mir im übrigen klar, das ich über alles was ich jetzt täte ihn immer zu unterrichten hätte. Das habe ich doofe Nuss auch noch getan und geglaubt. Der Banker erzählte mir auch von einem Freund in der Nähe, der in der gleichen Branche wie ich tätig sei. Tja, der wurde dann mal einer meiner größten Konkurrenten. Immer wenn ich was neues machte, war der zur gleichen Zeit mit ähnlichen Dingen am Start. Ich wunderte mich immer, wie ein Mann zur gleichen Zeit die gleichen Ideen hat.

    Wir fanden dann irgendwann eine Gewerbeimmobilie nicht weit von unserem zuhause. Es war das einzige was man in diesem kleinen Ort bekommen konnte. Mir sträubte sich mal wieder alles bei dem Gedanken genau diese Immobilie anzumieten. Sie war alt und in meinen Augen von der Baussubstanz alles andere als gut. Wieder kam der Druck von der Bank ich müsste jetzt mal ganz schnell für die Einstellung der Mitarbeiter sorgen. Mensch, der Banker wußte doch das ich gar keine Räumlichkeiten hatte. Das hat er damals einfach vom Tisch gefegt. Jetzt drängte er, mein Mann drängte ebenfalls auf die Immobilie, sie sei so optimal und doch auch so nah, da könnte ich doch immer hin und herlaufen. Mich weiter um Kind, Haushalt, Garten und um die Arbeit kümmern. Ja, ich war selber schuld, ich hatte mich selber unter Zugzwang bringen lassen. Ich mietete auf 10 Jahre und mir war nicht wohl dabei. Heute habe ich gelernt auf das innere Gefühl immer ganz genau zu achten, heute tue ich nur noch das was mir meine innere Stimme sagt. Das muss man wohl auch erst mal leidvoll erlernen.

    Die Immobilie war marode, und wie. Die Renovierung der reinste Horror. Ich möchte das jetzt nicht in der Tiefe erläutern, obwohl auch hieraus weitere Schwierigkeiten resultierten. Mitarbeiter wurden eingestellt und eingearbeitet. Firmen PkWs wurden angeschafft für die Außendienstler usw. usf.. Bis wir wieder starten konnten vergang viel Zeit, weil die Immobilie so lange sarniert werden mußte. In dieser Zeit sah es natürlich auch schwach mit den Einnahmen aus. Der Banker drängelte jetzt natürlich immer auf Informationen und aktuelle Zahlen. Ab und zu durfte ich mir von ihm sagen lassen, das werden die nie schaffen. Bei einem der Telefonate lies ich jemanden zuhören, doch das darf man ja nicht, und so habe ich dafür keine Beweise was er da so von sich gabe.

    Ehe ich es vergesse, als ich später alle Unterlagen in der Hand hatte, das stand doch tatsächlich in einem Beiblatt etwas von Frauenförderung. Es gab sie also wirklich, als ich das für mich realisierte wollte ich mit der Bank darüber sprechen. Mein Kundenberater lachte mich nur aus und meinte: Dumm gelaufen für Sie nicht wahr? Es war wohl die Retourkutsche das sich seinerzeit die Presse eingeschaltet hatte. Im weitern Verlauf schaltete ich die KfW ein und bat um ein Gespräch am runden Tisch. Ich bemühte mich um einen Rechtsanwalt und es fanden dann auch später Gespräche mit der Bank statt. In diesen Gesprächen gaben sie die Fehlberatung zwar zu, waren aber nicht bereit zu irgendwelchen Kompromissen. Bis es zu diesen Gesprächen kam war in der Zwischenzeit aber noch eine Menge mehr passiert.

    Eins kann ich jedenfalls rückblickend sagen, jedesmal wenn das Telefon klingelte und die Bank mal wieder dran war wurde mir schlecht. Nachts war ich nur noch am denken wie ich so schnell wie möglich alles geregelt bekomme. Mein Mann fuhrwerkte mir immer mehr im Betrieb und in den kaufmännsichen Ablauf herrum. Er der das alles gar nicht gelernt hatte. Er mäkelte an den Preisen, wiedersetzte sich Forumlare und Datenbanken auszufüllen, die aber wurden benötigt um das Unternehmen transpartent zu gestalten. Kam ich dann mit meinen Papieren nicht nach, bekam ich gleich vom Banker wieder zu hören wie unfähig ich doch sei. Arbeitsanweisungen die ich meiner kaufmännsichen Mitarbeiterin gab, wurden nicht ausgeführt, weil mein Mann meinte das sei so alles nicht notwendig. Dies den Mitarbeitern zu erklären machte er immer dann, wenn ich zuhause beim Kind war. Dicke Bücher könnte ich füllen mit dem was das alles so ablief, und was dadurch immer wieder für Schäden enstanden.

    Durch dieses Kompetenzgerangel waren die Mitarbeiter irgendwann auch gar nicht bereit noch wirklich auf mich zu hören. Mit meinem Mann kontne ich darüber nicht reden, es gab jeden Tag Streit und er sagte mir immer wieder, dass ich die Klappe zu halten hätte und gefälligst produzieren solle. Denn wenn ich nicht produzieren würde, dann käme ja auch kein Geld aus den Aufträgen rein. Heulend und wirklich fertig saß ich dann eben an meinen Schreibtisch mal im Betrieb, mal zu hause in meinen Arbeitszimmer. Der Traum von der kleinen, glücklichen Familie die wir tatsächlich mal waren, der war ausgeträumt. Es ging nur noch um Geld, und nochmals Geld, Arbeit und nochmals Arbeit. Für das Kind hatte ich immer weniger Zeit, das bemängelte dies auch. Ich wäre keine gute Mama mehr und eine schlechte Hausfrau, bekam ich dann öfter zu hören. Irgendwie versuchte ich das alles hinzubekommen und bemerkte wie mir immer weiter die Akkus ausgingen.

    Meine Produkte wurden immer besser, die Firmenkunden immer mehr und die Anforderungen an meine Person auch. Zwischenzeitlich hatte ich auch begonnen auszubilden. Mein Betrieb wurde als vorbildlilch angesehen. Einmal war ein Stellvertreter des damaligen Arbeitsamtsdirketor in meinen Betrieb, der hat mir nicht glauben wollen, das ich das alles was ich produzierte alleine produziert hätte. Glaubt mir bis heute kaum jemand. Seltsam, so geht es mir leider oft, ich weiß doch was ich gearbeitet habe.

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Interessante Beiträge. Allerdings muss man differenzieren. Ich weiss nicht weshalb ich hier wohl als eine der Wenigen das Freiberuflertum als sehr positiv empfinde. Okay, ich muss hierbei zugeben, etwas Glück spielte bei meiner Entscheidungsfindung eine nicht unwesentliche Rolle.
    Wie es bei der Gründung eines eigenen Unternehmens aussieht, das weiss ich nicht. Aber ich denke, für die Selbstständigkeit, sowie auch für das Freiberuflertum muss man eben einfach der richtige Typ Mensch sein. Auch muss man seine Prioritäten entsprechend setzen: Will ich einen relativ "sicheren" Angestelltenjob mit einem bestimmten regelmässigem Gehalt, bezahlten Urlaub und bin ich bereit, mich hierfür einem Chef unterzuordnen, mich in eine Gruppe einzufügen und mich auch mal anzupassen? Wenn ja, dann lieber Finger weg von der Selbstständigkeit/Freiberuflertum.

    Auch hängt alles von der Situation auf dem Markt, dem eigenen Netzwerk (hatte hierbei etwas Glück), Ausbildung, von den eigenen Talenten, Begabungen, Arbeitsgeschwindigkeit, Disziplin, Motivation, Freude an der Arbeit und der Selbstständigkeit und last but not least, der Bereitschaft sich für eine Zeit lang materiell (stark) einzuschränken ab.

    Wie gesagt: Ich persönlich sehe im Freiberuflertum mehr Positives als Negatives.
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Wie dem auch sei, ich kämpfte immer weiter. Wollte nicht aufgeben, ich wußte ja auch das, das was ich produzierte gut war. Manchmal gab es Zeitungartikel die bei den Geschäftsleuten auf deren gute Produkte hinwiesen, natürlich erwähnte man mein Unternehmen nicht. Die Konkurrenz auf dem Markt wurde immer stärker. Damit ich nicht ganz baden gehe, habe ich damals Marken angemeldet, denn geistigen Urheberschutz für eine Idee gibt es nicht in Deutschland.

    Es war aber damals echt schon die Hölle, ich hatte das Gefühl ich ziehe nach vorne und alle was ich nach vorne ziehe, dass zieht mein Mann zurück. Er konnte Einnahmen nicht von Gewinn unterscheiden, dass ist oft ein fataler Fehler für Existenzgründer. Er wollte nicht von Sozialabgaben, FA-Fristen, etc. pp. hören. Dann der ewige Streit das er alles unter Wert verkaufte. Er hielt sich nicht an notwendige Preisbindungen, er hielt sich eigentlich an gar nichts. Schwiergkeiten kamen auch weil er Dinge tat, die man nicht tun darf. Es kam zu den ersten Gerichtsprozessen. Natürlich war ich haftbar, wer denn auch sonst? Oft mußte ich mir schon sagen lassen: Wieso hast Du den Kerl denn nicht rausgeschmissen. Ich antworte: Schmeiß mal einen Mann, samt eines Kindes das Du liebst so mal eben aus dem Leben.

    Ein weiterer Knackpunkt waren die Außendienstler. Irgendwann erfuhr ich von einem Kunden, dass einer meiner Mitarbeiter ständig in seinem Cafe abhang. Klar, der bekam auch ein Fixum das ihm reichte. Ein anderer verkaufte Datenmaterial an einen Konkurrenten, der Konkurrent ist heute kaputt. Das alles muss man aber erstmal mitkriegen. Dazwischen immer der Mann, mein Mann der immer ekeliger wurde. Nichts war da mal mit in den Arm nehmen, nicht mit Verständnis. Es war wirklich nur noch ein Kampf. Eines Tages als mir alles über den Kopf wuchs, da las ich einen Artikel im Creditreformmagazin, es wurde dort eine Hilfestelle für in Probleme geratene Unternehmen benannt. Es war unser Landesfinanzministerium.

    Der Mensch den ich dort am Telefon antraf, der hatte meine Situation sofort verstanden, er schickte mir recht schnell Hilfe. Diese Hilfe kam in Form eines Unterenhmensberaters, der es sehr schnell auf den Punkt brachte. 1. Der Kredit von der Bank war definitiv eine Fehlberatung. 2. Das Unternehmen hat durchaus große Chancen am Markt. 3. Ein Betriebsmitteldarlehen müsste her und 4. Der Ehemann hätte sich nun endlich aus den kaufmännsichen Prozessen herauszuhalten und die Mitarbeiter meinen Arbeitsanweisungen Folge zu leisten.

    So weit so gut. Er verhandelte mit der Bank, die hatte mir nämlich das Konto dicht gemacht für Überziehungen und auch für Einnahmen aus Lastschriften. Muss man sich mal vorstellen, selbst die Einnahmen konnte ich nicht mehr generieren. Damals kam dann aus der Not geboren auch noch eine zweite Bank ins Spiel.

    Eines Tages, es war mal wieder so häßlich mit meinem Mann, da dachte ich: Tue es Dir nicht mehr an, trenne dich und zwar ganz schnell, egal wie Dir dein Herz dabei auch blutet. An dem Tag war das Kind im Landschulheim und ich wollte meinem Mann meine Entscheidung der Trennung mitteilen. Es kam alles mal wieder ganz, ganz anders. An dem Tag erfuhr ich das mein Mann Krebs hatte. Wer lässt einen krebskranken Mann, und wenn er noch so ein Ekelpakte ist, samt Kind in einer solchen Lage im Stich. Ich tat es nicht, heute weiß ich das auch das ein großer Fehler war. Man darf heute wohl kein Herz mehr haben?

    Mich strengt das Schreiben gerade sehr an, denke ich mache mal eine längere Pause. Die Geschichte ist auch noch lange nicht am Ende. Nur eins weiß ich, ich bin so ziemlich am Ende und geschafft, das ist aber etwas das ich gar nicht sein möchte. Ein Fünkchen Verständnis, eine hilfreiche Hand, kein draufgetrete mehr, das wäre schon eine kleine Hilfe in meinem Leben für mich. Ich weiß das auch viele andere sich das für sich wünschen. Deshalb immer wieder meine Bitte zur Solidartität. Tippfehler bitte ich mir nachzusehen, danke.
    Geändert von Aminata (14.04.2008 um 10:05 Uhr)

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Zitat Zitat von Lisa_S
    Interessante Beiträge. Allerdings muss man differenzieren. Ich weiss nicht weshalb ich hier wohl als eine der Wenigen das Freiberuflertum als sehr positiv empfinde. Okay, ich muss hierbei zugeben, etwas Glück spielte bei meiner Entscheidungsfindung eine nicht unwesentliche Rolle.
    Wie es bei der Gründung eines eigenen Unternehmens aussieht, das weiss ich nicht. Aber ich denke, für die Selbstständigkeit, sowie auch für das Freiberuflertum muss man eben einfach der richtige Typ Mensch sein. Auch muss man seine Prioritäten entsprechend setzen: Will ich einen relativ "sicheren" Angestelltenjob mit einem bestimmten regelmässigem Gehalt, bezahlten Urlaub und bin ich bereit, mich hierfür einem Chef unterzuordnen, mich in eine Gruppe einzufügen und mich auch mal anzupassen? Wenn ja, dann lieber Finger weg von der Selbstständigkeit/Freiberuflertum.

    Auch hängt alles von der Situation auf dem Markt, dem eigenen Netzwerk (hatte hierbei etwas Glück), Ausbildung, von den eigenen Talenten, Begabungen, Arbeitsgeschwindigkeit, Disziplin, Motivation, Freude an der Arbeit und der Selbstständigkeit und last but not least, der Bereitschaft sich für eine Zeit lang materiell (stark) einzuschränken ab.

    Wie gesagt: Ich persönlich sehe im Freiberuflertum mehr Positives als Negatives.
    Natürlich kann Freiberuflertum etwas sehr positives sein. So schrieb ich es doch auch schon einmal. Ich hatte damals auch sehr gutes Geld verdient und interessant Jobs. Kommt nur darauf an wie das Leben dann weiter geht. Das geht nämlich seine ganz eigenen Wege, Wege die nicht alles in allem Beeinflussbar sind.

    Ich weiß nicht wie lange Du selbständig bist, ich persönlich bin es seit über 24 Jahre. Und noch etwas, ich setzte und setze mich, so ich das überhaupt noch hinbekomme für die vielen, gestrauchelten Selbständigen aktiv ein. Seit Jahren und zwar ganz, ganz aktiv. Mir sind die Menschen an sich nämlich wichtig und nicht nur deren Status oder Geldbeutel. Mein Herz wurde mit persönlichem Schicksal nicht härter, sondern viel größer und weicher als es das zuvor schon war. Geld allein macht niemand glücklich. Ich kenne auch genug arme Reiche, und mach einer Armer ist reicher als der Reiche. Denn Gefühl, Verständnis, Wärme, Hilfsbereitschaft, Liebe und mehr kann man mit keinem Geld der Welt kaufen. Wem das bewußt ist, der wird sich selber ändern und auf diese Dinge hoffen und an ihnen arbeiten.

    Ich möchte der weiteren Geschichte auch nicht vorweggreifen und auf die heutige Zeit kommen. Mir sind die Hintergründe wichtig, ich möchte verstanden werden. Ich hoffe das mir dies hier gelingen wird.

    PS. Und trotz meiner Schwäche bin ich in dieser noch stark. Weil ich für mich kämpfe und es nicht nur für mich tue. Ich werbe und kämpfe auch um Verständnis, damit nicht alle Selbständigen die kaputt gehen wie die Dumbatzen dar stehen. Das sind nämlich die wenigsten von ihnen unter uns. Hinter vielen Fassaden verbergen sich Schicksale die niemand hören möchte, hinter vielen Fassaden verbergen sich Menschen die Angst haben ihr Leid offen auszusprechen. An dem Tag, an dem sie es schaffen, so denke ich, da kann ihnen geholfen werden. So mache ich eben damit einmal den Anfang, auch wenn es vielleicht nach hinten losgehen soll. Ich habe sowieso keine andere Wahl mehr, als den Weg nach vorne.
    Geändert von Aminata (14.04.2008 um 10:28 Uhr)

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Zitat Zitat von Aminata
    Natürlich kann Freiberuflertum etwas sehr positives sein. So schrieb ich es doch auch schon einmal. Ich hatte damals auch sehr gutes Geld verdient und interessant Jobs. Kommt nur darauf an wie das Leben dann weiter geht. Das geht nämlich seine ganz eigenen Wege, Wege die nicht alles in allem Beeinflussbar sind.

    Ich weiß nicht wie lange Du selbständig bist, ich persönlich bin es seit über 24 Jahre. Und noch etwas, ich setzte und setze mich, so ich das überhaupt noch hinbekomme für die vielen, gestrauchelten Selbständigen aktiv ein. Seit Jahren und zwar ganz, ganz aktiv. Mir sind die Menschen an sich nämlich wichtig und nicht nur deren Status oder Geldbeutel. Mein Herz wurde mit persönlichem Schicksal nicht härter, sondern viel größer und weicher als es das zuvor schon war. Geld allein macht niemand glücklich. Ich kenne auch genug arme Reiche, und mach einer Armer ist reicher als der Reiche. Denn Gefühl, Verständnis, Wärme, Hilfsbereitschaft, Liebe und mehr kann man mit keinem Geld der Welt kaufen. Wem das bewußt ist, der wird sich selber ändern und auf diese Dinge hoffen und an ihnen arbeiten.

    Ich möchte der weiteren Geschichte auch nicht vorweggreifen und auf die heutige Zeit kommen. Mir sind die Hintergründe wichtig, ich möchte verstanden werden. Ich hoffe das mir dies hier gelingen wird.

    PS. Und trotz meiner Schwäche bin ich in dieser noch stark. Weil ich für mich kämpfe und es nicht nur für mich tue. Ich werbe und kämpfe auch um Verständnis, damit nicht alle Selbständigen die kaputt gehen wie die Dumbatzen dar stehen. Das sind nämlich die wenigsten von ihnen unter uns. Hinter vielen Fassaden verbergen sich Schicksale die niemand hören möchte, hinter vielen Fassaden verbergen sich Menschen die Angst haben ihr Leid offen auszusprechen. An dem Tag, an dem sie es schaffen, so denke ich, da kann ihnen geholfen werden. So mache ich eben damit einmal den Anfang, auch wenn es vielleicht nach hinten losgehen soll. Ich habe sowieso keine andere Wahl mehr, als den Weg nach vorne.
    Liebe Aminata

    Danke für Deine Ergänzung. Es ist schön, dass eine positive- aber auch eine - ich nenn sie jetzt so - negative Seite vertreten ist, so ergibt dieser Strang ein realistisches Bild - denk ich.

    Ich habe Deine ganze Gesichichte leider noch nicht vollständig lesen können (aus Zeitgründen), verspreche aber, dies in meiner nächsten Pause zu tun. (Und danach sachlich darauf einzugehen).
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Liebe Lisa,

    ich habe jetzt eine ganze Zeit mit mir gehardert, was kann ich schreiben und was lasse ich lieber bleiben?

    Mein Leben ist ein mehr als ungewöhnliches Leben und viele werden es nicht, wahrscheinlich niemals verstehen können. Es passt wohl besser in einen Film, und doch ist es mein Leben. Bevor Du meine gesamte Geschichte verstehen können würdest müsste ich ein Buch schreiben. Es würde wohl mehr als nur 1 Band, und doch ist es wie gesagt mein Leben.

    2004 ging ich in die absolute Öffentlichkeit, ich hatte es satt das z. B. Unternehmer sich umbringen. Das Menschen die vormals viel geleistet haben ins Abseits gerieten, das Banken es schaffen einem tatsächlich das Fell über die Ohren zu ziehen. Davor habe ich auch schon eine Menge gemacht als Lebensaktivistin, doch das lassen wir jetzt mal außen vor.

    2004 bestreikte ich eine Bank, es gab viele Gründe dafür. 2004 gründete ich auch, als Frau eine Partei und wurde tatsächlich auch noch gewählt. Ich hatte es über, das sich u. a. Selbständige in diesem unserem Land komplett meinen aufgeben zu müssen. Ende 2004 machte ich die Fluthilfe-Deutschland de. Das alles wurde zu meinem weiteren Verhängnis. Lange Zeit habe ich hier gesessen und geweint, mich geschämt über die Dinge, die über mich verbreitet wurden und auf die ich keinen Einfluss habe. Ende 2007 wirkte ich an einem erschienen Buch "Tatort Internet" mit, weil schon viele üble Verleumdungskampagenen, die so nicht stimmen über mich verbreitet wurden. Jetzt 2008 kämpfe ich um mein ganz persönliches Überleben. Ich bin über Grenzen gegangen, ich habe gelernt das man das nicht will und darf. Ich weiß wie man in diesem unserem Land angagierte, mutige Frauen und andere Menschen versucht an die Wand drängen. Und ich habe gelernt wie es ist mit dem Rücken in der Wand zu stehen. Deshalb rufe ich immer und immer wieder nach Solidarität. Es ist so einfach Menschen zu verunglimpfen, es ist so einfach sich nicht die Hintergründe anzuhören. Doch man sollte versuchen es tun zu können.

    Dadurch das ich aktive Politikerin wurde, wurde alles nur noch schlimmer. Denn auf diesem Gebiet werden fast alle in einen Topf, der Schlechten, geworfen. Als Frau habe ich diesen Weg beschritten um die Mißstände, auch ganz besonders bei selbständigen Frauen offenkundig zu machen.

    Niemanden möchte ich hier zu Nahe treten, niemanden möchte ich verärgern. Nur eins möchte ich, als Frau in dieser Gesellschaft Gehör für die Menschen, für die ich eintrete und für mich selber zu erhalten. Wo sonst sollte Hilfe denn noch herkommen?

    Danke und

    LG Aminata, und wer jetzt Häme über mich im Web lesen sollte, den bitte ich mich zu fragen was da daran ist. Gerne bin ich bereit Rede und Antwort zu stehen.
    Geändert von Aminata (14.04.2008 um 13:17 Uhr)

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Die Position an der ich stehe die ist einsam. Um so mehr war ich auf Rückhalt angewiesen. Diesen gab es nicht, weder in der Partnerschaft, noch in der Öffentlichkeit. So aber wird sich nichts ändern lassen können. Gerne gebe ich meine eigenen Schwachstellen zu, sie sind doch nicht schlechtes, sie sind wie bei allen Menschen rein menschlich. Jeder, egal an welchem Platz er steht hat auch ein Recht auf Privatleben, auch das verwundert mich jeden Tag, das dies nicht akzeptiert wird. Wie würde der/die einzelnen User/Userinnen sich fühlen wenn sie von heute an durch Presse etc. verfolgt würden? Es ist ein unschönes Leben. Vor allem was über diese Menschen verbreitet wird stimmt selten. Es werden Schlagzeilen gemacht, doch für was? Das könnte sich jeder selber einmal beantworten, oder?

    Jeder braucht ein Privatleben, denn durch dieses lädt er die leeren Akkus auch wieder auf. Egal wer er ist, egal wo er steht.

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    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Hallo. ich habe die zT langen Texte mit großem Interesse gelesen. Ich finde es sehr mutig, offen auch über Schwierigkeiten zu schreiben. Wahrscheinlich gibt es für viele Menschen Parallelen in der einen oder anderen Weise. Ich finde es spannend, so ungeschönt von Erlebnissen zu lesen, wie sie natürlich vorkommen können und mit denen man selber- hier vielleicht etwas weniger, dort etwas mehr zu tun hat oder zu tun bekommen könnte. Es sollte sicher nicht jeden abschrecken, der sich selbstständig machen möchte. Aber es zeigt auch, dass es nicht nur alles Gold ist, was glänzt. Und in Bezug auf Existenzgründungen wird oft der Eindruck erweckt, es sei nur der Mut erforderlich- der Rest würde mit Hilfe der Banken und anderer Hilfen für "Gründer" schon zu regeln sein.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  10. Inaktiver User

    AW: lohnt sich Selbstständigkeit ?

    Zitat Zitat von Aminata
    Die Position an der ich stehe die ist einsam. Um so mehr war ich auf Rückhalt angewiesen. Diesen gab es nicht, weder in der Partnerschaft, noch in der Öffentlichkeit. So aber wird sich nichts ändern lassen können. Gerne gebe ich meine eigenen Schwachstellen zu, sie sind doch nicht schlechtes, sie sind wie bei allen Menschen rein menschlich. Jeder, egal an welchem Platz er steht hat auch ein Recht auf Privatleben, auch das verwundert mich jeden Tag, das dies nicht akzeptiert wird. Wie würde der/die einzelnen User/Userinnen sich fühlen wenn sie von heute an durch Presse etc. verfolgt würden? Es ist ein unschönes Leben. Vor allem was über diese Menschen verbreitet wird stimmt selten. Es werden Schlagzeilen gemacht, doch für was? Das könnte sich jeder selber einmal beantworten, oder?

    Jeder braucht ein Privatleben, denn durch dieses lädt er die leeren Akkus auch wieder auf. Egal wer er ist, egal wo er steht.

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