Es ist die Frage, ob es auf dem Markt überhaupt Eine "fundierte" Ausbildung gibt.Zitat von Bettina14
![]()
Von meiner Ausbildung als Übersetzerin bei der Fachakademie (bei der Uni Erlangen) kann ich nur sagen, dass es zu 80% eine verlorene Zeit (und somit auch Geld) war. Gilt aber komischerweise als "fundierte" Ausbildung - he-he!
Um sich abzuheben, muss man ein richtiges Fachwissen (z.B. Ingenieurwissen) haben. Oder irgendwie im Verkauf tätig sein. Also immer ein kombiniertes Angebot. Denn der Kunde macht keinen Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Übersetzer. "Englisch können doch alle" :-) Es muss nur schnell und billig sein.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 25
-
04.05.2008, 19:10
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
-
04.05.2008, 20:29
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Hallo Bettina,
Zitat von Bettina14
danke für deinen positiven Beitrag - komischerweise habe ich bis jetzt meistens nur Negatives von Leuten (die oft gar nicht in dieser Branche arbeiten) gehört.
Fundiert ist die Ausbildung, die ich mir überlege, ganz sicher (ist eine sehr gute Uni und war eben bis jetzt ein Diplomstudium, ist jetzt eben BA - 6 Sem. + MA 4 Sem.). Deahalb habe ich auch diese Ausbildung gewählt.
Darf ich fragen, welche Sprachen du machst? (Ich möchte englisch und italienisch wählen).
liebe grüsse
Sumpfi
-
04.05.2008, 21:53
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Hallo,
wollte nur einwerfen, dass man das "Studium" (ist kein richtiges Studium) zum Staatlich Geprüften Übersetzer auch als Fernlehrgang belegen kann. Das mache ich auch zur Zeit. Es gibt allerdings nur einen Anbieter (AKAD).
Letztlich war ich wieder auf einem Seminar/Prüfung und wir haben auch über das Thema gesprochen. Unsere Lehrerin meinte, dass zur Zeit die Nachfrage nach GUTEN Übersetzern so groß ist wie noch nie....
Aber man kann wirklich kaum alleine vom Übersetzen leben. Ich selbst will es auch nur als zweites Standbein haben.... Würde auch verrückt werden, wenn ich von morgens bis abends nur übersetzen müsste...:-)
Viele Grüße
drummerin
-
15.05.2008, 13:53
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Dem kann ich leider zustimmen. Meine Ausbildung (auch Fachakademie) war völlig an der Praxis vorbei. Wir haben weder gelernt, wie man eine anständige Akquise/Auftragsabwicklung macht, noch wie man eine ordentliche Buchhaltung führt. Dafür haben wir sinnlose Stunden mit Stegreifübersetzung etc. verbracht. Dennoch ist nur diese Ausbildung samt anschließender Staatsprüfung Voraussetzung für eine gerichtliche Vereidigung. Bei mir wird die oft verlangt.
Zitat von Aurore.Dupin
Meiner Meinung nach lernt man das Übersetzen nicht auf einer Schule/Uni/Akademie, sondern durch einen langen Auslandsaufenthalt, ein gewisses Sprachtalent und ganz einfach durch Berufserfahrung. Wenn ich überlege, was ich am Anfang meiner "Karriere" für einen Schmarrn übersetzt habe ....
Der Beruf des Übersetzers ist nicht nur als Bezeichnung ungeschützt (außer Diplom-Übersetzer, öffentl. best. u. beeid. Übersetzer), er wird auch leider sehr gering geachtet, weil jeder, der mal drei Wochen in England im Urlaub war oder Englisch Leistungskurs hatte glaubt, er könne übersetzen. Dementsprechend ist auch die Qualität. Ich bekomme oft Anfragen wie: "ich hätt's ja gern selber gemacht, aber ich hab grad keine Zeit". Schön auch "die Tante von der Freundin meiner Nachbarin war mal 6 Wochen in Schottland, die hat mir diesen Gewinnabführungsvertrag mal schnell übersetzt. Können Sie da mal kurz drüber lesen?"
Und zum Schluss: Wesentlich ist wohl immer der Zweck der Übersetzung. Natürlich können Ingenieure mit ihrem Fachwissen oft deutlich besser übersetzen als gelernte Übersetzer, deren Fachwissen höchstens breit aber nicht tief ist. Aber die können dann weder beglaubigen, noch ihr Fachgebiet verlassen.
Ich habe festgestellt, dass ein breites Wissen auf jeden Fall lukrativer ist als ein tiefes Wissen. Und die Königsdisziplin ist, ein Netzwerk an Übersetzern aus allen möglichen Fachrichtungen zur Verfügung zu haben und die Aufträge so zu vergeben, dass der Subunternehmer gut dran verdient und man selber auch
-
16.05.2008, 14:50
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
@Aurore: deine Aussagen zum IFA in Erlangen unterschreib ich gleich sofort! Habe auch da studiert. Mittlerweile denke ich mir oft, dass ich zwar viel Geld dagelassen habe, und es war ja auch nicht alles schlecht, aber vieles was man echt gut brauchen könnte wird nicht gelehrt. Wann warst Du dort? Mein Abschlussjahr an der FAK war 2002.
Andrea
-
16.05.2008, 21:50
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Hallo in die Runde,
ich bin zwar nicht Übersetzerin, dafür aber Buchhändlerin und Germanistin. Ich habe mein Studium vor 5 Jahren mit Bestnote abgeschlossen und bis heute keinen Job gefunden, mit dem es sich finanziell gut leben lässt. Im Moment arbeite ich auch komplett branchenfremd. Deshalb werde ich ab Herbst noch ein Lehramtsstudium anschließen.
Ein Freund von mir (abgebrochenes BWL-Studium, jetzt frei beufliche Autor) hat lange als Übersetzer gearbeitet..für einen Hungelohn.
Man braucht sehr sehr viel Idealismus, um in dieser Branche zu überleben.
-
29.06.2008, 17:03
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Hallo Zusammen,
hatte mich eine Zeit hier ausgeklinkt, will mein Thema aber nochmal "eröffnen". Danke für die vielen Antworten, über die AKAD habe ich mich ein wenig schlau gemacht und die Kosten für die Ausbildung gesehen. Puh, hab gerade die BWL Geschichte für die selben Kosten laufen. Dauert noch bestimmt bis Februar 2009. Eigentlich wollte ich danach keine Unsummen mehr bezahen, sondern endlich mal mit Spaß und wenig Geld an eine neue Sache herangehen. RAus aus meiner momentanen Tretmühle, einen Mix aus Übersetzung, freier Autor oder Mitarbeiter bei einer Zeitung/Verlag und mehr in die alternative Richtung. Habe jetzt 10 JAhre business hinter mir und festgestellt, dass DAS genau nicht das ist, was ich weitermachen will. Meine bisherigen Erfahrungen, Kenntnisse sollen aber auch nicht umsonst gewesen sein. Gibt es noch Alternativen zur AKAD? Ich mach ab August einen Kurs an der VHS zur Fremdsprachenkorrespondentin (IHK). Bin mir aber zielmich sicher, dass ich neben studierten Übersetzern nicht wirklich Vorteile habe, alleine schon wegen der "VHS", oder wie seht ihr das??
Für Antworten, Tipps und Hinweisen wäre ich euch wirklich dankbar.
LG die Kleene
-
30.06.2008, 06:46
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Die Ausbildung bei der VHS ist vergleichsweise egal, ewnn du danach die Prüfung bei IHK machen kannst. Das muss oberstes Ziel sein. Ohne IHK Abschluss kannst du es knicken.
Ich würde mir allerding einmal überlegen, was du mit dem BWL Studium machen wolltest oder willst. Als Übersetzerin etc. oder bei einer Zeitung/Verlag ... da ist die Konkurrenz quasi unüberschaubar, weil z.B. auch Journalisten, studierte Übersetzer/Dolmetscher etc. gegen dich antreten.
Warum hast du BWL studiert? WAS willst du in deinem Leben machen und erreichen?Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.
-
30.06.2008, 07:41
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
@akademikerin
DAS sind die großen Fragen, sie ich mir zur Zeit stelle.
Habe eine Ausbildung gemacht, dann gearbeitet, gedacht ein Studium bringt mich weiter. Studium begonnen, hier bekomme ich keine Resonanz auf mein Studium (besserer Job, oder so). Studium lag mir nicht so wirklich, aber jetzt schließe ich es noch ab...alleine wegen Stolz und Geld und der Hoffnung es vielleicht doch noch gebrauchen zu können...Nichts ist umsonst!
Hier (Job) will ich weg und suche jetzt nach neuen Wegen, einen ähnlichen Job woanders zu machen, will ich nicht. Denke die Zeit für einen Bruch/Neuanfang wäre gut, allerdings sollten die Dinge vorher nicht umsonst gewesen sein. Ich liebe Bücher und ich schreibe gerne, Sprachen lerne ich zwar nicht leicht, aber ich will auf diesem Gebiet noch einiges lernen/machen. Freiberuflich arbeiten wäre für mich eine gute Sache (wenn auch schwierig, ich weiß). Ins Ausland würde ich auch gerne für eine Zeit gehen. Da hab ich alles in einen Topf geworfen und der Job kam raus.
Ich überlege gerade, ob ich einen Teilzeitjob suche und dann versuche, das mit der Übersetzerin voranzutreiben (IHK-Abschluss, Kontakte knüpfen, erste Aufträge), wenn es läuft, kann ich mich von dem Teilzeitjob verabschieden, wenn nicht bin ich zumindest finanziell noch abgesichert.
Eine Lebensplanung habe ich nicht. Ich weiß, dass ich Familie, Kinder und Häuschen will. Jobtechnisch bin ich aber eigentlich offen und unbestimmt.
LG K
-
30.06.2008, 07:59
AW: Übersetzerin für Literatur/ Fachübersetzerin
Um mit Übersetzungen etc. Erfolg zu haben, müsstest du eine schon eher aussergewöhnliche Sprache beherrschen. Standard VHS Englisch/Französisch bringt dir gar nichts. Schau mal im Strang nach dieser Diskussion, hatten wir vor einiger Zeit.
Den Kurs bei der IHK würde ich gar nicht erst machen. Er wird dir nicht viel bringen und dauert viel zu lang. Wenn du schreiben willst, dann mach einen Kurs in Richtung kreatives Schreiben oder ähnliches. Leben können wirst du davon nicht, jedenfalls nciht in überschaubarer Zeit.
Investier das Geld in ein GUTES Coaching. Das könnte dir am ehesten helfen, deinen Weg zu finden. Deine Vorstellungen gehen derzeit in viel zu viele verschiedene Richtungen. Eine klare Struktur ist da nciht zu finden.Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.


Zitieren
