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    Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Hallo,
    habe für die nächsten Monate einen Vollzeitjob als Selbständige im öffentlichen Dienst. Hurra!
    Bin mir aber unsicher, ob ich eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen sollte. Weiß ja nicht, ob ich in Zukunft deren Computersystem lahmlege oder irgendwelche wertvollen Sachen beschädige. Wenn, dann wäre es wahrscheinlich höchstens fahrlässig, dafür müssten die doch im Prinzip auch abgesichert sein, oder!?
    Privat habe ich keine Haftpflicht, halte es für unwahrscheinlich, dass irgendein Verkehrsteilnehmer meinetwegen zu Schaden kommt ( bin keine Autofahrerin und gehe nur bei Rot über die Starße, wenn ich absolut nix sehe). Ist vermutlich auch fahrlässig.
    Hat jemand von Euch Erfahrung? Berufshaftpflicht ja oder nein?
    Grüße
    selfmade

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    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Huhu selfmade,

    zum Glück kennst du meinen Versicherungsmenschen nicht, der hätte dich mit Blicken getötet.
    Sogar ich habe letztens Angst bekommen, weil ich dachte er kratzt mir gleich die Augen aus, nachdem ich ihm gestanden habe, dass meine Haftpflicht nur Schäden bis 2,5 Mio EUR abdeckt....

    Nein, im Ernst, jeder der sich mit Versicherungen auskennt, wird dir umbedingt zu einer Berufs- und Privathaftpflicht raten.
    Kostet so ca. 70 Euro im Jahr.
    Problem ist ohne Versicherung, dass du vollständig mit deinem Privatvermögen haftbar gemacht wirst, wenn du einen Schaden verursachst.
    Allein eine undichte Waschmaschine kann ratzfatz einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursachen...

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    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Berufshaftpflicht ist teurer als 70 Euro im Jahr, abhängig von der Branche etc.

    Es ist mehr als grob fahrlässig, keine Privathaftpflicht zu haben. Dabei geht es seltenst um Verkehrsprobleme, sondern um so viele andere Dinge, dass ich die 60 Euro für die PrivatHP auf jedeN Fall zahlen würde.

    Berufshaftpflicht auf jeden Fall - du könntest aus Versehen einen VIrus einschleusen, einen Kaffeebecher überm Server fallen lassen ..... - Frage: wie geht Vollzeitjob als Selbständige? Hast du auch geprüft, dsas du nicht scheinselbständig bist?

    Fahrlässigkeit und VOrsatz sind höchst beliebte STreitthemen, die so komplex ausfallen können, dass ich allein deswegen eine Versicherung abschliessen würde. Denn wenn etwas passiert, dann darf sich deine Versicherung mit deren Versicherung streiten, aber DU musst keine Zeit damit verschwenden.

    Die anderen Versicherungen, die man so braucht, die hast du aber, ja?
    Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.

  4. Inaktiver User

    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Zitat Zitat von Selfmade
    .........
    Privat habe ich keine Haftpflicht, halte es für unwahrscheinlich, dass irgendein Verkehrsteilnehmer meinetwegen zu Schaden kommt ( bin keine Autofahrerin und gehe nur bei Rot über die Starße, wenn ich absolut nix sehe). Ist vermutlich auch fahrlässig.
    ......selfmade
    Schadenbeispiele für die es sich lohnt, versichert zu sein:
    • 1. Den Zulauf vom Geschirrspüler vergaß zu schließen die Frau Bühler.Es platzte prompt der Wasserschlauch und drunt´der Mieter Kulick auch.
    • 2. Fast nicht gestreut trotz Eis und Schnee - wer da ausrutscht, dem tut es weh. So ging´s dem Postzusteller Kraus: auch der kam in das Krankenhaus.
    • 3. Erst war man über´n Christbaum froh, dann brannt´ er plötzlich lichterloh. Das Mobiliar von Nachbar Schmidt, das brannte leider restlos mit.
    • 4. Im Kaufhaus stand schön aufgericht´ Geschirr von Wert, vornehm und schlicht. Da stieß Frau Pech, weil schwer beladen, das alles um. Was für ein Schaden!
    • 5. Es gab Fondue bei Frau von Fegen, doch ein Herr Otto stieß dagegen. Das heiße Öl im Kupferkessel ergoß sich über Mensch und Sessel.
    • 6. Karl joggte früh um fünfe schon über den Weg bei Iserlohn.
      Ein Auto mußte ihm ausweichen direkt in eine von drei Eichen.
    • 7. Auf steiler Piste fuhr Kurt Kahl mit etwa 80 ab ins Tal. Er kreuzte den Professor Netzt, der stürzte und ward schwer verletzt.
    • 8. Geburtstag feierte Herr Stanz mit Alkohol, Musik und Tanz. Die Müllers stießen an das Bord mit Krügen. Das war das Ende vom Vergnügen.
    • 9. Mit Koffern schleppte sich, weil schwer, zur Glastür des Hotels, Herr Bär. Die hat er dabei schwer beschädigt. Ein Zeuge hat es noch bestätigt.
    • 10. Drei Kinder zwischen sechs und neun entdeckten eine prima Scheun´. Sie zündelten und rannten fort; die Asche liegt noch heute dort.
    • 11. Beim Tennisdoppel ging´s hoch her. Da flog ein Ball ganz plötzlich quer. Der Schläger knallte ins Gesicht. Mit Absicht tat´s der Partner nicht.
      (Aus: „Privat-Haftpflicht - heiter besinnliche Schadenauslese)
    Das ist mir ganz spontan in den Hinterkopf geschossen, als ich Deinen Eintrag gelesen habe. Vermutlich wäre dieser im Versicherungsthread besser aufgehoben.

    Es geht bei der privaten Haftpflicht nicht nur darum, daß Du geschützt bist, sondern daß anderen Menschen, denen Du einen Schaden verursacht hast, ihr Recht, ihre Entschädigung zukommen kann.

    Du bist also bereit, für Haftpflichtschäden mit Deinem Gesamtvermögen aufzukommen? Wie groß ist denn dieses Privatvermögen, mit dem Du andere entschädigen willst, wenn auf der anderen Seite keine 60.-Euro im Jahr für eine hochwertige Versicherung zur Verfügung stehen?

    Sorry, daß ich etwas provokant bin, aber ich erlebe regelmäßig, daß Geschädigte auf ihrem Schaden und ihren Forderungen sitzen bleiben, weil jemand meint, 5.-Euro im Monat sparen zu müssen.

    Warum ist Dir eigentlich Dein öffentlicher "Arbeitgeber" wichtiger als jeder andere Mensch, der geschädigt werden könnte?

    Verständnislose Grüße

    justii

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    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    in unserer eigentumswohnanlage wird kein handwerker beauftragt (dachdecker, architekt,sanitär,maler, garten..... etc.) der nicht eine berufsshaftpflichtversicherung nachweisen kann.
    das risiko, dass bei einem möglichen schadensfall der andere nicht zahlen kann, wäre uns viel zu groß.

    selbst in meiner funktion als verwaltungsbeirat bin ich über den verwalter mitversichert, für den fall, dass mir bei der rechnungsprüfung (bin ja schließlich kein geschulter buchhalter) ein fehler unterläuft, für den mich dann die eigentümergemeinschaft haftbar machen könnte.

    erkundige dich, ob du evtl. über das unternehmen/behörde versichert bist und lass dir das ggf. schriftlich bestätigen.
    ansonsten rate ich dir unbedingt zu einer (vielleicht ist das ja möglich) zeitlich begrenzten berufshaftpflicht.

    lachattenoire

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    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Zitat Zitat von Selfmade
    Privat habe ich keine Haftpflicht, halte es für unwahrscheinlich, dass irgendein Verkehrsteilnehmer meinetwegen zu Schaden kommt ( bin keine Autofahrerin und gehe nur bei Rot über die Starße, wenn ich absolut nix sehe). Ist vermutlich auch fahrlässig.
    Hat jemand von Euch Erfahrung? Berufshaftpflicht ja oder nein?
    Grüße
    selfmade
    Hallo Selfmade,
    auch ich musste erst mal kräftig schlucken, als ich das gelesen habe. Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschließen. Es kann so schnell etwas passieren, auch als Nicht-Autofahrerin im Straßenverkehr. Zb.: Du passt grad nicht auf, stolperst, fällst unglücklich Richtung Straße, Auto weicht aus, verursacht einen Unfall...Schwups...dann hast Du den Salat.
    Berufshaftplicht? Ja, unbedingt!!!!!! Aber eine private Haftpflicht halte ich persönlich für eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste, und sinnvollsten Versicherungen überhaupt.

    Viel Glück im Job!!

    Sally

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    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Oh, das scheint ja ein sensibles Thema zu sein. Ich glaube, Ihr habt mich überzeugt. Bin nur bisher von der eigenen Tollpatschunfallstatistik ausgegangen, die belegt, dass die einzige, der ich Schaden zufüge, meistens ich selbst bin.
    Das mit dem Zitieren kriege ich hier schon wieder nicht hin, daher also summarisch:
    @Jalaka, hoffe Dein Versicherungsmensch ist selbst gut versichert, wenn er denn wirklich so böse dreinschauen kann ;-)
    @akademikerin, Gefahr von Scheinselbständigkeit besteht nicht, da noch ein anderer Job vorhanden ist. Der jetzt an Land gezogene ist projektabhängig und befristet, wenn ich die ganze Arbeit, die da auf mich zukommt, halbtags schaffe, ist das auch o.k., aber ich fürchte, daraus wird leider nix.
    "andere Versicherungen" ?? Krankenkasse: Ja, Altersvorsorge: Traurig, aber auch ja, und sonst?
    @Sally1974, Danke für die Glückwünsche, schön, wenn sich jemand mit einem freut.
    Viele Grüße,
    Dank an Euch alle, Ihr habt wirklich Überzeugungsarbeit geleistet,
    selfmade

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    AW: Berufshaftpflicht - sinnvoll?

    Unfallversicherung?
    Berufsunfähigkeitsversicherung?
    etwas für Altersvorsorge?
    evtl. Vermögensschadenshaftpflicht?
    Wer dir die Flügel stutzt, der hat das Fliegen nie gelernt. Blieb immer nur am Boden und wäre doch so gern geflogen.

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