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    teilzeitselbstständig- überlegung

    Hallo ,
    ich wollte mal fragen, ob hier jemand Erfahrungen mit "Teilzeitselbstständigkeit " hat.
    ALso z.B. 3 Tage Vollzeit bei einem AG, den Rest freiberuflich.( kein gewerbe!)
    Hätte eigentlich ne relativ feste freiberufliche Einnahme monatlich um die 400 -500 ab januar.
    Ich weiss das die Einnhen aus selbst. Arbeit auf das "normale" Gehalt addiert werden.
    Ganz normal??- oder gibts da ne Sonder-Behandlung- kurz:
    Lohnt sich das, oder macht man eher Verluste?

    Ich mache das auch u.anderem, da ich mich vorsichtig an die Freiberuflichkeit herantasten ( Kundenstamm etc.) möchte & mich nicht kopflos ins kalte Wasser stürzen will.

    Andererseits hätte ich wahrscheinlich wenn ich dann mal in ferner Zukunft komplett durchstarte keinen ANspruch mehr auf Gründungszuschuss irgendwann, oder?

    LG alexa

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    Zitat Zitat von knallgrau
    ALso z.B. 3 Tage Vollzeit bei einem AG, den Rest freiberuflich.( kein gewerbe!)
    LG alexa
    Hi alexa,

    was ist denn da der Unterschied ? (also zwischen freiberuflich und gewerblich)

    LG

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    freiberufliche Tätigkeit = bestimmte katalog/ u. katalogähnliche Berufe , kein IHK Pflichtmitglied, keine Gewerbesteuer ab nem bestimmten Betrag.
    Meldet man beim Finanzamt an, und bekommt dann ne Steuernummer für die freiberufliche Tätigkeit.
    Finanzamt hat mir die Unterlagen schon mitgegben.
    LG

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    Natürlich lohnt es sich, das nebenzu anzufangen. Ist doch eigentlich ideal, weil Deine Grundsicherung durch den angestellten Job gegeben ist. Dein Gewinn wird dann halt Deinem zu versteuerndem Einkommen zugeschlagen - das musst Du hat bedenken, wenn Du Einnahmen hst, dass Du ggf. Steuer nachbezahlen musst bei der Erklärung. Wegen Gründungszuschuss etc. kenn ich mich nicht aus - aber ich kann mir vorstellen, dass es da durchaus Möglichkeiten gibt, wenn man nachweilslich dann Vollzeit selbständig wird.
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    ok , danke für die antworten :)
    ich dachte nur ob das vielleicht irgendwie " anders" also zum negativen dann für mich verrechnet wird.
    KV & Soziaversicherung laufen ja eh über den AG in der Teilzeitanstellung.
    ISt es ratsam ein extra Konto für die Einnahmen aus selbsständiger Arbeit anzulegen, oder wie handelt man das am besten mit den Rücklagen für etwaige Nachzahlungen??

    & was ich mich vor allem frage: ist es ratsam, von Anfang an die Umsatzsteuer auszuweisen?
    ( Einnahmen werden noch gering sein, wohl aber schon regelmässig)

    Wie seid ihr denn so nach & nach an Kunden gekommen?
    Mund zu Mund Propaganda? Stellenanzeigen für Freie?
    Networking -klar, Xing & Co. ...oder richtig "Akquise"(-nicht so ganz mein Ding also irgendwo einfach so ins Blaue anrufen usw...) betrieben- (bin im gestalterischen Bereich )


    LG
    alexa

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    Hallo nochmal,

    nein, das wird nicht "anders" verrechnet - Du musst halt bei Deiner Steuererklärung dann auch noch die Anlage GSE für selbständige Arbeit plus eine Gewinn- und Verlustrechnung abgeben. Dein Gewinn wird dann mit Deinem Einkommen aus der Anstellung aufsummiert und das Ganze dann normal versteuert - für die Steuer ist es völlig egal, aus welchen Quellen Dein geld letztendlich kam.

    Für meine Rücklagen in Sachen Steuer (wobei sie Dich sowieso irgendwann zu einer vierteljährlichen Vorauszahlung, die auf Deiner Nachzahlung des Vorjahres beruht, verdonnern) habe ich ein Tagesgeldkonto, wo ich z. B. wenn die Vorauszahlung fällig ist, Geld runterhole. Ein extra Geschäftskonto brauchst Du sicherlich nicht - eine Verpflichtung dazu gibt es zumindest nicht, Du kannst also Deine Rechnungen auf Dein normales Konto überweisen lassen und dann halt von da Deine Rücklagen auf das Tagesgeldkonto - denn im Gegensatz zum Girokonto gibt es da ein paar Zinsen...

    Das mit der Umsatzsteuer hat den Vorteil, dass Du halt für alles, was Du als Geschäftsausgabe machen kannst (und da sammele ich JEDEN Kassenbon über Papier, Umschläge, Stifte, Porto (wobei das keine Mwst. enthält), Computerzubehör, etc, alles eben was geht) im Endeffekt weniger bezahlst als wenn Du keine Umsatzsteuer abführst. Nimm mal an, Du kaufst z. B. einen Laptop, weil Du den für Dein Geschäft brauchen kannst - 19% weniger ist da schon was... Nachteil ist halt: Als "Neuling" muss man jeden Monat die Voranmeldung für die USt machen. Das kann nerven, ist aber eigentlich nicht sehr dramatisch. Später wird es dann vierteljährlich - jedenfalls bei den kleinen Einnnahmen, die Du erstmal haben wirst. Kurz: Ich würde es machen.

    Kunden (ich auch gestalterischer Bereich) kommen in der Tat oft über Mund-zu-Mund-Propaganda. XING hat mir da noch nicht viel gebracht, wohl aber kleine lokale Netzwerke. Anzeige hab ich noch nicht probiert, aber das wäre eigentlich mal was (bin ein wneig am Knapsen derzeit... *gg*) Ich habe natürlich Flyer und die drücke ich zufriedenen Kunden dann gern mit den Worten "Sie dürfen mich gern weiterempfehlen" in die Hand.

    Hm, ja, was noch? Naja, frag weiter, dann fallen mir noch mehr Sachen ein. :-)

    LG, Ete
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    oh super !- vielen dank für deine ausführliche antwort!!

    kannst du zwecks tagesgelkonto eine bestimmte bank empfehlen?
    vor diesem ganzen steuerdings hab ich ja schon n bissel schiss, denn ich kenn mich da noch gar nicht aus
    lauter zahlen & die haben mir noch nie sonderlich gelegen, naja.
    ich werde mich da schon schlau machen & ne bekannte, die mir das steuerzeug machen könnte hab ich auch.
    ist alles sehr verwirrend am anfang.

    oje und wieviel kann so eine nachzahlung sein? ich meine ich verdiene ja erstmal wahrscheinlich viel zu wenig um etwas nachzuzahlen...hm.... nicht das dann der riesenschock kommt

    darf ich fragen, bist du komplett selbstständig, also "vollzeit"? von anfang an - oder hast du das auch so gemacht?

    LG

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    Zitat Zitat von knallgrau
    oje und wieviel kann so eine nachzahlung sein? ich meine ich verdiene ja erstmal wahrscheinlich viel zu wenig um etwas nachzuzahlen
    Neee, ganz stimmt das ja so nicht, da Du das ja auf Dein anderes Einkommen aufsummieren musst (also den Gewinn, den Du selbständig machst, musst Du ja auf Dein Brutto aufschlagen und dementsprechend mehr Steuern zahlen). Ich schätze immer wieder mal, was ich etwa an Gewinn haben werde und rechne das dann ganz unverbindlich bei www.nettolohn.de aus um meine Rücklagen anzupassen, als Jahreseinkommen. Aber da musst Du natürlich dann Dein festes Brutto PLUS Deinen zu erwartenden Gewinn eingeben, und dann das, was Du monatlich an Steuern über Deinen AG abführst, wieder abziehen - dann kriegst Du in etwa raus, was Du nachzahlen werden musst. Pi mal Daumen lege ich etwa 20% meiner Einkünfte für die Steuer weg - und freu mich dann, wenn noch was überbleibt, falls dem so ist.

    Das mit den ganzen Zahlen ist nicht schlimm - für die USt-Erklärungen muss man eigentlich nur Plus und Minus können. Aber Du kannst das mit der USt später jederzeit nachziehen - und vorerst mal als Kleinunternehmerin darauf verzichten.

    darf ich fragen, bist du komplett selbstständig, also "vollzeit"? von anfang an - oder hast du das auch so gemacht?LG
    Fulltime selbständig seit Ende meines Studiums. Für unbezahlte Praktika etc. wie es im Bereich Grafik ja auch für diplomierte Leute üblich ist, war ich mir zu schade - wenig Geld verdienen konnte ich auch allein.

    Ich kann Dir wärmstens ein Buch empfehlen: "Ratgeber Freie" von Götz Buchholz. Außerdem die Website von Mediafon - www.mediafon.de

    Gähnende Grüße, Ete
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    hallo!

    Fulltime selbständig seit Ende meines Studiums. Für unbezahlte Praktika etc. wie es im Bereich Grafik ja auch für diplomierte Leute üblich ist, war ich mir zu schade - wenig Geld verdienen konnte ich auch allein.
    ja, super! find ich klasse! kann ich unterschreiben!!
    kamen da keine blöden bemerkungen wegen mangelnde berufserfahrung etc..
    ich bekomme immer nur zu hören: "Du brauchst doch agentur/ Bberufserfahrung!"
    Heimlich frage ich mich manchmal: warum?

    Das was ich in der letzten Agentur mitbekomen habe, ha- das kan ich glaub ich alleine besser! da gibt es wenigstes nicht so lange umständliche kommunikationswege.
    ausserdem fühle ich mich selbstsicherer , wenn ich ein ( kleines)projekt alleine schmeisse!
    Dir auf jeden Fall vielen lieben Dank für deine Antworten & Tipps- helfen mir sehr viel weiter!!
    Das Buch werde ich mir mal anschauen!

    Viel Erfolg noch & nen schönen Tag!
    alexa

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    AW: teilzeitselbstständig- überlegung

    Hallo Knallgrau,

    ich mache genau das, was Du sagst:
    1. Fester Halbtagsjob mit KV, usw.
    2. Freiberufler

    Du solltest schauen, dass Du als Freiberufler nicht mehr verdienst als im Teilzeitjob.
    Steuerlich zahlt Du nach. Da Du aber einiges geltend machen kannst, würdest Du wahrscheinlich Steuer zurückbekommen, die dann mit der Steuernachzahlung verrechnet wird.
    Ich persönlich machee eine EAÜ und nehme mir alle steuerlichen Vorteile, die ich kann heraus.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass Du weniger in die Rentenversicherung einzahlen musst. Da bekommt man im Alter wenig raus. Du musst Dich selbst nicht Krankenversichern. Deine Haftpflicht deckt nebenberuflich Risiken bis ca. 10.000 Euro ab. Diesen Punkt unbedingt abklären und schriftlich geben lassen - ansonsten extra versichern.

    Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung:
    Ich gebe dem FA einfach ne Excel-Tabelle mit Ausgaben und Einnahmen.

    Du solltest Dir noch überlegen, ob du als Freiberufler unter den 17.500 bleibst, was die Umsatzsteuer betrifft.
    Wenn Du ohne Mwst arbeitest, musst du unter 17.500 bleiben, ansonsten musst die abführen - bekommst aber keine Vorsteuer zurück.
    Kannst Du Mwst bei deiner freiberuflichen Tätigkeit in die Rechnung schreiben, oder nur ohne,....?
    Falls Du ein preiswertes Auto fährst, kannst Du jeden km mit 0,30 ansetzen. Du solltest dir sofort ein Fahrtenbuch zulegen. Wenn D ugschickt bist, hälst Du die Kostenseite hoch und zahlst wenig nach.

    Vinissima
    Geändert von Vinissima (24.10.2007 um 20:24 Uhr)

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