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    Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Ich habe ein Tief.

    Ein tiefes Tief. Ich kann nicht mehr schlafen, ich kann mit niemandem darüber reden, da ich auch innerhalb der Familie arbeite und in dieser Familie gesundheitliche oder gar finanzielle Probleme gefälligst nicht vorzukommen haben, sonst würden sich mehrere Generationen im Grab umdrehen. Auch meine Partnerin hat dafür kaum Verständnis, meine Situation ist ihr eher fremd und unsere Beziehung leidet darunter.

    Ich habe ein Tief an Motivation, an Gesundheit und, und das ist gerade das schlimmste, ein finanzielles Tief. Ich hatte Corona, seit 4 Monaten bin ich müde, depri, erschöpft, ich kann mich nicht gut konzentrieren und gehe von Arzt zu Arzt. Ich hatte Wochen, in denen konnte ich nicht telefonieren oder mir anderen sprechen, ich hatte Schmerzen und finstere Gedanken, bin regelrecht untergetaucht.

    Ich bin Selbstständig. Das letzte Jahr lief ganz gut und ich konnte größere Steuer- und Rentennachzahlungen leisten, meine EDV umfassend erneuern und die Kosten meiner Scheidung bezahlen. Leider habe ich nichts zurücklegen können und habe auch kaum noch Rücklagen, da ich in den letzten Jahren die Folgen eines schweren Unfalls tragen musste.

    Und jetzt…
    …müsste ich meine Steuererklärung für das letzte Jahr abgeben und für die Rente meinen Jahresumsatz melden.
    Sobald ich das tue, werden jeweils fünfstellige Nachzahlungen fällig. Und…
    …das Geld habe ich gerade nicht, weil ich seit vier Monaten nicht richtig arbeiten konnte und weil meine Auftraggeber Coronabedingt schlecht zahlen bzw. mir Aufträge meines Hauptauftraggebers weggebrochen sind.

    Ich hoffte erst, dass es schnell wieder aufwärts geht, ich hatte mir einen Finanzplan gemacht und hatte Hoffnung. Es geht aber schleppend voran. Ich arbeite wieder gut und viel, ich habe auch ganz hoffnungsvolle Aufträge. Ich bin überall in Vorleistung, aber nichts ist so weit abgeschlossen, dass ich richtige Rechnungen schreiben könnte, das dauert noch einige Wochen.

    Ich hoffte, dass das Finanzamt mir die Einkommenssteuer stundet, habe aber von Bekannten gehört, dass das nicht so einfach gemacht wird. Jetzt überlege ich, meine Bank anzurufen und diese um eine Überbrückung zu bitten. Ich weiß aber nicht, ob ich der Bank vertrauen kann oder soll, es ist schließlich eine Bank. Ich weiß auch nicht (und ich möchte das auch nicht), wen ich fragen könnte, ob er mir das Geld leiht, schon der Gedanke ist ungut.
    Mittelfristig, wenn ich nicht nochmal sehr krank werde oder einen Unfall habe, schaffe ich das auch und werde hoffentlich genug Geld heranschaffen um alles zu zahlen. Aber…die nächsten Monate.

    Und das Ganze erdrückt mich langsam, ich arbeite mir einen ab, es reicht aber nicht und ich bin immer am Anschlag und an der Kante zum Absturz in den Burnout. Ich sehe gerade kein Land mehr. Ich will aber nicht hinschmeißen, ich wüßte ja auch gar nicht, was ich dann tun könnte und wovon ich leben sollte.

    Mir fehlt gerade die Richtung, eine Lösung, die Hoffnung. Mir fehlt die Idee für den nächsten Schritt.
    Finanzamt anrufen? Bank anrufen? Bekannte fragen? Irgendwo Bargeld verstecken, falls ich wirklich zahlungsunfähig werde? Meinen Steuerberater fragen (der ist aber auch ein Auftraggeber von mir und das wirkt eher ungünstig), zum Psychologen gehen? Ich weiß nicht weiter…

    Kennt das jemand? Hat jemand schonmal so eine Phase überstanden und eine Idee, was ich jetzt tun kann oder tun muss? Waws ein erster oder der nächste Schritt wäre?
    Auch ein Tipp für ein Forum, wo ich über dieses Thema etwas erfahre, würde mir helfen.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (29.03.2021 um 18:02 Uhr) Grund: Tipper im Titel korrigiert

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Hallo Tiefblau,
    Oje, deine Gesamtsituation hört sich wirklich schwierig an.
    Erstmal

    Was mir noch nicht ganz klar ist. Ist deine Gesundheitheitliche Situation mit Post-Covid und beginnender burnout das dringendere Problem oder deine finanzielle Situation? Natürlich geht das auch Hand in Hand.

    Zum vorsortieren meine Gedanken:

    Ich weiß dass das alles nicht leicht ist. Aber vielleicht ist eine Anregung dabei.

    Befreie dich zumindest mal von unnötigem emotionalen Ballast. Also ob sich deine Vorfahren im Grab umdrehen sollte dich gänzlich nicht belasten. Vermutlich hast du deinen Betrieb aus der Familie übernommen. Aber corona war nicht vorherzusehen und die Situation ist nicht deine Schuld!

    Sage deiner Familie und Partnerin, dass deine Situation für dich gerade schwierig ist und du Nachwirkungen von Covid hast. Das sollte doch nun wirklich jeder verstehen. Wenn nicht belaste dich möglichst nicht damit was sie denken.

    Bitte das Finanzamt um Aufschub aufgrund der Situation.

    Und vor allem. Nimm dir selbst etwas von dem Druck. Hast du keine Kraft, gestehe dir eine Erholung zu. Es bringt nichts bis zum umfallen zu arbeiten und doch zusammenzubrechen. Versuche auf deinen Körper zu hören. Denn der Körper wird erst dann meist unmissverständlich wenn es zu spät ist.

    Soweit fürs Erste.
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Zitat Zitat von TiefBlau5002 Beitrag anzeigen
    Ein tiefes Tief. Ich kann nicht mehr schlafen,
    Das klingt, als solltest du mit deinem Hausarzt reden.

    ich kann mit niemandem darüber reden, da ich auch innerhalb der Familie arbeite
    Was bedeutet das, "innerhalb der Familie arbeiten"?

    und in dieser Familie gesundheitliche oder gar finanzielle Probleme gefälligst nicht vorzukommen haben, sonst würden sich mehrere Generationen im Grab umdrehen.
    Mir persönlich wäre das ja lieber, als dass ich meine geistige und körperliche Gesundheit aufs Spiel setze.

    Auch meine Partnerin hat dafür kaum Verständnis, meine Situation ist ihr eher fremd und unsere Beziehung leidet darunter.
    Lebt Ihr nicht zusammen? Falls doch: wie kann es sein, dass deine Situation nicht auch ihre Situation ist? Was ist das für eine Partnerschaft?

    Und jetzt…
    …müsste ich meine Steuererklärung für das letzte Jahr abgeben und für die Rente meinen Jahresumsatz melden.
    Sobald ich das tue, werden jeweils fünfstellige Nachzahlungen fällig. Und…
    …das Geld habe ich gerade nicht, weil ich seit vier Monaten nicht richtig arbeiten konnte und weil meine Auftraggeber Coronabedingt schlecht zahlen bzw. mir Aufträge meines Hauptauftraggebers weggebrochen sind.

    Ich hoffte erst, dass es schnell wieder aufwärts geht, ich hatte mir einen Finanzplan gemacht und hatte Hoffnung. Es geht aber schleppend voran. Ich arbeite wieder gut und viel, ich habe auch ganz hoffnungsvolle Aufträge. Ich bin überall in Vorleistung, aber nichts ist so weit abgeschlossen, dass ich richtige Rechnungen schreiben könnte, das dauert noch einige Wochen.

    Ich hoffte, dass das Finanzamt mir die Einkommenssteuer stundet, habe aber von Bekannten gehört, dass das nicht so einfach gemacht wird.
    Auf das, was Bekannte sagen, würde ich nicht so viel geben. Das Finanzamt will das Geld, und die wissen auch, dass sie die Kuh nicht gleichzeitig schlachten und melken können. Insofern halte ich den Versuch einer Stundung für sehr vielversprechend, erst recht wenn du klare Perspektiven aufzeigen kannst, wann du was zahlen kannst.

    Mittelfristig, wenn ich nicht nochmal sehr krank werde oder einen Unfall habe, schaffe ich das auch und werde hoffentlich genug Geld heranschaffen um alles zu zahlen. Aber…die nächsten Monate.
    Hast du eigentlich keine von diesen staatlichen Hilfen beantragt?

    Und das Ganze erdrückt mich langsam, ich arbeite mir einen ab, es reicht aber nicht und ich bin immer am Anschlag und an der Kante zum Absturz in den Burnout. Ich sehe gerade kein Land mehr. Ich will aber nicht hinschmeißen, ich wüßte ja auch gar nicht, was ich dann tun könnte und wovon ich leben sollte.
    Tiefer als HartzIV kannst du in diesem Land nicht fallen.
    Viel wichtiger fände ich es, dass du dich um deine Gesundheit kümmerst.

    Mir fehlt gerade die Richtung, eine Lösung, die Hoffnung. Mir fehlt die Idee für den nächsten Schritt.
    Finanzamt anrufen? Bank anrufen? Bekannte fragen? Irgendwo Bargeld verstecken, falls ich wirklich zahlungsunfähig werde? Meinen Steuerberater fragen (der ist aber auch ein Auftraggeber von mir und das wirkt eher ungünstig), zum Psychologen gehen? Ich weiß nicht weiter…
    Meine Reihenfolge:
    1. Hausarzt
    2. Finanzamt
    3. Frau oder Freunde oder am besten beides


    Kennt das jemand? Hat jemand schonmal so eine Phase überstanden und eine Idee, was ich jetzt tun kann oder tun muss? Waws ein erster oder der nächste Schritt wäre?
    Auch ein Tipp für ein Forum, wo ich über dieses Thema etwas erfahre, würde mir helfen.
    Kennst du die Finanztip-Community? Denen traue ich zu, dass sie dir in Bezug auf Geld sehr kompetent weiterhelfen können.
    Sie sind hier zu finden:

    Finanztip Forum
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Hallo Tiefblau,

    jo alles Mist gerade

    Auch meine Partnerin hat dafür kaum Verständnis, meine Situation ist ihr eher fremd und unsere Beziehung leidet darunter.
    Lebt ihr zusammen ? Kennt sie das ganze Ausmass der Sache ? Dein finanzielles Tief.
    Du solltest mit ihr genau darüber reden, damit sie im Bilde ist.

    Wg der Gesundheit: hast du eine Tagegeldversicherung ? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ?

    Warum traust du deiner Bank nicht ? Hast du eine belastete Immobilie ?

    Ich würde auf jeden Fall Kontakt mit dem Finanzamt aufnehmen. Schaden kann es sicher nicht.
    Dein Steuerberater sollte aber auch Kenntnis davon haben . Ist peinlich, schon klar. Aber nützt nix.
    Mit Kopf im Sand kommst du nicht weiter.

    Kannst du im Moment arbeiten ? Schaff dir kleine Erholungspausen.
    Lizzy 27.11.2019 Mama 08.11.2020

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen

    Was mir noch nicht ganz klar ist. Ist deine Gesundheitheitliche Situation mit Post-Covid und beginnender burnout das dringendere Problem oder deine finanzielle Situation? Natürlich geht das auch Hand in Hand.
    Das ist mir auch nicht klar. Aber das bedingt sich auch gegenseitig. Ich hatte auch vor Corona schon depressive Phasen, bin da aber immer aus eigener Kraft herausgekommen.

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Sage deiner Familie und Partnerin, dass deine Situation für dich gerade schwierig ist und du Nachwirkungen von Covid hast.
    Die können (und wollen) das schon nicht mehr hören. Mein Finanzproblem habe ich schon länger angesagt. Es ist bekannt und wir reden eigentlich nicht darüber, denn mit jedem Gespräch habe ich das Gefühl, noch mehr Probleme zu haben und ... irgendwie ein Versager zu sein.

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Bitte das Finanzamt um Aufschub aufgrund der Situation.
    Und vor allem. Nimm dir selbst etwas von dem Druck. Hast du keine Kraft, gestehe dir eine Erholung zu. Es bringt nichts bis zum umfallen zu arbeiten und doch zusammenzubrechen. Versuche auf deinen Körper zu hören. Denn der Körper wird erst dann meist unmissverständlich wenn es zu spät ist.
    Soweit fürs Erste.
    Ich versuche, mich zu entspannen, zu erholen. Ich werde das jetzt etwas verstärken, an die Luft gehen, fahrradfahren, mit meinen Kids Kaffee trinken, das tut mir alles gut. Mein Körper spricht schon mit mir, Schwindel, keine Konzentration, schlaflose Nächte, keine Stimme mehr... ich "höre" das schon. Ich versuche, Stress herauszunehmen und stressige Personen zu meiden bzw, stressige Situationen in gute Situationen zu wandeln. Das kann ich ganz gut. Nur die Geldsorgen in der Nacht...

    ...die kriege ich nicht mehr geregelt. Aber, Idee, morgen werde ich einen neuen Finanzplan aufmachen, damit mir überhaupt meine Lage klarer wird. Und dann muss ich mal suchen, wer für mich am Finanzamt Ansprechpartner ist.
    Danke für deinen Beitrag!

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Zitat Zitat von TiefBlau5002 Beitrag anzeigen
    Nur die Geldsorgen in der Nacht...

    ...die kriege ich nicht mehr geregelt.
    leider kenne und verstehe ich das alles nur zu gut, nur hilft Dir das auch nicht weiter leider.

    wer nie selbständig war, kann das nicht verstehen, wie sich so eine existenziell bedrohliche Situation anfühlt und was es mit einem macht....

    ich bin jetzt nach vielen Jahren wieder angestellt in Teilzeit und habe das andere im Nebenjob

    alles Gute Dir und die richtigen Entscheidungen wünsche ich...

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Das klingt, als solltest du mit deinem Hausarzt reden.
    Das habe ich ja wegen dem Post-Covid schon öfter getan.
    Letztes Mal meinte er, Patianten mit niedrigem Blutdruck seien häufig Hypochonder.
    Ob er das absichtlich auf mich bezogen hat weiß ich nicht. Und ich weiß nicht, wie er mir helfen soll oder kann.
    Die anderen Covid-Patienten seien alle monatelang krankgeschrieben. Das kann ich mir aber nicht leisten.
    Was bedeutet das, "innerhalb der Familie arbeiten"?
    Ich habe Aufträge aus der Verwandschaft und wenn ich nicht schnell genug (also gerne gestern) liefere, dann geht der Stress direkt ins Private und ich werde schon beim Frühstück gefragt, "wann hast Du", "wann kommst Du...", "wann machst Du..."
    Die Anrufe am Wochenende habe ich schon abgestellt.
    Ich mache diese Arbeiten gerne, aber die Mischung Privat-Geschäft ist ungesund.
    Lebt Ihr nicht zusammen? Falls doch: wie kann es sein, dass deine Situation nicht auch ihre Situation ist?
    Wir leben noch nicht lange zusammen, haben noch getrennte Kassen und jeder hat seinen Job. Bevor ich nicht in sicherem Fahrwasser bin, möchte ich das nicht ändern, ich werde meine Partnerin nicht in meine Probleme hineinziehen. Sie hat auch überhaupt nicht die Nerven dafür.
    Hast du eigentlich keine von diesen staatlichen Hilfen beantragt?
    Nein, ich wollte das nicht. Aber heute habe ich beschlossen, meine Umsätze zu ermitteln und zu fragen, ob es da noch etwas für mich gäbe.
    Tiefer als HartzIV kannst du in diesem Land nicht fallen.
    Viel wichtiger fände ich es, dass du dich um deine Gesundheit kümmerst.
    Bevor ich HartzIV bekäme, müsste ich wohl mein Haus verkaufen. Das kann ich mir nicht vorstellen.
    Meine Reihenfolge:
    1. Hausarzt
    2. Finanzamt
    3. Frau oder Freunde oder am besten beides

    Kennst du die Finanztip-Community? Denen traue ich zu, dass sie dir in Bezug auf Geld sehr kompetent weiterhelfen können.
    Sie sind hier zu finden:
    Finanztip Forum
    Ok. Meine Reihenfolge klärt sich etwas auf:
    1. Höhe der zu erwartenden Schulden
    (Kontostände, Einnahmen in nächster Zeit, Nachzahlungen, laufende Kosten)
    Ich weiß nur nicht, wann ich das machen soll, aber das hat wohl irgendwie Vorrang.
    2. Finanzamt anrufen, nach Stundung fragen.
    3. Bank fragen
    4. Weiterarbeiten
    5. Balancieren zwischen Arbeit und Erholung
    6. Das ist gar nicht so einfach...
    7. Das hillft aber auch nichts, ich muss da irgendwie durch
    und
    8. Danke für deinen Beitrag!

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Hallo Tiefblau,


    ich kann dich auch gut verstehen, wir sind auch selbstständig.

    Es ist schon so viel Kluges und Richtiges gesagt worden, viel Neues kann ich gar nicht beitragen.
    Nur: wenn du mit der finanziellen Situation und der möglichen Stundung beim Finanzamt nicht von deinem Steuerberater unterstützt wirst, ist der Steuerberater definitiv der falsche.

    Das ist so ähnlich, als würdest du dich schämen, deinem Hausarzt deine Schlafstörungen zu "beichten" .
    Das ist echt abwegig!

    Ähnlich abwegig finde ich, wenn du das mit deiner Partnerin nicht besprechen kannst, weil die es nicht mehr hören kann oder will. Aber das ist ein zwischenmenschliches Problem, kein wirtschaftliches.

    Den Steuerberater solltest du auf jeden Fall mit ins Boot holen. Das fände ich elementar!
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Lebt ihr zusammen ? Kennt sie das ganze Ausmass der Sache ? Dein finanzielles Tief.
    Du solltest mit ihr genau darüber reden, damit sie im Bilde ist.
    Ich habe ihr das offen gesagt. Sie hat Einblick in meinen Kontenstand und verfolgt ja mit, dass ich zu wenig Umsatz habe
    Wg der Gesundheit: hast du eine Tagegeldversicherung ? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ?
    Ja, beides. Die TGV zahlt frühestens nach 4 Wochen, evtl. auch garnicht, Post-Covid ist noch neu und ich bin ein Versuchskaninchen.
    Warum traust du deiner Bank nicht ? Hast du eine belastete Immobilie ?
    Bis jetzt ist alles gedeckt. Aber die Nachzahlungen, die Übersteigen dann meine Notreserve. Davon weiß die Bank noch nichts, aber das tut ja nichts zur Sache. Ich habe einfach wenig Vertrauen in die Bank. Vielleicht ist das ein Fehler von mir, ich werde meine Bank brauchen.
    Ich würde auf jeden Fall Kontakt mit dem Finanzamt aufnehmen. Schaden kann es sicher nicht.
    Dein Steuerberater sollte aber auch Kenntnis davon haben . Ist peinlich, schon klar. Aber nützt nix.
    Mit Kopf im Sand kommst du nicht weiter.
    Das ist wohl unausweichlich. Ja. Peinlich bis schrecklich. Auch der Steuerberater ist mein Kunde, auch er merkt, dass ich nicht gut drauf bin, auch er ist unzufrieden, nehme ich an. Ich könnte vor Scham im Boden versinken...
    Kannst du im Moment arbeiten ? Schaff dir kleine Erholungspausen.
    Heute war ich ganz gut. Letzte Woche war ich richtig gut, trotz Vollstress.
    Nächste Woche will ich nur wenig arbeiten, dafür Ausflüge... machen.
    Ich glaube, das wird klappen, ich hoffe, es entspannt mich.

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    AW: Selbstständig – finanzielles Tief - Corona

    Zitat Zitat von 1a2b Beitrag anzeigen
    wer nie selbständig war, kann das nicht verstehen, wie sich so eine existenziell bedrohliche Situation anfühlt und was es mit einem macht....
    ich bin jetzt nach vielen Jahren wieder angestellt in Teilzeit und habe das andere im Nebenjob
    alles Gute Dir und die richtigen Entscheidungen wünsche ich...
    Danke, das ist sehr lieb.
    Nein, das kann sich wohl keiner vorstellen.
    Ich würde das gerne so machen wie Du, eine Stelle annehmen und mein Dingdong nebenbei.
    Ich hätte sogar endlich mal eine Idee dazu. Aber das geht nicht, wenn ich Steuern und Rente nachzahlen muss.

    Derzeit ist mein Arbeiten ein einziger Wettlauf mit dem Finanzamt, der Rentenkasse, der Krankenversicherung und meinen Kindern, die noch unterhalt brauchen. Hamsterrad.

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