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  1. Inaktiver User

    Firma verkaufen

    Aus privaten Gründen kommt mir in letzter Zeit immer öfter der Gedanke, meine Firma zu verkaufen.

    Angebote kommen schon seit Jahren regelmäßig - also wenn ich mich dazu entscheide sind Käufer da.

    Ich hänge emotional daran und der Gedanke, das sie nicht mehr da ist.... beängstigend.

    Aber ich habe mich seit Monaten schon sehr weit raus gezogen und das geht auch nicht.

    Ich möchte alle Angestellten in guten Händen wissen und auch absichern.

    Aber was mache ich, wenn ich sie wirklich verkaufen sollte?

    Soll ich mit 40+ Privatier sein?

    Ich bin hin und her gerissen.

  2. Moderation

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    AW: Firma verkaufen

    Wenn ich mit dir tauschen könnte, würde ich es sofort tun und verkaufen und privatisieren - zumindest bis ich so richtig zur Ruhe gekommen bin und dann weiter sehen.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. Moderation

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    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soll ich mit 40+ Privatier sein?

    Ich bin hin und her gerissen.
    Das hängt von den privaten Gründen ab.

    Wenn "Sachen aufbauen" oder spezieller "Firmen aufbauen" etwas ist, was du kannst und gerne machst, wird höchstwahrscheinlich in deinem Leben ein Anlaß und eine Gelegenheit auftauchen, es wieder zu tun -- eher früher als später.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Firma verkaufen

    hast du schon mal eine pro und contra liste erstellt?

    wo siehst du dich in 3 jahren?
    beruflich?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  5. Inaktiver User

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wenn ich mit dir tauschen könnte, würde ich es sofort tun und verkaufen und privatisieren - zumindest bis ich so richtig zur Ruhe gekommen bin und dann weiter sehen.
    Ja, das ist eben die Frage. Komme ich jemals wieder zur Ruhe?

    Momentan mache ich Murks und fühle mich auch nicht gut dabei.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das hängt von den privaten Gründen ab.

    Wenn "Sachen aufbauen" oder spezieller "Firmen aufbauen" etwas ist, was du kannst und gerne machst, wird höchstwahrscheinlich in deinem Leben ein Anlaß und eine Gelegenheit auftauchen, es wieder zu tun -- eher früher als später.
    Es sind gesundheitliche Gründe wo man nicht absehen kann ob es besser wird.

    Aber wenn ich verkaufe und doch wieder was ähnliches machen will. Wird mir wahrscheinlich die Kraft dafür fehlen.

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    hast du schon mal eine pro und contra liste erstellt?

    wo siehst du dich in 3 jahren?
    beruflich?
    So eine Liste hab ich angefangen. Die pro Liste ist zwar länger.....aber die contra Liste wiegt emotional schwerer.

    In 3 Jahren?

    Sehe ich mich auf einer insel in der Sonne ☀️☀️☀️

  6. Inaktiver User

    AW: Firma verkaufen

    Die Firma läuft zwar auch ohne 120% Einsatz von mir..... Aber ich merke schon das es Veränderungen gibt, weil ich nicht mehr so drin hänge


    Emotional wäre mir am liebsten wenn die Mitarbeiter die Firma als Genossenschaftsmodell übernehmen würden.

    Auf der anderen Seite muss man ganz klar sagen das ich sehr viel Geld dabei verlieren würde, da die Mitarbeiter den Marktwert nicht zahlen können.

    Es wäre zwar immer noch viel aber ist meine emotionale Seite das wert?

  7. Moderation

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    AW: Firma verkaufen

    Die Frage hat ja viele Aspekte.

    Ich habe dabei zB meinen Großvater vor Augen mit Leib und Seele Geschäftsmann, aber in einer Branche, die in den Achtziger anfing keine Rolle mehr zu spielen, er hat damals (knapp unter sechzig) das Geschäft komplett und sehr gewinnbringend verkauft - ein paar Jahre später hätte er vermutlich nichts mehr dafür bekommen.

    Er hat den Verkauf nie bereut, denn die Zeiten in der Branche wurden immer schlechter und schwerer, und er hatte ausreichend Hobbies und Interessen, so dass ihm sein Beruf nie wirklich gefehlt hat und er eben das gute Gefühl hatte im richtigen Moment aufzuhören, ehe alles schlechter wird.



    Die Frage ist ja, was ist die Alternative bei dir?
    - verkaufen, für einen vermutlich im Moment guten Preis
    - irgendwie weiterwurschteln, dir geht es dabei nicht gut und vielleicht ist der Verkaufpreis in drei Jahren wesentlich geringer
    - Geschäftsführerin einstellen und nur noch Anteilseignerin sein (ist erfahrungsgemäß beim eigenen Baby schwierig und kann zu zweites führen)


    Wie lange kannst du allein von dem Verkaufserlös in etwa leben? Hast du noch andere Einnahmequellen? Was würdest du mit dem Kapital machen, sprich wie würdest du es anlegen?


    Was würde sich alles in deinem Leben ändern, wenn du nicht mehr arbeitest und keine Verantwortung mehr für Mitarbeiterinnen und Kunden tragen musst? Wenn du es dir vorstellst, wie fühlt sich das an?



    Und ja, wenn du in ein, zwei, fünf Jahren deine Erkrankung (wider Erwarten) überstanden hast, kannst du durchaus nochmal eine Firma aufbauen, oder einen gemeinnützigen Verein gründen, oder auswandern oder was auch immer - viele Dinge, die du jetzt noch gar nicht auf dem Plan hast.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  8. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Und ja, wenn du in ein, zwei, fünf Jahren deine Erkrankung (wider Erwarten) überstanden hast, kannst du durchaus nochmal eine Firma aufbauen, oder einen gemeinnützigen Verein gründen, oder auswandern oder was auch immer - viele Dinge, die du jetzt noch gar nicht auf dem Plan hast.
    ... oder junge Start-ups beraten, die können neben ihren hippen, kreativen Ideen eine ordentliche Beratung zu verschiedenen betriebswirtschaftlichen Themen oft gut gebrauchen.

  9. Inaktiver User

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen

    Die Frage ist ja, was ist die Alternative bei dir?
    - verkaufen, für einen vermutlich im Moment guten Preis
    Der Preis ist gut momentan.



    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    - irgendwie weiterwurschteln, dir geht es dabei nicht gut und vielleicht ist der Verkaufpreis in drei Jahren wesentlich geringer
    Das ist eben das Problem (unabhängig vom Preis) das weiterwurschteln.....

    Ist den Angestellten nicht fair gegenüber. Und auch meinem "Baby" nicht.


    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    - Geschäftsführerin einstellen und nur noch Anteilseignerin sein (ist erfahrungsgemäß beim eigenen Baby schwierig und kann zu zweites führen)
    Auf keinen Fall!

    Das könnte ich weder mit ansehen oder ertragen.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wie lange kannst du allein von dem Verkaufserlös in etwa leben? Hast du noch andere Einnahmequellen? Was würdest du mit dem Kapital machen, sprich wie würdest du es anlegen?

    Das ist kein Problem. Ich könnte wie bisher weiterleben.


    Anlegen - puh..... Gute Frage.

    Die einzige Anlageform für mich sind Immobilien und das bedeutet wieder Arbeit ....



    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Was würde sich alles in deinem Leben ändern, wenn du nicht mehr arbeitest und keine Verantwortung mehr für Mitarbeiterinnen und Kunden tragen musst? Wenn du es dir vorstellst, wie fühlt sich das an?
    Gemischt. Auf der einen Seite befreiend ....

    Aber ich habe mich mit meinem Job/Funktion auch identifiziert.

    Ich war und bin immer sehr stolz drauf.

    Gute sichere Arbeitsplätze mit fairer Behandlung. Eine Firma die nicht am Hungertuch nagt sondern stetig wächst....

    Wenn das alles weg fällt, ist das schon auch ein Loch.


    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Und ja, wenn du in ein, zwei, fünf Jahren deine Erkrankung (wider Erwarten) überstanden hast, kannst du durchaus nochmal eine Firma aufbauen, oder einen gemeinnützigen Verein gründen, oder auswandern oder was auch immer - viele Dinge, die du jetzt noch gar nicht auf dem Plan hast.
    Ja, es gibt viele Möglichkeiten.

    .......

    Wenn ich wüsste, das es für alle Mitarbeiter weiterläuft wie bisher... Das würde mir die Entscheidung sehr erleichtern. Auch wenn man beim Verkauf die Übernahme festlegen kann, ist es doch nicht garantiert das alles beim Alten bleibt.

    Es fühlt sich einfach falsch an.

    Die haben auch sehr viel ins Unternehmen gesteckt. Ohne sie wären wir nicht da wo wir sind.

    Ich merke halt, das ich emotional zu tief verwickelt bin. Ich kenne die Geschichten hinter jedem.


    Die eine hat sich gerade eine Wohnung gekauft und ist auf das Gehalt angewiesen. Sie arbeitet super aber ist halt auch sehr eigen. Streitet gern usw. Macht ein neuer Chef ihre Art mit?

    Ein anderer ist alleinerziehender Vater. Da kommen die Kinder auch mal mit, weil es nicht anders geht.

    Wieder eine andere ist behindert und heilfroh einen Job zu haben. Ein herzensguter Mensch aber absolut unwirtschaftlich für die Firma....

    Was passiert mit all den Menschen wenn ich verkaufe?

    Mir geht es nicht gut damit, sie ins ungewisse zu entlassen.

  10. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Sind denn von den bestehenden Mitarbeitern welche in der Lage, Dir Teile Deiner (Führungs-) Aufgaben abzunehmen?

    Das hätte den Vorteil, dass die aktuelle Stimmung im Unternehmen voraussichtlich erhalten bleibt und Du weiterhin die wesentlichen Entscheidungen triffst.
    Voraussetzung: Genaue ehrliche Absprache über die Befugnisse der Mit-Führungskraft.
    So blieben auch die Beschäftigungsverhältnisse
    mit Fokus auf soziale Kriterien unangetastet. Die Firma kann das ja offenbar wirtschaftlich verkraften.

    Wäre das eine Option?

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