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  1. Inaktiver User

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    Wie könnte denn ein kleines Wunder konkret für dich aussehen?
    Das ich morgen gesund aufwache und wieder alles beim Alten ist.

    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    Oder anders gefragt: Wieviel Kraft wird dir in den nächsten Jahren noch zur Verfügung stehen? Auch wenn der Verlauf deiner Krankheit nicht absehbar ist: Was wäre der schlimmste, was der beste Fall und wie stellst du dir im einen wie im anderen Fall dein Leben vor?
    Puh.....sehr schwer zu beantworten.

    Im schlimmsten Fall bin ich halt Tod.

    Im besten Fall geheilt und lebe mein Leben.....

    Wie das aussehen könnte? Einfach nur genießen. Reisen, Hobby nachgehen, sozial engagieren.....Arbeit im klassischen Sinn sehe ich da eigentlich nicht mehr, fällt mir gerade auf.


    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    Gibt es eine Möglichkeit, wie du deine Firma noch begleiten könntest, egal ob sie nun verkauft, in eine Genossenschaft überführt oder sonstwie umgestaltet wird?
    Nein, das funktioniert auf mehreren Ebenen nicht. Wenn ich raus bin, bin ich raus. Oder ich bin da und es ist meins.

    In diesem Punkt gibt es nur schwarz weiß für mich.



    Zitat Zitat von roderic Beitrag anzeigen
    Mir kommt auch noch das Stichwort Social Entrepreneur in den Sinn. Kannst du dich dazu gezielt beraten lassen?
    Da muss ich erst mal googlen :)

  2. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, das funktioniert auf mehreren Ebenen nicht. Wenn ich raus bin, bin ich raus. Oder ich bin da und es ist meins.

    In diesem Punkt gibt es nur schwarz weiß für mich.
    Zitat von mir gekürzt

    Ok, das ist eine klare Ansage. Dann geht es also darum, die Lösung zu finden, mit der du die Verantwortung an Leute weitergibst, die das, was dir am wichtigsten ist, weiterführen. Also zunächst mal eine Liste machen, was das für Punkte sind.

    Da muss ich erst mal googlen :)
    Vereinfacht gesagt: Ein Unternehmen, bei dem die maximale Gewinnerzielung nicht im Vordergrund steht, sondern andere Punkte, zum Beispiel Arbeitsplätze zu schaffen für Menschen, die es schwer haben auf dem Arbeitsmarkt, faire Arbeitsbedingungen, auch für Zulieferer, Nachhaltigkeit... Dabei muss das Unternehmen sich selbst tragen, also ohne Zuschüsse und Förderung auskommen.

  3. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Ich kann nichts wirklich beitragen, möchte Dich aber ermutigen, das Unternehmen jetzt abzugeben.

    Hier geht gerade ein seit fast 200 Jahren inhabergeführter Laden den Bach runter, weil der Chef, der den Laden 1960 übernommen hat nicht kapiert hat, wann er übergeben muss. Jetzt wursteln ein bald 90jähriger und seine Belegschaft so lange rum, bis die Sekretärin in Rente geht oder er mit den Füßen zuerst aus dem Kontor getragen wird.
    Mir ist zum Heulen zumute, da ich einen emotionalen Bezug zu dem Laden habe.

  4. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    luftistraus-

    vielleicht hilft dir ja der Gedanke, dass du nicht die Mutter deiner Angestellten bist.
    Was würdest du erst tun, wenn es deine eigenen Kinder wären?

    Du warst ganz offensichtlich für deine Mitarbeiter ein großes Geschenk - und- Leben bedeutet Veränderung.
    Du bist ja auch nicht isoliert von der Welt sondern zuerst hat dich deine Gesundheit verändert und darauf folgen nun weitere Veränderungen........so platt es klingt- dennoch: so ist das Leben - nichts bleibt ewig.

    Lass dir doch Zeit- die Kiste "rollt" doch eh schon in dir..........genau so, wie der Tag der ersten Gedanken zu einem Verkauf kam, wird auch der Tag kommen, wo es in dir eine klare Gewissheit gibt, was du tun wirst.

    Und noch: in jeder Veränderung liegen Chancen- das betrifft genauso deine Mitarbeiter.

    Wichtig finde ich, dass du am Ende dankbar bist, für das, was du alles für diese Menschen tun konntest und nicht verzweifelt, weil du dieses Geschenk nicht "für immer" geben konntest.
    Dankbarkeit für dich statt Abwertung.........- es DARF anders werden.

    Alles Gute für dich und diesen Weg.

  5. Inaktiver User

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    luftistraus-

    vielleicht hilft dir ja der Gedanke, dass du nicht die Mutter deiner Angestellten bist.
    Was würdest du erst tun, wenn es deine eigenen Kinder wären?

    .
    Erstmal danke für deine Worte, auch an @alma

    Auf die zitierte Frage möchte ich noch eingehen.

    Wenn man Mitarbeiter beschäftigt, hat man Verantwortung. Ich finde, das jeder AG mit Mitarbeitern verantwortlich umgehen sollte.

    Dazu zählt auch, so zu wirtschaften, daß die Firma läuft, Gehälter gesichert sind.

    Auch wenn es ALG1 gibt und sie sozial aufgefangen werden (im worst case).... Ist das kein freischein, das einem die Mitarbeiter egal sein dürfen.

    .......

    Die letzten Tage waren turbulent.... Viele Infos und Möglichkeiten.

    Ich befinde mich in einem Prozess und muss nichts überstürzen aber darf auch nicht ewig warten.

    Da ich schon seit einigen Wochen den Gedanken mit mir rum trage, merke ich auch langsam eine innere Veränderung.

    Mein Mann ist mir gerade eine große stütze, da er zwar eine klare Meinung dazu hat aber jede Entscheidung von mir mit tragen wird.

    Das gibt mir Freiraum....

  6. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Du würdest verkaufen, wieso sollten sie ALGI Bezieher werden?

    Das Coronavirus ist der Versuch der Waschbären, uns alle umzuwandeln
    und dann die Weltherrschaft zu übernehmen!
    Ein Anagramm von Corona ist Racoon, und was machen Waschbären?
    Sie waschen sich die Hände und tragen Masken.
    WACHT ENDLICH AUF!!!!1!!11!!!!
    .

  7. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Könntest Du die Firma an die Mitarbeiter verkaufen und (stiller) Teilhaber bleiben?

    lg luci

    ps: Deine Art der Überlegungen gefällt mir. Leider denken heute nicht mehr viele Unternehmer so.
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Erstmal danke für deine Worte, auch an @alma

    Auf die zitierte Frage möchte ich noch eingehen.

    Wenn man Mitarbeiter beschäftigt, hat man Verantwortung. Ich finde, das jeder AG mit Mitarbeitern verantwortlich umgehen sollte.

    Dazu zählt auch, so zu wirtschaften, daß die Firma läuft, Gehälter gesichert sind.

    Auch wenn es ALG1 gibt und sie sozial aufgefangen werden (im worst case).... Ist das kein freischein, das einem die Mitarbeiter egal sein dürfen.
    Hat doch auch gar keiner geschrieben.

    Es geht um eine ausgewogene Sicht und einen realistischen Umgang mit den Umständen.
    Wenn du deine Mitarbeiter weiter in der Qualität absichern willst, wie bisher, bleibt nur eines- du musst alles so lassen und du musst vor allem wieder die Alte werden, die du ja offenbar nicht bist. (schon dieser Gedanke ist unrealistisch).

    Es wird also JEDER Weg, den du wählst, für einige deine Mitarbeiter sehr wahrscheinlich eine Verschlechterung der jetzigen Umstände bedeuten (ich denke da vor allem an die Person, die behindert ist und dir nach deinen Aussagen nichts "bringt"- wer wird so jemanden beschäftigen wollen?).

    Mir ging es um die Verhältnismäßigkeit - den besten Weg für die Mitarbeiter finden ist eines, sich innerlich darüber total aufzureiben (weil es kein Adäquat zu 100% geben wird) etwas anderes. Und für mich las es sich so als ob es dich sehr belastet.

    Zwischen 100% und "egal" liegt der gesunde Weg, bei dem die Veränderungen AUCH dadurch leichter angenommen werden können, indem man das Leben als "das Leben ist Veränderung" anerkennt.

    Ich wollte deinem Gedanken nur ein realistisches Gegengewicht geben, bei dem doch klar ist- dass du deine Mitarbeiter bis zuletzt immer im Blick haben wirst.
    Geändert von kenzia (14.03.2021 um 09:10 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    … Wenn man Mitarbeiter beschäftigt, hat man Verantwortung. Ich finde, das jeder AG mit Mitarbeitern verantwortlich umgehen sollte.
    ....
    Ja, volle Zustimmung. Und diese Haltung ehrt Dich auch.
    Bleibt für mich aber im Hintergrund noch die Frage, inwieweit Du diese Verantwortung „vorschiebst“, sie zu einer Entscheidungs-Verhinderung machst, eben weil Du so an Deinem „Baby“ hängst und nicht loslassen kannst.

    Schlussendlich sind Mitarbeiter aber auch erwachsene Menschen, die für ihr Leben selbst verantwortlich sind, und zwar ganz alleine. Und niemand hat einen garantierten Anspruch darauf, lebenslang von seinem Arbeitgeber beschäftigt und versorgt zu werden. Mitarbeiter sind nicht die zu versorgenden Kinder ihres Chefs. Man würde ihnen damit u.a. auch die Möglichkeit nehmen für eigene Weiterentwicklung.
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  10. User Info Menu

    AW: Firma verkaufen

    Das ist mal ein Thema das mich persönlich betrifft, allerdings sind meine Rahmenbedingungen etwas anders. Ich habe nämlich bereits verkauft zum Ende letzten Jahres und es war schon lange geplant, aus Altersgründen. Ich hätte zwar unter anderen Umständen auch noch länger gearbeitet, aber so ist es jetzt alles super und ich bin sehr happy.

    Aus meiner Sicht gibt es ein paar Überlegungen die für mich ganz wichtig waren und die hier noch gar nicht angesprochen wurden.

    1. Was verkaufst du eigentlich?

    Bei mir waren es der Auftragsstamm und der Mitarbeiterstamm. Es gab einen Mitarbeiter für den wir dann eine Ausstiegsregelung gesucht - und wie es aussieht gefunden - haben, da er aus gesundheitlichen Gründen wohl auch Probleme bekommen hätte. Ansonsten war es gerade wichtig für den Käufer, dass wir einen stabilen Mitarbeiterstamm hatten. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, was ein Käufer von dir kauft, zumal du ja den Verkauf der Immobilie noch überlegst, wenn nicht Aufträge, Organisation und Mitarbeiter?

    2. Warum gehst du davon aus (so wie ich es hier zumindest interpretiere), dass alles zerschlagen werden wird?

    Mir war es wichtig, dass von unserer Firma nach Möglichkeit so viel wie möglich erhalten bleibt an Struktur und Abläufen. Darum habe ich bei der Suche nach einem Käufer und in den Verhandlungen genau darauf den Schwerpunkt gelegt. Mir ging es dabei nur am Rande um Sentimentalität, sondern vor allem darum, dass ein Nachfolger der alles anders macht, in Kürze wahrscheinlich alles zum Zerbröseln bringen würde und gegenüber den Kunden und Mitarbeitern hätte ich das nicht besonders fair gefunden. Da wir eine vergleichsweise kleine Firma sind, gibt es natürlich ein sehr persönliches Verhältnis zu Kunden und Mitarbeitern. Wenn da jemand ganz anders agieren würde, würden sowohl Kunden wie auch Mitarbeiter sich relativ schnell verabschieden.

    Glücklicherweise habe ich nach einigen Anläufen einen Käufer gefunden, der das genau so sieht und die Firma als Niederlassung behält und mit allen Rechten und Pflichten eingestiegen ist. Das bedeutet natürlich auch, dass die Verträge der Mitarbeiter vollumfänglich incl. Betriebszugehörigkeiten übernommen wurden. Einem behinderten Mitarbeiter mal eben so zu kündigen das ist doch überhaupt nicht möglich und auch der Nachfolger spart dadurch die Behindertenabgabe ein, was ja auch Sinn und Zweck dieser Abgabe ist nebenbei bemerkt, nämlich Anreize für Beschäftigung Behinderter zu schaffen.

    Insofern verstehe ich insgesamt nicht, dass du keine Gestaltungsmöglichkeiten bei der Suche nach einem Käufer und Übergabe siehst. Da gibt es ja Verträge auszuhandeln in die du schreiben kannst was du möchtest, sofern du es halt durchsetzen kannst. Aber du hast ja offensichtlich eine gute Marktposition und Nachfrage nach deiner Firma.

    Ein ganz anderes Thema ist nochmal deine Gesundheit. Ich glaube ich kann da ganz gut nachfühlen wie es dir gehen mag, nachdem du dich viele Jahre vor den Karren gespannt hast, wenn du immer diejenige warst, an die alle herangetreten sind wenn es Probleme gab etc..
    Dann kommt dazu, dass du auf privater Ebene schwere Zeiten hattest durch Pflege und Tod von nahestehenden Personen.

    Ganz klar, dass einen das fertig macht und vielleicht ist das auch der oder ein Grund für deine gesundheitlichen Probleme. Ich bin schon immer der Meinung, dass die Psyche ganz grundlegend das körperliche Befinden beeinflusst. Du bist psychisch und physisch einfach ausgebrannt. Es ist wirklich niemandem geholfen, wenn du dir das nicht eingestehst und das Ganze versuchst in´s Gleichgewicht zu bringen.
    Ich merke das jetzt auch bei mir, schon allein am Schlaf, wie entlastend es ist, sich dieser Verantwortung für alle und alles in der Firma entledigt zu haben und wahrscheinlich hing ich da emotional bei Weitem nicht so drin wie du.
    Geändert von Sprachlos (14.03.2021 um 10:48 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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