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    Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Vielleicht kann mir jemand dazu die Rechtslage erklären?

    Mir flatterte am Samstag eine Nachforderung von Zöllen und Steuern ins Haus einer Sendung ,die zollrechtlich vor 3 Jahren abgewickelt wurde und gewerblich war.

    Der europäische Rechnungshof hat wohl eine Prüfung zur Erhebung von Zöllen und Mehrwertst. (eigentlich Einfuhrumsatzst.?)im E-Commerce durchgeführt und nun als Folgemaßnahme die zuständigen Zollämter aufgefordert die Eingangsabgaben nachträglich zu erheben.

    Das war die Erklärung.

    Da hat beim Zoll jemand geschlafen und das falsch bearbeitet. Ich habe gerade den entsprechenden Bescheid gefunden.
    Warum bin ich dafür verantwortlich zu machen?
    Normalewrweise fliesst der komplette Kostenfaktor in die Kalkulation der Ware ein, die nun viel zu günstig verkauft wurde. Kann man nach 3 Jahren kommen und letztendlich denjenigen diese Fehler zahlen lassen , der sich völlig korrekt verhalten hat und damit massiv geschädigt wird?
    Ich finde das schon sehr merkwürdig , zumal auf dem Schreiben nicht mal das Datum der Sendung angegeben ist und auch keine offizielle Forderung des Zollamtes in den Papieren lag?
    Wenn das nicht ein großer Versender wäre , würde ich fast auf Betrug tippen?
    Ich weiss gar nicht wie ich damit umgehen soll?Gerade in Coronazeiten finde ich das nicht so witzig.
    Geändert von going_to (06.07.2020 um 11:18 Uhr)

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Die Nachforderung kommt von wo? Zoll? Finanzamt? Wenn es ein offizielles Schreiben ist, wird es ja auch eine Rechtsbehelfsbelehrung geben, du kannst gegen den "Bescheid" Einspruch oder Widerspruch erheben. Es gibt gerade im öffentlichen Segment ja oftmals das Argument des Vertrauensschutzes. Du musstest darauf vertrauen können, dass die Abrechnung vor 2 Jahren korrekt war. Leider ergeben sich diesbezüglich zu wenige Informationen aus deinem Beitrag.

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von loomida Beitrag anzeigen
    Die Nachforderung kommt von wo? Zoll? Finanzamt? Wenn es ein offizielles Schreiben ist, wird es ja auch eine Rechtsbehelfsbelehrung geben, du kannst gegen den "Bescheid" Einspruch oder Widerspruch erheben. Es gibt gerade im öffentlichen Segment ja oftmals das Argument des Vertrauensschutzes. Du musstest darauf vertrauen können, dass die Abrechnung vor 2 Jahren korrekt war. Leider ergeben sich diesbezüglich zu wenige Informationen aus deinem Beitrag.
    Danke für Deine Antwort.
    Die Forderung kommt vom Versender,der auch das Zollrechtliche übernommen hat . Der hat eben die Forderung des Zolls gar nicht beigefügt. Ich habe den Zollbescheid gefunden und es wurde abgewickelt in Köln /Bonn.Es ist sogar 3 Jahre her von 2017.
    Der Versender schreibt nur, ich soll das unverzüglich überweisen (und wahrscheinlich gar nicht drüber nachdenken).
    Ich habe jetzt überlegt, dass ich die Nachforderung vom Zoll tatsächlich sehen möchte?Aber selbst dann, warum soll ich für die Fehler anderer Leute haften?
    Geändert von going_to (06.07.2020 um 11:35 Uhr)

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Klingt knifflig. Vor allem auch, weil der Verjährungsanspruch 3 Jahre beträgt. Allerdings hat sich der Zoll mit seiner Nachforderung ja nicht an dich gewendet, sondern an den Versender, daraus könnte man schließen, dass er die Zahlung leisten muss. Je nach Höhe der Forderung solltest du prüfen, ob du dich an einen Anwalt für Zollrecht wendest.

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Mit welchem incoterm wurde die Ware bestellt/verkauft? DDP (Delivery, duty paid oder DAP? Da kommt es auch drauf an...

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Babsi64 Beitrag anzeigen
    Mit welchem incoterm wurde die Ware bestellt/verkauft? DDP (Delivery, duty paid oder DAP? Da kommt es auch drauf an...
    Da bin ich mir nicht sicher ,ob es darauf ankommt? Das weiss ich auch nicht, denn es ist ein Auftrag einer kleinen Firma im Ausland gewesen und die haben das eben verschickt. Ich weiss noch nicht mal genau ,aber ich nehme es an ,dass ich das mal generell getan habe,den Auftrag zur Zollabwicklung gegeben habe.
    Ich bekomme öfter von diesem Versender Waren aus dem Ausland.

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Ich denke schon , dass es darauf ankommt. Wenn die Ware verzollt geliefert werden sollte, dann müssen die Kosten auch von dort übernommen werden. Sollte eigentlich in der Rechnung bzw deren AGBs oder Auftragsbestätigung stehen

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Babsi64 Beitrag anzeigen
    Ich denke schon , dass es darauf ankommt. Wenn die Ware verzollt geliefert werden sollte, dann müssen die Kosten auch von dort übernommen werden. Sollte eigentlich in der Rechnung bzw deren AGBs oder Auftragsbestätigung stehen
    So gesehen hast Du recht ,nein wurde natürlich nicht so vereinbart.
    Ich habe inzwischen bei der Zollauskunft angerufen und sie sagte mir, dass es rechtens wäre diese Nachforderung 3 Jahre lang zu stellen und das das gar nicht so selten passieren würde.
    Leider Pech gehabt , in 10 Tagen wäre es verjährt gewesen.
    Sollte man wissen, dass einem das passieren kann.
    Danke ,es war hilfreich mich gedanklich in die richtigen Bahnen zu lenken .
    Allerdings schon ärgerlich.

  9. Inaktiver User

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Traurig, dass sogar Beamte vom Zoll unklare Auskunft geben.

    Für die Überprüfung der korrekten Einfuhr-, und Umsatzsteuer bist übrigens Du mit verantwortlich in Form einer Überprüfung nach Erhalt.

    Zollvergehen: Diese Strafen drohen bei Zollstraftaten 2020

    Verjährung geht da, je nach Delikt, bei 5 Jahren los.

    Nimm Dir einen Anwalt.

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    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Traurig, dass sogar Beamte vom Zoll unklare Auskunft geben.

    Für die Überprüfung der korrekten Einfuhr-, und Umsatzsteuer bist übrigens Du mit verantwortlich in Form einer Überprüfung nach Erhalt.

    Zollvergehen: Diese Strafen drohen bei Zollstraftaten 2020

    Verjährung geht da, je nach Delikt, bei 5 Jahren los.

    Nimm Dir einen Anwalt.
    Wenn ein Zollbeamter einen Berechnungsfehler beim Zoll und der EUSt macht und ich dafür zahle ,dass jemand die zollrechtliche Abwicklung in einer Firma übernimmt ,dann kann man davon ausgehen ,dass ich dem "Fachmann" vertrauen muss ,denn ich bin weder Speditionskaufmann noch habe ich eine Ausbildung im Zollrecht.
    Es ist also durch 2 Hände gegangen ,die damit vertraut sind und bei einer Rechnung die alles zusammen beinhaltet auch erstmal nur nach genauem Hinschauen möglich das zu verstehen.
    Ist ähnlich beim Steuerberater ,dem muss ich auch vertrauen ,dass er das richtig macht.
    Wenn ich das alles allein machen könnte ,dann bräuchte ich auch keine Anderen.

    Wenn allerdings Zollbeamte dauernd Berechnungsfehler machen ,dann sollte vielleicht deren Arbeit im 4 Augenprinzip überprüft werden und das am Besten zeitnah , um Andere vor Schäden zu bewahren. Bei mir hält sich das in Grenzen, aber so generell erwartet der Staat von mir Haftung und eigentlich sollte der auch für seine Fehler haften müssen .

    Das ist übrigens keine Straftat meinerseits ,denn ich habe alles brav gemacht, was man von mir verlangt hat.
    Die Nachforderungsfrist des Zolls ist 3 Jahre ,das stimmt schon.

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