Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 21
  1. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von going_to Beitrag anzeigen
    So gesehen hast Du recht ,nein wurde natürlich nicht so vereinbart.
    Ich habe inzwischen bei der Zollauskunft angerufen und sie sagte mir, dass es rechtens wäre diese Nachforderung 3 Jahre lang zu stellen und das das gar nicht so selten passieren würde.
    Leider Pech gehabt , in 10 Tagen wäre es verjährt gewesen.
    Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann kam die Forderung jetzt von Deinem Versender aus dem Ausland, woll? Und der will das jetzt von Dir bezahlt haben.

    Die Verjährungsfrist beim Zoll beträgt 3 Jahre, das hab ich auch ergoogelt. Aber das betrifft ja nur die Forderung des Zolls an den Versender. Da der Zoll an den Versender herangetreten ist, gilt in diesem Fall für den Versender diese 3-jährige Verjährungsfrist. Der Zoll ist ja nicht an Dich herangetreten mit dieser Forderung.

    Du aber hast ja einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Versender geschlossen. Und da müsste man mal in die AGBs schauen, ob die auch nach 3 Jahren noch Forderungen an Dich stellen können. Möglicherweise greift da eine andere Verjährungsfrist. Hast Du die AGBs noch aus dieser Zeit?

  2. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen

    Die Verjährungsfrist beim Zoll beträgt 3 Jahre, das hab ich auch ergoogelt. Aber das betrifft ja nur die Forderung des Zolls an den Versender. Da der Zoll an den Versender herangetreten ist, gilt in diesem Fall für den Versender diese 3-jährige Verjährungsfrist. Der Zoll ist ja nicht an Dich herangetreten mit dieser Forderung.

    Du aber hast ja einen privatrechtlichen Vertrag mit dem Versender geschlossen. Und da müsste man mal in die AGBs schauen, ob die auch nach 3 Jahren noch Forderungen an Dich stellen können. Möglicherweise greift da eine andere Verjährungsfrist. Hast Du die AGBs noch aus dieser Zeit?
    Nein, leider nicht. Bekommt man auch nicht in der Regel. Müsste ich auf die Webseite gehen.
    Ich bin auch nur der Empfänger .Ich habe das nicht einmal beauftragt.
    Ich werde das zahlen, denn wenn ich mich damit noch lange beschäftige und trotzdem bezahlen muss, wird es auch nicht besser. Und mich mit dem Versender anzulegen ist auch nicht so sinnvoll ,die machen oft was für mich.
    Aber danke, Du hast natürlich recht mit diesem Gedankengang.Aber die mussten das schon an den Zoll zahlen, so sagte es mir die Zollauskunft jedenfalls.
    Geändert von going_to (06.07.2020 um 15:14 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von going_to Beitrag anzeigen
    Wenn ein Zollbeamter einen Berechnungsfehler beim Zoll und der EUSt macht und ich dafür zahle ,dass jemand die zollrechtliche Abwicklung in einer Firma übernimmt ,dann kann man davon ausgehen ,dass ich dem "Fachmann" vertrauen muss ,denn ich bin weder Speditionskaufmann noch habe ich eine Ausbildung im Zollrecht.
    Wenn Du Ware importierst, muss Du die Einfuhrzölle und Umsatzsteuer mit einberechnen.

    Dazu muss man kein Zollfachmann sein, sondern schlicht auf die Zollseite gucken.
    Dort steht genau, aus welchem Land was, wieviel und wie hoch besteuert wird.

    Unwissenheit schützt nicht vor Strafe und ich gucke immer sehr genau, wenn ich importiere.
    Die Zölle sind tw ganz schön fett, je nach Sortiment.

    Das TE jetzt zahlt, ist ok.... je nach Summe lohnt sich der rechtliche Aufwand nicht.
    Der Zoll holt sich schlicht das Geld.

    Da aber keine Unterlagen bei der Forderung an TE vom Versender lagen, würde ich die in jedem Fall anfordern.

    Schick mal Geld... ohne Mehrinfo vom Versender aus. .. Das würde ich nicht machen.


    Insgesamt...
    Deine Argumentation ist in dem Punkt schlicht fahrlässig.

    Es sind so schon massig gerade im Onlinehandel Kleinhändler, die nebenbei verticken, insolvent geworden.

    Übrigens würde ich eine geschäftliche Beziehung U einer Firma, egal, auf welcher Ebene, einstellen.
    Wenn die nicht einmal ihren zu zahlenden Zoll einrechnen können, ist das unseriös.
    Geändert von Inaktiver User (06.07.2020 um 17:29 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Da geht es um einen Import in die EU von außerhalb?
    Und um nachträglich erhobenen Zoll und die darauf entfallende MwSt?

    Fals ja, die Sache ist ungefähr die:

    Wenn ein Unternehmen bei seinen Einfuhren in die EU unterhalb eines bestimmten Volumens bleibt, kann es -statt mit dem für die jeweiligen Waren gültigen Tarif zu verzollen- eine minimale Pauschale entrichten oder ganz befreit werden. Nach dem Motto „Wenn der Aufwand größer als der Ertrag ist, kann man es auch gleich lassen.“

    Damit das Gesamtvolumen für die Einfuhr korrekt ermittelt werden kann, gibt es drei Möglichkeiten:
    1. Das Unternehmen registriert sich in der EU, hat somit eine eigene EU-Steuernummer und damit ein „Konto“ auf dem das Volumen ersichtlich ist.
    2. Das Unternehmen kooperiert freiwillig mit der EU mit demselben Ergebnis, nur einer anderen Methodik (anderes Formular sozusagen)

    Allerdings kann kein nicht-EU Unternehmen dazu verpflichtet werden.

    Und dann käme es zu 3.
    Die Zollbehörden der EU Staaten müssten untereinander Daten austauschen, um so das Gesamtvolumen des Importeurs zu ermitteln und daraus wiederum, ob die Schwelle bis zu der die Befreiung gilt überschritten ist oder nicht.

    Und hier liegt das Problem: Das ist nämlich nicht geschehen. Wenn also ein importierendes Unternehmen in jeden EU-Staat unter der Schwelle geblieben ist, wurde nicht bemerkt, dass es in Summe doch drüber lag. Das könnte Zufall sein oder „by Design“ indem es die Importe geschickt verteilt hat.

    Jedenfalls ging das dann zu Lasten der korrekt handelnden Unternehmen und zu Lasten der derjenigen, die durch den Zoll geschützt werden sollte. Darum haben die auf Überprüfung geklagt, der EuGH hat sich das stichprobenartig (Zollbehörden in vier EU Staaten, Vorgänge aus 2015-2018) und festgestellt, dass die Zollbehörden „geschlafen“, also nicht ausreichend Daten ausgetauscht haben.

    Und so wird jetzt nacherhoben, bei denen, die ihr Gesamtvolumen verschleiert und zu niedrig angesetzt haben. Also die nicht gezahlten Zölle und die darauf zu entrichtende MWSt.

    Die Frage wäre also jetzt wohl, ob ein Unternehmen das womöglich vorsätzlich oder fahrlässig Import-Abgaben vermieden und sich damit einen Vorteil verschafft hat, nachträglich Rückgriff bei seinen Kunden nehmen kann.

    Ich würde jedenfalls nicht zahlen, ohne mich darüber vom Anwalt beraten zu lassen.

    Womöglich wärest Du ja sogar Geschädigter, wenn Du jetzt einen Betrag aus eigener Tasche zahlen müsstest, den Du bei korrekter Abwicklung an Deinen Kunden weiter gereicht hättest.
    schlechte Technik > schlechte Laune


  5. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .

    Übrigens würde ich eine geschäftliche Beziehung U einer Firma, egal, auf welcher Ebene, einstellen.
    Wenn die nicht einmal ihren zu zahlenden Zoll einrechnen können, ist das unseriös.

    Es handelt sich um UPS


    Ich habe Dir die Firma mal in Weiss hinterlegt. Ich kann das nicht einstellen, ich brauch die wirklich oft.
    Sorry ,aber ich führe schon seit 30 Jahren Waren ein, manchmal hab ich sogar die Zollabwicklung selbst gemacht , aber mir ist dieser Papierkram ein Graus.
    Ich zahle an Alle ,was sie haben wollen und fertig und natürlich überfliege ich das auch noch mal in der Regel und schaue, ob das hinkommt.
    Ist mir jedenfalls vor 3 Jahren nicht aufgefallen .Ich bin kein Onlinehändler ,das nur mal nebenbei. Ich führe meine eigenen Produkte produziert von kleinen Handwerkerfamilien oder Verbänden ein .
    Geändert von going_to (06.07.2020 um 18:54 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Mr_McTailor Beitrag anzeigen
    .

    Ich würde jedenfalls nicht zahlen, ohne mich darüber vom Anwalt beraten zu lassen.

    Womöglich wärest Du ja sogar Geschädigter, wenn Du jetzt einen Betrag aus eigener Tasche zahlen müsstest, den Du bei korrekter Abwicklung an Deinen Kunden weiter gereicht hättest.
    Danke ,das ist ja sehr interessant.
    Ich muss das gleich noch mal lesen. Wenn es dabei jetzt bleibt, dann zahle ich, es sind nur 300 , aber meine Angst ist jetzt ,das da noch mehr kommen könnte?Ich werde das morgen mal in Ruhe durchgehen.
    Klar kostet mich das mehr Geld, denn ich hätte die Ware teurer verkaufen müssen. Aber das nützt nun nach 3 Jahren nichts mehr.

  7. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Die Frage wäre halt, ob Dir durch dieses Versäumnis ein Schaden entstanden ist, den Du gegenüber dem Verursacher geltend machen könntest. Der wäre dann logischerweise mit derselben Höhe anzusetzen wie die Nachforderung. Sich also zu Null ergänzen.

    Abgesehen davon kannst Du auch nicht beurteilen, ob der Importeur (bzw. sein Spediteur) nicht eigentlich diese Zoll-Forderung auch abwehren könnte - sich diese Mühe aber erspart und sie stattdessen durchreicht.

    Vermutlich hatte ich nicht alle Details dieser Prüfung durch den EU Rechnungshof korrekt im Kopf, aber hier habe ich jetzt den vollständigen Bericht (als pdf) gefunden:

    https://www.eca.europa.eu/Lists/ECAD...X_FRAUD_DE.pdf
    schlechte Technik > schlechte Laune


  8. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von Mr_McTailor Beitrag anzeigen
    Die Frage wäre halt, ob Dir durch dieses Versäumnis ein Schaden entstanden ist, den Du gegenüber dem Verursacher geltend machen könntest. Der wäre dann logischerweise mit derselben Höhe anzusetzen wie die Nachforderung. Sich also zu Null ergänzen.

    Abgesehen davon kannst Du auch nicht beurteilen, ob der Importeur (bzw. sein Spediteur) nicht eigentlich diese Zoll-Forderung auch abwehren könnte - sich diese Mühe aber erspart und sie stattdessen durchreicht.

    Vermutlich hatte ich nicht alle Details dieser Prüfung durch den EU Rechnungshof korrekt im Kopf, aber hier habe ich jetzt den vollständigen Bericht (als pdf) gefunden:

    https://www.eca.europa.eu/Lists/ECAD...X_FRAUD_DE.pdf
    Ich kann Dir gar nicht genug danken ,ich lerne gerade ganz viel . Ich bin wirklich eher der zwar sehr pragmatische dennoch Künstlertyp ,der eher zahlt ,schon um seine Ruhe zu haben ,aber mich ärgert es schon ,dass manche einfach Fehler machen und nichts tun und dennoch keine Konsequenzen spüren während Andere das dann zahlen müssen. Wäre gerade nicht Corona ,wär es mir wahrscheinlich auch egal ,aber so locker sitzt mein Geld auch nicht mehr und man weiss auch nicht ,was noch kommt?
    Ich freue mich sehr ,dass ich überhaupt den Zusammenhang und auch ein anderes Verständnis habe. Dafür lohnt es sich immer hier mal anzufragen.
    Super !

  9. User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    Zitat Zitat von going_to Beitrag anzeigen
    dennoch Künstlertyp ,der eher zahlt ,schon um seine Ruhe zu haben ,aber mich ärgert es schon ,dass manche einfach Fehler machen und nichts tun und dennoch keine Konsequenzen spüren während Andere das dann zahlen müssen.
    Ansonsten hilft einen Steuerberater zu nehmen - dafür sind die da und damit hast Du dann mit all dem nix zu tun mehr.

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Fehler bei zollrechtlichen Abwicklung durch Logistikfirma

    von wieviel geld reden wir hier eigentlich ?
    dann daran wuerde ich festmachen, welcher aufwand sich lohnt

Antworten
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •