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  1. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von Tiwanga Beitrag anzeigen
    Mache ich auch, gibt dann aber Leute die "vergessen" das Geld hinzulegen wenn sie nicht da sind und sie dann trotz mehrmaliger Erinnerung nachträglich auch nicht zahlen.
    Wissen Sie, Herr/Frau X,Y, wir arbeiten hier auf Vertrauensbasis. Sie vertrauen darauf, dass ich wie verabredet Ihren Hund ausführe und ich vertraue darauf, dass Sie mir wie vereinbart mein Honorar bezahlen. Ich glaube kaum, dass es Ihnen recht wäre, wenn ich das Hundetraining so handhaben würde, wie Sie meine Bezahlung handhaben. So leid es mir tut, aber entweder funktioniert das zukünftig auch von Ihrer Seite so zuverlässig wie Sie es von mir erwarten und gewohnt sind oder Sie müssen sich jemand anderen suchen.

    Zitat Zitat von Tiwanga Beitrag anzeigen
    Ausgebildeter Diensthund-Führer, Handling von generell schwierigen Hunde ("Kampfhunde), besonderes Sozialverhalten, etc.), sportliche Führung bis rauf in den hohen Sport...
    Zitat Zitat von Tiwanga Beitrag anzeigen
    @Denise:
    Danke für deine tollen Ratschläge und Ideen. Mein Problem ist tatsächlich, dass ich zu "nett" bin.
    Ich kann das total verstehen, aber Du "musst" das ändern.
    Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir vorstellst, Du hättest einen Kampfhund vor Dir oder müsstest einen Schutzhund ausbilden. "Schwäche" im Sinne von Nachgiebigkeit oder Nettigkeit kannst Du Dir da nicht erlauben und die wirst Du sicher den Hunden gegenüber auch nicht an den Tag legen. Vielleicht kannst Du lernen, die innere Haltung, die Du Hunden gegenüber an den Tag legen musst, auch Deinen Kunden gegenüber an den Tag zu legen.

    Zitat Zitat von Tiwanga Beitrag anzeigen
    Bei mir leider das Gegenteil, Preise sind alle ausgeschrieben genauso wie Kilometergeld, Nachtpauschale, Feiertags-Pauschale etc. - und dennoch kommen großteils Leute mit: "Wie? 13 Euro kann ich Ihnen aber nicht zahlen! Höchstens 6 pro Stunde!".
    Warum rufen Sie mich dann an?

    Ich verstehe es absolut, dass es für "nette" Menschen schwer ist, sich durchzusetzen. Ich bin selbst einer und habe mich unendlich schwer getan. Aber es lohnt sich, nach Brücken oder Hilfsmitteln zu suchen, die einem helfen, eine andere Haltung zu lernen. Man muss und soll deswegen nicht unfreundlich werden, aber man muss sich auch nicht (mehr) die Butter vom Brot nehmen lassen. Dieser Prozess des Umlernens ist schwierig und dauert, aber es lohnt sich.

  2. Avatar von Sprachlos
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von Tiwanga Beitrag anzeigen
    Bei mir leider das Gegenteil, Preise sind alle ausgeschrieben genauso wie Kilometergeld, Nachtpauschale, Feiertags-Pauschale etc. - und dennoch kommen großteils Leute mit: "Wie? 13 Euro kann ich Ihnen aber nicht zahlen! Höchstens 6 pro Stunde!".
    Also du hast irgendwo (Flyer, Website???) deine Stundenpreise von 13 € angegeben? Ich muss sagen, dass ich das so extrem niedrig finde, dass mich das davon abschrecken würde dich zu buchen. Ich verbinde mit einem Stundensatz der dich nichtmal in den Mindestlohnverdienst bringt einfach weder Seriosität noch Professionalität. Das läuft für mich unter Dumpingpreis und du musst dich nicht wundern, wenn du damit merkwürdige Kundschaft anziehst.

    Ich würde ehrlich gesagt an deiner Stelle das Geschäftskonzept überdenken.
    - Wie ist dein Marketing? Was machst du dafür und wie professionell machst du es?
    - Hast du dir schon mal überlegt, wie du andere, anspruchsvollere und dafür zahlungsbereitere Kundenschichten ansprechen kannst? Wer käme da infrage und wie erreichjst du die? Wieso bietest du die Leistungen nicht in der Stadt an, wenn es auf dem Land keine Nachfrage gibt?
    - Wie bist du vernetzt (mit Tierärzten, Veterinärhandel etc.). Bekommst du von dort Empfehlungen, kannst du dort Flyer auslegen?

    Wenn du so schlecht verdienst kannst du vielleicht für´s Erste mal einen einfachen Job ab 451 € Bezahlung annehmen (z.B. Putzen). Damit kannst du dir die Versicherungen sparen und hast den Kopf frei, um langsam in deine Selbständigkeit hereinzuwachsen. Finanziell dürfte dich das enorm entlasten so dass du nicht jeden Auftrag annehmen musst.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)


  3. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Hallo sprachlos,

    Hier am Land herrscht die Meinung, dass es eben Studentenjobs sind. Hier am Land zahlt dir keiner 15 Euro + für so eine Tierbetreuung. Die Hunde/Tiere hier werden nur in den Gärten gehalten, kommen nie raus und wenn ein Hund halt krank wird, wird er meistens erschossen,
    Benimmt er sich "hündisch", knurrt halt mal oder zwickt (was ja kommunikativ völlig in Ordnung ist) - > eingeschläfert/erschossen.
    Weil die Leute hier für "sowas" allgemein kein Geld ausgeben möchten.
    Bei Schönwetter sieht man sie alle, bei Schlechtwetter keinen.
    Das merkt man daran, dass die Leute hier ganz baff sind "Was Ihr Hund alles kann! Der Arme! Der muss so viel machen!" - bei 5 Minuten einfacher Unterordnung mit Sitz, Platz und co.

    Allgemein ist hier die Bezahlung in der Gegend sehr schlecht, selbst als Facharbeiter in der Pferdewirtschaft würde ich bei einer 60+ Stunden Woche in Vollzeit netto 800 Euro bekommen - und werde mit viel Glück auch angemeldet.
    Nebenverdienst habe ich einen, bin geringfügig gemeldet und nebenbei halt dabei, das Geschäft aufzubauen.
    Im Freundeskreis hier im Umfeld verdient keiner über 1100 netto in Vollzeit, die meisten haben sowieso 2 Jobs und einen Minijob auch noch dazu.

    In der Stadt anbieten, ist eine Kostenfrage, ich hätte eine Anfahrt von ca. ner Stunde in die Stadt.
    Die Vorträge und Seminare werden schon in der Stadt in der Praxis eines Elternteils abgehalten.

    Bezüglich Konzept sitzen wir seit November daran, Mutter ist selbstständig, gibt mir auch immer wieder gute Tipps und Ratschläge.
    Werbung läuft über Fcabeook, Instagram, einiges auch über Mundpropganda, Flyer bei Schwarzen Brettern etc.

    PS: Ich würde mich gern freuen, weitere Ideen von euch entgegen zu nehmen. Um das Thema hier nicht allzu sehr zu sprengen, schreibt mir doch gerne bitte eine PN :) - oder ich mache gegen Abend einfach ein neues Thema auf :)

    EDIT: Wir haben hier in Österreich zb. keinen Mindestlohn. Meine "Stammbranche" in der Pferdewirtschaft verdient man um die 8 bis 11 Euro pro Stunde netto (nach 4 Jähriger Ausbildung, samt Veterinärkunde etc.) , habe mich daher mit den 13 Euro orientiert.
    Geändert von Tiwanga (26.01.2020 um 15:17 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Niemand verdient mehr als 1100 netto - wirklich richtig Land und dann auch noch Ostdeutschland und verarmte Gegend?


  5. Registriert seit
    25.01.2020
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Österreich - 30 km außerhalb von Wien. Pensionstendorf mit 800 Einwohnern mitten in Feldern.
    Naja, in der EDV Branche eines Bekannten zb. und andere Sparten die verdienen durchaus 1700 Euro netto. Der Cousin eines Freundes steht für unter 1600 netto nicht mal auf.

    Der Installateur eines Elternteils nimmt zb. 60 Euro pro Stunde :O Selbst sein Hilfsarbeiter ist bei 30.

  6. Moderation Avatar von Promethea71
    Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Ja, bitte mach ein eigenes Thema auf.

    promethea
    Moderation
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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