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Thema: Umgang mit Freiberuflern
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11.12.2019, 15:05
AW: Umgang mit Freiberuflern
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11.12.2019, 15:26Inaktiver User
AW: Umgang mit Freiberuflern
Ich sprach von B2B.
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11.12.2019, 15:31
AW: Umgang mit Freiberuflern
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11.12.2019, 16:15
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12.12.2019, 10:50
AW: Umgang mit Freiberuflern
Mich würde ja noch immer interessieren, in welcher freiberuflichen Branche Geschäfte per Handschlag üblich sind

Gewerbe möglich, okay
Aber Freie?
Helft mir auf die Sprünge bitte
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25.01.2020, 02:12
AW: Umgang mit Freiberuflern
Ja leider. Ich arbeite in der Tierbetreuung und kämpfe teilweise sehr damit.Ist es bei Euch auch so, dass man zunehmend übler behandelt wird, sowohl menschlich als auch was Arbeitsbedingungen angeht?
Man wird um halb 3 Uhr nachts angerufen und gefragt, ob man um halb 8 früh mit dem Hund rausgehen kann, Bezahlungen erfolgen nicht (oder erst nach 3 Mahnungen oder einen Monat später).
Oder die Leute sagen 40 Minuten vorher ab.
Hier in der Umgebung sieht man es leider oft noch als "Studentenjob", aber das man fachlich gut gestellt und viel Wissen mitbringt (Pferdewirtschaft, Führung von Diensthunden, Naturheilkunde,...) wird leider nicht honoriert.
Sehr viele Personen fragen zwar an, wollen das volle Service - aber sehen nicht ein den (eh schon niedrigen gehaltenen Stundenlohn - ohne Anfahrtskosten/Kilometergeld)) zu zahlen, weil "ist ja ein Studentenjob, kann eh jeder machen".
Sehr oft habe ich Anfragen, die Leute wollen wissen wieso das "so teuer" ist - und wenn man ihnen dann sagt, was da alles dran hängt, wird sich nicht mehr gemeldet.
(Eigene Pensionsvorsorge, eigene Krankenversicherung, eigene Betriebshaftpflicht, eigene Leinen/Halsbänder, halfter zwecks Versicherung etc. 7 verschiedene Futtersorten etc.)
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25.01.2020, 09:12
AW: Umgang mit Freiberuflern
ernsthaft

da ist die einzige Antwort hoffentlich "nein, ich bin schon besetzt, Sie müssen Termine ein paar Tag eim Voraus buchen!"- falls du das Telefon überhaupt abnimmst um diese himmelschreiende Zeit.
ich lasse mich immer gleich sofort in bar zahlen. Das klappt gut.Bezahlungen erfolgen nicht (oder erst nach 3 Mahnungen oder einen Monat später).
Wer innert kurzer Zeit dreimal sowas bietet, ist nicht lange mein Kunde. Ich habe Besseres zu tun, als Termine zu reservieren, die sowieso abgesagt werden. (Schlafen, zum Beispiel, oder Kaffee trinken)Oder die Leute sagen 40 Minuten vorher ab.
ich gebe Nachhilfe, da ist es ähnlich. Es gibt Leute, die verlangen grad mal einen Viertel von dem, was mein Preis ist.Hier in der Umgebung sieht man es leider oft noch als "Studentenjob", aber das man fachlich gut gestellt und viel Wissen mitbringt (Pferdewirtschaft, Führung von Diensthunden, Naturheilkunde,...) wird leider nicht honoriert.
Aber doch, es gibt Kunden, die die Qualität honorieren, die gibt es schon.
in dem Fall würde ich denen empfehlen, einen Studenten zu suchen.Sehr viele Personen fragen zwar an, wollen das volle Service - aber sehen nicht ein den (eh schon niedrigen gehaltenen Stundenlohn - ohne Anfahrtskosten/Kilometergeld)) zu zahlen, weil "ist ja ein Studentenjob, kann eh jeder machen".
Was ist denn der Mehrwert, den du als ausgebildete Fachperson gegenüber eben besagten Studenten hast, die das einfach so machen?
ich schreibe meine Preise öffentlich an (in meinem Fall inseriere ich auf speziellen Webportalen) - jene, denen der Preis zu hoch ist, die fragen mich schon gar nicht erst an. Ich habe nicht so viele Anfragen, aber jene, die kommen, die meinen es dann in der Regel ernst.Sehr oft habe ich Anfragen, die Leute wollen wissen wieso das "so teuer" ist - und wenn man ihnen dann sagt, was da alles dran hängt, wird sich nicht mehr gemeldet.
jene, die's schwarz machen, können schon runter mit dem Preis, das stimmt.(Eigene Pensionsvorsorge, eigene Krankenversicherung, eigene Betriebshaftpflicht, eigene Leinen/Halsbänder, halfter zwecks Versicherung etc. 7 verschiedene Futtersorten etc.)
in dem Fall würde ich darüber nachdenken, welche Leistung du erbrngen kannst, die über "Studentenjob" hinaus geht. Zum Beispiel dass du die Hunde (um die handelt es sich doch?) besser erzogen ablieferst, als sie bei dir eintreffen. Irgend etwas, wovon der Halter selbst einen direkten Vorteil hat, und was jemand, der einfach mal Handgelenk mal Pi loslegt, nicht hinkriegt.
gruss, barbara
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25.01.2020, 12:35Inaktiver User
AW: Umgang mit Freiberuflern
Ich glaube auch, dass man die eigene Leistung so "verkaufen" muss, dass sich der höhere Preis lohnt. Kein Kunde will hören, dass er die Versicherungen von jemand anderem bezahlen soll und deshalb ein höherer Preis fällig ist, aber wenn eine ausgebildete Fachkraft ihr Wissen zur Verfügung stellt, dann kostet das eben mehr als einen ungelernten Studenten zu beauftragen.
Genauso verhält es sich mit der TE. Auftrag X kostet pauschal Betrag Y und beinhaltet Leistungen A-C. Mag sein, dass es andere Dienstleister gibt, die für weniger arbeiten, aber du leistest excellente Arbeit und erwartest, dass diese auch entsprechend honoriert wird. Außerdem würde ich - wenn möglich - irgendwie dazu übergehen, Zwischenrechnungen zu schreiben. Beispielsweise für die Planung, für die Vorbereitung und für die Durchführung. Selbst wenn dann nach der Planung ein Kunde abspringen sollte, wurdest du zumindest für die Zeit bezahlt, die du bereits gearbeitet hast.
Kommen nachträglich noch Leistung D, E, F, G und H dazu, gibt es für jede Leistung ein schriftliches "Leistung D (die ... beinhaltet) führe ich gern aus für Betrag Z. Bitte lassen Sie mich wissen, ob Leistung D ebenfalls Bestandteil meines Auftrages werden soll."
Du hast zwar Angst, dass die Kunden abspringen könnten - das ist sicher auch möglich -, aber auch der Kunde müsste einen neuen Dienstleister erst einmal finden und der müsste dann günstiger sein als du etc. pp. Ob er sich die Mühe macht, ist eben fraglich.
Und wie gesagt: Niemand will wissen, was ein Freiberufler von seinem Honorar bezahlen muss. Aber das eine hervorragende Fachkraft für hervorragende Arbeit auch hervorragend bezahlt werden muss, leuchtet ein.
Ach ja: Falls mal wieder jemand kommt und darüber diskutiert, dass er/sie es noch nie erlebt hat, dass eine Kürzung des Honorars nicht möglich ist, würde ich kontern, dass du es noch nie erlebt hast, dass jemand ernsthaft der Meinung ist, du würdest dein herausragendes Fachwissen und Können zum Discounterpreis anbieten.
Arbeite daran, wie du dich verkaufst. Trete selbstbewusst auf. Übe das. Schon allein, dass du mit dir diskutieren lässt, lockt entsprechende Kunden an, die sofort ein "Opfer" wittern, dass sie drücken können bis zum Boden. Es ist an dir, von Anfang an absolute Professionalität darzustellen. Sowohl, was dein Projekt betrifft, was du professionell durchziehst, als auch, was deine Honorarforderung betrifft, die du genauso professionell durchsetzt wie du alles durchsetzen würdest, was für das Projekt notwendig ist.
Vielleicht sagen 8 von 10 Kunden "nein". Aber die 2, die du dann hast, bezahlen dich ordentlich, schätzen deine Arbeit und empfehlen dich weiter.
Es hilft, wenn du dir vorher (gern schriftlich) genau aufstellst, was du willst. Reisekostenerstattung, Anreise am Vortag, Abreise am nächsten Tag. Betrag ist zu zahlen für 8 h, Arbeitsaufwand für mehr Stunden wird extra berechnet etc. pp.
Weißt du, auch deine Kunden wissen, wieviel was kostet. Die merken doch sofort, wenn du unsicher und zu kostengünstig bist. Da wissen die genau, dass du zu denen gehörst, die man endlos drücken kann, wenn man nur unverschämt genug auftritt. Du musst da sofort schon bei der ersten Besprechung absolut souverän auftreten. Das kann man lernen.
Ich drück dir die Daumen, dass du aus dieser Spirale wieder rauskommst.Geändert von Inaktiver User (25.01.2020 um 17:05 Uhr)
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25.01.2020, 19:03
AW: Umgang mit Freiberuflern
Da würde ich knallhart eine Art Stornoklausel in Deine AGBs einsetzen, ähnlich bei Reise/Übernachtungsbuchungen. Absage bis dann und dann 40% Stornokosten, Absage kurz vor knapp 100% Kosten. So in der Art. Bei "Nachtbuchungen", oder Schneeschnellsofortbrauche dringendhundeführer der Hunderunden - Preise auf das Doppelte hochsetzen - ich würde mich nicht umsonst aus dem Schlaf klingeln lassen... oder am besten Handy/Telefon stillegen.Oder die Leute sagen 40 Minuten vorher ab.Geändert von dekomaus24 (25.01.2020 um 19:12 Uhr)
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25.01.2020, 22:05
AW: Umgang mit Freiberuflern
Guten Abend, danke für eure tollen Antworten und Hilfen und Ideen.
Mache ich auch, gibt dann aber Leute die "vergessen" das Geld hinzulegen wenn sie nicht da sind und sie dann trotz mehrmaliger Erinnerung nachträglich auch nicht zahlen.ich lasse mich immer gleich sofort in bar zahlen. Das klappt gut.
Ausgebildeter Diensthund-Führer, Handling von generell schwierigen Hunde ("Kampfhunde), besonderes Sozialverhalten, etc.), sportliche Führung bis rauf in den hohen Sport (Schutzdienst, Prägung von Welpen, Sozialisierung, diverse naturheilkundliche Ausbildungen wie Akupressur an Hund/Katze/Pferd, Farblicht-Therapie, Massage im Bereich Sport und Leistung (warum Up Phasen, Cool Down-Phasen), und natürlich 4 Jahre Veterinärkunde durch die 4 jährige Ausbildung als Pferdepfleger.Was ist denn der Mehrwert, den du als ausgebildete Fachperson gegenüber eben besagten Studenten hast, die das einfach so machen?
Zusätzlich beschäftige ich mich seit ich 7 Jahre alt bin mit Tieren.
Beritt von Pferden, zirzensische Lektionen, Dressur, Springen, Silbernes Fahrabzeichen,..
Betreuung von Kleintieren, Vögeln und Exoten
etc.
Bei mir leider das Gegenteil, Preise sind alle ausgeschrieben genauso wie Kilometergeld, Nachtpauschale, Feiertags-Pauschale etc. - und dennoch kommen großteils Leute mit: "Wie? 13 Euro kann ich Ihnen aber nicht zahlen! Höchstens 6 pro Stunde!".ich schreibe meine Preise öffentlich an (in meinem Fall inseriere ich auf speziellen Webportalen) - jene, denen der Preis zu hoch ist, die fragen mich schon gar nicht erst an. Ich habe nicht so viele Anfragen, aber jene, die kommen, die meinen es dann in der Regel ernst.
Da sage ich dann natürlich auch "Danke nein."
Gibt es auch im Bereich von fachbezogenen Vorträgen und Seminaren. Nur hier am Land bucht sich das derzeit kaum, das läuft in der Stadt besser. Hier am Land läuft aktuell nur das reine Gassigehen - leider.Irgend etwas, wovon der Halter selbst einen direkten Vorteil hat, und was jemand, der einfach mal Handgelenk mal Pi loslegt, nicht hinkriegt.
@Denise:
Danke für deine tollen Ratschläge und Ideen. Mein Problem ist tatsächlich, dass ich zu "nett" bin.
Ich wurde von Kind an von den Eltern untergebuttert, jede Diskussion wurde beendet bevor es eine ordentliche Diskussion wurde - verbales lautes Diskutieren/Streiten habe ich zum Beispiel gar nicht gelernt.
Hier in der Familie war es einfacher: Lächeln, Nicken, tun was Mama sagt. - und selbst jetzt mit meinen noch 33 Jahren kriegt Mutter eine absolute Krise, wenn etwas nicht so läuft wie es ihr Plan ist oder ich andere Vorstellungen/Pläne habe.
Musste auch mit 38,8 Fieber in der Schule sitzen, weil "Krank sein geht nicht, Arbeit ist alles!" und so weiter.
Wenn ich zwei Tage vorher ein Treffen absage, oder mein eigenes Auto statt an Tag X an Tag Y vom Händler nach dem Service abhole, kriege ich verbal eines auf den Deckel weil ich meinen eigenen Termin beim Autohändler verschoben habe...



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