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  1. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Viele Freiberufler, die ich kennengelernt hab, sind eher von der ungeschickteren Sorte, was Preisverhandlungen angeht. Eigentlich erwarten sie, dass der Kunde das zahlt, was im ersten Angebot steht und fertig. Das ist aber utopisch. Der Kunde will verhandeln,
    nicht unbedingt. Der Kunde will eine korrekte Leistung für einen angemessenen Preis.

    und wenn Kunden den Eindruck haben, sie kriegen das, zahlen sie auch gern.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  2. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Ich sprach von B2B.
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .


  3. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Ich sprach von B2B.
    was sollte da anders sein? wenn Leute happy sind, zahlen sie gern.

    wie man sie happy macht... ist allerdings die gute Frage!

    durch Preisdrücken eher nicht. Preisdrücken ist so eine Art Sucht, die nach beständigen Dosissteigerungen verlangt.

    gruss, barbara

  4. Avatar von agathe13
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht was TE genau macht und wie alt sie ist. Wenn sie jung ist, sollte sie sich weiter spezialisieren, wenn es in ihrem Beruf geht. Wenn sie aber über 50 ist, wird es nicht so einfach bzw. evtl. nicht lohnend. So eine Spezialisierung kann locker 5 Jahre dauern und viel Geld kosten.
    Manchmal kann es auch reichen, in der Außenkommunikation eine vorhandene Spezialisierung oder einen Schwerpunkt stärker zu betonen. Oder überhaupt erst mal ernsthaft Marketing und PR zu machen - z.B. durch Vorträge, Artikel etc.


  5. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Mich würde ja noch immer interessieren, in welcher freiberuflichen Branche Geschäfte per Handschlag üblich sind

    Gewerbe möglich, okay

    Aber Freie?

    Helft mir auf die Sprünge bitte


  6. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Ist es bei Euch auch so, dass man zunehmend übler behandelt wird, sowohl menschlich als auch was Arbeitsbedingungen angeht?
    Ja leider. Ich arbeite in der Tierbetreuung und kämpfe teilweise sehr damit.
    Man wird um halb 3 Uhr nachts angerufen und gefragt, ob man um halb 8 früh mit dem Hund rausgehen kann, Bezahlungen erfolgen nicht (oder erst nach 3 Mahnungen oder einen Monat später).
    Oder die Leute sagen 40 Minuten vorher ab.

    Hier in der Umgebung sieht man es leider oft noch als "Studentenjob", aber das man fachlich gut gestellt und viel Wissen mitbringt (Pferdewirtschaft, Führung von Diensthunden, Naturheilkunde,...) wird leider nicht honoriert.
    Sehr viele Personen fragen zwar an, wollen das volle Service - aber sehen nicht ein den (eh schon niedrigen gehaltenen Stundenlohn - ohne Anfahrtskosten/Kilometergeld)) zu zahlen, weil "ist ja ein Studentenjob, kann eh jeder machen".
    Sehr oft habe ich Anfragen, die Leute wollen wissen wieso das "so teuer" ist - und wenn man ihnen dann sagt, was da alles dran hängt, wird sich nicht mehr gemeldet.
    (Eigene Pensionsvorsorge, eigene Krankenversicherung, eigene Betriebshaftpflicht, eigene Leinen/Halsbänder, halfter zwecks Versicherung etc. 7 verschiedene Futtersorten etc.)


  7. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von Tiwanga Beitrag anzeigen
    Ja leider. Ich arbeite in der Tierbetreuung und kämpfe teilweise sehr damit.
    Man wird um halb 3 Uhr nachts angerufen und gefragt, ob man um halb 8 früh mit dem Hund rausgehen kann
    ernsthaft

    da ist die einzige Antwort hoffentlich "nein, ich bin schon besetzt, Sie müssen Termine ein paar Tag eim Voraus buchen!"- falls du das Telefon überhaupt abnimmst um diese himmelschreiende Zeit.


    Bezahlungen erfolgen nicht (oder erst nach 3 Mahnungen oder einen Monat später).
    ich lasse mich immer gleich sofort in bar zahlen. Das klappt gut.


    Oder die Leute sagen 40 Minuten vorher ab.
    Wer innert kurzer Zeit dreimal sowas bietet, ist nicht lange mein Kunde. Ich habe Besseres zu tun, als Termine zu reservieren, die sowieso abgesagt werden. (Schlafen, zum Beispiel, oder Kaffee trinken)


    Hier in der Umgebung sieht man es leider oft noch als "Studentenjob", aber das man fachlich gut gestellt und viel Wissen mitbringt (Pferdewirtschaft, Führung von Diensthunden, Naturheilkunde,...) wird leider nicht honoriert.
    ich gebe Nachhilfe, da ist es ähnlich. Es gibt Leute, die verlangen grad mal einen Viertel von dem, was mein Preis ist.

    Aber doch, es gibt Kunden, die die Qualität honorieren, die gibt es schon.




    Sehr viele Personen fragen zwar an, wollen das volle Service - aber sehen nicht ein den (eh schon niedrigen gehaltenen Stundenlohn - ohne Anfahrtskosten/Kilometergeld)) zu zahlen, weil "ist ja ein Studentenjob, kann eh jeder machen".
    in dem Fall würde ich denen empfehlen, einen Studenten zu suchen.

    Was ist denn der Mehrwert, den du als ausgebildete Fachperson gegenüber eben besagten Studenten hast, die das einfach so machen?


    Sehr oft habe ich Anfragen, die Leute wollen wissen wieso das "so teuer" ist - und wenn man ihnen dann sagt, was da alles dran hängt, wird sich nicht mehr gemeldet.
    ich schreibe meine Preise öffentlich an (in meinem Fall inseriere ich auf speziellen Webportalen) - jene, denen der Preis zu hoch ist, die fragen mich schon gar nicht erst an. Ich habe nicht so viele Anfragen, aber jene, die kommen, die meinen es dann in der Regel ernst.

    (Eigene Pensionsvorsorge, eigene Krankenversicherung, eigene Betriebshaftpflicht, eigene Leinen/Halsbänder, halfter zwecks Versicherung etc. 7 verschiedene Futtersorten etc.)
    jene, die's schwarz machen, können schon runter mit dem Preis, das stimmt.

    in dem Fall würde ich darüber nachdenken, welche Leistung du erbrngen kannst, die über "Studentenjob" hinaus geht. Zum Beispiel dass du die Hunde (um die handelt es sich doch?) besser erzogen ablieferst, als sie bei dir eintreffen. Irgend etwas, wovon der Halter selbst einen direkten Vorteil hat, und was jemand, der einfach mal Handgelenk mal Pi loslegt, nicht hinkriegt.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
    26.01.2012
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Ich glaube auch, dass man die eigene Leistung so "verkaufen" muss, dass sich der höhere Preis lohnt. Kein Kunde will hören, dass er die Versicherungen von jemand anderem bezahlen soll und deshalb ein höherer Preis fällig ist, aber wenn eine ausgebildete Fachkraft ihr Wissen zur Verfügung stellt, dann kostet das eben mehr als einen ungelernten Studenten zu beauftragen.

    Genauso verhält es sich mit der TE. Auftrag X kostet pauschal Betrag Y und beinhaltet Leistungen A-C. Mag sein, dass es andere Dienstleister gibt, die für weniger arbeiten, aber du leistest excellente Arbeit und erwartest, dass diese auch entsprechend honoriert wird. Außerdem würde ich - wenn möglich - irgendwie dazu übergehen, Zwischenrechnungen zu schreiben. Beispielsweise für die Planung, für die Vorbereitung und für die Durchführung. Selbst wenn dann nach der Planung ein Kunde abspringen sollte, wurdest du zumindest für die Zeit bezahlt, die du bereits gearbeitet hast.

    Kommen nachträglich noch Leistung D, E, F, G und H dazu, gibt es für jede Leistung ein schriftliches "Leistung D (die ... beinhaltet) führe ich gern aus für Betrag Z. Bitte lassen Sie mich wissen, ob Leistung D ebenfalls Bestandteil meines Auftrages werden soll."

    Du hast zwar Angst, dass die Kunden abspringen könnten - das ist sicher auch möglich -, aber auch der Kunde müsste einen neuen Dienstleister erst einmal finden und der müsste dann günstiger sein als du etc. pp. Ob er sich die Mühe macht, ist eben fraglich.

    Und wie gesagt: Niemand will wissen, was ein Freiberufler von seinem Honorar bezahlen muss. Aber das eine hervorragende Fachkraft für hervorragende Arbeit auch hervorragend bezahlt werden muss, leuchtet ein.

    Ach ja: Falls mal wieder jemand kommt und darüber diskutiert, dass er/sie es noch nie erlebt hat, dass eine Kürzung des Honorars nicht möglich ist, würde ich kontern, dass du es noch nie erlebt hast, dass jemand ernsthaft der Meinung ist, du würdest dein herausragendes Fachwissen und Können zum Discounterpreis anbieten.

    Arbeite daran, wie du dich verkaufst. Trete selbstbewusst auf. Übe das. Schon allein, dass du mit dir diskutieren lässt, lockt entsprechende Kunden an, die sofort ein "Opfer" wittern, dass sie drücken können bis zum Boden. Es ist an dir, von Anfang an absolute Professionalität darzustellen. Sowohl, was dein Projekt betrifft, was du professionell durchziehst, als auch, was deine Honorarforderung betrifft, die du genauso professionell durchsetzt wie du alles durchsetzen würdest, was für das Projekt notwendig ist.

    Vielleicht sagen 8 von 10 Kunden "nein". Aber die 2, die du dann hast, bezahlen dich ordentlich, schätzen deine Arbeit und empfehlen dich weiter.

    Es hilft, wenn du dir vorher (gern schriftlich) genau aufstellst, was du willst. Reisekostenerstattung, Anreise am Vortag, Abreise am nächsten Tag. Betrag ist zu zahlen für 8 h, Arbeitsaufwand für mehr Stunden wird extra berechnet etc. pp.

    Weißt du, auch deine Kunden wissen, wieviel was kostet. Die merken doch sofort, wenn du unsicher und zu kostengünstig bist. Da wissen die genau, dass du zu denen gehörst, die man endlos drücken kann, wenn man nur unverschämt genug auftritt. Du musst da sofort schon bei der ersten Besprechung absolut souverän auftreten. Das kann man lernen.

    Ich drück dir die Daumen, dass du aus dieser Spirale wieder rauskommst.
    Geändert von Denise71 (25.01.2020 um 17:05 Uhr)


  9. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Oder die Leute sagen 40 Minuten vorher ab.
    Da würde ich knallhart eine Art Stornoklausel in Deine AGBs einsetzen, ähnlich bei Reise/Übernachtungsbuchungen. Absage bis dann und dann 40% Stornokosten, Absage kurz vor knapp 100% Kosten. So in der Art. Bei "Nachtbuchungen", oder Schneeschnellsofortbrauche dringendhundeführer der Hunderunden - Preise auf das Doppelte hochsetzen - ich würde mich nicht umsonst aus dem Schlaf klingeln lassen... oder am besten Handy/Telefon stillegen.
    Geändert von dekomaus24 (25.01.2020 um 19:12 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Guten Abend, danke für eure tollen Antworten und Hilfen und Ideen.

    ich lasse mich immer gleich sofort in bar zahlen. Das klappt gut.
    Mache ich auch, gibt dann aber Leute die "vergessen" das Geld hinzulegen wenn sie nicht da sind und sie dann trotz mehrmaliger Erinnerung nachträglich auch nicht zahlen.

    Was ist denn der Mehrwert, den du als ausgebildete Fachperson gegenüber eben besagten Studenten hast, die das einfach so machen?
    Ausgebildeter Diensthund-Führer, Handling von generell schwierigen Hunde ("Kampfhunde), besonderes Sozialverhalten, etc.), sportliche Führung bis rauf in den hohen Sport (Schutzdienst, Prägung von Welpen, Sozialisierung, diverse naturheilkundliche Ausbildungen wie Akupressur an Hund/Katze/Pferd, Farblicht-Therapie, Massage im Bereich Sport und Leistung (warum Up Phasen, Cool Down-Phasen), und natürlich 4 Jahre Veterinärkunde durch die 4 jährige Ausbildung als Pferdepfleger.
    Zusätzlich beschäftige ich mich seit ich 7 Jahre alt bin mit Tieren.
    Beritt von Pferden, zirzensische Lektionen, Dressur, Springen, Silbernes Fahrabzeichen,..
    Betreuung von Kleintieren, Vögeln und Exoten
    etc.

    ich schreibe meine Preise öffentlich an (in meinem Fall inseriere ich auf speziellen Webportalen) - jene, denen der Preis zu hoch ist, die fragen mich schon gar nicht erst an. Ich habe nicht so viele Anfragen, aber jene, die kommen, die meinen es dann in der Regel ernst.
    Bei mir leider das Gegenteil, Preise sind alle ausgeschrieben genauso wie Kilometergeld, Nachtpauschale, Feiertags-Pauschale etc. - und dennoch kommen großteils Leute mit: "Wie? 13 Euro kann ich Ihnen aber nicht zahlen! Höchstens 6 pro Stunde!".

    Da sage ich dann natürlich auch "Danke nein."

    Irgend etwas, wovon der Halter selbst einen direkten Vorteil hat, und was jemand, der einfach mal Handgelenk mal Pi loslegt, nicht hinkriegt.
    Gibt es auch im Bereich von fachbezogenen Vorträgen und Seminaren. Nur hier am Land bucht sich das derzeit kaum, das läuft in der Stadt besser. Hier am Land läuft aktuell nur das reine Gassigehen - leider.

    @Denise:

    Danke für deine tollen Ratschläge und Ideen. Mein Problem ist tatsächlich, dass ich zu "nett" bin.
    Ich wurde von Kind an von den Eltern untergebuttert, jede Diskussion wurde beendet bevor es eine ordentliche Diskussion wurde - verbales lautes Diskutieren/Streiten habe ich zum Beispiel gar nicht gelernt.
    Hier in der Familie war es einfacher: Lächeln, Nicken, tun was Mama sagt. - und selbst jetzt mit meinen noch 33 Jahren kriegt Mutter eine absolute Krise, wenn etwas nicht so läuft wie es ihr Plan ist oder ich andere Vorstellungen/Pläne habe.
    Musste auch mit 38,8 Fieber in der Schule sitzen, weil "Krank sein geht nicht, Arbeit ist alles!" und so weiter.
    Wenn ich zwei Tage vorher ein Treffen absage, oder mein eigenes Auto statt an Tag X an Tag Y vom Händler nach dem Service abhole, kriege ich verbal eines auf den Deckel weil ich meinen eigenen Termin beim Autohändler verschoben habe...

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