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  1. Avatar von clara_II
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von Whippet Beitrag anzeigen

    Ich finde diese ganze Entwicklung einfach unmenschlich. Und es geht mir weniger um das Geld, sondern darum, wie man behandelt wird.

    Welche Erfahrungen macht Ihr denn so mit Euren Kunden?

    Viele Grüße
    Whippet
    Schwierig darauf zu antworten ohne Dir auf den Schlips zu treten, aber genau solche Freiberufler, die sich unter Wert verkaufen machen den Markt kaputt.
    Ich mache ein Angebot mit Tagessatz und Punkten bezüglich Teilaspekten. Das heißt ich bestimme von vorneherein nach meiner eigenen wirtschafltichen Kalkulation den Preis.
    Wenn ein Kunde das ablehnt, dann ist das eben so und ich gehe zum nächsten.

    Ich hatte deswegen auch vor ein paar Jahren eine anstrengende Durststrecke aber es hat sich gelohnt.
    Mir sind vier feste Kunden geblieben, die ständig Projekte haben und ich mich auch respektvoll behandelt fühle und insgesamt ein sehr respektvoller Umgang herrscht.
    Ich bin mir sicher, dass es auch daran lag, dass meine eigene Wertschätzung von Anfang an sichtbar war.

    AGB der Firmen hat mit meiner Tätigkeit gar nichts zu tun. ( Bin ja selbstständiger Dienstleister und muss mich nicht nach denen richten)

    Wenn ich zu einem Kunden fahre,der in HH ansässig ist, dann ist im Angebot eben eine Übernachtung und ev. Fahrtkosten verzeichnet.
    I believe everything happens for a reason! People change so you can learn to let go,things go wrong so that you can appreciate them when they're right,you believe lies so that you will eventually learn to trust no one but yourself,and sometimes, good things fall apart,so better things can fall together.

    (Marilyn Monroe)


  2. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Von hier ist natürlich schwer zu beurteilen, ob es ein Brsnchenproblem ist oder Du (bis zu einem gewissen Punkt) das mit Dir machen lässt.

    Wenn man, wie die meisten, auf ein gewisses Einkommen angewiesen ist, traut man sich oft nicht so recht, mit einem „nein“ die Grenzen auszutesten.

    Wäre es denn möglich, dass Du Dir vorübergehend anderes Einkommen suchst (z. B. einen 450 Euro Job) und dann, ohne gleich Existenzängste zu haben) bei einzelnen Anfragen oder Änderungen das Nein-Sagen probierst?


  3. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Ich schließe mich Mandelblüte an, du wirst um das Ausprobieren des Neinsagens nicht herumkommen.

    Klare Ansagen sind nötig. Werden die nicht akzeptiert, dann nimm den Auftrag nicht an. Mehrforderungen immer abrechnen. Anreise und Übernachtungen von vornherein und als natürlich gegeben fordern.


  4. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Auftraggebern, bei denen die Erziehung versagt hat, dies klar mitteilen.


  5. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    @ Whippet
    In welchem Bereich arbeitest du? Vielleicht lohnt sich über Angestelltenverhältnis nachzudenken?

    @Quirin
    So leicht ist es leider nicht Forderungen durchzusetzen, wenn da 10 weitere Freiberufler gibt, die damit einverstanden wären, würde sie ohne Arbeit bleiben bzw. mit ein paar Stammkunden nicht über die Runden kommen.

  6. Avatar von agathe13
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    So leicht ist es leider nicht Forderungen durchzusetzen, wenn da 10 weitere Freiberufler gibt, die damit einverstanden wären, würde sie ohne Arbeit bleiben bzw. mit ein paar Stammkunden nicht über die Runden kommen.
    Wenn man sooo leicht austauschbar ist, sollte man aber besser an seiner Positionierung arbeiten. Wenn man etwas ganz Spezielles anbietet, kann man nicht so leicht verglichen und daher auch nicht so einfach im Preis gedrückt werden.


  7. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Es ist ja oft ein Teufelskreis: der Freiberufler, der schlechte Preise erzielt, ist vollauf damit beschäftigt, zu diesen zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Wer höhere Stundensatz erzielt, hat dagegen Luft, zu sagen "nicht zu diesen Konditionen".

    Die TE müsste daher erst einmal zusehen, dass sie mehr verdient als sie benötigt. Und kann dann mit dem Kunden mit den schlechtesten Stundensätzen/Konditionen verhandeln. Der dann vielleicht doch nachgibt.

    Und: die besten Kunden sind die, die zwischendurch die Leistung woanders einkaufen, und dann zurückkommen.


  8. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Wenn man sooo leicht austauschbar ist, sollte man aber besser an seiner Positionierung arbeiten. Wenn man etwas ganz Spezielles anbietet, kann man nicht so leicht verglichen und daher auch nicht so einfach im Preis gedrückt werden.
    Ich weiß nicht was TE genau macht und wie alt sie ist. Wenn sie jung ist, sollte sie sich weiter spezialisieren, wenn es in ihrem Beruf geht. Wenn sie aber über 50 ist, wird es nicht so einfach bzw. evtl. nicht lohnend. So eine Spezialisierung kann locker 5 Jahre dauern und viel Geld kosten.


  9. Registriert seit
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Whippet,

    ich habe kürzlich mit einer Bekannten gesprochen, die Simultan-Dolmetscherin ist. Ihr geht es genau wie Dir, was das Drücken von Preisen angeht.
    Das scheint Methode zu haben.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  10. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Umgang mit Freiberuflern

    Ich glaube, dass Preisverhandlungen ganz normal sind, das gibt es ständig und überall. Sicher hat das ganze Thema auch zugenommen. Wie denn auch nicht, wenn es überall nur noch um Schnäppchen, Sale uns Sonderpreise geht. Black Friday, Cyber Monday, das setzt uns doch allen die Überzeugung in den Kopf, dass derjenige blöd ist, der den vollen Preis bezahlt. Auch im B2B Business ist das absolut üblich und das ist es bei dir ja im weiteren Sinne auch, also B2B. Nur dass normalerweise ein Mitarbeiter von Hersteller X mit Mitarbeiter von Firma Y spricht und beide können feilschen, wie sie wollen - es geht nicht um ihre persönliche Leistung, sondern um die Produkte und das Geld ihres Arbeitgebers. Da ist bei allem Erfolgsdruck (und der kann hoch sein) doch weniger Emotion involviert. Trotzdem erzählt da der Kunde dem Vertriebler ständig, dass seine Produkte ja viiiiel zu teuer wären und woanders höchstens die Hälfte kosten würden, außerdem wäre die Qualität besser und, und. Damit müssen beide irgendwie umgehen und zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden Ergebnis kommen.

    Viele Freiberufler, die ich kennengelernt hab, sind eher von der ungeschickteren Sorte, was Preisverhandlungen angeht. Oft gut in dem, was sie tun, aber alles darüber hinaus machen sie oft nicht gut. Eigentlich erwarten sie, dass der Kunde das zahlt, was im ersten Angebot steht und fertig. Das ist aber utopisch, das passiert anderswo ja auch nicht. Der Kunde will verhandeln, das musst du mit einkalkulieren. Wie du das dann handhabst, da gibts ja viele Möglichkeiten neben dem einfachen Preisnachlass. Vielleicht wäre es hilfreich für dich, wenn du dich mal mit dem Thema Verkaufen auseinander setzt. Da kann man vieles lernen, auch, wie man nicht bei jeder Verhandlung einknickt und seinen Standpunkt verteidigt - so, dass beide Parteien damit leben können. Vielleicht gibts ja auch ein Coaching für klare Preiskommunikation. Wenn ich lese, dass du mal 8-10 aber auch schonmal 14-16 Stunden für den gleichen Tagessatz arbeitest, ist für mich klar, dass da was schief läuft.

    Das wäre also mein Tipp - und ich würde auch versuchen, Verhandlungen über Preise, die sich auf deine Leistungen beziehen, nicht persönlich zu nehmen. Ach ja, und ich würde auch nochmal anschauen, wie marktfähig Preise und Leistungen sind. Wenn da was abzurutschen droht, weil deine Leistung zu unspezifisch ist, dann musst du dir was überlegen.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.

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