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    Frage freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Guten Tag,
    wer kann mir denn Auskunft darüber geben, was so in diesem Bereich an Provisionsanteilen üblich ist.
    Nachdem ich von Haushalt und Kinder ... genug hatte, war für mich der Einstieg bei einer Immobilienmaklerin als freiberufliche Mitarbeiterin sehr verlockend. Als Neuling in diesem Bereich hatte ich erst wenig Ahnung, bin deshalb erst einmal bei vielen Besichtigungsterminen dabei gewesen, um einfach ein Gefühl für die Immobilien usw. zu bekommen. Die Maklerin vermittelt vorwiegend Mietobjekte, hat gute Beziehungen usw. Nachdem ich nunmehr 1,5 Monate dabei bin, beschleicht mich das Gefühl, dass ich etwas verschaukelt werde da:
    - ich vorwiegend Immobilien vermitteln soll, die teilweise bereits ewig von der Maklerin im Angebot sind , also schwer vermittelbar sind
    - Immobilien vermitteln soll, die meines Erachtens total überteuert sind, und somit sehr schwer an den Mann zu bringen sind
    - Die Maklerin selber immer die sehr interessanten Objekte hat

    Trotzdem ist es mir gelungen, in 4 Wochen drei Objekte zu vermitteln. Von der maklerprovision bekomme ich:
    bei Vermittlung von 5 Objekten 23 % der Provision
    Vermittlung von 5-10 Objekte 27 %, ab 10 Objekte im Monate 30% der Provision. Bei einem Provisionsertrag beid en drei Objekten von rund 3.000,00 Euro bekomme ich somit 690 Euro brutto.
    Unabhängig davon, daß ich Fahrtkosten, Telefonkosten usw. habe, zudem Steuerklasse 5, bleibt da unter dem strich nicht viel übrich.
    Bevor ich also alles Hinwerfe, bzw. das Gespräch mit ihr suche, meine Frage hierzu: Was ist üblich in dem Bereich. Die Maklerin hat:
    Kein Risiko und keine Kosten/Aufwendungen (wird alles von mir getragen), sie nimmt lediglich die Immobilien herein und verteilt sie dann zwischen ihr und mir!!
    Für Meinungen wäre ich sehr dankbar
    Kristin

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    wer bezahlt denn die Anzeigen in der Zeitung? Nutzt du ihr Büro?

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Kristin,

    entschuldige, aber du willst nicht im Ernst behaupten, dass du nach VIER Wochen schon Maklerin bist, oder? Bist du denn eine? Hast du einen entsprechenden Gewerbeschein? Darfst du ohne ein Maklerhaus im Hintergrund selber makeln? Wer trägt die Kosten der Beschaffung der Objekte? Wer zahlt die ANzeigen? Wer zahlt das Büro?

    Ich kenne Maklerunternehmen, die noch deutlich weniger zahlen. Und Frage: warum STeuerklasse V? Bist du bei ihr angestellt?

    Natürlich hat die Maklerin ein Risiko ... nämlich DICH. WEnn du keinen eigenen Gewerbeschein hast, dann haftet SIE für deine Fehler, was teuer werden kann. Und bevor du sagst, sie täte nicht viel ... akquirier selber! Such selber Objekte, die ihr vermarkten könnt.

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Hallo,

    zuerst einmal vielen Dank für die Antworten, obwohl ich mich doch etwas angegriffen fühle. Nein, ich behaupte nicht, dass ich eine fix und fertige Maklerin bin. Ich würde mich eher als Vermittlerin sehen. Und zwar vermittle ich zwischen Wohnungsvermieter und Wohnungssuchende. Unabhängig davon habe ich eine kaufmännische Ausbildung (Bankkaufmann), und ich weiss, dass es sehr viele Immobilienmakler gibt, die aus ganz unterschiedlichen beruflichen Zweigen in diese Branche einsteigen. Vielleicht bin ich auch etwas naiv, aber vielleicht kannst Du mich ,Akademikerin, über die Risiken aufklären, die Du siehst.
    Unabhängig davon, habe ich eine Gewerbe angemeldet, ganz so blind bin ich natürlich nicht.
    Ich nütze weder das Büro der Immobilienmaklerin, und ob das Einstellen der Immobilien in den Immobilienscout u.ä. mit Kosten verbunden ist, kann ich Dir nicht sagen. Aber vielleicht kannst Du mich diesbezüglich aufklären. Ich frage mich natürlich schon, was Sie für Kosten hat, die mich betreffen. Die Fahrtkosten (Benzin), Telefonkosten usw. trage ich ja selber. Das einzige was ich bekomme, sind die Objekte, die u.U. für Sie nicht so interessant sind, aber die sie in einem Gesamtpaekt mit interessanten Objekten (z.B. ein Vermieter mit mehreren Wohnungen) abnehmen muss. Schließlich kann sie sich ja auch nicht nur die besten Objekte von einem Vermieter heraussuchen, und den Schrott bekommt dann ein anderes Büro. Das eine Objekt, welches ich vermieten konnte, hatte sie bereits über ein Jahr im Bestand !!!!!
    Sie bekommt jetzt 67 % der Provision ohne dass sie etwas machen musste.
    natürlich bleibt mir die Alternative, zu sagen, ich mache es nicht. Nur denke ich, dass es doch legitim ist nachzufragen, was marktüblich ist. Und hier ist die Frage , wie es bei anständigen Büros abläuft und nicht bei den schwarzen Schafen der Branche.
    Kristin

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Makler SIND Vermittler. Zum einen. Zum anderen: Frag dich mal selber: würdest du einem Mitarbeiter interessante Objekte geben und selber die "öden" nehmen? Nimm die, die du kriegst und profilier dich darüber.

    Ein grosses Maklerhaus (bundesweit vertreten) hat z.B. Kontrakte mit ihren "Maklern", die alle auf freiberuflicher Basis laufen!!!, da bekommen die Makler zwischen 10 und 30 % der Courtage, die das Unternehmen bekommt. Mit geringfügiger Unterstützung, aber repräsentativen Büro.

    Letztlich ist es eine Frage der Verhandlung. Es gibt - nicht viele, aber immerhin - Makler, die zahlen ein gewisses Fixum.

    Und was die Kosten angeht: Inserate sind teuer, je nach TAgeszeitung kommst du bei einer 5-zeiligen Anzeige am Wochenende auf über 100 Euro, wenn dasd mal reicht. Die Anzeigenpreise bei Immobilienscout und anderen stehen dort auf der Webseite. Sie sind gestaffelt. Ja, sie kosten Geld und nicht gerade wenig.

    Du hast ein Gewerbe angemeldet? Welches, wenn ich fragen darf? Ein "richtiges" Maklergewerbe, sprich Maklerschein?

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Hallo Akademikerin,
    ich habe keine Ahnung, warum Du mich so angreifst. Anscheinend hälst Du mich für ganz bekloppt. Finde ich schade. Eigentlich habe ich gedacht, dass so ein Forum für Hilfeleistung und Hinweise da ist.
    Zu Deiner Info, nein , ich habe keinen Maklerschein. Ich bin da quasi wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Wenn ich alles so super wüsste, hätte ich hier nicht gepostet. Mir war nur im Hinterkopf, dass 30 % der Provision bei so einer Tätigkeit nicht überzogen sind. Dass ich hier als Dummchen vom herd abgestellt werde, wundert mich etwas, weil ich normalerweise qualifizierte, sachliche Hinweise gewohnt bin.
    Kristin

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Kristin, ich finde die Höhe der Provision erstmal ausreichend. Du schreibst ja, dass du keinerlei Erfahrung im Maklergeschäft hast. Du hast weder Kosten für ein Büro, noch musst du die teuren Anzeigenkosten bezahlen (ja, Immobilienscout ist teuer, aber lang nicht so teuer wie Anzeigen in der Zeitung).

    Dann verfügst du ja nicht über Kontakte, sprich du hast keinen eigenen Kundenstamm die dich mit Objekten versorgen. Ist ja irgendwie logisch, dass du die uninteressanten Objekte bekommst. Aber sehe es so, dass du unheimlich viel dabei lernst. Denn wenn du schon sogar Ladenhüter an den Mann bringst, dann bist du schon mal sehr gut.... Vielleicht sieht du es als Lehrzeit und kannst dir in Zukunft dein eigenes Maklerbüro aufbauen.
    Geändert von Anastasia1960 (07.03.2007 um 10:43 Uhr)

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Wenn Du als Selbstständige Immobilien vermittelst brauchst Du eine Maklererlaubnis gem. § 34c Gewerbeordnung. Wenn Du keine hast, und einen entsprechenden Gewerbeschein, kannst Du heftig Ärger bekommen.
    Das nur so, ohne Dich anzugreifen...

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Hallo,

    hier einige Informationen, die Dir vielleicht helfen können die Sache einzuschätzen:

    Mein Mann hat ein Maklerbüro mit 5 Mitarbeitern. Alle dort arbeiten auf freiberuflicher Basis, bekommen also kein Fixum. Die bekommen 30 %, macht jemand im Monat mehr als 4000 € Umsatz, bekommt er 35 % ausbezahlt.

    Die Geschäftsräume und die Ausstattung (inkl. Putzfrau, Telefon, Internet, Immoscoutkosten, Kosten für Zeitungsanzeigen usw.) finanziert mein Mann. Er nimmt dafür von jedem der Mitarbeiter 100 € monatliche "Miete". (Was im Verhältnis zu den monatlichen Kosten sehr wenig ist).

    Übirgens: Ohne 34c dürfen bei ihm nur Praktikanten reinschnuppern, aber keine Vermittlung abschließen! Abschluß nur mit 34c!

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    AW: freiberuflich bei einem Immobilienmakler

    Hallo Kristin,
    ich bin auch seit einiger Zeit freiberuflich für ein Maklerbüro tätig, in dem ich vorher 5 Jahre als Bürokraft war. Durch ein 1,5 Jahre langes Fernstudium hab ich mich qualifiziert, habe nun einen Abschluss als "Geprüfte Immobilienmaklerin" (obwohl diese Berufsbezeichnung nicht geschützt ist!, das ist nur ein Kaufmann im Wohnungs- und Grundstückswesen). Nichtsdestotrotz weiß man vieles über die Materie u. es hat mir nun Tür u. Tor für Neues geöffnet.

    Ich bekam bisher von meinen Abschlüssen 17,5 % (wenn ich die anderen Angaben nun hier lese u. das was ich bei den Vorstellungsgesprächen hörte, weiß ich, dass ich ein guter, "günstiger" Mitarbeiter bisher war ), wir sind aber auch nur ein kleines Büro.

    Profitiert habe ich nun sehr durch das was ich in den knapp 2 Jahren lernen konnte, das zähle ich auch unter Gewinn! Bei einer neuen Stelle werde ich mich auch bei ca. 30 % bewegen - allerdings auch eigenverantwortlich für Einkauf, Bewertung, Kaufvertragsvorbereitung usw.

    Bitte beachte, dass du keinen 34c hast, der auch je nach Bundesland unterschiedlich teuer ist (meiner kostete 800,-- €) und du kein Risiko trägst. Ich habe auch mein Benzin u. Telefon, nutze das Büro und seine Infrastruktur, die Unterlagen, die Kundendatenbank usw. Auch die Einstellgebühren für die Immo-Börsen darfst du nicht unterschätzen. Sie liegen je nach Anbieter bei bis zu 100 eingestellten Objekten von ca. 300 - 800,-- € MONATLICH (wir sind in den stärksten 4 vertreten), d.h. es könnten locker im Monat nochmals über 1000,- € zusammen, die deine Chefin noch zu bezahlen hat, je nachdem, wie intensiv sie im I-Net vertreten ist (ohne das geht es aber m. M. gar nicht). Dazu hat sie vielleicht auch Angestellte, die Miete, das Büromaterial, Werbungskosten in Zeitungen usw. Also stell mal alles in Relation.

    Du machst offenbar mehr Miete u. da finde ich 3 Abschlüsse im Monat bei "schlechteren" Objekten schon respektabel! Und da im allg. 2 MM Provision gezahlt werden vom Interessenten, sind die Provisionen halt auch nicht im 1000er Bereich. Bei Verkäufen von Häusern, Grdst. u. ä. sind natürlich andere Summen im Raum u. da fände ich 23 % mehr als großzügig, da du auch noch Quereinsteiger bist u. sicher noch nicht über das tiefergehende Fachwissen verfügen kannst. Und da liegt auch ein Risiko für deinen Arbeitgeber! Erzählt du Quark, ruinierst du schnell ihren Ruf oder schlimmer noch, die Interessenten nageln dich auf Falschaussagen fest...

    Du siehst, die Sache ist also durchaus differenziert zu betrachten u. m. M. nach ist Miete auch eine recht flotte Methode, da man häufig Whg. in kurzer Zeit "weg" hat, was bei anderen Immobilien durchaus 1/2 - 1 Jahr oder länger dauern kann u. du all die Arbeit immer erst mit Kaufvertrag entlohnt bekommst.

    Viel Spaß weiterhin bei deinem Job! Hoffe, die Infos helfen dir weiter!

    Isis

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