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  1. Registriert seit
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    @schubidu: das Küchenbauer-Beispiel könnte der Sache doch schon relativ nahe kommen.
    Es wird sich wahrscheinlich nicht um eine größere oder ganz große Baustelle handeln. Eher irgendetwas wo ein Fachmann unverrichteter Dinge wieder abziehen muss und schwer sauer ist. Ok, dabei wären 150 Euro vielleicht zu hoch gegriffen (glaube ich),
    Grundsätzlich erschließt es sich mir nicht, warum derjenige, der die Verzögerung verursacht hat, der einzige ist, der keinen Schaden davon trägt.


  2. Registriert seit
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    So seltsam finde ich das gar nicht.

    Die 45 Minuten Verspätung sorgten dafür, dass ein bereits bestellter Trupp abrücken musste und am nächsten Tag wieder anrückte- wodurch die doppelte Anfahrtskosten anfielen.

    Die hätte ich als Auftraggeber auch in Rechnung gestellt bzw abgezogen.

  3. Avatar von Sprachlos
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    So seltsam finde ich das gar nicht.

    Die 45 Minuten Verspätung sorgten dafür, dass ein bereits bestellter Trupp abrücken musste und am nächsten Tag wieder anrückte- wodurch die doppelte Anfahrtskosten anfielen.

    Die hätte ich als Auftraggeber auch in Rechnung gestellt bzw abgezogen.
    Taktungen von 45 Minuten sind im Baubereich unüblich bis weltfremd. Das ist auf Dauer gar nicht haltbar.
    Wenn so etwas wirklich mal notwendig wird muss die Bauleitung das penibel und mit Nachdruck an alle Beteiligten durchstellen.
    Handwerker finden das ihrerseits auf den Baustellen auch nicht so vor, dass immer alles so vorbereitet ist und abläuft, dass man sich darauf wirklich verlassen kann. So ein Anspruch ist bei der Vielschichtigkeit der Probleme (Mensch, Material, Technik) schlicht nicht machbar.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)


  4. Registriert seit
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Es wäre hilfreich, wenn wir mal wüssten, um welche Baustelle es sich eigentlich handelt. Manch einer vergleicht Küchenbauer mit Bauarbeitern. Ist wie Äpfel mit Birnen.

  5. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Es wäre hilfreich, wenn wir mal wüssten, um welche Baustelle es sich eigentlich handelt. Manch einer vergleicht Küchenbauer mit Bauarbeitern. Ist wie Äpfel mit Birnen.
    Weil das mit dem Kuechenbauer von mir kam: Ich vergleiche keinen Kuechenbauer mit Bauleitern!
    Es war vollkommen unklar (und mir ist es immer noch nicht ganz klar), warum durch eine, wenn auch kurzfristig, angekuendigte Verspaetung andere Arbeit nicht getan werden konnte ("Baustelle konnte nicht bearbeitet werden"). Die TE war sehr sparsam mit ihren Infos und ich dachte, dass sie dies vielleicht aus Anonymitaetsgruenden ist. Deswegen habe ich bewusst ein Szenario ausserhalb der Baubranche entwickelt und sie gefragt, ob es ein vergleichbarer Ablauf war, also der Schaden darin bestand, dass geplante und bestellte Arbeiter ihren Job nicht machen konnten, weil die Vorarbeit fehlte.

    Bitte lasst uns jetzt nicht vom Hoelzchen aufs Stoeckchen kommen und uns an dieser fiktiven Kueche verbeissen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  6. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Ich frage nochmal ganz konkret:
    SophieSunschine, warum konnte nach den 45 Minuten "die Baustelle nicht mehr bearbeitet werden"?
    Warum war das noch nicht absehbar, als der Freiberufler anrief und sagte, er werde sich verspaeten? An dem Zeitpunkt wusste man doch schon, dass in weniger als einer Stunde eben nichts mehr geht, oder? Warum hat man an der Stelle dann noch gewartet anstatt allen, inklusive dem spaeten Freiberufler, gleich fuer diesen Tag abzusagen?


    Ich glaube zwar nicht, dass irgendeine Antwort auf diese Fragen zu einem anderen Schluss fuehrt als dem, dass es am einfachsten ist, die EUR150 fuer den lieben Frieden und den guten Ruf dranzugeben. Aber es koennte aufschlussreich fuer zukuenftige Planung sein, entweder generell, oder mit diesem speziellen Auftraggeber bzw. in dieser speziellen Situation.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


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  7. Registriert seit
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Verträge sind nun mal bindend. Auch mündliche. Und wenn der Auftrag lautete, dass eine gewisse Arbeit bis 15.00 Uhr erledigt sein muss, ist der Auftragnehmer natürlich in der Pflicht und ggf. auch schadensersatzpflichtig.

    Der Gesetzgeber schützt private Verbraucher häufig vor den Folgen allzu strenger Verträge, im Mietrecht ist das gut erkennbar, da liegen Welten zwischen den privaten und den gewerblichen Verträgen. Und auch sonst, glauben wir Verbraucher gerne, dass nur Schriftliches zählt, der Gesetzgeber versucht so seine Bürger vor Abos und zu langfristigen Fitnessverträgen zu schützen.

    Der Unternehmer trägt aber sein unternehmerisches Risiko und kann sich nicht wie eine schützenswerte Privatperson rausreden.

    Der Schneider sollte mein Hochzeitskleid auch pünktlich fertigen, am Tag nach der Hochzeit ist das Kleid für mich wertlos.
    Da interessiert es mich auch nicht, ob der Schneider einen Schnupfen hatte oder unter Faulfieber litt.
    Ich würde das Kleid nicht mehr abnehmen und nicht nur 150 Euro vom Preis abziehen.

    Der Taxifahrer, der den Auftrag annimmt, mich um 6 Uhr abzuholen und zum Flughafen zu bringen, kann auch nicht 1 Stunde später auftauchen und erwarten, dass ich ihm die Tour bezahle.

    Ich denke schon, dass das rechtlich in Ordnung ist, wenn ein Unternehmer haftbar gemacht wird.


  8. Registriert seit
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Es wäre hilfreich, wenn wir mal wüssten, um welche Baustelle es sich eigentlich handelt. Manch einer vergleicht Küchenbauer mit Bauarbeitern. Ist wie Äpfel mit Birnen.
    Ich glaube, hier geht es um Vertragsrecht und da dürfte es unerheblich sein, ob es sich um Äpfel oder Birnen handelt.


  9. Registriert seit
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Zu Deinen vertraglichen Verpflichtungen als Selbständiger gehört auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
    Wer zu knapp kalkuliert, trägt das Risiko.
    Und auch eine Erkrankung wäre Dein eigenes Risiko, allerdings hättest Du dann vermutlich rechtzeitig absagen können.
    Ja - der Auftraggeber hat korrekt gehandelt.

  10. Avatar von Antje3
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    AW: Arbeitgeber stellt Verluste in Rechnung

    Hi

    nachdem ich für ein Architekturbüro arbeite - bei uns wird es durchaus so gehalten:

    Andere Firmen haben ebenfalls Kosten - bei denen sie sich nicht scheuen, die

    Die Sachlage ist so:
    Es gab einen Termin - dazu waren Firmen geladen (oder mit Arbeiten beauftragt, die in der Zeit ausgeführt werden sollten). Diese Firmen stellen eine Rechnung für die Zeit - ob sie arbeiten oder nicht.

    Deine Anwesenheit an dem Termin war notwendig, damit die Arbeiten gemacht werden konnten - Du bist nicht gekommen. Es sind 150 € Aufwand angefallen (und dafür wird der Bauherr eine Rechnung bekommen). Warum ist in der Zeit nicht gearbeitet worden? Wer ist der Verursacher des Schadens?

    Das ergibt sich übrigens aus zögerung/Behinderung/Vertragsstrafe / d) Schadensersatz

    § 6 Abs. 6 VOB/B – Schadensersatz bei Behinderung

    Der Passus funktioniert in alle Richtungen - die Baufirma, die nicht arbeiten konnte, wird Behinderung anmelden - als Grund dafür Deine Abwesenheit nennen und Kosten in Rechnung stellen - die der Bauherr dann dem Verursacher der Kosten weiterbelasten wird.

    Natürlich kannst Du das durchfechten - und gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen oder mit umfangreichem Schriftverkehr ein Geschäftsverhältnis vermasseln - angesichts eindeutiger Sachlage würde ich davon aber die Finger lassen.

    Ich würde es als einmalige Zahlung sehen, draus lernen und es gut sein lassen. Du kannst natürlich bis zum geht nicht mehr diskutieren - dann werden sie Dich in Zukunft mit Argusaugen betrachten - und es wird sich mit Sicherheit nichts mehr auf "kleinem Dienstweg" regeln lassen.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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