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  1. User Info Menu

    Frage fest oder frei?

    Hallo,

    ich arbeite seit einem Jahr festangestellt in einer Firma. Nun hat mein Chef mir vorgeschlagen, (schein)selbstständig weiterzuarbeiten für das gleiche Bruttogehalt, da ich dann summa summarum angeblich mehr verdienen würde. An meinem Arbeitsplatz würde sich nichts ändern, und ich würde an zwei Firmen berechnen. Drei meiner Kollegen sind auch scheinselbstsändig. Ich kann die Vor-und Nachteile absolut nicht abschätzen, hat irgendjemand von Euch vielleicht Tips, oder kennt derartige Situationen?

    Vielen lieben Dank!

  2. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Du kannst nicht für das Bruttogehalt weiterarbeiten. WEIL: deine Kosten höher sind. Du musst nämlich dann ALLES alleine bezahlen. WENN schon Brutto, dann das, was DU jetzt brutto auf dem Gehaltszettel hast PLUS dem, was dein AG als Sozialversicherungsbeitrag zahlt PLUS Kostenaufschlag.

    Frag deine Kollegen doch, ob sie sich jetzt so besser stehen als vorher. Abgesehen von übrigen Kosten: dein "Brutto" wäre dann auch noch inkl. Mehrwertsteuer? HUCH!!!

    Und Scheinselbständigkeit liegt nicht zwangsweise vor, wenn ihr mehr als einen Auftraggeber habt und diverse andere Dinge nicht zutreffen.

  3. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Vorsicht salitta,

    das wird aus den von akademikerin genannten Gründen sehr, sehr schnell eine Milchbubirechnung zu deinen Lasten.

    Weitere Punkte sind z.B. noch fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, Urlaubsanspruch, Kündigungschutz, ALG usw.

    nettes Grüssle
    Kraaf

  4. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Also, habe mich nochmal schlaugemacht, Sozialabgaben bekäme ich dazu, und mehrwertsteuer auch. Ansonsten ändert sich von der Arbeitszeit und Urlaub gar nichts, ich müsste eben nur zwei Rechnungen an meine Arbeitgeber schreiben (also eine an eine Partnerfirma).
    Wie sieht es denn dann aus? Ist es generell tatsächlich so, dass man als Selbstständiger besser wegkommt steuertechnisch?

  5. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Vergiss nicht, dass du dann auch die Krankenkasse selber bezahlst, du keinen Kündigungsschutz hast, kein Recht auf Urlaub, eigentlich, hm, kein Recht auf irgendwas - aber die gleichen Pflichten.

    Wer sagt denn so einen Unsinn, dass Selbständige bei der Steuer besser wegkommen? Wenn du richtig Pech hast - und vor allem in den ersten Jahren passiert das oft, auch oder gerade wenn man nicht so gut verdient - bekommst du eine Steuerprüfung an den Hals. Das ist super.

    Ich fürchte, dein Chef rechnet da mehr zu seinem Vorteil - für dich ist dabei gar kein Vorteil drin.

  6. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Der Vertrag wäre ohnehin wackelig, dnen wenn du selbständig bist, dann hat dein Auftraggeber keine Befugnisse hinsichtlich Arbeitszeit oder Urlaubstagen.

    Und Sozialabgaben alleine oben drauf: VIEL zu wenig!!! Wir rechnen pro Mitarbeiter etwa 70% seines Bruttogehaltes, um alle Kosten abzudecken.

    Unfallversicherung, Betriebshaftpflicht, ggf. Vermögensschadenshaftpflicht ... und viele weitere dazu. Unabhängig davon auch: Rente!!! Dafür musst du schon mehr aufwenden als die 19,9% für die gesetzliche.

  7. Inaktiver User

    Frage AW: fest oder frei?

    Hallo akademikerin,

    "Unabhängig davon auch: Rente!!! Dafür musst du schon mehr aufwenden als die 19,9% für die gesetzliche."

    Warum?

    Viele Grüße

  8. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Weil du als Selbständige aus der Rentenversicherung rausfällst und für deine Altersvorsorge selbst sorgen musst. Zuschüsse vom Arbeitgeber gibt es dafür auch nicht.

  9. Inaktiver User

    AW: fest oder frei?

    Hallo,

    ja sicher muß man als Selbständige selbst für seine Altersvorsorge sorgen. Aber wenn man die 19,9 % des Gewinns in eine private Rentenversicherung einzahlt, bekommt man am Ende bestimmt nicht weniger als bei der gesetzlichen Versicherung.

    Was für Zuschüsse zahlt der Arbeitgeber? Meinst Du die Arbeitnehmer-Sparzulage? Die zahlt auch nicht jede Firma.

    Ein Problem gibt es aber, was vielen wahrscheinlich nicht bekannt ist. Solche privaten Rentenversicherungen müssen bis zu einem bestimmten Freibetrag aufgelöst werden, ehe man Harz 4 bekommt, während der gesetzliche Rentenanspruch ja bestehen bleibt. Da kenne ich schlimme Schicksale.

    Viele Grüße

  10. User Info Menu

    AW: fest oder frei?

    Hi,

    19,9% vom GEWINN?! NEIN!!!! Eher noch vom Umsatz, ggf. gemindert um einige wenige Kosten. Was willst du denn in die Altersvorsorge stecken, wenn du über Jahre hinweg mit z.B. 2000 Euro Gewinn pro Jahr rauskommst?

    Bei Selbständigen gelten einige Sparformen als Betriebsausgabe, mithin Kosten, die den Gewinn mindern. Vom Gewinn zusätzlich etwas investieren ist schön, aber oft nicht machbar, weil kein Gwinn vorhanden.

    Und was die Zuschüsse angeht vom Arbeitgeber: es gibt steuerbegünstigte, arbeitGEBERfinanzierte Altersvorsorgevarianten. Und die sind nicht per se aufzulösen, wenn es mal zu Hartz IV kommen sollte.

    Ak.

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