Hallo,
ganz sicher bin ich nicht, ob dieser Beitrag im Miet-Forum besser aufgehoben wäre....
Aber das ist nicht das eigentliche Thema,daher bin ich hier glaube ich, besser aufge-
hoben.
In dem Fall geht es um Bekannte von uns.Es ist ein jüngeres Ehepaar,das sich vor
gut 3 Jahren in der Gastronomie selbständig machte.Sie betreiben ein gut besuchtes
Ausfluglokal- mit wachsendem Erfolg.Beide haben sich in die Gastronomie erst reinfinden
müssen, der Mann machte eine Ausbildung über das Jobcenter,vorher waren beide lange
arbeitslos oder in AB-Maßnahmen, Kinder sind auch vorhanden.
Das Problem ist der Verpächter: er nimmt sich viel zuviel raus ! Kaum ein Tag, wo der gute
Mann dort nicht anwesend ist- oft viele Stunden.Und er spielt sozusagen den EIGENTLICHEN
Chef, mischt sich in alles ein,schenkt ungefragt Gratis- "Runden" aus (auf Kosten des Hauses!)
Quatscht mit den Gästen,die er teilweise Jahrzehnte kennt, macht sich auch mal gerne über
die "jungen Leute" lustig, besonders über die Chefin.Auch bedient er sich gerne an Vorräten in
der Küche oder lädt sich zum Essen ein.
Wir haben dort gestern zu Mittag gegessen, da kam er ungefragt an den Tisch und quatschte
uns voll- ich finde das nervig und war froh als er andere "Opfer" fand.
Das Pächterehepaar ist sehr unglücklich in der Situation, sie trauen sich aber auch nicht
was zu sagen.Laut Vertrag darf er dort nachsehen ob alles ok ist- aber doch nicht täglich
und auf so aufdringliche Weise.....
Ich finde der Mann wirkt eher abschreckend,vor allem auf weibliche Gäste;und er schädigt
den Umsatz, wenn er ausschenkt ohne zu bezahlen-sowas ist doch einfach dreist !
Leider wohnt er quasi gegenüber,das junge Ehepaar u. 3 Kinder wohnen über den Gasträumen.
Auch an freien Tagen taucht er gern mal auf.ER scheint sich zu langweilen,aber das ist doch
keine Seniorenbetreuung ,sondern ein Pachtvertrag.Wer kann ihm das klar machen !?
Die beiden trauen sich nicht wirklich zu protestieren,aus Angst der Vertrag wird (nach 5 Jahren)
nicht verlängert, dass sie dann wieder vor dem Nichts stehen.
Fällt jemandem was ein, wie man dem Herrn Grenzen setzen kann,ohne das es mit "Rausschmiss"
endet ??
Ein Brief vom Anwalt oder ähnliches wäre da sicher kontraproduktiv.....
Antworten
Ergebnis 1 bis 8 von 8
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28.09.2014, 14:27
Wie setzt man dem Verpächter Grenzen ?!
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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28.09.2014, 17:48Inaktiver User
AW: Wie setzt man dem Verpächter Grenzen ?!
Sorry, aber so ein krasser Kotzbrocken, der offenkundig weder Anstand, noch Schamgefühl, noch wenigstens rudimentäre Grenzen kennt, dem kann man seine Spielwiese ganz sicher nicht nehmen, ohne dass er sich hochgradig aufregt.
Mit Kuschelkurs ändert sich da gar nichts, und mit geringen Änderungen wäre es ohnehin nicht getan. Der geht ja mal gar nicht und ist Welten davon entfernt, das einsehen zu können.
Wenn deine Bekannten mit ihrem Konzept gut ankommen, sollten sie m.E. ganz schnell was Neues suchen und zusehen, dass sie von so einem Verpächter so weit es geht weg kommen.
Bleiben sie da, versaut ihnen ein solcher Verpächter und zu allem Übel auch noch Nachbar mit Sicherheit das Geschäft, ob sie sich nun abgrenzen oder nicht.
Dumm gelaufen, aber je eher daraus Konsequenzen gezogen werden, desto früher kann es woanders gut weiter gehen.
Einen Eiertanz würde ich ihnen jedenfalls nicht empfehlen....
Meine besten Wünsche für deine Bekannten, sie hätten Erfolg und Zufriedenheit sicher verdient.
Ika
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28.09.2014, 17:49Inaktiver User
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28.09.2014, 18:00
AW: Wie setzt man dem Verpächter Grenzen ?!
Sicher, also sicher, dass er stört ? Der "alte" Wirt kennt seine Gäste und nicht nur die Stammgäste und kann auch so etwas, wie ein Umsatzbringer sein - und auch das Gegenteil, wenn man ihn hart anfaßt. Die Gäste müssen sich an die neuen Betreiber gewöhnen und so lange kann der alte Betreiber eine Brücke bilden. Vor den Kopf stoßen darf man ihn sicher nicht, weil sich das schneller rumspricht, als einem lieb ist und Kunden kosten kann.
Ich würde die These aufstellen, dass ihm persönlich gegenüber Großzügigkeit paßt und seine Extratouren geschickt eingedämmt werden sollten. Ich würde es mit einwickeln versuchen, das ist doch sicher zu viel / zu anstrengend, setzen Sie sich mal, ich mach das schon und in eine Ecke komplimentieren, in der er nicht stört. Verbündete suchen, wäre auch eine Idee, die mit der Aufgabe Ablenken betraut werden.
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29.09.2014, 15:23
AW: Wie setzt man dem Verpächter Grenzen ?!
Ja, er stört.Nicht nur Gäste (zumal wenn er was intus hat), sondern vor allem
die jungen Pächter.Klar sind einige Gäste dabei,die seit Jahrzehnten hier Urlaub machen
und sich wahrscheinlich freuen wenn sie ihn- der mal sowas wie ein "Orginal" hier gewesen
ist- ab und zu mal antreffen.Es kommen aber auch immer mal Gäste das erste Mal und
wenn er wieder sein abgegriffenes Zeug zum Besten gibt,"charmant" zu Frauen ist usw.
wird es wohl dann auch öfters bei dem einen Mal bleiben....
Und das sich an der TK bedienen, oder Schnitzel aus der Pfanne "klauen" etc. summiert sich
ja auch mit der Zeit.
Ich habe schon überlegt,ob die Bekannten ihn ggf. auf Minijob-Basis einstellen könnten, was
ihn a) beschäftigen würde, er müsste was tun,das was man ihm aufträgt und b) das ganze
Verhältnis etwas zugunsten des Ehepaars ändern, so könnte ich mir das jedenfalls vorstellen.
Aber ob er das will und sie sich das leisten können und wollen ?!
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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29.09.2014, 15:42
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29.09.2014, 22:12Inaktiver User
AW: Wie setzt man dem Verpächter Grenzen ?!
Natürlich nur die Pächter.
Will man denn einen Vertrag, der an einen solchen Herrn gebunden ist, tatsächlich verlängern??
Ich würde
- in den Vertrag schauen, wie das "nach dem Rechten sehen" definiert ist. Schwer vorstellbar, dass die genannten Vorkommnisse vertraglich vereinbart sind.
- deshalb mit ihm sprechen und ihm klar und deutlich sagen, was ich von ihm bei weiterer Zusammenarbeit erwarte und was ich mir ab sofort keinesfalls mehr gefallen lasse.
Sofern er kooperativ ist, könnte ich mir vorstellen, den Pachtvertrag zu verlängern. Falls er querschießt, würde ich mir ein anderes Lokal suchen.
- ihm ab sofort alle konsumierten und verschenkten Artikel in Rechnung stellen. Genau notieren, was er wann und wie viel er entgegen meines Willens genommen hat und bei Zahlungsverweigerung von der Pacht abziehen. Je nachdem, wie kooperativ er sich nach unserem Gespräch zeigt, eine Anzeige bei der Polizei in Erwägung ziehen. Jegliche Sabotageversuche, sofern er so dumm ist und tatsächlich welche vornimmt, festhalten, nach Möglichkeit den Schaden beziffern, zur Anzeige bringen und Schadensersatz fordern.
- und wenn ich persönlich keine Lust hätte, mich persönlich mit dem Herrn zu befassen, würde ich meine Anwaltskanzlei mit allem Vorgenannten betrauen.
Wer selbständig ist, darf kein Schaf sein. (Gilt nicht nur für Selbständige...)
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30.09.2014, 14:47
AW: Wie setzt man dem Verpächter Grenzen ?!
Der Verpächter begeht ziemlich viele Straftaten.
Da hilft nur, ihn in die Schranken zu verweisen, höflich, aber bestimmt.



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