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  1. Registriert seit
    30.06.2006
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    Angebot machen - oder lieber nicht?

    Ich bin in einer kleinen Zwickmühle - ich (Freiberufler) habe letztens einen Kontakt mit einem Kunden geknüpft, der Arbeit für mich hätte. So weit, so gut, ich habe auch schon ein Angebot ausgearbeitet und alles. Nur: Allzu begeistert schien der von mir nicht zu sein. Gut, ich erwarte auch keine Vorschusslorbeeren, meinetwegen.
    Aber ich fand den potentiellen Kunden auch außerordentlich unsymphatisch, das beruht also auf Gegenseitigkeit.
    Die gute Sache ist, dass es mir auf diesen Auftrag wirklich nicht ankommt - dementsprechend könnte ich also das Angebot machen und loslegen, Arbeit schändet nicht und so weiter.
    Schlecht ist allerdings, dass das ein wirklich, wirklich unangenehmer Typ ist - was tun?
    Nach dem Mammon greifen oder lieber drauf verzichten, weil die Geschichte auf lange Sicht mehr an Nerven kostet als an Geld bringt?


  2. Registriert seit
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    1

    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Hi MistressWeatherwax,

    bei der emotionalen Stimmungslage dient das Angebot doch bestenfalls zum Vergleich. Da kann man's doch gleich lassen ...
    Gruß
    Tourmalin

    Ein Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
    Erstens: Durch Nachdenken - das ist der edelste.
    Zweitens: Durch Nachahmen - das ist der leichteste.
    Drittens: Durch Erfahrung - das ist der bitterste.


  3. Registriert seit
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    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Ich denke, auch bei einer Kundenbeziehung muss die Chemie stimmen. Du musst ihn nicht lieben, aber wenn er dir ganz unangenehm ist, lass die Finger davon.

    Meint Didi
    ... die seit 25 Jahren selbständig ist.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe


  4. Registriert seit
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    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Hm, ich hatte das auch schlecht formuliert: Das Angebot ist fertig, ich hab es aber nicht abgeschickt.
    Ich weiß ja auch nicht - meine anderen Klienten würde ich auch nicht heiraten (das würde dem Gemahl auch nicht gefallen), aber so zuwider wie der ist mir da auch keiner.
    Andererseits könnte ich da mal etwas ganz anderes machen als sonst und wie gesagt - Geld stinkt eben nicht.
    Ach!


  5. Registriert seit
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    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Magst Du eine kleine Übung zur Entscheidungshilfe machen?

    Denk' Dir mal 3 Personen aus.. ganz unterschiedliche... die Dir irgendwas bedeuten... ob persönlich bekannt oder nicht... z.B. ein Unternehmer, ein Philosoph und und und...

    Bill Gates, Mahatma Ghandi, Bugs Bunny
    oder
    Edison, Winnetou, Genscher
    ...

    - Stell einem Deine Frage (soll ich den Auftrag annehmen?)
    - Setz Dich auf einen anderen Stuhl (als Mahatma Ghandi...) und beantworte die Frage
    - Geh wieder auf Deinen Platz zurück, tu so, als ob Du die Antwort gehört hast....

    ... und mach so mit den anderen 2 Personen, die Du Dir ausgedacht hast weiter....

    und vielleicht... zum Schluss noch eine Abschlussrunde... : Bill Gates, Mahatma Ghandi, Bugs Bunny, Ihr habt jetzt gehört, was die anderen gesagt haben... wollt Ihr noch was ergänzen?

    Alex
    Coach

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Hallo,

    wenn du denn Kunden zwar nicht magst, aber trotzdem für ihn arbeiten könntest (also keine enge Zusammenarbeit erforderlich ist) und du aber andererseits nicht auf den Kunden angewiesen bist, dann schlag auf dein Angebot nochmal 25 % drauf ehe du es dann abschickst.

    Wenn du daraufhin den Auftrag nicht bekommst - gut.

    Wenn du daraufhin den Auftrag bekommst - gut und dazu ein nettes Schmerzensgeld.

    Vielleicht eine gute Chance deine Preise neu auszutesten, einfacher als bei einem Auftrag, den du auf jeden Fall haben willst.

    HTH

  7. Inaktiver User

    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Würde es ähnlich wie Promethea machen. Bin selber freiberuflich tätig (und leider nicht in der Situation, es mir leisten zu können, Aufträge abzulehnen...) und habe, wie wohl bereits jeder von uns, Erfahrungen mit Kunden gemacht, die mir unsympathisch waren. Mal ging das trotzdem völlig professionell über die Bühne, mal war es extrem nervig. Kommt eben auch ganz darauf an, ob eine enge Zusammenarbeit und häufiger Kontakt notwendig sind.

    Andererseits habe ich mit sympathischen Kunden auch schon jede Menge Scherereien gehabt. Persönliche Sympathien sind leider kein verlässliches Kriterium für eine reibungslose Zusammenarbeit.

    However, wenn Du das Gefühl hast, dass die Aversion auf Gegenseitigkeit zu beruhen scheint, wird er dich möglicherweise sowieso nicht beauftragen und die Sache erledigt sich von selbst.

    Gruß, Spellbound
    Geändert von Inaktiver User (27.11.2006 um 17:36 Uhr)


  8. Registriert seit
    30.06.2006
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    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Hm, ich habe auch einen Kunden seit Jahren, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, dass er mich genauso tief und ehrlich hasst wie ich ihn und die Zusammenarbeit klappt professionell und gut.
    Ich werde mal die Gesprächsrunde durchdenken und danach vermutlich das Angebot abschicken - der 25% Aufschlag *hust* ist da übrigens schon drin.
    Und vermutlich löst sich das sowieso auf die eine oder andere Art in Wohlgefallen auf.


  9. Registriert seit
    18.12.2006
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    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Hallo MistressWeatherwax,

    in welchem Metier arbeitest Du denn? Ich selbst bin Designer. Soll heißen, meine Arbeit ist zu einem Großteil eher subjektiv zu bewerten und in extremer Weise von der Kommunikation mit meinen Kunden abhängig. Mittlerweile nehme ich dementsprechende Projekte kaum noch an, da sie sich immer als schwierig und unbefreidigend erwiesen haben... Sie setzen halt ein Vertrauensverhältnis voraus. Mehr Nerven als Geld, wie du schon sagtest...

  10. Inaktiver User

    AW: Angebot machen - oder lieber nicht?

    Hm, ich würde den Auftrag auch nur annehmen, wenn dann aber wirklich das "Schmerzensgeld" mehr als üppig ist. Aber so könntest Du ja das Angebot so sehen, daß Du einfach mal siehst, ob Dein Marktwert nicht vielleicht viel höher liegt als Du bisher dachtest, denn: bekommst Du den Auftrag kannst Du bei allen anderen vielleicht auch etwas mehr nehmen in Zukunft. Gibt ja auch Selbstbewusstsein.
    Und wenn Du den Auftrag nicht bekommst musst Du wenigstens keine Nerven lassen bei so 'nem Typen.

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