Ich bin selbständig, die Un ternehmung trägt immer mehr Früchte, ich bin in einem sehr speziellen Gebiet tätig wo ich das Glück habe, schnell mein Talent entdeckt zu haben.
Es geht um die hochpreisige Mitarbeiter Beschaffung im Executive Search Sektor. Ich rekrutiere Fach und Führungskräfte im Mittleren Management, bzw nehme die Vorselektion dieser Suchmandate vor.
Soweit so gut.
Nun gibt es immer mal wieder Menschen die in meinen Augen menschliche Gorillas sind, zu sein scheinen- in einer Branche die an sich sehr seriös und korrekt daher kommt ist so etwas zum Glück eher die Ausnahme als die Regel- aber dennoch: es gibt sie, diese Leute die einen versuchen aufs Kreuz zu legen, oder einemin den Rücken fallen.
Klar, daß es in dem Bereich nicht um Smarties geht, sondern um relativ hohe Honorare die ich für meine DIenstleistung berechnen darf.
Letzlich hat eine Personalberaterin - eine Frau die sogar in Harvard studiert hat- mich hart ins Visier genommen- sie setzte mich von Anfang an massiv unter Druck und das mit unfairen Mitteln- eine Rhetorik die unmenschlich und bösartig ist- sie drohte mir indirekt dass wenn ich nicht tue was SIE will, sie mich bei einem ( scheinbar) guten Klienten von mir mich diskreditiert.
Sie verlangte Dinge von mir, die vertraglich nicht vereinbart waren um MIR die Verantwortung für das Mandat in die Schuhe zu schieben. Einfach sehr sehr schlimm.
AM ENde lehnte ich die weitere Zusammenarbeit ab. Der obere Auftraggeber lenkte ein, da ER mich bezahlte- sie war lediglich meine Ansprechpartnerin im Projekt.
Dennoch führte sie sich auf wie der ´Boss´ und drohte mir etc.
Da ich zum Glück nicht angewiesen bin auf den Kunden, legte ich das MAndat nieder bzw bestand darauf NICHT mehr mit ihr zu arbeiten. Der oberste Auftraggeber respektierte das.
Nun habe ich herausbekommen daß sie grob gegen eine Vertragsklausel verstossen hat- und dies ganz bewusst.
Diese Frau ist csheinbar mit ´allen Wassern gewaschen´ und ich frage mich woher dieser scheinbare HASS kommen mag, mit dem sie gegen mich vor geht- denn ich habe mit ihr keine persönlichen Gespräche geführt- ich blieb bis zuletzt SACHLICH.
Auch als ich das Mandat nieder legte.
Nun denke ich, die Frau WEISS sehr wohl was sie tut- ich bin sicher sie hat INformationen über mich eingeholt- und sicher auch bei google. Nun ist es so, dass ich LESBISCH bin- ich erzähle das nicht offen jedermann, da es mit meinen Beruflichen Zielen kolidiert, andererseits geht es niemanden etwas an- leider ist es aber nun doch heraus zu finden wenn man mich googled- leider und ich bereue es, dass es EInträge gibt wo das in einem Nebensatz vorkommt.
Ich bin sicher sie weiss das- was nun? Flucht nach vorn? Auch andere Auftraggeber mit denen ich nun eng zusammen arbeite werden es wissen- dazu stehen oder nicht?
Ich will zb in meinem Job KEINE Flirts! Das ist mir wichtig, da ich nur AUSSERHALB meines Job Bereiches flirte, da mir das Geld verdienen/ Erfolg einfach wichtig ist und es derzeit über allem steht für mich.
Zumal ich bei bi bzw homosexuellen Frauen allgemein sehr gut ankomme und ich keine falschen Begehrlichkeiten wecken möchte- um irgendwelche Hoffnungen dann enttäuschen zu müssen- um später das Ziel von irgendwelchen Rache Aktionen sein. NEIN DANKE! und bitte erst recht nicht im Berufsleben.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Teil des Hasses der mir entgegencshlägt etwas damit zu tun haben könnte- in welcher Form auch immer...
Nun, ich weiss nicht was ich tun soll- es kommt ja doch heraus, und in diesem Fall reden wir von einem konservativen Unternehmen.
Viellciht hier offen sein, oder gar nichts mehr sagen- und schauen dass ich die Sachen bei GOOGLE gelöscht kriege, bevor noch mehr Kinder in den Brunnen fallen?!
Ich muss mich nicht produzieren, ob ich lesbisch o hetero bin, geht an sich keinen etwas an- ich sage das nur FRAUEN die mir GEFALLEN- alles andere macht für mich keinen SInn, gute Freunde wissen es auch- und Familie. Das war es auch schon.
Was meint IHR?
LG
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 55
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10.08.2010, 08:45
Selbständig: outing ja oder nein?!
Geändert von holdemaid06 (10.08.2010 um 09:00 Uhr)
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10.08.2010, 08:58Inaktiver User
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Gerade für Selbstständige gilt, dass Beruf und Privatleben besser getrennt werden. Also beauftrage eine entsprechende Firma, Deine Einträge im Internet aufzuspüren und deren Löschung zu veranlassen. Vielleicht solltest Du mit Deinem Eingangspost gleich anfangen und Dein Fachgebiet weniger detailliert darstellen.
Welche Motivation diese Frau hatte, wirst Du wohl nie erfahren und ich würde an Deiner Stelle auch keine Energie oder Zeit mehr darauf verschwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du die falsche Erklärung findest ist recht hoch, ich erinnere an Watzlawicks Hammergeschichte, kennst Du bestimmt.
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10.08.2010, 09:10
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Ich bin erst einmal fassungslos. Du bist selbstständig im Bereich Executive Search und weist derartige Defizite mit modernen Kommunikationsformen und dem Speicherverhalten des Internets auf? Wenn ich als Auftraggeberin da die Nase heranbekommen würde, wärst Du ehrlich gesagt für mich als Dienstleisterin indiskutabel. Zumal ich über sexuelle Ausrichtung nicht im Job diskutieren möchte.
Du bist also anscheinend auf einschlägigen Seiten mit realem Namen unterwegs. Nun hast Du den Salat - falls das Verhalten der beschriebenen Beraterin darauf beruht.
Die Schilderung finde ich allerdings ein wenig sehr extrem und ob die Schlüsse, die aus dem Verhalten gezogen werden, so richtig sind, kann ich von außen sicher nicht beurteilen.
Ich würde als Auftraggeberin sehr unangenehm berührt sein, wenn eine Dienstleisterin oder Partnerin sich bemüßigt fühlen würde, mich über ihre sexuelle Ausrichtung zu informieren. Ob die Personalberaterin solche Sachen bewusst an Chefs gibt, sei dahingestellt. Sollte ihr Verhalten in diesem Wissen begründet sein, wird sie aber eventuell entsprechende Andeutungen in Gesprächen fallen lassen.
Ganz ehrlich - es spricht nicht für Dich und den von Dir abgedeckten Bereich, dass dies - aufgrund von Internetdaten - überhaupt möglich ist.
Ich würde mich mit dem Löschen der einschlägigen Daten bei google beschäftigen, dass das geht, weißt Du ja anscheinend. Es kann aber langwierig sein und führt nicht immer zum Erfolg.
Was aus dem Projekt der Bundesregierung geworden ist, die Löschung persönlicher Daten aus dem Internet zukünftig aus den Speichern entfernen zu lassen, habe ich gerade aktuell nicht auf dem Ticker.
Und gehe in Zukunft sensibler mit Deinen Daten um (hoffentlich machst Du das bei Bewerberdaten anders!). Nach fünf Minuten hatte ich zwei Personen, von denen ich vermuten könnte, dass Du eine davon bist. Würde ich noch ein wenig recherchieren, was ich nicht tun werde, hätte ich Dich vermutlich. Nur aufgrund Deiner wenigen Beiträge. Dies mal als Warnhinweis.
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10.08.2010, 09:11Inaktiver User
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Gerade erst gestern im TV gehört: in Zeiten des WWW laufen einem Geschichten über einen im Netz immer wieder über die Füße....
Soll heißen - wieso steht im Netzt deine sexuelle Ausrichtung? Über mich steht auch nirgends dass ich hetero bin.
Ich würde nichts sagen - weil deine berufliche Kompetenz nichts mit deiner privaten Ausrichtung zu tun haben.
Flirts gibts beruflich wie privat immer mal. DAS macht den Job ja auch ein wenig interessanter. Du willst das beruflich nicht und dann ist das doch okay.
Jetzt rum zu laufen und allen Kunden zu erzählen, dass du lesbisch bist fänd ich als dein Kunde strange.
Wir sind schon lange selbständig - aber dass ein Kunde von uns sich outet hab ich noch nicht erlebt.
Sicher gibts bei dem Einen oder Anderen Vermutungen - das ist aber auch schon alles. Die Zusammenarbeit wird nicht schlechter oder besser dadurch.
Was auch immer diese Frau gegen dich hat - du arbeitest nicht mehr mit ihr zusammen - sollte dir egal sein.
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10.08.2010, 09:13
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10.08.2010, 09:14
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Da es leider immer noch solche und solche gibt, würde ich mich Nathalie anschließen!
Mir selbst ist das völlig schnurzpiepe, liegt vielleicht auch daran, dass mein Bruder schwul ist. Aber auch vorher schon... Job ist Job und Nudeln sind Nudeln.
Dennoch... siehe oben.
LG Woodstock
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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10.08.2010, 09:27
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10.08.2010, 10:06
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Hallo,
ich sehe das ganze deutlich entspannter als meine Vorschreiberinnen.
Woran auch immer die Probleme mit der Ansprechpartnerin in dem einen Unternehmen gelegen haben - du hast es letztlich professionell gelöst, in dem du nicht persönlich geworden bist und das Mandant niedergelegt hast.
Ich würde zukünftigen Mandanten nicht vorab mitteilen, dass du lesbisch bist, denn es wird sie nicht interessieren und Befremden hervorrufen, dass du dich outest.
Es ist deine Privatsache und die sollte es bleiben. Das heißt für mich aber nicht, dass du es krampfhaft verheimlichen solltest, sondern es ist einfach kein Thema für dich. Es kann jeder wissen, den es interessiert, aber es muss niemand erfahren, den es nicht interessiert.
Ich würde daher auch keine besondere Energie darauf verwenden alte Interneteinträge zu löschen (ich unterstelle mal es sind keine mit pornographischen oder Überkeit erregenden Inhalt), sondern mich auf meinen Job konzentrieren und den gut machen, denn das zählt auch in einem konservativen Unternehmen mehr als die sexuelle Orientierung.
Liebe Grüße
promethea
p.s. Ein anderes Thema wäre noch die Vertragsverletzung durch die Mitarbeiterin, ist dadurch ein Schaden entstanden ? Dann würde ich das thematisieren - in welcher Form auch immer, das ist situationsbezogen.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
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10.08.2010, 10:12
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Guten Morgen,
Holdemaid, ich würde hier nicht alles in einen Topf werfen.
1. Konfliktfähigkeit und Soziale Kompetenz:
Die Dame und du, ihr seid beide beim selben Auftraggeber beschäftigt und müsst zusammenarbeiten? Arbeitest du noch an dem Auftrag oder nicht? "Gorillas", wie du sie nennst, trifft man immer mal wieder.
Abgesehen davon scheint mir, dass du einfach in einen Interessenskonflikt geraten bist. Wie der gelagert ist, ist leider nicht zu erkennen.
Sinnvoll ist es, sich zu überlegen, was die Dame, mit der du aneinander geraten bist, für Interessen, ja ggf. auch für Sorgen hat.
Das "Mandat niederzulegen" ist das allerletzte Mittel und du hast auch noch den Auftraggeber von dem Theater in Kenntnis gesetzt. Merkwürdig!
Es gibt sehr viele Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß, die man finden muss, wenn man mit anderen Leuten umgehen muss.
Es lohnt aber, auch mit schwierigen Leuten im Gespräch zu bleiben und solche Probleme zu lösen.
2. Selbstbewußtsein:
Wie du auftrittst und welche Informationen du über dich in Umlauf bringst ist nur deine Verantwortung. Ich kann kein Problem in einer bestimmten sexuellen Orientierung erkennen.
Outen wäre mir hier zu viel, weil ich nicht glauben kann, dass die Probleme damit überhaupt zu tun haben.
Dazu zu stehen wer du bist und wie du auftrittst ist aber unabdingbar.Handeln Sie mit Leidenschaft, aber denken Sie klar!
Hannah Arendt
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10.08.2010, 10:43
AW: Selbständig: outing ja oder nein?!
Und das ist hier eben nicht mehr gegeben.
Ich informiere mich über meine Dienstleister (und Auftraggeber) u. a. über Google. Hier poppen nun schlimmstenfalls ungefragt Informationen auf, die ich mit meinen Geschäftspartnern gar nicht in Verbindung bringen will. Ich werde ohne mein bewusstes Zutun über Suchmaschinen heute über Dinge informiert, die ich eigentlich gerne von meinem Job getrennt hätte. Die Daten hierzu hat aber vorher jemand recht unüberlegt zur Verfügung gestellt.
Ich habe es hier also mit einem sehr wenig überlegten und wenig sorgfältigen Umgang mit persönlichen Daten zu tun. Bewerberdaten unterliegen auch im Gesetz besonderer Sorgfaltspflicht. Und hier sehe ich durchaus einen Zusammenhang zwischen der Person, die unter Realnamen über ihre sexuelle Präferenz informiert und der Person, die sensible Bewerberdaten bearbeiten soll.
Und jemand, der dann noch darauf besteht "Das wissen nur wenige", wenn man es schon googeln kann, outet sich als ahnungslos (auch ein Outing ;-)).
Ein US-amerikanisches Unternehmen wird die TE vermutlich schon gar nicht mehr beauftragen. Die ziehen i. d. R. sämtliche verfügbaren Daten aus dem Netz. Man mag das nun finden, wie man will, da es hier wirklich um eine Privatsache geht. Es ist aber zum einen so, zum anderen ist es sehr eigenartig, dies als Privatbereich zu definieren und gleichzeitig selbst für die Veröffentlichung zu sorgen (Lady Diana hat diesbezüglich nachgerade Perfektion entwickelt und war über die Berichterstattung der Presse immer herrlich naiv erstaunt ...).
Das geschilderte Verhalten der TE als Reaktion auf die Personalberaterin finde ich auch nicht professionell. Sexualität ist im Job kein Thema. Wie auch immer*. Das ist professionell.
*Es sei denn, ich arbeite bei condomi, Beate Uhse etc.Geändert von Tabetha (10.08.2010 um 11:19 Uhr)


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