Ich hoffe, dies ist das richtige Thema, wenn nicht möge man mich bitte verschieben
Kurz zu meiner Person, ich bin 20 und mache grade eine Ausbildung zur TFA.
Ein sehr großer WUnsch ist es von mir (und auch größtenteils von meinem Freund) in ein paar (wenigen) Jahren einen Restehof zu kaufen und dort eine Art orivate Pflegestelle für Tiere zu schaffen.
Ich bin schon seit langem Tierschützerin, in unserer Wohnung leben einige Tiere und mein Beruf tut sein Übriges um diese Entscheidung zu festigen.
"Geplant" ist, Hunde, Katzen und Kleintiere (auch Exoten) zu pflegen und zu vermittlen.
Natürlich fehlt mich jegliche Erfahrung.
Mein Freund möchte normal arbeiten, ich würde mich dann ganz dieser Arbeit mit den Tieren widmen.
Bekommt man staatliche Unterstützung? Wie finanziert sich sowas?
Funktioniert soetwas, wie ich mir das vorstelle?
Was gibt es wichtiges zu beachten?
Auch wenn, das "Projekt" in frühestens 2 Jahren starten kann, möchte ich mich jetzt schon darüber informieren und planen.
Vielleicht kann mir der eine oder andere Informationen dazu geben und mir helfen.
Liebe Grüße,
Kimberley
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Thema: "Privates Tierheim"
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09.11.2009, 10:44
"Privates Tierheim"
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09.11.2009, 10:48Inaktiver User
AW: "Privates Tierheim"
Wieso sollte der Staat dich unterstützen?
Du machst dich selbständig und wirst das selbst finanzieren müssen.
Gründe einen Verein, dann spart du die Umsatzsteuer und kannst Spenden erbetteln.
Oder du sparst jetzt schon um möglichst viel Geld zu haben.
Das Vermitteln von Tieren ist eine schöne Aufgaben, aber diese Tiere kosten Geld bis sie vermittelt werden, wenn sie denn vermittelt werden.
Guck dich mal in den Tierheimen um!
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09.11.2009, 10:55
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09.11.2009, 10:59Inaktiver User
AW: "Privates Tierheim"
Das wird aber ne teure Angelegenheit. Habt ihr so viel Rücklagen oder Einkommen? Es fängt schon mal bei den Unterhaltskosten des Grundstücks/Gebäudes an. Dazu können sehr hohe Tierarztkosten anfallen. Kleinkram wie Impfungen, Kastrationen und so weiter garnicht erst eingerechnet. Keiner wird dir später ne Wald und Wiesen Katze für 1.500 Euro Aufwandspauschale abnehmen.
Ich würde erstmal nen Kostenplan machen. Angefangen bei den Unterhaltskosten für das Gebäude, über die Zahl der beabsichtigt aufzunehmenden Tiere + deren Fixkosten + ausserordentliche Ausgaben für z.B. OPs.
Dein Ansinnen ist sicher ein sehr schönes, aber das finanziert sich mal eben nicht wenn man 300 Euro im Monat zurücklegt, vor allem wenn das scheinbar im größeren Stil vonstatten gehen soll. Ich kenne private Pflegestellen in der Form, dass dort weiß ich 5-6 Katzen unterwegs sind. Das ist überschaubar. Aber in deinem Fall wenn ich das richtig verstehe, ist das eine etwas größere Dimension was Kosten und Risiken angeht.
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09.11.2009, 12:26
AW: "Privates Tierheim"
Das das ganze nicht kostenlos über die Bühne geht, ist mir durchaus bewusst. Ich pflege derzeit schon 5 Katzen und die fressen auch schon einiges weg.
Wie finaziert man soetwas?
Ich gehe mal vn Kosten um die 2-3 Tausend Euro aus.
Um TA-Kosten zu reduzieren, habe ich den Plan mehrere TÄ für mich zu gewinnen, mein derzeitiger Beruf sollte dabei helfen.
Kann man wohl einfach mal Futterlieferanten anschreiben und um Unterstützung bitten?
Ist sowas so einfach? Wahrscheinlich nicht, aber wie machen das die anderen Pflegestellen?
Ich wollte auch eine Art Pension anbieten, darüber kommt dann auch ein wenig Geld rein.
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09.11.2009, 13:08Inaktiver User
AW: "Privates Tierheim"
Also so richtig große Pflegestellen mit dutzenden Tieren kenne ich nicht. Das lässt sich vermutlich ohne große Einkommen und ähnliches garnicht finanzieren. Beispielsweise funktionieren die großen Griechenland-und Spanienpflegestellen (wo ja auch erstmal dutzende Katzen sind) meistens so, dass die meisten Katzen relativ schnell zu privaten Pflegestellen in Deutschland kommen, von wo sie weitervermittelt werden. Die großen "Sammel"-Stellen im Ausland sind also nur vorübergehend Durchgangsstation. Daher können sowohl die wie auch die privaten Pflegestellen durch Futter-oder Sachspenden einigermaßen arbeiten, im Endeffekt zahlen aber die privaten Stellen die ich kenne weitgehend alle selber drauf. Und nun potenziere das ganze mal wenn Du das als Stand-alone Pflegestelle aufziehen willst. Also die Tiere nicht an private Stellen verteilst die dann vermitteln, sondern selber weiß ich ständig 50 Tiere immer auf "Vorrat" hast. 5 Tiere fressen pro Tag 3 Euro weg, 50 dann 150 Euro.
Tierärzte die für kleines Geld oder kostenlos behandeln, keine Ahnung wie verbreitet das unter TÄ ist. Da kennst Du dich vermutlich besser aus. Mit Spenden dürfte es auch eher schwierig werden, denn vom Kuchen wollen viele was ab. Derzeit schießen ja allerorten die Tier-Tafeln aus dem Boden, die auch Futter-und Sachspenden sammeln.
Von den Futterherstellern kommt denk ich nix. Allenfalls von großen Ketten wie Fressnapf. Aber die sponsern ja auch schon die Tafeln.
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09.11.2009, 13:14Inaktiver User
AW: "Privates Tierheim"
Migräne! Klang es böse? War nicht so gemeint, wirklich nicht.
Natürlich kannst du Futterlieferanten ansprechen, aber die verschenken auch nichts.
Unser Tierheim hier in Bremen lebt ja auch von Spenden etc. - Ich bin dort im Tierschutzverein als zahlendes Mitglied. Selbst habe ich nicht die Zeit dort etwas zu machen.
Es ist einfach eine kostenintensive Sache - und ich sehe eben einfach kein Geld reinkommen bei einer privaten Tiervermittlung - was wird aus den Tieren wenn kein Geld für Futter da ist?
Ich wollte nur anregen, dass unbedingt vorher zu klären... es gibt schon genug Tiere die nicht artgerecht gehalten werden.
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09.11.2009, 13:17
AW: "Privates Tierheim"
Tierärzte dürfen nicht für kleines Geld oder kostenlos behandeln, sie haben eine Gebührenordnung an die sie sich halten müssen. Es gibt die Möglichkeit einen Tierarzt anzustellen oder einen Tierschutzverein zu gründen, dann gibt es gewisse Möglichkeiten, allerdings nicht in dem Umfang der wohl vorschwebt.
Ausnahmslos jedes Tierheim und jeder Gnadenhof den ich kenne und der keine große Erbschaft gemacht hat kämpft chronisch mit Geldschwierigkeiten, TROTZ evtl. Unterstützung. Ob finanzielle Unterstützung durch die Gemeinden kommen hängt davon ab ob es etwas ähnliches schon gibt, normalerweise bezahlen die Gemeinden pro Fundtier u.ä. eine bestimmte verhandelbare Summe, sie bezahlen nicht für Auslandstiere.
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09.11.2009, 13:33
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09.11.2009, 13:42
AW: "Privates Tierheim"
Das stimmt so aber nicht.
Ich bin auch sehr tierlieb, wir haben 4 eigene Katzen und zusätzlich füttern wir freilebende Katzen, die sich in unserem Revier aufhalten.
Meine TÄ hat bereits 2 Kater kostenlos kastriert und mehrere Behandlungen seehr kostengedämpft durchgeführt. Man muss halt schauen, wer dazu bereit ist.Eigentlich bin ich ganz anders, nur komm ich so selten dazu! (frei nach Harald Juhnke)
Nehmen Sie die Menschen so wie sind - es gibt keine anderen!



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